Logistik und Prozessmanagement 04
Produktionslogistik
Produktionslogistik
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Lernkarten
Systemtheorie der Produktion
statische Elemente (Arbeitssystem, Lager etc.) --> bilden Struktur
dynamische Elemente (Transportmittel, Werkzeug, Material etc)
Realtionen zwischen den elementen (MAterialfluss, etc.) --> bilden Prozesse
wichtigste Prinzipien zur Modellbildung
Fließfertigung (Flow Shop) = alle Aufträge alle Arbeitssysteme in gleicher Reihenfolge
und Werkstattfertigung (Job Shop) = Aufträge durchlaufen beliebige Arbeitssysteme in beliebiger Reihenfolge
Anpassungsfaktoren für die Realplanung
Gebäude: Grundriss (Raumstruktur, Layouts, Fixpunkte, Vorgaben bei Neubau), gesetzliche Bestimmung, Erweiterungsfähigkeit, Flexibilität, Anordnung und Dimensionierung von Türen und Foren; Sozialbereich, Sichtkontakt
Materialfluss: wirtschaftliche Form des Materialflusses; Ver- und Entsorgung; Zuordnungs- und Standortpräferenzen (Wareneingang), Trennung Personen- und Materialfluss
Unverträglichkeiten --> räumliche Trennung
Dreieckverfahren nach Schmigalla
Materialfluss messen und dann das mit dem stärksten nebeneinander anordnen
Bereichsbezogene Materialflussgestaltung
richtungsorientierts Flussprinzip
einheitlicher Flusslauf, vorwärtslauf
zentrale und dezentrale Lager, räumlich konzentriert und funktionsorientiert
flächenbezogene Materialflussführung
Materialflussanbindung (Schnittstellengestaltung)
Werkstattbezogene Materialflussgestaltung
Materialflussführung in Gebäudemittellagen
Bereichsanordnung in Gebäuden (rückflussarm, kreuzungsfrei)
Funktionseinheiten entsprechend Strukturprinzipien anordnen
Erweiterungsmöglichkeiten
Transportwegbreiten dimensionieren
Unterflur und Überflurförderung
wie funktioniert aggregierte Planung
es werden keine Details (einzelne Produkte, Mitarbeiterbedarf) geplant, sondern diese werden in wenige Größen z.B. Produktgruppen, zusammengefasst
Berechnung durchschnittlicher Personalbedarf in der aggregierten Planung
\(PB = {\sum Anteil der Produktgruppe \times {Stunden(typspezifisch)\over Tisch}}\)
Berechnungsschritte in der Personalbedarfsplanung
- Berechnung \({\varnothing}\)Personalbedarf PB
- Berechnung \({\varnothing}\) Arbeitszeit AZ
- Berechnung des Produktionskoeffizienten PK
- Berechnung der Lagerhaltungskosten und der Fremdvergabekosten
Berechnung \({\varnothing}\) Arbeitszeit in der aggregierten Planung
AZ = Tage/MA * h/Tag
Berechnung des Produktionskoeffizienten PK in der aggregierten Planung
PK = PB/AZ
Berechnung der LAgerhaltungskosten und Fremdvergabekosten in der aggregierten Planung
\({\varnothing}\) Lagerhaltungskostensatz cr = \(\sum Prozentsatz \times {Satz\over Tisch,Monat}\)
Fremdvergabekostensatz Cs= \(\sum Prozentsatz \times {Satz\over Tisch,Monat}\)
Arten der Mitarbeiterbedarfsplanung
Bedarfsverfolgung: MA Kapazität wird jede Periode an die Personalbedarfe angepasst. Keine Lagerhaltungskosten, aber möglicherweise hohe Personalanpassungskosten
Kapazitätsfixierung: Mitarbeiterkapazität über Planungszeitraum konstant. Geringe Personalanpassungskosten, ggf. Lagerhaltungskosten
Kostenberechnung in der aggregierten Planung
Z = cw x Anzahl MA + cH x Anzahl betr. MA + cF x Anzahl betr. MA + cL x Tische
Ergänzung für allgemeinen Fall (wenn max. Bedarf nicht in erster Periode besteht)
1. schrittweise Kumulation der MA Bedarfe
2. schrittweise Bildung der Durchschnittswerte
3. wähle das Maximum als benötigten MA Bedarf
Lineares Programm bei der aggregierten Planung
Z* = min
\(\sum_{t=1}^{T}\)(cH x Ht + cF x Ft + cw * Wt + cs x St + cL * Lt)
mit NB Arbeitskräfte Wt = Wt-l + Ht - Ft
Kapazität Xt \(X_t \leq {1 \over PK} \times W_t\)
Lagerbestand: Lt+1 = Lt + Xt(Produktionsmenge) + St(Fremdvergabe) - Yt(Nachfrage)
Vergleich Andlersche Losgrößenformel und Silver Meal
Andler rechnet mit Durchsnittswerten, Silver Meal betrachtet periodenweise, ist meist niedriger
Silver Meal liefert lokales Optimum, nicht globales. Wagner-Within-Verfahren ist besser, aber auch nicht absolut
Was ist ein Leitstand
Arbeitssystem Woche 1 Woche 2...
Maschine 1
Maschine 2
wird oft mit Karten geplant und oftmals noch manuell
arbeitsweise Leitstandplanung
- Auftragsdaten ziehen
- Verfolgungskarte mit Laufkarte, Terminkarte... in Verfolgerkartei ablegen
- Karten in Plantafel übernehmen --> vorverteiler
- Vorbereitung
- Laufkarte und Materialschein in MAterialausgabe, Bereitstellung
- Bereitstellung von Material durch Transportwesen (legt Laufkarte bei)
- Planschein zurück an "bereitgestellt"
- Karte auf Status "in Bearbeitung"
- nach Erledigung: Information mittels Lohnschein an Lohnbüro
- Transport zur Qualitätsprüfung
- Planschein in Verfolgkerkartei übernehmen für nachten Betriebsauftrag...
Voraussetzung für die Arbeitsverteilung
Was, wann, womit (FEMI und Mat) und wer/wo?
- erstelltes Fertigungsprogramm
- vorläufige Start- und Endtermine für Aufträge
- Fertigungsmittel disponiert
- Material bestellt
- Arbeitsplätze existieren
9 Regeln don Optimized Production Technology (OPT-Verfahren) und Engpasstheorie
- Fertigungsfluss, nicht Kapazitäten abgleichen
- Nutzungsgrad einer Nicht-Engpasskapazität wird nicht durch diese bestimmt, sondern durch andere Begrenzung
- Bereitstellung ist nicht Nutzung einer Kapazität
- eine in einem Enpass verlorene Stunde ist für das ganze System verloren
- eine in einem Nicht-Expass gewonnene Stunde ist ein Wunder
- Engpässe bestimmen sowhol den Durchlauf als auch die Bestäande
- Transportlos muss nicht Bearbeitungslos sein, darf dies oft nicht sein
- Bearbeitungslos muss variabel sein
- alle notwendigen Voraussetzungen für einen Pan gleichzeitig prüfen
Drum-Buffer-Rope System
Drum: Taktvorgabe. Der Lagsamste gibt den Takt an, alle anderen müssen sich anpassen
Rope: LAngsamster "zieht"/reglementiert schnellere vor sich
Buffer: Puffer für den Langsamsten
1. Definiere den Engpass
2. vor und nach Engpass darf nicht schneller gearbeitet werden , um keine Bestände aufzubauen
3. baue Puffer für den Engpass auf
Planungsablauf nach Optimized Production Terminology OPT
1. OPT-Netz -> definiere Engpass durch Auslastungsbestimmung
2. Ermittlung des Hauptengpasses
Aufbau Produkt-Netz --> Rückwärtsterminierung ausgehend von Lieferterminen --> Starttermin kennen --> Erstellung von Belastungsprofilen --> größten Engpass anhand der Auslastung aus Belastungsprofil
Neuer Engpass: Belastungsabgleich - Überprüfung und Entlastung
Hauptengpass ist auch durch Optimierung nicht mehr zu verhindern
wie muss mit dem Engpass verfahren werden?
vor dem Engpass: Steuerung, sodass der Engpass immer ausreichend versorgt ist, Lager
Engpass: Ziel ist Vollauslastung
nach dem Engpass: Auslastung und Bestand ergeben sich aus Leistung des Engpasses Lager gegen Rückstau
Über den OPT Ansatz
- Betonung von Engpässen/Engpassorientierung
- Unterscheidung von Transport- und Bearbeitungslos
- wesentliche Zielgrößen: Bestand, Durchlaufzeit, Auslastung, Termintreue,
- keine Sterungsparameter für Benutzer
unterschied BOA und konventionelle Steuerung
Konventionelle Steuerung: Disposition --> Fertigungsplanung, Durchlaufterminierungen, Kapazitätsberechnung+-abgleich, Verfügbarkeitsprüfung und Freigabe --> Freigegebene Aufträge --> Durchsetzung, Reihenfolgeplanung, Arbeitsverteilung, Bereitstellung --> Durchführung
BOA: Disposition --> Dringlichkeitsprüfung (Kapazitätsberechnung, Durchlaufterminieurng, Dringlichkeitsauswahl) --> Dringliche Aufträge --> Freigabeprüfung (Belastungsrechnung, Verfügbarkeitsprüfung, Auftragsfreigabe, Auftragsrückstellung) --> freigegebene Aufträge --> Durchsetzung (Reihenfolgeplanung, Arbeitsverteilung, Bereitstellung) --> Durchführung
Idee von BOA
wenn keine Kapazität da ist, nicht noch mehr Aufträge hinterherschieben. Lieber von vorneherein mehr Zeit einplanen
Abgangswahrscheinlichkeit eines Auftrags
Wabp= Wzu * Planabgang AB/ (Freigabe FR + Restbestand BR)
= Wzu * AB/Belastungsschranke BS
= Wzup+1 (Zugangswahrscheinlichkeit Folgesystem)
=Wzup * 1/Entlastungsprozentsatz