öV Manager, Verkehrsökonmie & Verkehrsplanung Teil 1

Kapitel 1: Einführung; Kapitel 2: Mobilität, Siedlung, Verkehr; Kapitel 3: Verkehrssysteme

Kapitel 1: Einführung; Kapitel 2: Mobilität, Siedlung, Verkehr; Kapitel 3: Verkehrssysteme


M. S.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über die Grundlagen der Verkehrsökonomie und -planung, insbesondere im Kontext des öffentlichen Verkehrs (öV). Sie behandeln zentrale Begriffe wie Verkehrsmittel, Nachfrage, Angebot, Kosten und Fahrpläne, sowie die Bindungen von Haltestellen, Strecken und Liniennetzen. Die Karteikarten eignen sich für Studierende und Fachleute, die sich mit der effizienten Gestaltung und dem Management von Verkehrssystemen auseinandersetzen möchten, um nachhaltige und nutzerfreundliche Mobilitätslösungen zu entwickeln.
Karten
70
Lernende
14
Sprache
Deutsch
Kategorie
BWL
Stufe
Andere
Erstellt / Aktualisiert
28.12.2015 / 13.10.2024

Lernkarten

Verkehrsarten: Nach welchen Verkehrsarten kann weiter unterschieden werden?

MIV mot. Individualverkehr (Auto, LKW)

LV Langsamverkehr (i.d.R. Fuss- und Veloverkehr)

GV Güterverkehr

öPNV öffentlicher Personennahverkehr (v.a. in D)

Der öV ist Bestandteil des Gesamtverkehrs. Was hat er für Eigenschaften? Welches sind seine Konkurrenten?

Systemspezifisch (Schiene, Strasse usw.) der Fussverkehr ist immer in Ergänzung.

Konkurrenten sind MIV, Fussgängerverkehr, Velo-/Zweiradverkehr.

Nenne Stärken/Schwächen des öV.

Stärke: Die Verkehrsleistung bei entsprechender Nachfrage und Bündelung vergleichsweise günstig, sicher und umweltschonend.

Schwäche: Bei schwacher Nachfrage nur mit sehr hohem finanz. Aufwand die Bedürfnisse in genügender Qualität zu befriedigen.

Welche drei Dimensionen kennen die Verkehrsmittel des öffentlichen Verkehrs?

tragen, führen, antreiben/bremsen.

Welche Verkehrsmittel sind wann zweckmässig?

Welcher Verkehrsmarkt soll bedient werden? Welche Anforderungen (Leistungsfähigkeit, Vmax) sind nötig? Investitions-/Betriebskosten? Energie-/Raum-/Flächenbedarf? Betriebssicherheit? Fahrkomfort?

Bei der Wahl des Verkehrsmittels ist was zu beachten?

Die Einbindung in das übrige Netz zu den vorhandenen Angeboten.

Welches sind die Vor-/Nachteile spurgeführter Verkehrsmittel des öV?

Vorteile: Bezogen auf die Leistungsfähigkeit geringer Raumbedarf (Zugbildung), Sicherheit einfacher zu überwachen. Geringe Haft-/Rollreibung =  Energiebedarf geringer

Nachteil: Infrastrukturbedarf über ganze Strecke. Steigungsempfindlich,

Was versteht man unter Ökonomie?

Die Ökonomie versucht das wirtschaftliche Verhalten von Menschen zu erklären. Sie geht davon aus, dass jeder Mensch nach Wohlergehen und Wohlstand strebt. Mittels ökonomischer Methoden ist man in der Lage, wirtschaftliche Phänomene zu erklären und Prognosen über zukünftige Entwicklungen zu erstellen.

Nenne verschiedene, konventionelle spurgeführte Verkehrsmittel des öV.

Eisenbahn, Tram, Metro, S-Bahn, Stadtbahn, Seilbahnen

Nenne verschiedene, konventionelle nicht spurgeführte Verkehrsmittel des öV

Bus, Schiff, Fliegerei

Was versteht man unter einer Transportkette im öV und was sollte berücksichtigt werden?

Weil der öV eine Transportmöglichkeit bietet, muss das Angebot dem Bedürfnissen und Erwartungen möglichst gerecht werden. Ziel muss sein, dem Benützer ein lückenloses Gesamtangebot zur Verfügung zu stellen.

Investitions- und Betriebskosten: Was zählt zu den Investitons- und was zu den Betriebskosten?

Investitionskosten: Sämtliche Investitionen in Infrastrukturen (Verkehrsträger) und Verkehrsmittel (inkl. Anlagen)

Betriebskosten: Aufwendungen für die Betriebsdurchführung (Personal, Energie, Betriebsstoffe und Unterhalt)

Wann rechnen sich hohe Investitionskosten?

Hauptsächlich für stark belastete Linien und Netze. Innerhalb bestimmter Belastungsbereiche kann formuliert werden, dass mit höheren Investitionen (Fixkosten) die spezifischen Betriebskosten (variable Kosten) gesenkt werden können.

Was versteht man unter Betriebskosten? Wie lautet ein anderer Begriff dafür?

Betriebskosten sind auch variable Kosten.

Die Betriebskosten errechnen sich aus Aufwendungen für die Betriebsdurchführung: Personal, Energie, Betriebsstoffe, Unterhalt

Was zählt zu den Investitionskosten? Wie lautet ein anderer Begriff dafür?

I. setzen sich aus sämtlichen Investitionen in die Infrastrukturen wie Verkehrsträger und Verkehrsmittel sowie Anlagen zusammen.

Sie werden auch Fixkosten genannt.

Exkurs Kosten: Was zählt zu den "Kilometerabhängigen Kosten"?

Trasse-, Energie-, Fahrzeugbetriebskosten

Exkurs Kosten: Welches sind "Zeitabhängige Kosten"?

Personalkosten

Exkurs Kosten: Was sind "Investitionsfolgekosten"?

Zinskosten

Der konventionelle Linienbetrieb ist ein _____________ des ________________, bei dem eine feste Folge von _______________ zu festgelegten Zeiten bedient werden.

Hieraus resultieren drei _________________.

Der konventionelle Linienbetrieb ist ein Leistungsangebot des öffentlichen Verkehrs, bei dem eine feste Folge von Haltestellen zu festgelegten Zeiten bedient werden.

Hieraus resultieren drei Bindungen.

Wie lauten die drei Bindungen?

Strecken-/Liniennetz

Haltestellen

Fahrplan

Nenne zwei Hauptvorteile des konventionellen Linienbetriebs.

Gute Verständlichkeit für den Kunden

Gute Plan- und Kalkulierbarkeit der Leistungen für den Betreiber.

Nenne ein paar Faktoren zur Bindung "Strecke/Liniennetz".

Netz einfach und verständlich aufbauen, optimale Netzdichte wird in km Strecke pro km2 Erschliessungsgebiet angegeben. Optimal 1,2 bis 3 km/km2

Verkehrspotentiale, haltestellen und Fahrplan bei Netzplanung immer gemeinsam betrachten; die Anzahl Hst. beispielsweise ist Fahrzeitwirksam

Ein dichter Fahrplan ist für Benutzer meist attraktiver als ein dichtes Strecken/Liniennetz, erhöht aber die Störanfälligkeit.

Mäandrierende Linienführungen sind meist nachteilig, da sie die Fahrzeit erhöhen

Das Siedlungsgebiet soll möglichst gut abgedeckt werden, auf Anbindung an das übrige Netz achten

Nenne ein paar Faktoren zur Bindung "Haltestellen".

Hst. sind der Aus-/Eintrittspunkt zum öv, hst. beeinflussen die Reisegeschwindigkeit stark und wirken über die gesamte Reisekette

Dichte Haltestellenfolge erleichtert die Zu-/Abgangszeit zum System öV, aber die Bef Vmax wird reduziert. Es ist ein Optimum anzustreben. Die Optimierung ist ein iterativer Prozess. (Z züri all 300m e Haltschtell, vill z vill...)

Haltestellen sind gut ins Wegenetz zu integrieren. (vgl Trambahnhof Paradeplatz: Ist es ein Platz oder ein Bahnhof...?)

Nenne ein paar Faktoren zur Bindung "Fahrplangebundenheit".

Fahrplan ist das Betriebsprogramm des Linienbetriebs

Wir unterscheiden zw. effektivem und relativem Fahrplan (chunt itz de grad spöter)

Im Mischbetrieb mit Strassenverkehr entstehen Störeinflüsse, welche Verzögerungen im Betriebsablauf produzieren. Auf eine "wesensgerechte Behandlung" des öV ist zu achten

Was versteht man unter relativem Fahrplan?

Nötig für die verkehrstechnische Ausgestaltung der Infrastruktur, ein theoretisches Betriebsprogramm, um die betriebliche Zuverlässigkeit bemessen zu können

Was versteht man unter effektivem Fahrplan?

Absoluter Zeitmassstab, bedeutungsvoll für den betrieblich-technischen Prozess (Betriebs-/Fahrzeug-/Personalmanagement)

Bedeutungsvoll für den Nutzer.

Nenne alternative Betriebsformen und ihre Eigenschaften bzw. Funktionsweise.

Richtungsbandbetrieb (Linienkorridor fahrplanmässig befahren, Bindung an Hst. und genaue Linienführung mit Ausnahme Start-/Zielhst nur beschränkt vorhanden)

Sektorenbetrieb (Def. Raum von einer Starthst betrieben, Bindung an Linienführung bzw. Hst nicht vorhanden, Bewährung im Nachtverkehr)

Flächenbetrieb (Bedarfsanmeldung durch Kunden: Publicar z.B)

Was versteht man unter "Verkehrsmanagement"? (nei, nöd das was im erste Stock vom HB isch)

Wird meist im Sinne von Verkehrslenkung oder Verkehrssteuerung verstanden. Organisatorische Massnahmen, den Verkehr maximal, sicher und umweltfreundlich zu nutzen, in der Regel telematische Eingriffe.

Man unterscheidet ausserdem fixes Verkehrsmanagement (statische Massnahmen wie Spuren) und dynamisches VM (Automatisierung, Lenkung in Echtzeit usw)

Exkurs Navigationsgerät: Würdest du das Navi als Verkehrsmanagement bezeichnen?

Teilweise. Der Entscheid des Lenkers kann nicht beeinflusst werden.

Erkläre den Unterschied zwischen Makroökonomie und Mikroökonomie.

Die Makroökonomie betrachtet das gesamtwirtschaftliche Verhalten der Wirtschaftssektoren (generelle Sicht).

Die Mikroökonomie betrachtet das Verhalten einzelner Marktteilnehmer, typischerweise Haushalte und Firmen.

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