Ökopolitik

Ökopolitik

Ökopolitik


Kevin Maier
Diese Lernkarten bieten einen Einstieg in die Grundlagen der Ökopolitik, mit Fokus auf Umweltmanagementsysteme wie ISO 14001 und EMAS, sowie auf rechtliche Rahmenbedingungen. Sie behandeln Themen wie die Implementierung von Umweltmanagementsystemen, die Verminderung von Emissionen und Abfall, sowie die Verwertung von Ressourcen. Die Karteikarten sind ideal für Studierende und Berufseinsteiger, die sich mit den Grundlagen der Umweltpolitik und deren praktischer Umsetzung vertraut machen möchten.
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Allemand
Créé / Mis à jour
03.12.2014 / 29.12.2014

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Die sieben Prinzipen des Umweltschutzes

Vorsorgeprinzip
Naturgrundlagen sollten vorausschauend geschützt und geschont werden.

Verursacherprinzip
Wer die Umwelt schädigt, muss für die Kosten aufkommen

Kooperationsprinzip
Zusammenwirken aller gesellschaftlicher Kräfte

Gemeinlastprinzip
Wenn kein Verursacher bestimmt werden kann, trägt die Allgemeinheit die Kosten.

Grenzüberschreitenen Umweltschutzes
Luft- und Gewässerverschmutzung ist Länderübergreifend

Subsidaritätsprinzip
Nur dort wo die Möglichkeiten des einzelnen oder der Gruppe nicht greifen, soll der Staat unterstützend eingreifen.

 

EU-Verordnungen und Richtlinien für Umweltpolitik

Verordnungen:
Wirken direkt und unmittelbar in allen Mitgliedsstaaten.

Richtlinie:
Muss in nationales Recht umgesetzt werden. Die Methode ist jedem Staat selbst überlassen

Vorsorgender und nachsorgender Umweltschutz

Der vorsorgende Umweltschutz hat vorrang vor dem nachsorgenden Umweltschutz

Vorsorgender (präventiver) Umweltschutz
Beginnt bei Planung der Angebotspalette, der Produktion und technischen Anlagen.
Ziel: Abfälle, Emissionen und Abwasser zu vermeiden.

Nachsorgender (additiven) Umweltschutz:
Einbau von Filter, Abwasserbehandlungsanlage, sichere Entsorgung von Abfällen.

Emission, Immission und Transmission
 

Emission: Schadstoffausstoß
Immission: Einwirkung der Stoffe auf Mensch und Tier
Transmission: Transport der Schadstoffe von der Emission zur Immission

Systematik des Umweltrechts

Umweltpflegebereiche:

- Immisionsschutzrecht
- Wasserecht
- Abfallrecht
- Bodenschutzrecht
- Gefahrstoffrecht
- Strahlenschutzrecht
- Natur- und Landschaftsschutzrecht

Gefahrstoffrecht und Gefahrgutrecht

Gefahrgutrecht:
Regelt den Transport gefährlicher Güter.

Gefahrstoffrecht
Grundlage ist das Chemikaliengesetz und die Gefahrstoffverordnung. Es soll Menschen und Umwelt vor gefährlichen Stoffen schützen. Die EU Regeleung wird bald von der weltweiten GHS (Global Harzmonized System) abgelöst.

Pflichten der Arbeitgber: Betriebsanweisungen, Schulung, Kennzeichnungspflicht, Schutzausrüstung, Vorsorgeuntersuchungen, sichere Aufbewahrung, sachgerechte Entsorgung.

Bodenschutzrecht

- Bodenschutzrecht
Schutz des Bodens. Erhalt der Funktionsfähigkeit und VIelfalt von Böden, Sparsame Nutzung von Böden, Reduktion der Inanspruchnahme von Freiflächen, Vermeidung und Verminderung von Stoffeinträgen in Böden, Reduzierung der Strukturveränderung von Böden, Sanierung belastender Böden
Altlasten: Belstung durch umweltgefährdenden Stoffe
Altablagerungen: Deponien
Altstandorte: Standorte bei denen früher umweltgefährdente Stoffe verwendet wurden
Altlastensanierung: Technische Maßnahmen, damit von Altlasten und Gefahrstoffen keine Gefahr mehr ausgehen.

Abfallrecht

- Abfallrecht
Das Kreislaufwirtschaftsgesetz ist das wichtigste Gesetz zum Thema Abfall.
Es wird aufgeteilt zwischen Abfällen zur Verwertung (verwertet) und zur Beseitigung (werden nicht verwertet)
1. Vermeidung
2. Vorbereitung zur Wiederverwendung
3. Recycling
4. Sonstige Verwertung (energetische Verwertung z.B. Abluft)
5. Beseitigung

Wasserrecht

Wasserrecht

Ist der Schutz der oberirdischen GEwässern, Meeren und Grundwasser. Es enthält Regelungen zum Umgang mit Abwasser, allgemeine Regelungen zum Gewässerschutz, Umang mit wassergefährdenden Stoffen.

Wasserhaushaltsgesetz: ORdnung des Wasserhaushaltes
Abwasserabgabengesetz und Abwasserverordnung: Einleiten von Abwasser in Gewässer

Immisionsschutzrecht

Immisionsschutzrecht

Hat das Ziel, Menschen, Tiere, Pflanzen, Boden, Wasser, Atmosphäre von Luftverunreinigungen, Geräuschen, Erschütterungen, Licht, Wärme und Strahlen zu schützen und vorzubeigen.
Produktbezogen: Beschaffenheit von Anlagen (Grundstücke, Maschinen, Anlagen, Produkte)
Verkehrsbezogen: Beschaffenheit von Fahrzeugen
Gebietsbezogen: Überwachung der Luft- und Lärmqualität

Umweltmanagementsysteme

ISO 14001 (privat) und EMAS (EU)

Analogie zu QM System

- Vorbeugende Strategie statt Kontrollen und Korrekturen
- Freiwilligkeit
- Hauptverantwortung bei der obersten Leitung
- KVP
- Regemäßige Überprüfung durch Audits

Argumente für ein Umweltmanagementsystem

Argumente von einem Umweltmanagementsystem:

- Positives Image
- Abgrenzung zu Mitbewerbern
- Vertrauensvorschuss bei Behörden
- Erleichterung bei Genehmigungsverfahren
- Verminderung des Risikos von Werteverlusten und künftigen Altlasten
- nachweisliche Einhaltung des Umweltrechts
- Verminderung des Haftungsrisikos
- Verringerung des Haftungsrisikos
- Verminderung der Kosten für Abfallentsorgung
- Verringung der Rohststoff- Hilfsstoff- und Betriebsstoffkosten
- Reduzierung von Umwelthaftpflichtversicherung

Vergleich DIN ISO 14001 und EMAS
 

EMAS:
EG Verordnung
Enthält die Forderung der ISO 14001
gilt in EU-Staaten
Umweltprüfung vorgeschrieben
Umweltpolitik muss veröffentlicht werden
Umwelterklärung für die Öffentlichkeit
Umweltgutachter auditiert und verifiziert die Umwelterklärung
Begutachtung und Validierung durch staatlich zugelassen Umweltgutachter
Registrierung im EMAS Register
Werbung mit EMAS Logo

ISO 14001
Privat
Kein Bezug zur EMAS
gilt weltweit
Umweltprüfung wird empfohlen
Umweltpolitik muss der Öffentlichkeit zugänglich sein
Keine Umwelterklärung
Umweltauditoren auditieren nach UMS
Zertifizierung durch private Gesellschaften
Zertifikat
Werbung mit Logo der Zertifizierungsstelle

Aufbau eines Umweltmanagementsystems nach EMAS
 

Aufbau eines Umweltmanagementsystems nach EMAS

1. Umweltprüfung, Bestandaufnahme (Erstmalige umfassende Untersuchung der Umweltaspekte, Umweltauswirkung, und Umweltleistung eines Unternehmens)
2. Festlegung der Leitlinien Grundsätze und Gesamtziele der Umweltpolitik
3. Formulierung der konkreten Einzelziele in einem Umweltprogramm (Beschreibung der Maßnahmen, Verantwortlichkeiten und Mittel, die zur Verwirklichung vorgesehen ist)
4. Umsetzung (Implementierung) des Umweltprogramms
5. Prüfung in Form eines internen Audits
6. Information des Managements über alle umweltrelevanten Ergebnisse
7. Validierung der Umwelterklärung durch einen Umweltgutachter und Registrierung des Unternehmens. Umwelterklärung

Aufbau und Implementierung eines Umweltmanagementsystem nach DIN ISO 14001

Aufbau und Implementierung nach ISO 14001

1. Umweltprüfung
2. Festlegung der Umweltpolitik und des Umweltprogrammes
3. Aufbau des Umweltmanagementsystems
4. Internes Umweltaudit
5. Zertifizierungsaudit

Die Anforderungen an ein UM nach ISO 14001 ist nach dem PDCA Zyklus aufgebaut.

 

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