International Management - Fleck

Grundlagen international management

Grundlagen international management


J. S.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über internationale Managementthemen auf Universitätsniveau. Sie behandeln Organisationen wie die EU, OPEC und UNO, sowie Themen wie Globalisierung, Kultur und internationale Koordination. Besonders nützlich für Studierende und Fachleute, die sich mit internationalen Wirtschaftsbeziehungen und Managementstrategien auseinandersetzen.
Karten
39
Lernende
4
Sprache
Deutsch
Kategorie
BWL
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
29.05.2015 / 15.02.2025

Lernkarten

Definieren Sie den Gegenständ des internationalen Managements

 Gegenstand des int. mng. ist die Führung von internationalen UN.

Definieren Sie den Begriff Erfahrungsobjekt und was dies ist im Bezug auf das internationale Management und welches Erkenntnisobjekt sich daraus ergibt.

Erfahrungsobjekt = Ausschnitt aus der Realität mit dem sich die Wissenschaft beschäftigt und ist das spezielle Erkenntnisinteresse einer Wirtschaft.

Beim int. mng. lässt sich das Erfahrungsobjekt als die internationale Unternehmung definieren.

Das daraus abzuleitetende Erkenntnisobjekt ist die Führung von internationalen Unternehmungen.

Wann spricht man von einer internationalen Unternehmung?

Wenn ein UN grenzüberschreitende Aktivitäten hat, spricht man von int. UN.

Wie ist das Fachwort für weltweit tätige UN?

Global Player

Nennen Sie negative sowie positive Zielwirkungen hinsichtlich der Motive für Internationalisierung

Negative Zielwirkung (Formalziele):

- monetäre Ziele (Kosten, Wagniskosten,schlechte Liquidität durch lange Transportwege)

- nicht monetäre Ziele (Imageverlust, zu wenig Managementkapazitäten)

Positive Zielwirkungen (Formalziele):

- monetäre Ziele (Fixkostendegression, niedrige Lohnkosten, Leistungen=neue Absatzmärkte)

Nennen Sie Motive für die Internationalisierung

- Nutzung des monopolistischen Vorteils (=Durch Technologie, Starkes Image, Know-How)

- Produktionsverlagerung aufgrund des internationalen Produktzyklus (=Produktion anfangs in zB Deutschland, sobald der Prozess stabil ist, nach der Einführungsphase, wird die Produktion in das Ausland verlagert zwecks geringerer Lohnkosten etc.)

- Marktsicherung durch oligopolistisches Parallelverhalten (=Wenn ein UN in einen Markt vordringt, werden Konkurrenten nachziehen um diesem UN keinen Vorteil zu lassen.)

- Effizienzsteigerung durch Internalisierung (=Externe Prozesse zu internen machen. up-stream->Lieferanten kaufen, down-stream->Kunden oder Absatzmittler kaufen)

- Risikostreuung (Portfolio-Theorie) (= Währungsunabhängig, Konjunkturrisiken, mehrere Märkte, politische Risiken)

- Kombination der Motive (In der Praxis werden alle etwas angezielt)

- Sonstige Motive (Politische, Soziale: Menschen in 3-W. helfen, Persönliche: 2. Wohnsitz)

Zeigen und bennen Sie die unterschiedlichen Stufen der Intensität der Internationalisierung von UN

1--->3 intensiver

1. Stufe Import- und Export-Unternehmen

2. Stufe Multionationale UN

3. Stufe Welt-UN (Global-Player)

Charakterisieren Sie das Import- bzw. Export-UN

- Internationale Beschaffung bzw. Vertrieb

- Ist oft der Ausgangspunkt einer Internationalisierung

Charakterisieren Sie das Multinationale UN und untergliedern Sie dieses

1. UN mit ethozentrischer(=bleibt in ähnlichen Ländern) Orientierung.

- Haben meisten unselbstständige Niederlassungen wie bspws. Vertriebs- oder Produktionsstandorte im Ausland.

2. UN mit polyzentrischer (=unterschiedliche Länder) Orientierung.

- Haben meistens selbstständige Tochtergesellschaften im Ausland.

Charakterisieren Sie den Global-Player (WeltUN)

- Internationalisierung mit globaler Orientierung

- Internationales Engagement in allen wichtigen Wirtschaftsräumen

- Haben meistens standardisierte Marketingstrategie (wie z.B Mercedes)

Nennen Sie Risiken der Internationalisierung

1. Kultur

- Kommunikation

- Art der Konfliktlösung

2. Währung

- Finanzsystem

3. Infrastruktur

- Klima/Geologie

- Energie / Wasserversorung

4. Politik

- Zölle

- Rechtssystem

5. Absatzmärkte

- Konjunktur

- Sozioökonomisch

6. Produktion

- Qualitätsrisiko

7. Beschaffungsmarkt

- Personal

- Material

Nennen Sie die Probleme der Internationalisierung

1. Informationsgewinnung über Gegebenheiten im Ausland

- Gesamtwirtschaftliche Bedingungen

- Marktbedingungen

2. Einschätzung von Risiken

3. Interkulturelle Zusammenarbeit

- Koordination der länderbedingten Mentalitätsunterschiede (Bsp. Qualität)

- Koordination der länderspezifischen Vergütungssysteme

4. Zusammenarbeit über weite Distanzen

- Koordination der Länderaktivitäten (Zeitverschiebung)

5. Länderspezifische Rechnungslegung

- Koordination der unterschiedlichen Rechnungslegungsvorschriften bei der Erstellung der Konzernbilanz

6. Koordination im Marketing

- Internationale 4 P's

Nennen Sie die funktionsbezogenen Arbeitsgebiete des int. mng.

- int. Beschaffung

- int. Produktion

- int. F&E

- int. Marketing / Vertrieb

- int. Personalmng.

- int. Finanzmng.

Nennen Sie die funktionsübergreifende Arbeitsgebiete des int. mng.

- int. Strategien (z.B. Hiundai erst in D dann ganze Welt)

- int. Allianzen

- int. M&A (=Mergers und Acquisitions / Fusion und Übernahme)

- int. Organisation & Führung

Nennen Sie Formen der Internationalisierung ohne Kapitalbindung

- Export

- Licensing

- Franchising

- Arbeitsgemeinschaften

- Strategische Partnerschaften

Nennen Sie Formen der Internationalisierung mit Kapitalbindung

- Joint Venture

- Auslands-Niederlassungen

- Auslands-Tochtergesellschaften

- Strat. Allianzen

Nennen Sie die verschiedenen Strategien der Internationalisierung

1-->4 steigend

1. Maginale (nur am Rande) Internationalisierung (=gelegentlicher ex- und import)

2. reine Ex- und Importierung

3. Reine Entwicklungs- oder Produktionsorientierung

4. Vollinternationalisierung

- integrierte Vollint. = standardisierte Produktionspolitik

- lokale Vollint. = Produkte an lokale Märkte anpassen (Differenzierung)

Nennen Sie die Organisationsarten einer int. UN

- Exportabteilung angliedern

- Internationale Division (Alle Funkt. Beschaf. / Distri / Mark...)

- Tensororga. (3-diminsionale Orga Funkt / Produkt / Region)

- Holding-Strukturen

- Stammhauskonzern (z.B. Neoperl Müllheim)

Nennen Sie die Dimensionen der UN-Kulturen

1. Machtdistanz (gering in skandinavischen Ländern, hoch in arabischen)

2. Individualiismus (einer entscheidet->USA) vs. Kollektivismus (viele entscheiden->Japan)

3. Maskuliuität (Türkei) vs. Feminiuität (Skandinavien)

4. Unsicherheitsvermeidung ( hohe in Deutschland durch Versicherungen)

5. Langzeit- vs Kurzzeitorientierung

Definieren Sie Kultur

Alles was von Menschen geschaffen wurde.

Kultur ist eine erlernte, gemeinsame, überzeugende und zusammenhängende Reihe von Symbolen, deren Bedeutung eine Reihe von Leitlinien vorgibt für die Mitglieder einer Gesellschaft. Diese Leitlinien bieten die Lösung für die Probleme, die jede Gesellschaft lösen muss, wenn sie funktions- bzw. lebensfähig bleiben möchten.

Nennen Sie die zwei Arten der Sozialisation

1. Primäre = Die primäre Sozialisation (Soziabilisierung) findet vor allem in der Familie statt und wird mit der Herausbildung einer personalen Identität des Individuums abgeschlossen. Die in dieser Phase verinnerlichten Normen, Werte und Verhaltensweisen gelten als stabil, können sich aber in einer sekundären Sozialisation noch ändern (z.B. bei Kontakt mit anderen Wertegemeinschaften).

2. Sekundäre =Die sekundäre Sozialisation (Enkulturation) bereitet das Individuum auf seine Rolle in der Gesellschaft vor und findet hauptsächlich in der Schule oder Altersgruppe statt.

Nennen Sie die Elemente einer Kultur

1. Materielle Kultur

- Technologie - Wirtschaft

2. Soziale Institutionen

- Soziale Organisation

- Bildung

- politische Strukturen

3. Mensch und das Universum

- Glaubenssysteme

4. Ästhetik

- graphische und plastische Kunst

- Folklore (Geschichten, Mythen, Sagen)

- Musik, Drama, Tanz

5. Sprache

Was war das damalige Zentrum der Hochkultur?

Irak

Nennen Sie die Merkmale, die das römische Reich (bis Anfang 500 Jh.) so erfolgreich machten

- Militär (gute Waffen)

- Wirtschaft (Handel->Währung->Geldsystem)

- Infrastruktur

- Maßsystem

- Bildungssystem

- Sprache (lingua franca)

- Politik

- Rechtssystem (daran orientieren sich teilws. heute noch Staaten)

- Sonstige Kultur (Werte)

Von wann bis wann gab es Kolonien?

Nennen Sie vier Länder die Kolonien besaßen und geben Sie jeweils eine an.

Von 1492 - 1960.

- England (Indien)

- Frankreich (Algerien)

- Belgien (Kongo)

- Deutschland (Togo)

Definieren Sie die EU

Sie ist eine wirtschaftlich politische Organisation mit gemeinsamen Werten.

Sie besteht aus 28 Mitgliedsstaaten mit ca. 500 Mio. Einwohnern.

Nennen Sie die Gründungsstaaten der EU

Belgien, Deutschland, Frankreich, Italien, Luxemburg und Niederlande

Nennen Sie die 7 Organe der EU

1. Europäischer Rat (Leitlinienkompetenz)

2. Ministerrat (Legislative Oberhaus)

3. Europäische Kommission (Exekutive)

4. Europäisches Parlament ( Legislative Unterhaus)

5. Europäische Zentralbank (Währungshüter)

6. Gerichtshof der Europäischen Union (Judikative)

7. Rechnungshof (Ausgabenkontrolle)

Nennen Sie die Hauptziele der EU

- Frieden, ihre Werte und Wohlergehen ihrer Völker zu fördnern

- Raum der Freiheit, Sicherheit, keine Binnengrenzen und freier Personenverkehr

- Binnenmarkt, ausgewogenes Wirtschaftswachstum, Preisstabilität, wettbewerbsfähige soziale Marktwirtschaft

- Förderung wissenschaftlicher und technischer Fortschritt

- soziale Abgrenzungen und Diskriminierung bekämpfen, soziale Gereichtigkeit und Schutz fördern

- Kulturelles Erbe Europas

Schildern Sie kurz die Griechenlandkrise

Griechenland droht eine Staatspleite, andere EU-Länder sind heillos überschuldet, der Euro ist dadurch unter enormen Druck geraten. Griechenland lebt seit Jahren über seine Verhältnisse. Die Griechen haben immer wieder gegen den Euro-Stabilitätspakt verstoßen. Mit geschönten Zahlen schafften sie 2001 die Aufnahme in die Währungsunion. 2011 lag die Gesamtschuldenlast Athens bei rund 350 Milliarden Euro und damit bei 160 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Zwei Euro-Rettungspakete, ein erster Schuldenschnitt sowie drastische Sparmaßnahmen sollten Griechenland vor der Zahlungsunfähigkeit retten - bisher vergeblich. Trotz aller Sparbemühungen stieg der Schuldenstand bis Ende 2014 auf knapp 180 Prozent der Wirtschaftsleistung. Auch 2015 sehen EU-Vertreter Griechenland nach wie vor an den Märkten schwächeln und den Reformherausforderungen ohne weitere Finanzhilfen nicht gewachsen. Nach den gescheiterten Präsidentenwahlen im Dezember 2014 wurden für den 25. Januar 2015 Parlamentswahlen angesetzt. Neuer Ministerpräsident wird Alexis Tsipras mit seinem radikalen Linksbündnis Syriza. Er hatte schon im Vorfeld versprochen, das Sparprogramm zu beenden. Diese Aussicht versetzt die Finanzwelt sowie die EU  in Sorge. Es geht um einen möglichen Austritt Griechenlands aus der Eurozone, den sogenannten „Grexit“ (Greece Euro exit). Also ringen die EU und die neue griechische Regierung um einen Kompromiss, damit weitere Gelder fließen können.

Erläutern Sie kurz das aktuelle Flüchtlingsproblem der EU und wie dieses künftig gehandhabt werden soll

Immer mehr Flüchtlinge aus Afrika und der arabischen Halbinsel kommen nach Spanien, Italien sowie Griechenland. Getrieben von Krieg, Vertreibung, Armut und Unterdrückung in ihren Heimatländern, wagen sie den gefährlichen Weg über das Mittelmeer in Richtung EU.
Da bisher fast nur die oben genannten drei Staaten Flüchtlinge aufnehmen, hat die EU-Kommission folgendes vorgesehen:

Nach dem Willen der EU-Kommission sollen Flüchtlinge künftig per Quote auf die Staaten verteilt werden - vorerst aber nur in Notlagen wie bei einem großen Flüchtlingsstrom. Basis soll ein Schlüssel sein aus der Wirtschaftsleistung, der Bevölkerungszahl, der Arbeitslosenquote und der Zahl der bereits aufgenommenen Flüchtlinge. Deutschland müsste demnach mit 18,42 Prozent den höchsten Anteil aufnehmen.

Nennen Sie weitere aktuelle Probleme der EU

- Energie- und Atompolitik

- Daten und Verbraucherschutz

Definieren Sie die Orga. NAFTA

Die NAFTA (=North American Free Trade Agreement), ist ein Freihandelsabkommen zwischen Kanada, den USA und Mexiko. Sie ist nach der EU die zweitgrößte Freihandelszone der Welt und gehört zu den wichtigsten Handelspartnern Deutschlands. Ca. 400-500 Mio. Einwohner

Definieren Sie die Orga. UNO

Die UNO (United Nations Organization) ist ein zwischenstaatlicher Zusammenschluss von 194 Staaten und gilt als Völkerrechtssubjekt. Ihre Aufgaben sind die Sicherung des Weltfriedens und die Förderung internationaler Zusammenarbeit.

Definieren Sie die WTO

Die WTO (World Trade Organization) umfasst ca. 160 Staaten und setzt sich weltweit für Regelungen von Handels- und Wirtschaftsbeziehungen ein. Ihre Aufgaben liegen in der Regelung sowie Kontrolle des freien Handels und der Streitschlichtung zwischen WTO-Staaten.

Definieren Sie den IWF

Der IWF (Internationaler Währungsfonds) ist eine Organisation der UNO und beschäftigt sich mit den Aufgaben der politschen Beratung von Regierungen und Zentralbanken, Beobachtung der Weltwirtschaft und Steuerung der Währungsstabilitäten. Er umfasst 188 Mitgliedsstaaten.

Nennen Sie und definieren Sie zwei Globalisierungsgegner

1. attac (Vereinigung zur Besteuerung von Finanztransaktionen im Interesse der BürgerInnen) = Allg. globalisierungskritische Nichtregierungsorganisation.

2. Greenpeace = Transnationale politische Non-Profit-Orga. die den Umweltschutz als Thema hat.

Definieren Sie die BRICS-Staaten

BRICS = Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika.

Bezeichnet eine Vereinigung aufstrebender Volkswirtschaften welche anstrebt eine eigene Entwicklungsbank zu eröffnen.

Definieren Sie OPEC

OPEC = Organization of the petroleum exporting countries

Die 12 Mitgliedsstaaten fördern ca. 40 % des weltweiten Erdölproduktion und verfügen über 3/4 der weltweiten Erdölreserven. Sie sorgen für stabile Preise für die Mitgliedsstaaten mit Hilfe des Quotenkartells.

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