Rechnungswesen, Stufe Marketingleiter

Rechnungswesen, Stufe Marketingleiter

Rechnungswesen, Stufe Marketingleiter


D. L.
Diese Lernkarten bieten eine umfassende Übersicht über das Rechnungswesen für Marketingleiter. Sie decken Themen wie Kosten, Gewinne, Buchführung, Erfolgsrechnung und verschiedene Rechenverfahren ab. Besonders nützlich sind sie für Fachkräfte, die ihre Kenntnisse in Finanzanalyse, Investitionsrechnung und Liquiditätsmanagement vertiefen möchten, um fundierte Entscheidungen zu treffen und die finanzielle Gesundheit ihres Unternehmens zu sichern.
Karten
79
Lernende
9
Sprache
Deutsch
Kategorie
BWL
Stufe
Andere
Erstellt / Aktualisiert
21.01.2015 / 06.07.2023

Lernkarten

Selbstkosten + Reingewinn =

Nettoerlös

Selbstkosten ./. Gemeinkosten =

Einstandspreis

Wort für Gewinn oder Verlust

Erfolg

Basis des Bruttogewinnzuschlags

Einstandspreis

Erläutern sie die Struktur im Rechnungswesen

  • Finanzbuchhaltung (Bilanz/ Erfolgsrechnung)
  • Betriebsbuchhaltung, BAB (Kostenart, Kostenstelle, Kostenträger) >> Effektive Kosten
  • Kalkulation (Teil- oder Vollkalkulation)

Was für Grundsätze kennen sie betreffend Buchführung?

  • Angemessene Bewertungsprinzipien
  • Die Buchführung muss vollständig sein
  • Die Buchführung muss Klarheit wiederspiegeln
  • Es muss mit Vorsicht gearbeitet werden (bezogen auf Risiken und Chancen)
  • Die Buchführung muss stetig geführt werden (Jahresabschluss)
  • Alle Beträge sollen „brutto“ aufgeführt werden
  • Periodische Abgrenzung (zeitlich und sachlich)
  • Nur die wesentlichen Teile werden abgebildet

Erläutern Sie Die Bilanz und Erfolgsrechnung nach Inhalt, Zeitliche und der Gliederung

Bilanz

  • Aktiven (Wert), Passiven (Schuld)
  • Stichtagsrechnung
  • Aktiven sind nach Verflüssigungsprinzip gegliedert
  • Passiven nach Rückzahlbarkeit

Erfolgsrechnung

  • Aufwand, Ertrag
  • Gleitende Rechnung
  • Nach Art und Bereich der Unternehmung

Erläutern Sie den Aufbau der Erfolgsrechnung

Dreistufig:

+ Warenertrag  (Nettoverkaufserlös)

- Warenaufwand (Wareneinkauf)

Bruttogewinn Stufe 1

- Löhne, Gehälter, Sozialleistungen (Personalaufwand)

- Mietaufwand

- Abschreibungen

- Zinsaufwand für Fremdkapital

- Übriger Betriebsaufwand

Betriebserfolg (Gemeinkosten) Stufe 2

(+/- Neutraler Ertrag/Aufwand)

- Wertschriftenaufwand

- Ausserordentlicher Aufwand

+ Immobilienertrag

Unternehmenserfolg (Gewinn oder Verlust) Stufe 3

 

Wie können stille Reserven gebildet werden?

  • Kassabestände in fremder Währung: Umrechnungskurs zu tief
  • Wertschriften: Bilanzierung unter den aktuellen Börsenkursen
  • Debitoren in CHF: Delkredere höher als das tatsächliche Risiko
  • Debitoren in fremder Währung: Umrechnungskurs zu tief
  • Warenvorräte: Bilanzierung unter dem Einstandswert
  • Anlagevermögen: Abschreibungen höher als der tatsächliche Wertverzehr
  • Liegenschaften: Bei steigendem Wert ist der Anschaffungswert in der BZ zu lassen
  • Kreditoren in fremder Währung: Umrechnungskurs zu hoch
  • Rückstellungen: Mehr Rückstellungen als nötig

Beurteilung "Intensität des Anlagevermögens"

Hoher Anteil verringert die Flexibilität. Achtung bei Umsatzeinbruch, AV verursacht Kosten (Unterhalt, Abschreibung, Zinsen)  Handel 20-40%, Industrie 40-60%, spezielle Branchen wie Kraftwerke –90%.

Beurteilung des Eigenfinanzierungsgrades (Selbstfinanzierungsgrades)?

Je höher der Eigenfinanzierungsgrad desto besser. Norm: 30-60% Handel und Industrie

Beurteilung "Fremdfinanzieruzngsgrad"?

Hoher Grad schränkt Untern. -Entscheidungen ein. Zinsen = fixe Kosten die auch in schlechten Zeiten erbracht werden müssen ca. 40-70%

Beurteilung Liqiuditätsgrad 1

Ist die Liquidität ungenügend, so kann dies zur Existenzfrage führen. Zu grosse Liquidität ist jedoch auch unerwünscht, weil z.B. flüssige Mittel keine oder nur geringe Erträge abwerfen und somit den möglichen Gewinn (Rendite) schmälern.  Norm 30%

Beurteilung Liquiditätsgrad 2

Norm 100%

Beurteilung Liquiditätsgrad 3

Liquiditätsengpass, zB. Kredite bezahlen..

FA muss zu einem schlechten Preis Anlagevermögen verkaufen um die Schulden zu bezahlen. Dadurch wir der FA die Grundlage entzogen, und diese kann Zahlungsunfähig werden trotz Gewinn.   Norm 200%

Beurteilung Anlagedeckungsgrad

Das Anlagevermögen soll bei AD1 mit Eigenkapital und bei AD2 mit zusätzlichem langfristigem Fremdkapital gedeckt sein.  Norm AD 1: 80-100%, AD 2 >100%

Beurteilung Eigenkapitalrendite (ROE)

Gewinn als Bezugsgrösse zum eingesetzten Kapital. Durchschnittliches Kapital errechnet sich aus Anfangsbestand und Endbestand einer Periode geteilt durch zwei. Ziel > 15%

Beurteilung Erfolgskoeffizient / Umsatzrentabilität (ROS)

(Umsatzrentabilität %)

  • Handel = > 2,5%
  • Industrie =  > 1,5%

Beurteilung Gesamtkapitalrentabilität (ROI)?

ROS x KUH                                          Ziel > 12%

(Hoher Gewinn => hohe Verkaufspreise und tiefe Kosten)

Ursachen von Liquiditätsengpässen?

  • Schnelles Wachstum bindet grössere Lager- & Debitorenbestände.
  • Stagnierender Umsatz bei schlechter Marge verschlechtert die Ertragslage und gefährdet die Selbstfinanzierung.
  • Debitorenzahlungsfrist verschlechtert sich oder unerwartete Debitorenverluste treten ein.
  • Lieferanten fakturieren kurzfristiger und verlangen Anzahlungen und verschärfen das Mahnwesen.
  • Übernahme von grossen Aufträgen die nicht vorfinanziert werden können (vor allem Baubranche).
  • Zu grosse Privat, Gewinnentnahmen, es bleiben keine Reserven mehr.
  • Überhöhte Lager und nicht voll ausgelastete Betriebsanlagen.

Massnahmen gegen Liquiditätdengpässe

Da die Auswirkungen von Massnahmen zur Liquiditätsverbesserungen nicht immer exakt abgeschätzt werden können, ist es von Vorteil ein ganzes Massnahmenpaket auszulösen.

1. Verwendung der Liquiditätsreserven

  • Einleitung von nicht beanspruchte Bankkredite
  • Verkauf von Wertschriften

2. Massnahmen zur Steigerung resp. Beschleunigung der Einnahmen

  • Senkung des Bestandes an angefangenen Arbeiten und Debitoren durch schnelleren Abschluss der Arbeiten.
  • Tägliche, wöchentliche Fakturierungen, straffe Debitorenüberwachung und Mahnung, geeignete Skontierung.
  • Forcierter Lagerabbau.
  • Vorauszahlungen vertraglich vereinbaren.
  • Kreditaufnahme (Kontokorrent, Darlehen)

3. Massnahmen zur Senkung resp. Verzögerung der Ausgaben

  • Zurückstellung nicht unbedingt erforderlichen Investitionen
  • Verschiebung von Reparaturen / Revisionen
  • Leasing statt Kauf
  • Bestellmengen drosseln / Einkaufsstop
  • Hinausschieben des Zahlungszeitpunktes von Kreditoren
  • Kosteneinsparungen (Sparprogramm)
  • Verzicht auf Gewinnausschüttungen und Privatbezüge

4. Vorsorgliche organisatorische Massnahmen

  • Zentrale Kassenhaltung und Kontenführung.
  • Systematische Risikoanalyse möglicher Verlustquellen.
  • Anpassung der Eigenkapitalbasis an das gestiegene Geschäftsvolumen.
  • Überprüfung und Anpassung der Rechtsform.

Massnahmen bei Überliquidität?

Bei vorübergehender Überliquidität

  • Sonder Skontovereinbarungen mit Lieferanten.
  • Wahrnehmung sämtlicher Skontoabzüge.
  • Tilgung der Bankschulden.
  • Kurzfristige Kapitalanlagen
  • Absatzfinanzierung (grosszügige Zahlungsfristen)

Bei permanenter Überliquidität

  • Rückzahlung von Hypotheken und anderen langfristigen Schulden.
  • Durchführung von Investitionen.
  • Betriebserweiterungen, neue Markterschliessungen, Filialgründungen, Diversivikationen.
  • Aufbau von langfristigen Finanzanlagen, Kauf von Renditeobjekten.

Erläutern Sie das Kalkulationsschema Einkauf - Verkauf (Vollkostenrechnung)

Wie berechnen Sie die Nutzschwelle?

BEP/Stk (Nuzschwelle) (Menge) = Fixkosten (+ möglicher Gewinn)/ DB pro Stk.

BEP Wert (1) (Fr) = Fixkosten x 100 / DB Marge

BEP Wert (3) (Fr) = Fixkosten x 100 / ((VP - variable Kosten/Stk. x100) /VP)

BEP Wert (4) (kritische Stückzahl) = (Fixe Kosten Total I -/- Fixe Kosten Total II) / (var. Kosten / Stk. I -/- var. Kosten / Stk. II)

Definieren Sie den DB1

DB 1 ist der Bruttogewinn und dieser rechnet sich aus Verkaufspreis minus den variablen Kosten

Mögliche Sgtaffelung DB 1 bis DB 4

Deckungsbeitrag 1

Erlös – variablen Kosten

Deckungsbeitrag 2

DB1 – Produkt Fixkosten

Deckungsbeitrag 3

DB2 – Abteilungsfixkosten

Deckungsbeitrag 4

DB3 – Unternehmens Fixkosten

Erläutern Sie den Betreibsabrechnungsbogen

Erläutern Sie das Kalkulationsschema Einkauf - Verkauf (Vollkostenrechnung)

Wie berechnen Sie das Durchschnittskapital?

(Durchschnittskapital - Liquiditätserlös - UVerhöhung)/2

Was für statische Rechenverfahren kennen Sie im Investitionsrechnen?

  • Kostenvergleich
  • Gewinnvergleich
  • Renditerechnung
  • Amortisationsrechnung (Payback-Methode)

Was für Rechenferfahren kennen Sie bei der dynamischen Investitionsrechnung?

  • Kapitalwertverfahren
  • Annuitätenmethode
  • Interner Ertragssatz
  • Dynamisierte Payback-Methode

Erläutern Sie den Kostenvergleich

  1. Ermittlung der Fixen Kosten Pro Anlage
  2. Ermittlung der Fixen Kosten pro Stück
  3. Ermittlung der Variablen Kosten
  4. Ermittlung der variablen Kosten pro Stück
  5. Ermittlung der Kosten je Stück

Wie rechnen Sie den kritischen Wert beim Kostenvergleich?

Erläutern Sie den Gewinnvergleich

Umsatz minus Kosten

Erläutern Sie die Rentabilitätsrechnung

Erläutern Sie die Amortisationsrechnung

Erläutern Sie das Kapitalwertverfahren

Rückrechnen von Werten auf Jahr 0 = Barwert

Ausrechnen des Net Present Values (Kapitalwert)

Erläutern Sie die Annuitätenmethode

Die Anuitätenmethode ist eine Abwandlung der kapitalwertmethode und ist das Pendand zum statischen Gewinnvergleich.

Der Kapitaleinsatz wird mittels der Zinseszinnsrechnung in Renten, daher Annuitäten umgeformet und den durschnittlichen jährlichen Cashflows bzw. Kosteneinsparnissen gegenübergestellt.

Eine Investition ist dann vorteilhaft, wenn die durchschnittlichen jährlichen Cashflowws mindestens so gross sind wie die Annuität

Erläutern sie den internen Ertragsatz

Rückrechnung mittels Rentenbarwertfaktor

Kapitaleinsatz / durchschnittlicher Cashflow = Rentenbarwertfaktor

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