Produktions- und Logistikmanagement

Skript 3, 3. Semester, HTW Berlin SoSe 15, Prof. Wilksch

Skript 3, 3. Semester, HTW Berlin SoSe 15, Prof. Wilksch


A. S.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über das Produktions- und Logistikmanagement auf Universitätsniveau. Sie behandeln zentrale Themen wie Produktentwicklung, Schutzrechte, und Komplexitätskosten, wobei sie sowohl technische als auch ästhetische Aspekte abdecken. Die Karteikarten erläutern die Schritte der Produktentwicklung, von der Planung bis zur Ausarbeitung, und gehen auf verschiedene Schutzrechte wie Patente und Gebrauchsmuster ein. Zudem werden Methoden zur Vermeidung von Komplexitätskosten sowie die Produkt-Markt-Matrix und der Produktionslebenszyklus behandelt. Diese Lernkarten sind ideal für Studierende und Fachkräfte, die ihr Wissen in Produktions- und Logistikmanagement vertiefen möchten.
Cartes-fiches
13
Utilisateurs
1
Langue
Allemand
Niveau
Université
Créé / Mis à jour
12.06.2015 / 12.06.2015

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VIP Wie ist die Forschung und Entwicklung aufgebaut?

Forschung

Grundlagenforschung (Bsp.wissenschaftlich (biologisch/phisikalisch))

- dauert sehr lange
- kein konkretes Produktfokus
- keine echte Terminplanung
- Basis für die angewandte Forschung

Angewandte Forschung

- Produkt liegt im Vordergrund
- Forschung im Unternehmen
- Ziel: technische Machbarkeit beweisen
- Prototyp entwickeln

Entwicklung (Bedienbarkeit, Design, Funktion)

Neuentwicklung

- man betritt ein neues Gebiet (Bsp. Hybrid-Motor)

Weiterentwicklung

- Weiterentwicklung bereits bestehender Produkte (Bsp. Golf 1, 2, 3)

Erprobung (Test)

- Erprobung div. Funktionen (Bsp. bei Medikamenten, bei Autos)

 

Wie können Komplexitätskosten vermieden werden? (nach McKinsey)

  • Standardteile (steigern)
  • Variantenanzahl verringern (bei Endprodukten, Baugruppen, Einzelteilen)
  • Fertigungsgerechte Konstruktion
  • Design to process (keine neuen Maschinen kaufen, die alten am besten benutzen)

Nennen Sie die 7 Bestandteile des Produktionslebenszyklus!

  1. Produktfindung
  2. Produktrealisierung
  3. Markteinführung
  4. Wachstum
  5. Reifezeit
  6. Marktsättigung
  7. Abstieg

VIP Beschreiben Sie kurz die Produkt-Markt-Matrix.

Derzeitiges Produkt & Derzeitiger Markt = Intensivierung

Derzeitiges Produkt & Neuer Markt = Markterweiterung

Neue Produkte & Derzeitiger Markt = Produktneuplanung

Neue Produkte & Neuer Markt = Diversifikation

Nennen Sie die 3 Schutzrechte und unterteilen Sie diese in technische und ästhetische ein!

technische Schutzrechte:
Patent (20 Jahre)
Gebrauchsmuster (nur Produkte, nicht auf Verfahren) (10 Jahre)

 

ästhetische Schutzrechte
Geschmacksmuster (Farbe, Form, Design) (5 Jahre)

Nennen Sie die 4 Schritte der Produktentwicklung!

  1. Planen (Detailbeschreibung/ Aufgaben des Produkts)
  2. Konzipieren (wie soll eine Teilfunktion realisiert werden)
  3. Entwerfen (letzte Details festlegen, welche Materialien)
  4. Ausarbeiten (sehr kleine Details, Rädchen geriffelt oder nicht)

VIP Stellen Sie 2D-CAD-Systeme und 3D-CAD-Systeme gegenüber!

2D-CAD-Systeme:

  • Zweidimensionale Zeichnungen
  • Bildschirm, Maus und Tastatur ersetzen klassisches Zeichengerät
  • Arbeitsweisen bleiben nahezu unverändert
  • Beschleunigungseffekte bei Erstellung, Ausdruck, Wiederverwendung

3D-CAD-Systeme:
 

  • Dreidimensionale Modelle
  • Behandlung von Freiformflächen
  • Frei im Raum drehbar
  • Erweiterung der Arbeitsweise
  • Virtual Prototyping
  • Beliebige Schnitte und Zeichnungen generierbar
  • Verwendung für Marketing

VIP Stellen Sie den Teufelskreis der Nischenpolitik dar.

Im Kreis:

  • Bedienung von Nischen: Produktvielfalt nimmt zu
  • Komplexitätskosten steigen ohne bedeutende Zunahme des Marktanteils
  • Kosten für das gesamte Sortiment erhöht sich
  • Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens lässt nach
  • Absatz stagniert: Preiswettbewerb, Überkapazitäten

VIP Wie kann man Komplexitätskosten vermeiden?

  • Anzahl Lieferanten reduzieren
  • Standardteile zukaufen
  • gleiche Teile verwenden
  • Standard-Maschinen / Prozesse nutzen
  • Anzahl der Varianten und Teile senken
  • montage- oder fertigungsgerechte Produktion
  • Plattformkonzepte, Bsp. Waschmaschine Bosch/Siemens

VIP Wie stellt sich der Ablauf zur Produktfindung dar?

  1. interne & externe Informationen wirken auf den Hauptprozess ein
  2. Ideenfindung (z.B durch Brainstorming)
  3. Ideenauswahl & -bewertung (z.B. durch Markt- und/oder Wettbewerbsanalyse)
  4. Produktdefinition (Systematischer Aufbau von Entwicklungsvorschlägen)
  5. konkreter Entwicklungsvorschlag liegt vor

VIP Nach welchen Kriterien lassen sich Lizenzen unterscheiden? Geben Sie Beispiele an!

Anzahl Lizenznehmer

- ausschließliche (1 LN) 6 einfache Lizenz (Anzahl LN offen)

Freiwilligkeit

- Zwangslizenz (HIV in Anfrika) & vereinbarte Lizenz (Vertrag)

Berechnungsart

- Nutzungsunabhängige & Nutzungsabhängige Lizenz

VIP Nennen Sie die 4 Schritte der Produktentwicklung!

  1. Planen (Aufgaben,Gesamtfunktion)
  2. Konzipieren (Teilfunktionen bestimmen, Lösungen bewerten Skizzieren)
  3. Entwerfen (Berechnugnen, Herstellbarkeit, Kostenoptimierung)
  4. Ausarbeiten (Detailgestaltung, Zeichnungserstellung, Normprüfung)

-> in den einzelnen Phasen sind Rücksprünge bei Problemen möglich

VIP Nennen Sie 3 Beispiele für technische Normen und geben Sie Beispiele an!

  • Sortierungsnormen - Größen, Klassen, Qualitäten
  • Gütenorm (Qualitätsnorm) - qualitative Eigenschaften, Gütezeichen, Güteklassen
  • Prüfnorm - Methoden, einzuhaltende Bedingungen

Étudier