Unternehmensorganisation

Unternehmensorganisation

Unternehmensorganisation


Kevin Maier
Diese Lernkarten bieten einen grundlegenden Überblick über die Unternehmensorganisation und ihre verschiedenen Strukturen. Sie behandeln Themen wie die Centerorganisation, Spartenorganisation, Matrixorganisation und Einlinienorganisation, sowie die Rolle von Mitarbeitern, Führungskräften und Zentralbereichen. Der Inhalt eignet sich besonders für Studierende und Berufseinsteiger, die die Grundlagen der Unternehmensorganisation verstehen und anwenden möchten.
Flashcards
14
Students
7
Language
German
Category
Micro-Economics
Created / Updated
08.12.2014 / 04.03.2021

Flashcards

Einlinienorganisation

Einlinienorganisation

Bei der Einlinienorganisation hat jeder Mitarbeiter einen direkten Vorgesetzten. Der Mitarbeiter erhält nur von einem Vorgesetzten Anweisungen.

Vorteil der Einlinienorganisation:
- Einfach und übersichtlich
- Kein Kompetenzgerangel, da nur ein Vorgesetzter
- Eindeutige Dienstwege und Verantwortungsbereiche
- Mitarbeiter sind einfach zu steuern und zu betreuen

Nachteile der Einlinienorganisation:
- Langer Dienstweg
- Abhängigkeiten zwischen Führungskraft und Mitarbeiter
- Überlastung der Führungskräfte

 

Mehrlinienorganisation

Bei der Mehrlinienorganisation hat der Mitarbeiter mehrere weisungsbefugte Vorgesetzte.

Vorteile der Mehrlinienorganisation
- Direkte Weisungs- und Informationwege
- Mitarbeiterkontrolle durch mehrere Vorgesetzte
- Fachkompetenz des Vorgesetzten wird betont
- Kein schwerfälliger Instanzweg

Nachteile der Mehrlinienorganisation
- Keine klare Kompetenzabgrenzung
- Schwierige Fehlerzuweisung
- Konfliktpotential durch Mehrfachunterstellung

Stabliniensystem

Beim Stabliniensystem werden den einzelnen Funktionsbereichen eine Stabstelle zugeordnet. Die Stabstelle hat lediglich eine beratende Funktion und keine weisungsbefugnis.

Vorteile:
- Entlastung der Linieninstanzen
- Sorgfältigere Entscheidungsvorbereitung
- Synergieeffekte durch Stabs- und Linienwissen

Nachteile:
- Gefahr eines Stabs-Wasserkopfes
- Konfliktpotential zwischen Stab- und Linie
- Linie setzt Ideen der Stabsstelle evtl. nicht um

Funktionsorientierte Organisation

Funktionsorientierte Organisation:

Hierbei wird die Organisation in ihre funktionalen Bereiche aufgeteilt z.B. F&E, Produktion, Finanzen. Grundlage ist hierbei das Einlinien- oder Stabslinienmodell.

Vorteile:
- Sehr übersichtlich
- Klare Kompetenzregelung
- Eindeutige Verantwortungsbereiche
- Nutzung von Expertenwissen durch Spezialisierung

Nachteile:
- Bereichsdenken
- Überlastung der Führungskräfte wegen mangelnder Delegation
- Fehlende Marktnähe
- Langer Dienstweg
- Viele Schnittstellen

Spartenorganisation / divisionale Organisation

Bei der Spartenorganisation bzw. bei der divisionalen Organisation, wird die Organisation nach Objekten, also Produkten, Ländern oder Geschäftsbereichen aufgeteilt und darunter die einzelnen Funktionsbereiche angegliedert.

Vorteile:
- Entlastung des Managements durch die Spartenleiter
- Hohe Flexibilität / Anpassungsfähigkeit auf das jeweilige Objekt
- Übersichtlicher und leichter zu steuern, als ein kompletter Großbetrieb

Nachteile:
- Spartendenken (die Spartenziele werden über den Unternehmenszielen gesetzt)
- Konkurrenzdenken zwischen den einzelnen Sparten
- Verzicht auf Synergieeffekte (mehrere Fachbereiche)
- Höherer Bedarf an Personal- unf Führungskräfte

 

Zentralbereiche der Spartenorganisation

Bei der Spartenorganisation bietet es sich an, Zentralbereiche z.B. Finanzen, Personal zu integrieren um Synergieeffekte nutzen zu können. Die Zentralbereiche sind direkt der Geschäftsleitung unterstellt.

Management Holding

Die Management Holding ist eine Dachgesellschaft, die sich um die strategischen Aufgaben ihrer Tochterunternehmen kümmert. Das operative Geschäft übernimmt die Tochtergesellschaft selbst. Es ist quasi eine Sonderform der Spartenorganisation.

Strategische Aufgaben können hierbei sein:

- Produkt-Markt-Strategien
- Finanzstrategien
- Investitionsstrategien
- Marketing- und Kommunikationsstrategien

Finanzholding

Bei der Finanzholding übernehmen die Tochtergesellschaften das operative sowie das strategische Geschäft selbst. Die Finanz-Holdig verwaltet nur die Beteiligungen an den Tochtergesellschaften.

Die Matrixorganisation

Bei der Matrixorganisation wird die Organisation in Funktionsbereiche (vertikal) und Objektbereiche (horizontal) aufgegliedert. Es entsteht hierdurch ein Mehrliniensystem. Es sollen so die Vorteile der Funktionsorientierten Organisation und der Spartenorganisation verbunden werden.

Die Matrixorganisation bietet sich für Unternehmen an, die an turbolenten Märkten (viele Veränderungen) und mit vielen Geschäftsfeldern vertreten sind.

Vorteile:
- Expertenwissen
- Spezialisierungen an den Schnittstellen
- Entlastung des Managements
- Flexible Anpassung an die Umwelt möglich

Nachteile:
- Hohes Konfliktpotential
- Uneinheitliche Leitung, durch Mehrfachunterstellung
- Höhere Bedarf an Personal- und Führungskräfte
- Hoher Koordinationsaufwand

 

Centerorganisation

Bei der Centerorganisation gibt es einzelne Center. Sie findet bei der objektbezogenen Organisationsform Anwendung.

Profit Center:
Selbstständiger Geschäftsbereich bei der der Center Manager die Verwantwortung für Erfolg und Misserfolgt trägt. Er hat kein Mitspracherecht bei Investionen bzw. was mit dem Gewinn gemacht wird.

Cost Center:
Geschäftsbereich der sich mit einer Kostenstelle vergleichen lässt. Es wird ein Kostenbuget vorgeben, nach dem sich der Leiter richten kann

Investment Center:
Bei einem Investment Center erhält der Center Manager zusätzlich die Entscheidungskompetenz für Investitionen.

Phasen der Organisationsentwicklung

Phasen:

1. Auftrauen
Die aktuellen Strukturen werden aufgetaut, um die Bereitschaft für Veränderungen zu schaffen.
2. Ändern
Strukturen werden geändert
3. Freezing
Die Änderungen werden stabilisiert.

Ziele der Organisationsentwicklung

1. Ziele des Unternehmens z.B. Effizienzsteigerung
2. Ziele der Mitarbeiter z.B. Humanisierung der Arbeitsplätze

Wandel 1. Ordnung

Beim Wandel erstet Ordnung, inkremmentaler Wandel, erfolgt der Wandel der Organisation in kleinen Schritten. Es finden keine grundsätzlichen Änderungen statt. Die Veränderungen sind überschaubar. Es ist der Regelfall.

Wandel 2. Ordnung

Der Wandel 2. Ordnung ist fundamental. Der Wandel betrifft alle Eben. Es werden die Strategien, Strukturen und die Organisation verändert, ein revolutionärer Bruch mit der Vergangenheit. Ist eher der Sonderfall

Study