Marketing 2

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Marketing 2


B. O.
Diese Lernkarten decken fortgeschrittene Konzepte des Konsumentenverhaltens und der Marketingpsychologie auf Universitätsniveau ab. Sie behandeln zentrale Themen wie Kaufentscheidungsprozesse, Einstellungen, Motive und Involvement, wobei verschiedene Modelle und Theorien wie das S-O-R-Modell, die 3-Komponenten-Theorie der Einstellung und das Konfirmations-Diskonfirmations-Paradigma der Kundenzufriedenheit vertieft werden. Die Karteikarten eignen sich besonders für Studierende und Marketingfachleute, die ihr Verständnis für die psychologischen und sozialen Einflussfaktoren auf das Kaufverhalten vertiefen möchten.
Flashcards
23
Students
2
Language
German
Category
Micro-Economics
Level
University
Created / Updated
28.07.2014 / 04.08.2021

Flashcards

Evoked Set

Kaufalternativen für den Kunden

Fleetmanagement
 

Stellen zB Maschinen zur Verfügung  & zahlen Gebühr für Nutzung

-
 

Begriffe & Ziele

  • Konsumverhalten
  • Konsumverhaltensforschung
  • Ziele Konsumverhaltensforschung

  • Konsumentenverhalten: Umfasst alle beobachtbaren Handlungen von Individuen im Zusammenhang mit dem Kauf oder Konsum wirtschaftlicher Güter
  • Konsumverhaltensforschung = interdisziplinär ausgerichet
    • Psychologie, Soziologie, Biologische Verhaltensforschung, Marketing
  • Ziele Konsumentenverhaltenforschung:
    • unterstützung besserer Marketingentscheidungen & besserer Einsatz der Marketinginstrumente

Konsumentenverhalten

(-> Marktforschung; Aufgabe MF; Zentrale Fragen)
 

  • Marktforschung um Bedürfnisse & Nachfrage der Konsumenten zu erfüllen
  • Aufgabe Marktforschung: Konsumentenverhalten mit Hilfe geeigneter Daten zu analysieren
  • Zentrale Fragen
    • Was wird gekauft? (Gut, Marke) -> wiederkehrende Kaufentscheidungen
    • Wer kauft? (Zielgruppe); Kaufakteure, Träger der Kaufentscheidung
      • Systematisierung der Kaufakteure
    • Wie gekauft wird? (Prozess) Kaufentscheidungsprozesse, Kaufpraktiken
      • Kaufentscheidungen nach dem Ausmaß kognitiver Steuerung
    • Wann gekauft wird? (Zeit)
    • Wo gekauft wird? (Ort)
    • Warum gekauft wird? (Motiv)
    • Wie viel ? (Kaufmenge)

Wiederkehrende Kaufentscheidungen

 

  • Markov-Modell (Fluktuationsmodell)
    • wichtiges Instrument zur Analyse häufig wiederkehrender Kaufentscheidungen (zB Kauf von Verbrauchsgütern des tägl. Bedarfs)
    • Betrachtung des Markenwahlverhaltens von Konsumenten über mehrere Perioden hinweg

Systematisierung der Kaufakteure

(Wer kauft)

  • Privater Kunde
  • Familie
  • Unternehmensrepräsentant
  • Buying Center

Kaufentscheidungen nach dem Ausmaß KOGNITIVER Steuerung

(Wie -> Kaufentscheidungsprozesse)

  • Extensiv
  • Limitiert
  • Habitualisiert
  • Impulsiv

Kaufentscheidungen nach dem Ausmaß kognitiver Steuerung

(4 )

  • Extensive Kaufentscheidungen:
    • sehr hoher Informationsbedarf & lange Entscheidungsdauer
  • Limitierte Kaufentscheidungen:
    • Vergleich von wenigen Produktalternativen
  • Habituelle Kaufentscheidungen
    • Gewohnheitkauf; keine Aufnahme von Produktalternativen
  • Impulsive Kaufentscheidungen
    • Spontankauf am Point of Sale

Aktivierung

psychologische Antriebsenergie des Menschen ; kann als innere Erregung des zentralen Nervensystems verstanden werden

  • versorgt Organismus mit Energie& versetz ihn in Leistungsbereitschaft & Leistungsfähigkeit
  • Wachheit & Aufmerksamkeit
  • beinhaltet keine Kognition -> Steuerung durch das Unterbewusstsein

Ursachen der Aktivierung:

  • Emotionale Reizwirkung (2 Kleine Kinder)
  • Kognitive Reizwirkung (Neugier)
  • Physische Reizwirkung (Hollister)

Involvement

"Ich-Beteiligung" bzw Engagement einer Person, sich für bestimmte Sachverhalte zu interessieren & einzusetzen

  • Aktivierung hängt vom Grad des Involvement ab
  • Involvement = Grad der empfundenen persönlichen Bedeutung und /oder das Interesse, das in bestimmten Situationen durch Stimulus geweckt wurde
  • bezeichnet Aktivierungsgrad, mit dem eine objektgerichtete Informationssuche,-aufnahme & -verarbeitung stattfindet

High & Low Involvement

Einflussfaktoren des Involvement

  • High Involvement: Hohes Risiko, Aktive Informationssuche, Markttreue durch Überzeugung
  • Low Involvement: Geringes/kein Risiko, Markttreue durch Gewohnheit
  • Einflussfaktoren des Involvement:
    • Personenspezifische Einflussfaktoren (Erfahrungen, Kenntnisse, Vorlieben, Hobbys)
    • Situationsspezifische Einflussfaktoren (Zeitdruck, Nicht-Verfügbarkeit eines Produkts)
    • Produktspezifische Einflussfaktoren (Wichtigkeit des Produkts; Produktmarke)

Emotionen

  • psychische Erregungen, die subjektiv wahrgenommen werden
  • beinhalten Aktiviertheit, Aufmerksamkeit, Involvement & Interpretation eines Sachverhalts
  • Antriebsfunktion für menschliches Handeln
  • positiv (freude) oder negativ (Angst)
  • Emotionalisierung der Werbung durch Homogenisierung der Produkte
     

Motive

Motive = Bedürfnisse; versorgen Konsumenten mit Energie & richten sein Verhalten auf ein Ziel aus

  • beinhalten Aktiviertheit, Involvement, Emotionen & Kognitive Komponenten
  • Bsp; Mangel an Nahrung führt zu Hunger (Aktivierungskomponente) -> Mensch sucht nach Nahrungsalternativen (Kognitive Komponente)
  • Arten von Motiven:
    • Primäre (biologische) & Sekundäre (erlernte) Motive
    • Intrinsische (innere) & extrinsische (externe) Motive
    • unbewusste & bewusste Motive

Bedürfniskategorien/pyramide nach Maslow

  1. Existenz
  2. Sicherheit
  3. Soziale Bedürfnisse
  4. Anerkennung
  5. Selbstverwirklichung

Motiv & Motivation

  • Motiv (Wortstamm von MOTIVation): Trieb, Neigung, Streben, Bedürfnis
  • Motiv wird zur Motivation wenn es einen Druck ausübt das er veranlasst wird nach unmittelbarer Verfolgung des Motivs zu streben
  • Motivation: Konkrete Antriebsenergie für Verhalten (zB kauf teure Uhr) die aus der Ansprache eines bestimmten Motivs (zB Soziales Prestige) entsteht

Einstellungen

Einstellungen = innere Bereitschaften (Prädispositionen) eines Individuums auf bestimmte Stimuli der Umwelt konsistent positiv oder negativ zu reagieren

  • Objekte der Einstellung -> Personen, Sachen oder Themen
  • beruhen auf Lernprozessen
  • Annahme: Mit zunehmender Stärke positiver Einstellungen gegenüber Produkten oder Dienstleistungen steigt die Kaufwahrscheinlichkeit

3-Komponenten-Theorie der Einstellun
 

  • Affektive Komponente (gefühlsmäßige Einschätzung eines Objekts)
  • Kognitive Komponente (Gedanken ; subjektives Wissen über Einstellungsobjekt)
  • Konative Komponente (Handlungstendenz; Verhaltensabsicht, Kaufbereitschaft)

Einstellungsmessung

(Einstellungsmodell nach Fishbein)

Aij = E  Bijk  + aijk

Aij = Einstellung der Person i zu Objekt j

Bijk = Wahrscheinlichkeit, dass nach Auffassung der Person i Objekt j ein Merkmal k besitzt

aijk = bewertung des Merkmals k beim Objekt j durch Person i

n = Zahl der relativen Merkmale

Konfirmations-/Diskonfirmations-Paradigma der Kundenzufriendenheit

  • Vergleichstandart (Leistung) - Wahrgenommene Leistung (Ist-Leistung)
  • Vergleichsprozess
  • Negative Diskonfirmation (Ist < Soll)  -> Unzufriedenheit
  • Konfirmation (Ist = Soll) -> Zufriendenheit
  • Positive Diskonfirmation (Ist > Soll) -> hohe Zufriedenheit

 

Werte

  • Wert = Auffassung von Wünschenswertem, die explizit oder implizit für ein Individuum oder für eine Gruppe kennzeichnend ist & die Auswahl der zugänglichen Weisen, Mittel & Ziele des Handelns beeinflusst
  • 3 Ebenen:
    • Basiswerte (Frieden, Gerechtigkeit)
    • Bereichswerte (Familie, Püunktlichkeit)
    • Produktbezogene Werte (Sauberkeit, Sparsamkeit)

S-R und S-O-R Modelle

  • S-R-Modell : Marketingreize sind Signale ("Stimuli") die unmittlebar zu beobachtbaren Handlungen führen ("Response") -> Denkweise des Behaviorismus -> Im inneren ablaufende Prozesse unberücksichtigt
  • S-O-R Modelle: Stimulus - Organism - Response ; eingehende Reize werden zunächst verarbeitet bevor Reaktion (zB Kaufentscheidung) ausgelöst wird -> Neobehavioristische Denkweise

Prozessmodell

Modell vom Kaufentscheidungsprozess

Lerntheoretische Ansätze

  • Behavioristische Lerntheorien
    • Lernen = Verhaltensreaktion auf Umwelt
    • Klassisches Konditionieren (Becks )
    • Instrumentelles Konditionieren (Payback)
  • Soziale Lerntheorien
    • Lernen = Imitation anderer Personen
    • Lernen am Modell ; Heidi Klum Burger
  • Kognitive Lerntheorien
    • Lernen = innere Prozesse wie Einsicht, Verstehen,..
    • Vernunft -> Tiefkühl ohne Chemie

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