Strategisches Management
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Cartes-fiches
Was sind die Ziele des strategischen Managements?
Sicherung des langfristigen Erfolgs!
- Management der Beziehungen des Unternehmens zur Umwelt (=> verschiedene Umweltaspekte)
- Wahl der relevanten Umwelten (z.B. durch Diversifikation, internationale Expansion, neue Kundensegmente)
- aktive Anpassung des Unternehmens an die sich ändernde Umwelt bzw. aktive Mitgestaltung der Umwelt (z.B. durch Entwicklung neuer Produkte, Technologien, Märkte)
- Aufbau von Erfolgspotenzialen, welche den zukünftigen Erfolg ermöglichen
Was sind die Möglichkeiten des strategischen Managements?
- Eine gedankliche Vorwegnahme der Zukunft kann vor Überraschungen schützen.
- Die richtunggebende Wirkung des Strategischen Managements ermöglicht es, Chancen frühzeitig zu nutzen und dadurch nachhaltige Wettbewerbsvorteile zu erzielen.
- Ein im Unternehmen verankertes strategisches Denken und Handeln trägt zur Unité de Doctrine bei und verhindert eine Verzettelung der Kräfte
- Ein partizipativer (d.h. breit abgestützter) Strategieprozess nutzt vorhandene Wissens- und Fähigkeitspotenziale, beschleunigt die Umsetzung und trägt zum Aufbau von Wettbewerbsvorteilen und zur Einzigartigkeit des Unternehmens bei.
Welche Instrumente des strategischen Managements kennst Du? (8 Antworten)
- die Vision, die Mission und das Unternehmensleitbild
- die strategische Planung und deren Analyseinstrumente
- die aus der Planung resultierenden Strategiedokumente
- die Aktions- und Projektpläne
- das strategische Budget
- das Anreizsystem
- das strategische Informationssystem (inkl. Frühwarnsystem)
- Strategic Issue Management, Weak Signal Management und Krisenmanagement
Welches sind die Grenzen und Gefahren des strategischen Managements? (5 Antworten)
- Strategisches Management braucht Geld, Zeit, Geduld und Durchhaltevermögen.
- Strategisches Management wird oft vom operativen Tagesgeschäft „aufgefressen“.
- Strategisches Management hilft, mit Unsicherheit umzugehen, kann sie aber nicht beseitigen.
- Der Nutzen des Strategischen Managements ist abhängig von den Fähigkeiten und Kenntnissen der Entscheidungsträger.
- Eine starre Anwendung von Planungskonzepten und Gleichmacherei im strategischen Denken kann zu mangelnder Flexibilität und zu Kurzsichtigkeit führen
Welches sind die Probleme des Strategischen Managements? (8 Antworten)
- ungenügend vorbereitete und unzureichend ausgebildete Linienmanager
- unklar formulierte Ziele, fehlende Prioritäten
- mangelhafte Abstimmung zwischen Zielen und Ressourcen
- komplizierte, umfangreiche, zu abstrakte Dokumente
- ungenügend operationalisierte Messgrössen
- unzureichende Informationsbasis
- mangelhafte Koordination innerhalb der SGE
- ungenügende Integration mit anderen Systemen (Kontroll-, Budgetierungs- und Entlöhnungssysteme u.a.)
Welche Kritikpunkte gibt es unter anderen im strategischen Management? (6 Antworten)
- Glaube an die Formalisierbarkeit des Strategischen Managements
- mangelnde Flexibilität und rigide Grundhaltung
- Illusion der Steuer- und Kontrollierbarkeit des Systems
- Glaube an die Vorhersagbarkeit der Zukunft
- Trennung von Strategischem und operativem Management
- Motivations-, Akzeptanz- und Durchsetzungsprobleme
Welche Ansätze des strategischen Managements kennst Du?
- Traditionelle Ansatz (Chandler / Ansoff)
- Fähigkeitsorientierte Ansatz (Porter)
- Ansatz der emergenten Strategien / Muster (Mintzberg)
- Ressourcenbasierte Ansatz (Hamel / Prahalad)
Welches sind die Hauptkomponenten nach Porter für die Wettbewerbsstrategie?
- Positionierung im Markt
- Wettbewerbsvorteile
- Aktivitäten, Ressourcen und Fähigkeiten
- Strategische Faktoren
Strategische Ausgangslage
Was ist eine strategische Segmentierung?
Dazu teilen wir unsere Geschäftsumwelt (oder unsere Branche) in verschiedene Segmente auf und ermitteln unsere gegenwärtigen sowie die künftig möglichen Geschäftsfelder. Die strategische Segmentierung bildet die Basis zur Beantwortung folgender Fragen:
- Wie attraktiv ist das Geschäftsfeld in Zukunft?
- Welche Position haben wir in diesem Geschäftsfeld?
- Welche Position möchten wir in Zukunft einnehmen?
- Mit welcher Strategie wollen wir die Position erreichen?
Strategische Ausgangslage
Was umfasst die strategische Segmentierung?
Die strategische Segmentierung umfasst grundsätzlich
- die Segmentierung der Umwelt (Betätigungsfeld) in sogenannte „Strategische Geschäftsfelder“ (SGF) = ("Markt im Markt")
Sowie
- die Segmentierung des Produktprogramms der Unternehmung in „Strategische Geschäftseinheiten“ (SGE). ("Organisatorische Einheit im Unternehmen)
Strategische Ausgangslage
Was ist ein strategisches Geschäftsfeld?
Ein strategisches Geschäftsfeld (SGF) ist ein Ausschnitt aus dem gesamten (externen) Betätigungsfeld unseres Unternehmens und lässt sich durch folgende Kriterien abgrenzen:
- Wachstums- und Erfolgsaussichten
- Zukünftige Chancen und Gefahren (Turbulenzen, Unsicherheiten)
- Erfolgsfaktoren (Strategie, organisatorische Fähigkeiten, Investitionen)
Strategische Ausgangslage
Was ist die Inside-Out Methode?
Ein homogenes SGF besteht aus mehreren Produkt/Markt - Kombinationen, die untereinander wichtige...
- Gemeinsamkeiten (z.B. gleiche Kunden, Verwendungszwecke, Konkurrenten, Vertriebskanäle, Produktionseinrichtungen, Produktionstechnologien, Lieferanten)
und/oder
- wechselseitige Abhängigkeiten (z.B. bezüglich Preispolitik, Produktpolitik, Substitution, Synergien) aufweisen.
Strategische Ausgangslage
Was ist die Out-side-in Methode?
Die Outside-in-Methode hat zum Ziel, die Geschäftsfelder nach marktorientierten Gesichtspunkten und nicht nach vorhandenen Strukturen (Division, Profitcenter, Abteilung usw.) oder nach bisherigen Produkten und Märkten abzugrenzen. Ausgangspunkt der marktorientierten Betrachtungsweise sind die Kundenbedürfnisse.
Ein homogenes Geschäftsfeld besteht aus mehreren Bedürfnis- /Verfahren-/Abnehmer-Kombinationen, die gleiche oder ähnliche Attraktivitätsaussichten (Wachstum, Rentabilität, Chancen/Gefahren) und Erfolgsfaktoren (wirksame Strategien und organisatorische Fähigkeiten) aufweisen und somit einheitlich bewirtschaftet werden können.
Strategische Ausgangslage
Was ist der Unterschied zwischen der Inside-out und der outside-in Methode? (3 Antworten)
Die Outside-In Methode ist...
- Sie ist marktorientiert: das Kundenbedürfnis bildet die Basis der Segmentierung
- Sie analysiert neben der eigenen Verfahren und Abnehmergruppen auch jene unserer gegenwärtigen und potenziellen Konkurrenten
- Sie ist zukunftsorientiert: wir ziehen neben heute vorhandenen auch künftig mögliche Verfahren und Abnehmergruppen in Betracht. Dies deckt sowohl Chancen als auch Gefahren auf
Strategische Ausgangslage
Was ist eine strategische Geschäftseinheit?
Strategische Geschäftseinheit als organisatorische Umsetzung eines strategischen Geschäftsfeldes:
- SGE als Planungs- oder Projekteinheit
- SGE als zweite Dimension einer Matrixorganisation
Eigenschaften von strategischen Geschäftseinheiten:
- Haben eine eigenständige Marktaufgabe durch klar abgrenzbaren Markt und entscheiden selbständig über ihre Produkte/Märkte
- Sie weisen eine abgegrenzte Konkurrenzsituation aus welches die Schaffung von Wettbewerbsvorteile ermöglicht
- Sie ist in ihren strategischen Entscheidungen gegenüber anderen Geschäftseinheiten relativ unabhängig
- Sie weist möglichst wenig Überschneidungen mit anderen Geschäftseinheiten auf. Im Idealfall wird ein Geschäftsfeld nur von einer strategischen Geschäftseinheit bearbeitet
- Sie muss längere Zeit stabil sein, um eine langfristige Planung zu ermöglichen
- Sie ist ein echtes Profitcenter. Gewinn und Verlust sind messbar.
Umweltanalyse
Welche Wettbewerbsstrategien nach Porter gibt es?
Wettbewerbsstrategie => offensive und defensive Massnahmen als Schutz gegenüber den dominierenden Wettbewerbskräften
Grundsätzlich drei Ansätze:
- Kostenführerschaft
- Differenzierung
- Fokussierung (Kostenführerschaft oder Differenzierung in einem bestimmten Bereich)
Umweltanalyse
Welche Handlungsfähigkeiten hat man um die Wettbewerbskräfte zu minimieren?
- Positionierung den Wettbewerbskräften anpassen => dort konkurrieren, wo Kräfte weniger stark sind
- Wettbewerbskräfte zu Gunsten des eigenen Unternehmens beeinflussen
- Entwicklung einzigartiger Produkteigenschaften => Preisrivalität
- Investitionen in F+E oder Marke => Eintrittsbarrieren
- Zusatzleistungen, höheren Verfügbarkeit => Gefahr von Ersatzprodukten
- Standardisierung von Produkten => Verhandlungsmacht der Lieferanten
- Ausbau von Dienstleistungen => Umstellungskosten für Kunden
- Werbung bei Endkunden (Pull) => Verhandlungsmacht der Direktabnehmer (Händler)
- Veränderungen in den Wettbewerbskräften ausnützen => frühzeitig auf Signale für Veränderungen in der Branchenstruktur reagieren
Umweltanalyse
Was ist zum Abschluss der Umweltanalyse zu erstellen?
Die bestimmung der Erfolgsfaktoren
Nachdem wir eine Branchen- und Konkurrenzanalyse durchgeführt haben, bestimmen wir in einem letzten Schritt der Umweltanalyse jene wichtigsten Faktoren jedes Geschäftsfeldes, die jedes Unternehmen der Branche unbedingt beachten muss, um nachhalten Erfolg zu erzielen! Die Bestimmung der Erfolgsfaktoren ist eine zentrale Aufgabe der Führung, denn sie beeinflusst unmittelbar die Strategiewahl! Normalerweise sind es nicht mehr als drei oder vier zentrale Erfolgsfaktoren, die über Erfolg oder Misserfolg in einer Branche entscheiden.
Unternehmensanalyse
Zu den wichtigsten Instrumenten der Unternehmensanalyse gehören:
- Fähigkeitsanalyse
- Wertkettenanalyse
- Kulturanalyse
- Benchmarking.
Unternehmensanalyse
Was sind strategische Erfolgspositionen?
Ressourcen und Fähigkeiten sind Voraussetzungen für den Unternehmenserfolg. Wettbewerbsvorteile entstehen jedoch erst, wenn Ressourcen und Fähigkeiten auf besondere Weise verbunden (kombiniert) werden.
Pümpin (1992) bezeichnet solche einzigartigen Fähigkeiten als strategische Erfolgspositionen (SEP). Er unterscheidet drei Bereiche:
- Bereich Produkte und Dienstleistungen
- Bereich Markt
- Bereich Unternehmensfunktionen
Unternehmensanalyse
Was sind Kernkompetenzen?
Damit ein Unternehmen nachhaltige (d.h. langfristig verteidigungsund ausbaufähige) Wettbewerbsvorteile erlangen kann, braucht es Kernkompetenzen.
Als Kernkompetenz wird eine in der Organisation eingebettete Kombination von sich ergänzenden Ressourcen, Fähigkeiten und Wissensgrundlagen bezeichnet, die es dem Unternehmen ermöglichen, einen oder mehrere kritische Unternehmensprozesse auf höchstem Niveau (idealtypisch einzigartig) zu beherrschen. Anforderungskriterien:
- wertvoll
- selten
- nicht substituierbar
- schwer imitierbar
Unternehmensanalyse
Was ist eine Ressourcen und Fähigkeitsanalyse?
Die Ressourcen- und Fähigkeitsanalyse zeigen uns, wo ein Unternehmen oder eine SGE Stärken oder Schwächen gegenüber der Konkurrenz aufweist und wo Ansatzpunkte für die Nutzung von Wettbewerbsvorteilen oder für den Aufbau strategischer Erfolgspositionen vorhanden sind. (Abb. 4.8 auf S. 166 Lombriser)
Unternehmensanalyse
Was ist eine Werttkettenanalyse?
Ist die Wertkette definiert, können wir folgende Fragen beantworten:
- Wie hoch sind die Kosten der einzelnen Aktivitäten
- Sind unsere Aktivitäten branchenüblich?
- Führen diese Aktivitäten zu einem Wettbewerbsvorteil oder
- zu einem Kostennachteil (Kde nimmt Leistung gar nicht war!)?
- Ist die Wertkette auf die Kaufkriterien der Kunden abgestimmt?
- Wie sind die Wertaktivitäten innerhalb der eigenen Wertkette miteinander verknüpft?
- Wie sind unsere Wertaktivitäten mit jenen der Lieferanten und Abnehmer verknüpft?
Unternehmensanalyse
Was ist eine Kulturanalyse?
- Gesamtheit von Wertvorstellungen, Denkhaltungen und Normen, die das Verhalten der Mitarbeitenden aller Stufen und damit das Erscheinungsbild einer Unternehmung prägen.
- Unternehmenskultur ist ein Teil der Wirklichkeit im Unternehmensgeschehen. Unabhängig davon, ob sie bewusst beschrieben oder aktiv gestaltet wird, ist sie im Erleben von Mitarbeitenden, insbesondere aber auch in der Wahrnehmung von Kunden, Lieferanten und Bewerbern, zumindest in Ausschnitten präsent.
- Mit Unternehmenskultur werden die Werte, Normen und Artefakte einer Organisation umschrieben. Die sogenannt weichen Faktoren. Nicht direkt spürbar, sichtbar, berührbar, bilanzierbar.
- Unternehmenskultur ist die Summe der Geschichten, die man sich erzählt.
Unternehmensanalyse
Was ist Benchmarking und welche Arten gibt es?
Als Benchmarking bezeichnen wir den systematischen und kontinuierlichen Vergleich der Leistung unseres eigenen Unternehmens mit der Leistung unserer direkten Konkurrenten oder der „best in class“ (Unternehmen ausserhalb der Branche, die in einem bestimmten Bereich zur Weltspitze gehören).
- Wer erzielt den höchsten Kundennutzen?
- Wer beherrscht die wichtigsten Geschäftsprozesse?
- Warum, wann und wie erreicht der Beste diese Leistung?
- Was sind seine Geschäftsprozesse
- Wie schneiden wir im Vergleich zu den Besten ab?
- Welches sind unsere neuen Ziele, und wie setzen wir das Gelernte zur kontinuierlichen Verbesserung um?