SCM VL 13 (Linzmajer)
SCM 20.4.13.: Efficient Consumer Response
SCM 20.4.13.: Efficient Consumer Response
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Flashcards
Was ist "Extended Packiging"?
Informationen, die auf der Verpackung keinen Platz finden, sind online abrufbar.
Definition "Efficient Consumer Response"
Der Begriff Efficient Consumer Response bezeichnet eine kundenorientierte Initiative zur Zusammenarbeit zwischen Herstellern und Händlern, die auf Kostenreduktion und bessere Befriedigung von Konsumentenbedürfnissen abzielt und alle Funktionsbereiche erfasst.
Nenne die drei Zielbereiche der Wertschöfpungspartnerschaft
Kostenorientierte Ziele
Kundenorientierte Ziele
Kooperationsorientierte Ziele
Erkläre die jeweiligen Zielbereiche und weshalb eine solche Wertschöfpungspartnerschaft erstrebenswert ist.
ECR-Ansätze zielen darauf ab, den Kundennutzen zu verbessern. Das setzt die Koordination der Daten- und Informationsströme zwischen Hersteller und Handel voraus.
Kostenorientierte Ziele
Durch eine Verzahnung der Prozesskette sollen die kostentreibenden Effekte der Schnittstellen zwischen Handel und Hersteller reduziert werden, indem bspw. die Liegezeiten der Artikel oder die Sicherheitsbestände durch ein aufeinander abgestimmtes Supply Chain Management reduziert werden und somit für beide Akteure die Kapitalbindung verringert wird.
- Kundenorientierte Ziele
Durch eine gezieltere und miteinander abgestimmte Ausrichtung auf den Konsumenten und sein Verhalten am Point-of-Sale wird in Folge einer höheren Kundenzufriedenheit eine Erhöhung der Kundenloyalität und damit eine Umsatzsteigerung angestrebt.
- Kooperationsorientierte Ziele
Um die zuvor genannten Ziele zu erreichen, ist eine vertrauensvolle Zusammenarbeit von Handel und Hersteller notwendig.
Die drei Zielbereiche zusammengenommen charakterisieren ECR als eine Art Wertschöpfungspartnerschaft, bei der Rationalisierungs- und Erlöspotentiale des einen Akteurs nicht zu Lasten des anderen gehen.
Der Reiz von ECR besteht darin, dass alle drei Marktteilnehmer (Hersteller, Handel und Konsument) an dem erschaffenen Mehrwert partizipieren, weswegen von ECR auch ein Triple-Win-Effekt ausgeht.
Triple-Win-Effekt. Welche Vorteile resultieren für Konsument, Handel und Hersteller?
Konsument
Verbesserung der Frische bzw. Aktualität der Produkte
Grösseres Preisvertrauen durch konstantere Preise (EDLP)
Höhere Einkaufssicherheit durch Reduzierung von Bestandslücken (out of stock)
Gesteigertes Einkaufserlebnis durch bedürfnisorientierte Sortimentsgestaltung
Handel
Reduzierte Bestände und dadurch geringere Kapitalbindung
Geringere Abschriften und verbessertes Aktions-Handling
Reduzierung von Über- und Unterbeständen
Kundenorientierte bzw. – individualisierte Sortimentsgestaltung und dadurch höhere Betriebsstättenloyalität
Hersteller
Reduzierte Bestände und dadurch geringere Kapitalbindung
Optimierte Produktionsplanung und –auslastung
Reduzierung von Über- und Unterbeständen
Kundenorientierte bzw. – individualisierte Angebotserstellung und dadurch höhere Markenloyalität
Definition Cross Docking
Der Begriff Cross Docking bezeichnet eine Warenumschlagsart, bei der Waren vom Lieferanten (Absender) vorkommissioniert geliefert werden.
Welchen zwei Kategorien können die Prozesse des ECR zugeordnet werden?
Wie heissen die Prozesse innerhalb dieser Kategorien?
Auf Basis von Standards (Efficient Administration) können die Prozesse der Versorgungskette effizienter durchgeführt werden.
In Bezug auf diese Prozesse kann unterschieden werden zwischen
logistikgeprägten bzw. angebotsseitigen Prozessen, welche im sogenannten Efficient Replenishment und Collaborative Planning, Forecasting and Replenishment zusammengefasst sind sowie zwischen
marketinggeprägten bzw. nachfragerseitigen Prozessen, welche im sogenannten Category Management mit den Unterbereichen Efficient Assortment, Efficient Promotion und Efficient Product Introduction zusammengefasst sind.
Was sind die wichtigsten Hemmnisse zur Durchfürhung von ECR?
Fähigkeit der Partner
Kosten und Aufwand
Datenkompatibilität
Nutzenbetrachtung
Bereitschaft der Partner
Drei Punkte als Zwischenfazit zum ECR
Der Kooperationsgedanke zwischen Handel und Industrie ist noch ausbaubar.
Die Bereitschaft zur Zusammenarbeit ist notwendig, um den ECR-Gedanken zu verwirklichen.
Die Weltwirtschaftskrise und andere übergeordnete Probleme (z.B. Lebensmittelskandale, Erderwärmung) verleihen dem ECR- Thema wieder an Bedeutung.
Nenne und erkläre die drei Möglichkeiten der Lagebewirtschaftung.
Buyer-Managed Inventory (BMI)
Der Händler steuert seine Bestellungen selber.
Co-Managed Inventory (CMI)
Händler und Hersteller steuern die Warenversorgung gemeinsam. Dabei wird die Normalware von der Industrie und die Aktionsware vom Händler gemanaged.
Vendor Managed Inventory (VMI)
Ausschliesslich der Hersteller generiert die Bestellungen des Handels und verwaltet damit auch dessen Bestand.
Sowohl Handel als auch Industrie wollen in Zukunft vermehrt kooperieren.
Drei Punkte als Zwischenfazit der Supply Side.
Der Handel strebt einen Ausbau der Cross Docking Verfahren an.
Die Kooperationskonzepte VMI und CMI gewinnen zunehmend an Bedeutung.
Handel und Industrie haben die Bedeutung der Kooperation auf der Supply-Side erkannt. Es fehlt noch an der konsequenten Durchsetzung.
Drei Punkte als Fazit zur Demand-Side
Category Management setzt sich weiter durch.
Ergebnisumsetzung und Datenprobleme bilden beim Category Management die grössten Hemmnisse.
Handel und Industrie nutzen Category Management überwiegend im Bereich der Sortimentsoptimierung.
Gesamtfazit zu ECR
Die "Big-Player" aus Industrie und Handel haben das Potenzial erkannt und befinden sich in der Umsetzungsphase.
KMUs nutzen ECR-Partnerschaften dagegen nur vereinzelt.
Die Umsetzung an Prozessstandards ist erst effizient, wenn eine kritische Masse an teilnehmenden Unternehmen erreicht wird.
Die Potenziale beim elektronischen Datenaustausch sind noch nicht ausgeschöpft.
Neben der fehlenden Datenqualität sind fehlendes Vertrauen und fehlende Partnerschaft Haupthemmnisse bei der ECR-Umsetzung.