B 91
-
- 1 / 34
-
Flashcards
TEIL A - Grundlagen
================
Nennen die möglichen Risiken, wenn im Rahmen eines Projektes das REQU vernachlässigt wird?
- fehlende Anforderungen
- ungenaue oder falsche interpretierte Anforderungen
- unechte Anforderungen
- implizite Anforderungen, welche nicht explizit gemacht werden
- widersprüchliche Anforderungen
- schleichende Änderungen der Anforderungen
TEIL A - Grundlagen
================
Nenne 4 Gründe für mangelhaftes REQU
- Kommunikationsprobleme
- Ergebnisorientiert
- Selbstverständlichkeiten
- Projektdruck
TEIL A - Grundlagen
================
Nenne die 4 Haupttätigkeiten des REQU
1. Erheben
2. Dokumentieren
3. Prüfen
4. Verwalten
TEIL A - Grundlagen
================
Implizite vs. explizite Anforderungen
Implizite => Stakeholder gehen davon aus, dass diese ohne ausdrückliche Forderungen erfüllt werden, da sie aus Ihre Sicht selbsverständlich sind.
explizite => Anforderungen werden durch die Stakeholder offiziell gefordert und dokumentiert
TEIL A - Grundlagen
================
Nenne die 3 Schritte der Kommunikation
1. gesagt ist noch nicht gehört => Hat der Gesprächspartner uns gehört?
2. gehört ist noch nicht verstanden => Er hat uns gehört, jedoch uns verstanden, das richtige/gleiche verstanden?
3. verstanden ist noch noch nicht einverstanden => Gehört hat er uns, jedoch damit einverstanden?
TEIL A - Grundlagen
================
Nenne die Ebene der Kommunikation und erläutere diese
Inhaltsebene => rationaler, sachlicher Austausch von Informationen
Beziehungsebene => Werden durch Emotionen, bewusste und unbewusste Wahrnehmungen und Gefühlre beinflusst
TEIL A - Grundlagen
================
Nennen den Teambildungsprozess und erläutere die einzelne Schritte
1. Forming (Orientierungsphase)
Erstes Kennenlernen der Teilnehmer
2. Storming (Konfrontationsphase)
Entscheidung ob das Team weitere besteht oder nicht. Wenn die Konflikte gelöst werden können, kommt es am Ende dieser Phase zur Definition von Aufgabenrollen.
3. Norming
Hier ensteht ein WIR-Gefühl. Ideen und Gedanken werden ausgetauscht. Gute Stimmung, guter Zusammenhalt
4. Performing
Wachstumsphase...Hier fliesst die gesamte Teamenergie in die Aufgabenbewältigung.
TEIL A - Grundlagen
================
Nenne die Fähigkeiten eines REQU
- Analystisches Denkvermögen
- Methodische Kompetenzen
- Fachliche Kompetenzen
- Kommunikationsfähigkeiten und sprachliche Kompetenzen
- Selbstbewusstes Auftreten und Moderationsfähigkeit
- Überzeugungsfähigkeit
- Empathische Fähigkeit
TEIL A - Grundlagen
================
Nenne 4 klassiche Stakeholder
- Auftraggeber
- Lenkungsausschuss
- Projektteam (Projekt- oder TeilProjektleiter)
- Anwender
TEIL A - Grundlagen
================
Nenne die 3 Arten von Anforderungen
1. Funktionale Anforderungen
WAS soll das System können
2. Qualitätsanforderungen (nicht funktionale)
Bezug auf Performance, Verfügbarkeit, Skalierbarkeit des Systems (PC soll in 5 Sekunden booten)
3. Randbedingungen
Werden nicht umgesetzt, sondern schränken die Handlungsfähigkeit ein (OR, ZGB, etc...)
TEIL B Anforderungen erheben
========================
Nenne die 3 Anforderungsquellen im REQU
- Stakeholder
- Dokumente
- Altsysteme
TEIL B - Anforderungen erheben
=========================
Nenne die Anforderungskategorisierung nach dem Kano-Modell (Kategorisierung der Zufriedenheit)
1. Basisfaktoren
Unbewusste Anforderungen, die erst bei Nicht Erfüllung einem auffallen (implizite Anforderungen). Erfüllte Basisfaktoren erzeugen keine positive Stimmung, sondern vermeiden Unzufriedenheit.
2. Leistungsfaktoren
Leistungen die vom System erwartet werden. Pro nicht erfüllter Faktor, sinkt die Zufriedenheit
3. Begeisterungsfaktoren
Faktoren, die dem Stakeholder unbekannt sind, sogenannte Goodies. => Löst Begeisterung aus.
TEIL B - Anforderungen erheben
=========================
Nenne die verschiedene Ermittlungstechiken und nenne dazu min. 3 Bsp
- Befragung: Interview, Fragebogen
- Kreativität: Brainstorming (paradox), Perspektiven wechsel, Analogietechnik
- Dokumentenzentrierte: Systemarchäologie, Perspektivenbasiertes Lesen, Wiederverwendung von Anforderungen
- Beobachtung: Fallbeobachtung, Apprenticing
- Unterstützende: Mind Mapping, Workshop, CRC-Karten, Audio/Video Aufnahmen, UseCase, Prototypen
TEIL C - Anforderungen dokumentieren
==============================
Was ist ein Anforderungsdokument
Ein Dokument, das spezifische Anforderungen enthält, d.h. Anforderungen, die definierten Spezifikationen genügen.
TEIL C - Anforderungen dokumentieren
==============================
Welche Dokumentationsarten gibt es, erläutere diese?
1. Strukturperspektive auf Dokumentation
Auf diese Perspektive wird betrachtet, welche Strukturen das System aufweisen muss, um die Anforderungen zu efüllen => geeignet dazu: UML-Klassendiagramme, ERD
2. Funktionsperspektive auf Dokumentation
Welche Funktion ein System bereitstellen muss. Welche Daten (Informationen) vom System als Ein- und Ausgabe genutzt und in welcher Art und Weise diese konkret verarbeitet werden => Datenfluss- oder UML-Aktivitätsdiagramm
3. Verhaltensperspektive auf Dokumentation
Gezielte Betrachtung der Zustände, bzw. Zustandswechsel, die ein System, dessen Komponenten und Objekte einnehmen können. => UML Zustandsdiagramm
TEIL C - Anforderungen dokumentieren
==============================
Nenne 4 Standardisierte Dokumentstrukturen
- RUP
- IEEE 830-1998
- V-Modell
- Lasten- und Pflichtenheft
TEIL C - Anforderungen dokumentieren
==============================
Nenne die wesentliche Merkmale des RUP-MOdell (Rational Unified Process)
- Kompenenten basierte Architektur
- Visuelle Software-MOdellierung
- Verifizierbare Software-Qualität
- Kontrolliertes Change Management
TEIL C - Anforderungen dokumentieren
==============================
Welche 3 Hauptkapitel enthält nach IEEE-Standards eine Software Requierements Spezifikation?
- Hauptkapitel mit einleitenden Informationen (Bsp. Systemzweck, Systemabgrenzung)
- Hauptkapitel für allg. Beschreibungen der Software (Bsp. Perspektive des Systems, Merkmale der zukünftige Anwender, Einschränkung für die Entwicklung)
- Hauptkapitel für spez. Anforderungen (Bsp. funktionale Anf., Performance, Schnittstellen)
TEIL C - Anforderungen dokumentieren
==============================
lastenheft vs. pflichtenheft
Lastenheft => Beschreibt die Gesamheit der Forderungen des Auftraggebers an die Lieferungen und Leistungen eines Auftragnehmers
Pflichtenheft => Beschreibt in konkreter Form, wie der Auftragnehmer die Anforderungen im Lastenheft zu lösen gedenkt
TEIL C - Anforderungen dokumentieren
==============================
Nenne die Qualitätskriterien für das Anforderungsdokument
1. Eindeutigkeit und Konsistenz
Anforderungen müssen identifizierbar sein durch eine Nummierierung. Auch dürfen sie sich nicht wiedersprechen
2. Klare Struktur
Dokument so strukturieren, dass es den Bedürfnissen aller Stakeholder Rechnung getragen wird (Nach Dokumentenstandards)
3. Modifizierbarkeit und Erweiterbarkeit
Anforderungsdokumente müssen erweiterbar sein
4. Vollständigkeit
Muss vollständig sein inkl. Anhänge
5. Verfolgbarkeit
Anforderungen müssen von der Enstehung bis zum Verfall (Lebenszyklus von Anforderungen) nachvollziehrbar sein
TEIL C - Anforderungen dokumentieren
==============================
Nenne die Qualitätskriterien für die Anforderungen
- Abgestimmt
Von allen Stakeholder akzeptiert und als i.O empfunden
- Bewertet
Priosierierung der Anforderungen (Muss & Kann)
- Eindeutig
Die Aussage einer Anforderung erlaubt keine Interpretation.
- gültig und aktuell
Anforderungen können geändert werden. Dabei immer auf die Gültigkeit und Aktualität achten
- Korrekt
Explizite Anforderungen dokumentieren und keine Annahmen treffen, bei denen die Anforderungen nicht bekannt sind.
- Konsitent
Widerspruchsfrei
- Prüfbar
Das Ergebnis muss prüfbar sein
- Realisierbar
- Verfolgbar
- Vollständig
- Verständlich
TEIL C - Anforderungen dokumentieren
==============================
Durch welche Sprachliche Effekte können Mehrdeutigkeiten bei Anforderungen eliminiert werden?
- Normalisierung
- Substantive ohne Bezugsindex
- Universalquantoren
- Unvollständig spezifizierte Bedingungen
- Unvollständig spezifizierte Prozesswörter
TEIL C - Anforderungen dokumentieren
==============================
Erkläre die Normalisierung bei sprachlicher Effekte
Bsp. Bei einem Bargeldbezug am Bankautomaten sollen eine Kontoprüfung und eine Kartenprüfung vorgenommen werden
Kontoprüfung & Kartenprüfung beschreiben einen eigenen Prozess, der genauer analysiert werden sollte. Evtl. besteht eine separate Anforderungen zur Kontoprüfung. Wenn ja, kann ein Querverweis erstellt werden.
TEIL C - Anforderungen dokumentieren
==============================
Erkläre "Substantive ohne Bezugsindex" bei sprachlicher Effekte
Bsp. Der Kontostand soll dem Kunde angezeigt werden.
=> Der Programmierer fragt sich nun: Kontostand von welchem Konto? Welchem Kunde etc....
Besseres Bsp. Der Kontostand der benutzen Kontokarte des am Bankautomaten angemeldeten Kunden soll nach einem Bargeldbezug am Bildschirm des Bankautomaten angezeigt werden
TEIL C - Anforderungen dokumentieren
==============================
Erkläre die Universalquoten bei sprachlicher Effekte
Darauf achten bei Anforderugen, dass die Universalquoten wie immer, kein, jeder, alle etc... nur dann verwendet werden, wenn sie effektiv zutreffen.
Bsp. Dem Kunden sollen nach Eingabe des Codes alle Menüpunkte angezeigt werden.
=> Der Programmierer fragt sich nun: Welche Menüpunkte?
TEIL C - Anforderungen dokumentieren
==============================
Erkläre "Unvollständig spezifizierte Bedingungen" bei sprachlicher Effekte
Achte beim Formulieren von Anforderungen auf Signalwörter wenn, falls, abhängig etc.... Bei diesen Fällen sollten alle möglichen Kombinationen von Bedingungen erklärt werden.
Bsp. Bei genügender Kontodeckung sollte der Kunde den Betrage beziehen können.
=> Wenn keine Kontodeckung? Was soll dann passieren?
TEIL C - Anforderungen dokumentieren
==============================
Erkläre "Unvollständig spezifizierte Prozesswörter "bei sprachlicher Effekte
Bsp. Beim Anmelden am Bankautomaten wird der Code eingegeben.
Es empfiehlt sich die Anforderung aktiv zu formulieren (Ausführende Person muss angegeben werden) => Besser wäre:
Der Bankomat soll dem Kontoinhaber (Kunde) die Möglichkeit bieten, deim Anmelden am Bankomaten den Code über den intergrierten Nummernblock einzugeben.
TEIL C - Anforderungen dokumentieren
==============================
Wie wird eine Schatzschablone konstruriert?
1. Festlegen der rechtlichen Verbindlichkeit (Muss, Sollte, Wird)
2. Den Kern der Anforderungen benennen (Das System muss drucken => "Funktion")
3. Charaktirisieren der Aktivität des Systems (selbständige Systemaktivität, Benutzerinteraktion, Schnittstellenanforderungen)
4. Objekte einfügen (Das System muss drucken => Das System muss den Tagesrapport des aktuellen Tags auf dem Drucker XY drucken)
5. Formulieren von logischen und zeitliche Bedingungen
Logische Bedingungen beginnen mit "falls" (Falls die Anforderungen 1 war, sollte das System......)
Zeitliche Bedingungen beginnen mit "Sobald" (Sobald die Anforderungen 1 ausgeführt wurde, sollte das System....)
TEIL C - Anforderungen dokumentieren
==============================
Nenne die verschiedenen Modellarten innerhalb von REQU
- Und-Oder Bäume
- Use-Case-Diagramm
- STRUKTUR-Perspektive
- ERD
- UML-Klassendiagramm
- FUNKTIONS-Perspektive
- Datenflussdiagramm
- Modelle für Funktionsperspektive und Kontrollfluss
- UML-Aktivitätsdiagramm
- VERHALTENS-Perspektive
- Statecharts
- UML-Zustandsdiagramm
TEIL D - Anforderungen prüfen
========================
Nenne die 3 Qualitätsaspekte, die bei der Prüfung der Anforderungen vorgenommen werden
- Inhalt
- Vollständigkeit des Anforderungsdokument (Sicht auf dokumentierte Anforderungen)
- Vollständigkeit der einzelnen Anforderungen (Formulierung der Anforderungen)
- Vorfolgbarkeit (Quellen der Anforderungen)
- Korrektheit / Adäquatheit (Anforderungen erfüllen die Wünsche der Stakeholder?)
- Konsistenz (Widerspruchsfrei)
- Keine vorzeitigen Entwurfsentscheidungen (Messbarkeit der Anforderungen)
- Überprüfbarkeit (Anforderungen notwendig oder überflüssig)
- Dokumentation
- Konformität zum Dokumentationsformat (Satschablonen richtig,etc)
- Konformität zur Dokumentationsstruktur (Struktur vom Dokument nach Standard)
- Verständlichkeit (Glossar vorhanden?)
- Eindeudigkeit (kein Interpretationsspielraum bei den Anforderungen)
- Konformität mit Dokumentationsregeln
- Abgestimmtheit
- Abstimmung (Anforderungen durch Stakeholder abgenommen?)
- Absimmung nach Änderung (geänderte Anforderungen durch Stakeholder abgenommen?)
- Konflikte aufgelöst (Konflikte erkannt und entsprechend dokumentiert sind)
TEIL D - Anforderungen prüfen
========================
Nenne die Prinzipien der Prüfung von Anforderungen
- Beteiligung der richtigen Stakeholder
- Trennung von Fehlersuche und Fehlerkorrektur (von Anforderungen)
- Prüfung aus unterschiedlichen Sichten
- Geeigneter Wechsel der Dokumentationsform
- Konstruktion von Entwicklungsartefakten
- Wiederholte Prüfung
TEIL D - Anforderungen prüfen
========================
Nenne die Techniken zur Prüfung von Anforderungen
- Review
- Stellungsnahme
- Inspektion
- Walktrough
- Perspektivenbasiertes Lesen
- Einleitung (Beschrieb welche Perspektiven der Instruktor annehmen muss und welche Kriterien wichtig sind)
- Instruktionen (Anleitung für den Instruktur, wie er das Dokument durchsuchen soll)
- Fragen
- Prüfung durch Prototypen
- Wegwerfprototypen (Werden nur für die Stakeholder erstellt zur Visualisierung)
- Evolutionäre Prototypen (wird konstant verbessert und weiterentwickelt)
- Einsatz von Checklisten
TEIL D - Anforderungen prüfen
========================
Ein wichtiger Punkt bei der Anforderungsprüfung ist die Ermittlung von Widersprüchen. Nenne die 4 Schritte für die Auflösung der Konflikte
- Konflikt identifikation (Konflikte erkennen und offen anzusprechen)
- Konflikt-Analyse
- Sachkonflikt (Mangel an Informationen untern Stakeholdern - Der eine weiss mehr als der andere)
- Interessenkonflikt (Möglichst viel Sparen oder möglichst beste Qualität)
- Wertekonflikt (Widerspruch durch verschiedene Wertevorstellungen der Stakeholder)
- Beziehungskonflikt (Profilierung der Stakeholder untereinander)
- Strukturkonflikt (Vorgesetzter lehnt konstant Anforderungen eines Mitarbeiters ab)
- Konfliktauflösung
- Einigung (Beide Parteien favorisieren eine Lösung)
- Kompromiss
- Abstimmung (Mehrheit entscheidet)
- Variantebildung
- Ober-sticht-Unter-Methode (Hierarchische Entscheidung)
- Consider-all-Facts-Methode (alle Einflussfaktoren für eine Entscheidung berücksichtigen)
- Plus-Minus-Interesting (Vorteile gegenüber Nachteile stellen)
- Entscheidungsmatrix
- Dokumentation der Konfliktauflösung