OPM Kapitel 8

Lernkontrollfragen

Lernkontrollfragen


M. S.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über die Prozessoptimierung und Managementbewertung in der Betriebswirtschaftslehre. Sie behandeln zentrale Themen wie Prozessinnovationen, Prozessoptimierung, Monitoring, und Zertifizierung, wobei verschiedene Modelle und Normen wie ISO 9001 und EFQM im Fokus stehen. Besonders relevant sind die Ansätze zur kontinuierlichen Verbesserung (KVP) und die Beurteilung von Prozessen durch Kennzahlensysteme. Diese Lernkarten richten sich an Studierende und Fachkräfte, die ihr Wissen in Prozessmanagement und Qualitätskontrolle vertiefen möchten, um nachhaltige und effiziente Unternehmensstrategien zu entwickeln.
Karten
14
Lernende
3
Sprache
Deutsch
Kategorie
BWL
Stufe
Andere
Erstellt / Aktualisiert
03.08.2015 / 05.05.2016

Lernkarten

Was wird mit dem Begriff “Qualität“ beurteilt?

ISO 8402:

Qualität ist die Gesamtheit von Merkmalen einer Einheit bezüglich ihrer Eignung, festgelegte und vorausgesetzte Erfordernisse zu erfüllen.

Auf welchen 6 Punkten basiert die TQM-Philosophie?

  1. Erfüllung der Bedürfnisse aller Anspruchsgruppen (vor allen die der Kunden)

  2. Die Organisation muss laufend dazulernen (Fehlerursachen beseitigen, Nullfehler-Prinzip)

  3. Kontinuierliche Verbesserung (KVP, Kaizen)

  4. Jeder MA hat Qualitätsverantwortung

  5. TQM = Führungssystem, welches auf bisherigen Stärken aufbaut

  6. TQM stellt den Menschen in den Mittelpunkt (funktionierende Systeme, Strukturen, Abläufe, Firmenkultur)

Was ist das Ziel und der Zweck der EFQM?

(nicht Prüfungsrelevant)

EFQM (European Foundation for Quality Management):

  • Anerkennung und Förderung von nachhaltigem Unternehmenserfolg

  • Interessenten Mittel und Wege zu Spitzenleistungen aufzeigen

3 Komponenten greifen ineinander:

  1. Grundkonzepte der Excellence (Grundprinzipien)

  2. EFQM-Modell für Excellence (Struktur, mit der die Grundkonzepte und die RADAR-Logik umgesetzt werden)

  3. RADAR-Logik (Bewertungsinstrument und Massstab)

Welche 8 Faktoren liegen dem „Grundkonzept der Excellence“ zu Grunde?

  1. Ausgewogene Ergebnisse erzielen

  2. Nutzen für den Kunden schaffen

  3. Mit Vision, Inspiration und Integrität führen

  4. Mit Prozessen managen

  5. Durch Mitarbeitende erfolgreich sein

  6. Innovation und Kreativität fördern

  7. Partnerschaften gestalten

  8. Verantwortung für eine Nachhaltige Zukunft übernehmen

Zu welchen Zweck wurde das EFQM-Modell konzipiert? Was stellt das EFQM-Modell dar?

(nicht Prüfungsrelevant)

Zur einheitlichen Beurteilung der TQM-Aktivitäten.

Dass Modell besteht aus 9 Elementen (5 Befähiger- und 4 Ergebnis-Elementen)

  • Befähiger-Elemente = Was tut die Organisation?

    • Führung (100 Punkte)

    • MA (100 Punkte)

    • Strategie (100 Punkte)

    • Partnerschaften und Ressourcen (100 Punkte)

    • Prozesse, Produkte (100 Punkte)

  • Ergebnis-Elemente = Welche Ergebnisse erzielt eine Organisation)

    • Mitarbeiterbezogenen Ergebnisse (100 Punkte)

    • Schlüsselerlebnisse (150 Punkte)

    • Kundenbezogene Ergebnisse (150 Punkte)

    • Gesellschaftsbezogene Ergebnisse (100 Punkte)

Was wird mit der Zertifizierung nach 9001 beglaubigt? Welche der 9 EFQM-Elemente wird hauptsächlich durch die Norm unterstützt? Was spricht für eine entsprechende Zertifizierung?

(nicht Prüfungsrelevant)

Frage 1:

ISO 9001 = Prozessorientiert (und NICHT Produktorientiert). Daher Branchenübergreifend anwendbar und ähnlicher Aufbau.

Frage 2:

EFQM-Element Nr. 5 (Prozesse)

Frage 3:

  • Nachweis der Qualität der Leistungserbringung mittels int. anerk. Zertifikat

  • Standardisierung und Zertifizierung der EIGENEN Qualitätsanstrengungen

  • Dokumentation des Leistungserbringungsprozesses (Rückverfolgbarkeit)

Auf welchen drei Säulen basiert das Konzept und die Beurteilung der gesellschaftlichen Verantwortung von Unternehmen?

  1. Ökonomische Nachhaltigkeit

    1. Wirtschaftlich nicht über den eigenen Verhältnissen Leben

  2. Ökologische Nachhaltigkeit

    1. Kein Raubbau der Natur / nat. Lebensgrundlagen nur soweit beanspruchen, wie diese sich regenerieren können

  3. Soziale Nachhaltigkeit

    1. Soziale Konflikte friedlich Austragen

1.1       Welche internationalen Normen bilden die Grundlage für die Zertifizierung (!) des sozialen und ökologischen Engagements eines Unternehmens?

  • SA 8000 (Standard for Social Accountability)

    • Einhaltung sozialer Mindeststandards

  • ISO 14001

    • Umweltschutz

  • ISO 26000 (Kann noch nicht Zertifiziert werden, erst seit 2010)

    • CSR – Corporate Social Responsibility

    • Zusammenführung der Normen SA 8000 und ISO 14001)

Welche Voraussetzungen müssen für ein zielgerichtetes Monitoring und Controlling der Geschäftsprozesse erfüllt sein?

Anhand von Kennzahlen wird die Leistung gemessen und mit internen Zielvorgaben und externen Messgrössen verglichen. Durch periodische Ermittlung und Vergleich der relevanten Prozesskennzahlen wird ein Monitoring und Controlling ermöglicht.

Nennen sie mindestens 2 Instrumente zur Beurteilung der Leitungsfähigkeit von Prozessen!

  • Process Performance Management (PPM)

  • Wertstromanalyse

  • Kennzahlensysteme

  • Benchmarking und Vergleich

 

Wozu dienen Kennzahlensysteme? Nennen sie mindestens ein typisches Kennzahlensystem!

  • Dient der quantitativen Beurteilung des Unternehmenserfolges

  • Balanced Scorecard

Was ist der unternehmerische Nutzen eines Kennzahlenvergleichs/Benchmarkings der Geschäftsprozesse?

Vorteile:

  • Gibt Hinweise, in welchem Umfang Verbesserungsmöglichkeiten vorhanden sind

  • Zeigt die relative und absolute Wettbewerbsfähigkeit auf

Nutzen:

  • Die daraus resultierenden Verbesserungsmassnahmen!

Welche Gestaltungsfelder für Prozessoptimierungen sind vorhanden? Nennen sie je 2 konkrete Beispiele!

Materielle Prozessinnovationen: Neue technische Lösungen für

  • Informationsfluss

  • Herstellverfahren > Firmenspezifische Produktionsmittel

Immaterielle Prozessinnovationen: Neue Organisationskonzepte für

  • Überbetriebliche Zusammenarbeit > Supply Chain Management (SCM), Customer Relationship Management (CRM

  • Innerbetriebliche Zusammenarbeit > Aufgabenintegration, lokale Selbstregulation, Einführung von Gruppenarbeit

Erläutern sie die zwei unterschiedlichen Ansätze der Prozessoptimierung! Positionieren die diese zueinander!

  • Business Process Reengineering (BCR)

    • Radikaler Ansatz, Prozesse werden von Grund auf neu re-designed

    • Ziel ist eine deutliche Verbesserung des aktuellen Leistungsstandes

  • Inkrementaler Ansatz einer kontinuierlicher Prozessverbesserung (KVP)

    • Bestehende Prozesse werden laufend weiter entwickelt

    • Ziel ist die Leistungsverbesserung in kleinen Schritten

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