Unternehmensführung FH

Strategische Analyse

Strategische Analyse


C. S.
Diese Lernkarten behandeln grundlegende Konzepte der Unternehmensführung auf Universitätsniveau. Sie konzentrieren sich auf Themen wie Benchmarking, Ressourcenbewertung, strategische Gruppen und die Analyse von Branchen und Wettbewerbern. Die Karteikarten erläutern auch die Bedeutung von Kennzahlen, die Bewertung von Ressourcen und die Festlegung von Zielen. Sie richten sich an Studierende und Fachleute, die ihr Verständnis der Unternehmensführung vertiefen und strategische Entscheidungen verbessern möchten.
Karten
21
Lernende
2
Sprache
Deutsch
Kategorie
BWL
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
22.10.2015 / 31.03.2016

Lernkarten

Nennen Sie die drei Hauptelemente des strategischen Managements!

Strategieplanung [Umwelt- und Unternehmensanalyse -> Strategiebestimmung]

Strategieumsetzung [Strategische Programme -> Strategierealisation]
Strategiekontrolle bzw. Strategie-Monitoring

Durch welche Teilbereiche wird die globale Umwelt beschrieben?

  • natürliche
  • technologische
  • sozio-kulturelle
  • politisch-rechtliche
  • makro-ökonomische

In welche 4 Punkte kann man die Methodik der globalen Umweltanalyse aufteilen?

1. Ermittlung der relevanten Bewegungskräfte und Progonse ihrer Entwicklungen.

2. Analyse der Querverbindungen zwischen den Einflusskräften

3. Entwurf alternativer Szenarien

4. Festlegung der Prämissen für den weiteren Planungsprozess

 

Durch welche Einflussfaktoren wird die Attraktivität eines Geschäftsfeldes bestimmt?

 

  • Lieferanten
  • Abnehmer
  • Konkurrenz (Anbieterrivalität und pot. Neuanbieter)
  • Industrielle Beziehungen / Politik
  • Substitutionsprodukte

Nennen Sie 5 Markteintrittsbarrieren!

  • Mindestbetriebsgröße
  • Kapitalbedarf
  • Staatliche Schranken
  • Umstellungskosten
  • Zugang zu Vertriebskanälen
  • Käuferloyalität
  • absolute Kostennachteile

Wann ist die Rivalität in einer Branche besonders hoch?

wenn..

  • die etablierten Unternehmen in etwa gleich stark sind
  • die Branche nur langsam oder garnicht wächst
  • die Fixkosten verlgeichsweise hoch sind
  • die Güter sehr homogen sind
  • Kapazitätserweiterungen nur in großen Schritten möglich sind
  • hohe Marktaustrittsbarrieren bestehen

Nehmen Sie Bezug auf Internetwirkungen im Hinblick auf die Verhandlungsmacht des Handels und der Lieferanten.

- Lieferanten können direkten Kontakt zu Endkunden gewinnen.

- gleichmäßiger Zugang aller Unternehmungen zu Lieferanten

- vorhanden Anzahl an Wettbewerbern lässt relative Lieferantenmacht steigen.

 

- Im Handel findet eine Reduktion der Macht herkömmlicher Vertriebskanäle statt

- wachsender Einfluss des Endkunden

- reduzierte Wechselkosten

 

Definieren Sie "Strategische Gruppen"!

 

Eine strategische Gruppe umfasst Unternehmen einer Branche, die hinsichtlich ihrer strategischen Verhaltensweisen vergleichbar sind.

Die Vergleichbarkeit drückt sich z.b. im Umfang der Produktpalette oder in den verwendeten Vertriebskanälen aus.

Aus welchen systematischen Analysen wird die Konkurrenzinformation gewonnen?

Aus externen und internen Quellen.

Extern: z.B. Zeitschriften, Datenbanken, Lieferanteninformation, Kundenstudien...

Intern: z.B. Umsatz Statistiken, techn. Produktanalysen, Benchmarking, ehemalige Mitarbeiter...

Durch welche Indikatoren wird die Profildarstellung eines Unternehmens im Hinblick auf Stärken und Schwächen durchgeführt?

Forschung und Entwicklung

  • Technologischer Reifegrad
  • Patente
  • Time-to-market

Produktion

  • Grad der Eigenerstellung
  • Kapazität
  • Standort

Marketing und Vertrieb

  • Intensität und Qualität
  • Markenwert
  • Vertriebskanäle

Welche Ziele hat das Benchmarking?

Das Lernen von den Besten im Hinblick auf Verbesserungspotenziale (Wie und Wieviel) um einen Wettbewerbsvorteil zu erreichen.

Welche Kennzahlentypen gibt es beim Benchmarking? Nennen Sie je zwei Beispiele!

Strategische Kennzahlen: Kundenzufriedenheit, Wertschöpfung pro Mitarbeiter.

Taktische Kennzahlen: Auftragsdurchlaufzeit, Time-to-market.

Operative Kennzahlen: Fehlerrate, Maschinenauslastung.

Welche Vor- und Nachteile bietet das Benchmarking mit Wettbewerben?

+ Hohe Wirksamkeit

+ Position im Wettbewerb bestimmbar

+ übereinstimmende Aufgaben

- Eigene Organsiation für Datenaustausch erforderlich

- Wettbewerber hat erweiterte Informationen

- Einholen- statt Überholenmentalität droht

Welche Vor- und Nachteile hat das Benchmarking mit strukturähnlichen aber branchenfremden Organisationen?

+ vielseitige Vergleichsmöglichkeiten

+ anders geartete Ideen kommen hinzu

- Suche und Austausch aufwendig

- Übertragbarkeit der Ergebnisse teilweise schwierig

Fassen Sie kurz die 6 Phasen des Benchmarking-Prozesses zusammen.

Phase 1: Festlegung der Untersuchungseinheiten und Wahl der Benchmarking Partner

Phase 2: Erhebung relevanter Daten

Phase 3: Vergleich der Kennzahlen

Phase 4: Analyse der Erfolgsgründe überlegener Prozesse

Phase 5: Definition der Soll-Prozesse

Phase 6: Umsetzung und Kontrolle der Maßnahmen

In der Wertkettnanalyse nach Porter gibt es welche 5 typischen primären Aktivitäten?

Was sind die sekundären Aktivitäten?

Primär:

  1. Eingangslogistik
  2. Operationen
  3. Ausgangslogistik
  4. Marketing und Vertrieb
  5. Kundendienst

Sekundär: Beschaffung, Technologieentwicklung, Personalwirtschaft, Unternehmensinfrastruktur.

Die Kostenstruktur jeder einzelnen Wertschöpfungaktivität wird durch welche Kostentreiber bestimmt?

Kapitalbedingte Kosten (z.B. Kapazitätsauslastung)

Personalbedingte Kosten (z.B. Lohnniveau am Standort)

Kosten für Güter und Leistungen (z.B. Teilevielfalt)

Wodurch entstehen Kompetenzen innerhalb eines Unternehmens?

Durch die Kombination aus Ressourcen und Fähigkeiten.

Welche Arten von Ressourcen gibt es?

  • Finanzielle
  • Physische
  • Humane
  • Organisatorische
  • Technologische

Wie kann man Ressourcen bewerten?

Bewertung nach: 

- Wert

- Einmaligkeit

- eingeschränkte Imitierbarkeit

- fehlende Substituierbarkeit

Welche organisationale Fähigkeiten und Kompetenzen sollte ein Unternehmen haben?

  • spezifisches know-how und Steuerungs- und Koordinationskompetenzen
  • unternehmensspezifisches Wissen
  • unternehmenskulturell verankerte Prozesse
  • Kernkompetenzen

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