Organisations Management Modul 7
Das Organisations Management lässt sich wie folgt einordnen: Im 4 S-Modell im zweiten S (Struktur/Prozesse) Grundsatz Zukunftsfähige Organisation: "Schnellere und wirtschaftlichere Bewältigung einer zunehmenden Vielfalt sich rasch ändernder Aufgaben."
Das Organisations Management lässt sich wie folgt einordnen: Im 4 S-Modell im zweiten S (Struktur/Prozesse) Grundsatz Zukunftsfähige Organisation: "Schnellere und wirtschaftlichere Bewältigung einer zunehmenden Vielfalt sich rasch ändernder Aufgaben."
-
- 1 / 30
-
Lernkarten
Wie lässt sich das Organisations-Management in den generellen Management Rahmen einordnen?
Die offensichtlichsten Ansatz- und Verknüpfunspunkte alssen sich in folgenden Bereichen finden:
- Organisations-Management als Querschnittssfunktionen jedes Unternehmens
-Organisations-Management im Rahmen der integrierten Unternehmensentwicklung
-Organisationsentwicklung als funktionale Strategie
Welche Organisationsformen kennen wir?
-Funktionale Organisation (Rein funktionale Organisation), Stab-Linien-Organisation)
-Sparten Organisation (Profit-Center-Organisation, Cost-Center-Organisation, Investment-Center-Organisation)
-Matrixorganisation /Tensororganisation (3D)
-Management Holding (Finanz-Holding, Management-Holding)
-Netzwerkorganisation
-Virtuelle Organisation
-Projektorganisation
-Teamorganisation
Was für Kooperationen gibt es?
-Partizipation
-Konsortium
-Kartell (Verboten gemäss EU Gesetz) z.B. Preisabsprachen
-Joint Venture
-Strategische Allianz
-Konzern (Holding-Struktur)
-Virtuelle Organisation
Beschreiben Sie die Kooperationsform Joint Venture.
Ein Joint Venture ist im strengen Sinne ein gemeinsames Vorhaben zwischen rechtlich und wirtschaftlich voneinander unabhängigen Unternehmen, bei dem die Partner die Führungsverantwortung und das finanzielle Risiko gemeinsam tragen.
Beschreibe die Kooperationsform Konsortium.
- eine Vereinigung mehrerer rechtlich und wirtschaftlich selbständig bleibender Unternehmen zur Durchführung eines vereinbarten Geschäftszwecks.[1] Die Mitglieder eines Konsortiums werden Konsorten genannt.
Konsortien werden gegründet, wenn die Auftragshöhe oder das Geschäftsvolumen für ein einzelnes Unternehmen zu groß ist oder wenn für ein einzelnes Unternehmen hierdurch zu einseitige Geschäftsrisiken entstehen würden. Durch Verteilung auf verschiedene, nicht konzernverbundene Unternehmen wird dieses Risiko gemindert. Das Konsortium ist damit ein wesentliches Instrument der Risikostreuung. Dem Geschäftspartner wird durch ein Konsortium die Aufnahme einer Vielzahl von Geschäftsverbindungen zu verschiedenen Unternehmen mit möglicherweise unterschiedlichen Konditionen erspart, weil er beim Konsortium lediglich mit dem Konsortialführer kommunizieren muss und einheitliche Konditionen erhält. Wenn das Konsortialgeschäft abgewickelt ist, dann endet auch der Zweck des Konsortiums, für den es gebildet wurde. Das Konsortium verfolgt über die Risikominderung hinaus meist weitere ökonomische Ziele (Synergieeffekte, Wettbewerbsverzerrungen durch kartellähnliche Strukturen, Aufgabenzerlegung).
Beschreibe die Kooperationsform Kartell.
Kartell ist ein Zusammenschluss zweier Geschäftsakteure um ein Monopol auf dem Markt zu bilden. Gemäss EU Gesetzt ist ein Bildung von einem Kartell verboten.
Kartelgesetzt existiert auch in der CH. Ziel Wettbewerbseinschränkungen zu verhindern.
Welchee Entwicklungsstufen von Organisationsformen hat die Unternehmensorganisation in der Praxis seit 1950 durlaufen?
Funktionale Organisation 1950 bis1960
Matrix Organisation 1960 bis 1970
Netzwerkorganisation 1990 bis 2010
Heute vermehrt informelle Organisationen, Kurze Wege, grosse Beweglichkeit für Anpassung der Kundenbedürfnissen.
Welche Vorausetzungen müssen Organisationsstrukturen der Zukunft erfüllen?
-Dezentrale, flache Organisationsstruktur
-Nähe zum Markt und zum Kunden
-Rasche Reaktionsfähikgeit und hohe Flexibilität
-Steigerung der Produktivität und der Qualität
-Optimierung der Kosten
-Re-Engineering der Geschäftsprozesse*
*Re-Engineering (oder Reengineering) ist ein Konzept für die durchgreifende Änderung von Produktions-/Geschäftsprozessen in Betrieben. Das Resultat sind Verbesserungen in entscheidenden messbaren Leistungsgrößen in den Bereichen Kosten, Qualität, Service und Zeit.
In welchen Punkten ist die Netzwerk-Organisation anderern Organisationsformen überlegen?
-Komplexitätsbewältigung
-Reaktionsfähigkeit auf Veränderung im Umfeld
-Flexibilität/Anpassungsfähigkeit an neue Gegebenheiten
-Krisenresistenz
Nennen Sie die 6 Reorganisations-Grundsätze, die sich aus der Praxiserfahrung ergeben.
-Klare Aussrichtung auf die Unternehmensstrategie. (Unternehmenszweck ist aus einer guten Organisation ersichtlich)
-Organisationsentwicklung ist nicht Selbstzweck
-Keine ständigen Reorganisationen und Umstrukturierungen
-Regelmässige Überprüfung der Wirksamkeit der Strukturen
-Sicherstellung von "Momentum" = Gleichgewicht, Dauer einer Bewegung. ¨
-Straffe Führung des Prozesses.
Beschreiben Sie drei Trennungsstufen von Infrastruktru und Betrieb im öffentlichen Verkehr.
-Rechnersiche Trennung (buchhalterische Massnahmen)
-Organisatorische Trennung (strukturelle Massnahmen)
-Rechtliche Trennung (juristisch-unternehmerische Massnahme)
Welche gesetzlichen Grundlagen bilden in der Schweiz die zentrale Basis für die strukturellen Entwicklungen im öffentlichen Verkehr?
-Revidiertes Eisenbahngesetzt 1996
-Bahnreform 1 (1999)
-Bahnreform 2 (3Teilpakete)
-FABI (2014)
Was beinhaldet das Eisenbahngesetzt von 1999?
-Einfürung des Bestellprinzips
-Gleichstelung der verschiedenen Verkehrsmittel
-Harmonisierung der Verkehrsfinanzierung
-Möglichkeit der Ausschreibung im Regionalverkehr
Was beinhaltet die Bahnreform 1?
-Rechnerische und organisatorische Trennung von Infrastruktur und Betrieb.
-Freier Netzzugang
-Aussdehnung des Bestellprinzips auf alle Betriebssubentionen
-Marktöffnung/Liberalisierung Güterverkehr
-Verselbstständigung SBB AG (inkl. Entschuldung)
Was beinhalten die 3 Teilpakte der Bahnreform 2?
-Grundlage: Bahnlandschaft Schweiz (SBB+X)
-Neuordnung der Infrastrukturfinanzierung
-Sicherheitsdienst (Bahnpolizei)
-Sicherstellung des diskriminierungsfreien Netzzugangs
-Gesetzliche Gleichstellung der Verkehrsunternehmen
-Ergänzung früherer Reformen
-Verzicht auf die rechtliche Trennung von Infrastruktur und Betrieb
Welche Ziele verfolgt FABI?
-Häufigere und schnellere Angebote
-Kapazitätsausbau für den Güterverkehr
-Einheitliches und nachhaltiges Finanzierungsmodell der Bahninfrastruktur
Welche Massnahmen zur Zielerreichung von FABI stehen an?
Erstellung neuer unbefristeter Bahninfrastrukturfond (BIF)
Der BIF soll vom Bund, Kanton und Nutzern finanziert werden
Ausbau in Teilschritten:
1. Vervollständigung Bahn 2000 eingeführten Knotenkonzept
2. Erhöhung des Verkehrsangebotes, Erweiterung der Beförderungskapazitäten
3. Erhöhung der Geschwindikgeit auf ausgewählten Strecken
Welche Umfeldfaktoren und Herausforderungen stellen sich den Unternehmungen im öffentlichen Verkehr?
-Reformen auf politischer Ebene (Bahnreform 2)
-Angebotsentwicklungen (HGV/NEAT)
-Finanzpolitik
-Weiterentwicklung des ÖV als System
-Nachfrageentwicklung (Megatrends)
-Technische Entwicklung (Verkehrstechnik) Google Car etc...
Was für Triebkräfte für Kooperationen gibt es?
Globalisierung (Wachstum)
Differenzierung (Marktwachstum)
Was unterscheidet virtuelle Dienstleistungsunternhemen von virtuellen Produktionsunternehmen?
Kein klares Lead Unternehmen. Insgesamt dezentraleseres und oft weniger stabiles Netzwerk
Besondere Probleme des Schnittstellen-Managements
Nach welchen Merkmalen können Kooperationen unterteilt werden?
Kooperations Art
Kooperations Dauer
Kooperations Grad
Was für Kooperations Arten kennen Sie?
Horizontal (Gleiche Branche, Bergbahn mit Bergbahn)
Vertikal (Verschiedene Produktionsebene, Bergbahn und Hotel)
Lateral (Andere Branche) Bergbahn und Milka
Rückwärts-Kooperation: Bergbahn mit Bergbahnhersteller
Vorwärts-Kooperation: Bergbahn mit Tour Operator
Was für Kooperations Dauern kennen Sie?
-vorübergehend
-dauernd
Was für Kooperations-Grad gibt es?
"Ad hoc" Kooperationen
Vertraglich geregelte Kooperationen (Leistungsvereinbarungen)
Beteiligungen (Aktienkapital, Kapitalverflechtungen)
Fusion (Annexion/Absorption, Kombination)
Was für Kooperations-Grad gibt es?
"Ad hoc" Kooperationen
Vertraglich geregelte Kooperationen (Leistungsvereinbarungen)
Beteiligungen (Aktienkapital, Kapitalverflechtungen)
Fusion (Annexion/Absorption, Kombination)
Was beinhaltet das magische Kooperations-Siebeneck?
-Ziele und Definition
-Eigner Leistungsbereich
-Wahl der Partnerunternehme
-Kooperationsintensität
-Auftritt und Stellenwert der einzelnen Partner
-Inhalte der Kooperation
-Kooperationsprozesse
Welche Netzeffekte können Kooperationen haben?
Angebotsseitige Effekte (Sinkende Grenzkosten) Econmies of scale
Nachfrageseitige Effekte (Steigender Grenznutzen) Economies of scope: grössere Leistungsbreite, integrierte Leistungen
Economies of density: grössere Zielmärkte, cross selling (Verkauf von ergänzenden Produkten)
Welche drei typischen inhaltlichen Kooperationsebenen können unterschieden werden?
-Management-Kooperationen - Strategie Fokus
-Betriebliche-Kooperationen - Kosten Fokus
-Marketing-Kooperationen - Kunden Fokus
Welche vier Konsens "Fit" Punkte braucht es für eine erfolgreiche Kooperation?
Gemeinsame Strategie (Welchem Zweck dient die Kooperation?)
Struktur (Wie erreichen wir die Ziele)
Kultur (Wollen alle beteiligten die Kooperation?)
Prozess (Realisierung)
Was sind die Ursachen für ein scheitern einer Kooperation?
Wenn eines der vier "Fit's" nicht eingehalten wird.
-Keine klaren Ziele (Strategie)
-Wiederstand (Kultur)
-Schlampig zusammengestelltes Projektteam (Prozess)
-Keine Einigung auf personele Entscheide VR, Kader (Struktur)