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A. I.
Diese Karteikarten behandeln grundlegende Konzepte der Organisationspsychologie und Personalführung auf Universitätsniveau. Sie beleuchten zentrale Themen wie Mitarbeiterverhalten, psychologische Methoden und interpersonale Beziehungen in Organisationen. Die Karteikarten sind besonders nützlich für Studierende und Berufstätige, die ihr Verständnis von menschlichem Verhalten in Arbeitsumgebungen vertiefen möchten, um effektiver mit Kollegen und Vorgesetzten zu interagieren und organisatorische Prozesse zu verbessern.
Cartes-fiches
40
Utilisateurs
1
Langue
Allemand
Niveau
Université
Créé / Mis à jour
21.07.2015 / 21.07.2015

Cartes-fiches

Aktualisierungstendenz

von humanistischen Psychologie geprägter Begriff, stammt aus der personenzentrierten Psychotherapie und Beratung - amerikanischer Psychologe Carl Rogers.
Die Aktualisierungstendenz - wichtigste Triebfeder menschlichen Erlebens und Verhaltens. Tendenz des Organismus, sich zu erhalten und zu entfalten. Der Mensch will innerlich wachsen

Austauschtheorie

Diese Theorie versucht das Verhalten in sozialen Beziehungen auf der Grundlage von Belohnungen und Kosten, die in der Interaktion von zwei oder mehr Sozialpartnern entstehen, zu erklären. Die subjektiven Bewertungen bestimmen die Belohnungen und Kosten, ob eine soziale Beziehung als vorteilhaft eingeschätzt und aufrechterhalten wird.

Baggage-Prinzip

Eine auf den Personaleinsatz bezogene Überlegung, nach der sich die Personalkosten dadurch senken lassen, dass für verschiedene Tätigkeiten mit unterschiedlicher Schwierigkeit immer nur die genau benötigte Qualifikation eingekauft wird, und damit kosten- und leistungsrelevante Über- und Unterqualifikationen also systematisch ausgeschlossen werden

Behaviorismus

wissenschaftstheoretischer Standpunkt -> das Verhalten von Menschen und Tieren mit den Methoden der Naturwissenschaft untersucht werden kann. Er versteht sich somit als eine Theorie der Wissenschaft vom Verhalten, der Verhaltenswissenschaft oder -analyse. -> bestimmte theoretische und methodische Ausrichtung der Psychologie - Ziel, menschliches Verhalten vorherzusagen und kontrollieren zu können

Business Process Reengineering

grundsätzliches Umdenken in der organisatorischen Herangehensweise und eine fundamentale Neugestaltung von Unternehmensorganisationen, die erhebliche Verbesserungen in kritischen Leistungsgrößen wie Zeit, Qualität, Service und Geschwindigkeit verspricht.organisatorische Maßnahme, die darauf abzielt, mittels einer genauen Analyse die bestehenden Abläufe völlig neu zu gestalten

Commitment

innere Bindung an eine Sache, Aufgabe oder ein organisatorisches Gebilde, die eine Selbstverpflichtung und einen persönlichen Einsatz hierfür bewirkt

Corporate Identity

vorwiegend das äußerliche Erscheinungsbild einer Organisation oder eines Unternehmens in der Öffentlichkeit bezeichnet, das sich in Warenzeichen, Farb- und Formgestaltung von Produkten, Verpackungen, Werbespots ua. manifestiert

do-ut-des-Prinzip

altrömische Rechtsformel: ich gebe, damit du gibst; für gegenseitige Verträge oder Austauschgeschäfte. Dieses Verhaltensprinzip bezeichnet eine auf Gegenseitigkeit angelegte Verhaltensweise, die zum Ausdruck bringt, dass bei einer Leistung mit einer Gegenleistung gerechnet wird.

Dichtonomie

Zweiteilung

Dyade

Paarverhältnis, es liegt vor, wenn zwei Personen regelmäßig miteinander in Interaktion stehen. Besonders in der Führungsforschung steht diese Interaktion in einem dyadischen Verhältnis zwischen Vorgesetzten / Führer und Mitarbeiter / Geführten im Fokus der Betrachtung.

Enkulturation

das Hineinwachsen des (jungen) Menschen in die Kultur der ihn umgebenden Gesellschaft

ethnografische Studien

Ethnografie = spezifische Form der völkerkundlichen Forschung, wörtlich übersetzt - "Völkerbeschreibung". Das zentrale Anliegen: das Leben und die Sozialstruktur fremder Kulturen aus deren Perspektive zu verstehen

Emergenz

ein qualitativer Sprung und Struktureffekt einer Ordnungsbildung durch Handlungskoordination gem. sozialer Rollen, Gruppeninteressen oder durch autonome Selbststeuerung bezeichnet; Zustand eines Systems, der nicht auf frühere Zustände oder Eigenschaften auf niedrigerem Niveau linear zurückgeführt werden kann.

Emotionsarbeit

besondere Form der Beziehungsarbeit, die auf einen planvollen Umgang mit Emotionen im Rahmen einer erwerbswirtschaftlichen Tätigkeit verweist.

Empowerment

(engl. Ermächtigung) - systematische Erhöhung des Handlungsspielraums von Mitarbeitern. Dieser Prozess korrespondiert zumeist mit strukturellen und kulturellen Veränderungen.

Groupthink

ein kollektiver Gruppenprozess, bei dem es durch starken Konformitätsdruck in kohäsiven Gruppen gerade im Fall von Krisensituationen zu Fehleinschätzungen und Fehlentscheidungen kommt

Habitus

meint eine bestimmte "Stellung" oder spezifisches "Verhalten". In der Sozialwissenschaft ist der Habitus das Auftreten einer Person. Laut Soziologe Bourdieu = die objektive und subjektive Konditionierung und Praxis von Angehörigen bestimmter sozialer Klassen (durch Denk-/Wahrnehmungs- und Handlungsschemata) zur Reproduktion der Machtverhältnisse

Hawthorne-Studien

nach einem Werk der Firma Western Electric benannte Reihe von Arbeitsstudien, die von Elton Mayo, dem Begründer der Human-Relations-Bewegung begleitet wurden

Hermeneutischer Zirkel

geisteswissenschaftliche Methode, die in der Sprachphilosophie eine fortschreitende Annäherung an den Sinn eines Textes meint. dieser Verstehensprozess beginnt bei dem eigenen Vorwissen des Interpretierenden, danach werden Vermutungen über den Sinn des Textes angestellt und schließlich in der Erarbeitung des Textes das Vorwissen geändert oder weiterentwickelt; spiralförmiger Prozess

Indiferrenzzone

Ein Bereich von Verhaltensweisen und -formen, innerhalb dessen Mitarbeiter sich den Anweisungen, Aufforderungen oder Befehlen von Vorgesetzten nicht verweigern können. Kommt durch ein Tauschverhältnis zustande.

Kognition

Kognitionen sind Strukturen oder Prozesse des Erkennens und Wissens. Darunter fallen zB die Prozesse des Wahrnehmens, Schlussfolgern, Erinnern, Denkens, und Entscheidend und die Strukturen der Begriffe und des Gedächtnisses

Mentalhygiene

Vorstellung einer präventiven Psychiatrie, die sich nicht nur für Verbesserung in der Behandlung psychisch kranker Personen einsetzte, sondern auch für eine allgemeine Verbesserung in der Prophylaxe seelischer Erkrankung eintrat.

Methode

Allgemein stellen Methoden Verfahren zur Erreichung eines Ziels dar. Da wissenschaftliche Bemühungen auf die Erkenntnisgewinnung abzielen, sind wissenschaftliche Methoden systematische Verfahren der Erkenntnisgewinnung

Mikropolitik

kalkuliertes Vorgehen einzelner Personen in Unternehmen, mit dessen Hilfe sie persönliche Interessen durchsetzen. Mikropolitik umfasst ein Arsenal von Techniken, mit denen Macht aufgebaut und eingesetzt wird. zB Kontrolle von Information, Verfahren oder Situation, bewusste Selbstdarstellung und gezielte Beziehungspflege, über die versucht wird, den eigenen Einfluss zu sicher oder auszuweiten

Moderatorvariable

ist eine Variable, die die Beziehung zwischen zwei anderen Variabeln (unabhängige und abhängige) in Form eines Interaktionseffektes beeinflusst, dh dass die Beziehung zwischen abhängiger und unabhängiger Variable durch die Ausprägung der Moderatorvariable bestimmt wird

Ohio-Schule

Gruppe von Forschern an der Ohio-State Uni benannte Schule der Führungsstilforschung, die auf der Basis der Erfassung realer Führung-Verhaltensmuster zu beschreibbaren und definierbaren Führungsstilen, denen bestimmte Verhaltensmuster zugeordnet werden, gelangen wollte. Grundlegend sind die Faktoren der Mitarbeiter-/Beziehungsorientierung vs. Aufgabenorientierung

Organizational Citizenship Behavior

ein erfolgskritisches Engagement, dauerhafte Loyalität und ein Commitment der Mitarbeiter ggü Kollegen und der eigenen Organisation. zB spontane oder altruistische Hilfsbereitschaft, Gewissenhaftigkeit und Verbindlichkeit durch Problemvorbeugung, Höflichkeit, Rücksichtnahme auf andere, das Ertragen oder Tolerieren von Kleinigkeiten

Parkinsonsche Gesetze

Behauptung, dass bürokratischen Organisationen eine gesetzmäßige Tendenz zum immer weiteren Wachstum innewohne. Beobachtetes Phänomen: dass in der britischen Admiralität die Anzahl der Beamten drastisch zunahm, obwohl die Anzahl der Kriegsschiffe währenddessen deutlich abnahm

Psychologischer Vertrag

verweist auf freiwillige Verpflichtungen und wechselseitig respektierte Übereinkünfte, die unausgesprochen die Erwartungen der Mitarbeiter und der Organisation bestimmen. Faktoren, die nicht in einem schriftlichen Arbeitsvertrag festgelegt sind, wie den Grad an Mitarbeiterengagement. Sie stellen das Ergebnis eines fortlaufenden, dynamischen Aushandlungsprozesses dar.

Psychotechnik

20 Jhd entstandene Form der angewandten Psychologie, die sich vor allem auf die psychologische Auswahl für und die Anpassung des individuellen Mitarbeiters an den Arbeitsprozess konzentriert. Fortsetzung des Taylorismus mit den Mitteln der Psychologie.

Reaktivität

im sozialwissenschaftlichen Zusammenhang das Maß, in dem die Untersuchungseinheiten bzw. -personen auf die Erhebung von Daten mit unerwünschten, störenden Effekten reagieren und so das Untersuchungsergebnis verfälschen. Reaktives / nichtreaktives Verfahren. Klassischer Fall: Personen verhalten sich anders, wenn sie wissen dass sie an einer Untersuchung teilnehmen, als ohne dieses Wissen

Rolle

Bündel von Verhaltenserwartungen, die an den Inhaber einer bestimmten sozialen Position (Lehrer, Vater, Vorgesetzte, Kollege) gestellt werden. Ein solches Erwartungsbündel wird in der sozialen Wahrnehmung als zusammengehörig empfunden und stellt nicht anderes dar als die Summe der Rechte und Pflichten, die den Positionsinhaber betreffen.

Solipsismus

philosophischer Begriff, (lat solus=allein und ipse=selbst, dh nur ich selbst oder das Selbst allein) der einen erkenntnistheoretischen Standpunkt bezeichnet, demzufolge nur das eigene Ich wirklich ist, während die Aussenwelt und andere fremde "Ichs" nur Bewusstseinsinhalte ohne eigene Existenz darstellen.

Sozialisation

ein Lernprozess, der das Hineinwachsen des Menschen in soziale Beziehungsnetze ermöglicht. Um in halbwegs angepasster und kompetenter Weise in gesellschaftlichen Beziehungszusammenhängen handeln zu können, lernt der Mensch vor allem soziale Wertvorstellungen sowie soziale Normen und schließlich auch ganze soziale Rollen auszufüllen sind.

Sozio-Analyse

sozialwissenschaftlicher Ansatz zur Untersuchung unbewusster Verhaltensprozesse von Gruppen und deren psycho-sozialen Dynamiken bzw pathologische Implikationen in kollektiven Organisationsgebilden dar.

Subsumption

die Zuordnung eines einzelnen Sachverhalts (Einzelfalls) zu einem schon von vornherein als tragfähig angenommenen begrifflichen oder theoretischen Ordnungsrahmen. An der Subsumptionslogik wird methodisch kritisiert, dass die theoretischen Rahmen oder Normen nicht aus den Einzelfällen abgeleitet sind oder von diesen her begründet werden können und dass diese Zuordnung selbst keineswegs zweifelsfrei begründbar ist

Translation

Im integralen Modell ist damit die Übersetzungsleistung des Selbst, das sich mit einer neuen Tiefenstruktur identifiziert und diese in eine Oberflächenstruktur überführt, gemeint. Eine horizontale Translation in Oberflächenstrukturen verweist auf zB eine kulturelle Adaption

Verdrängungseffekt

extrinsische Anreize die intrinsische Motivation verdrängen und die Gesamtmotivation somit nicht zu steigern vermögen. Die Ursachen können in bestimmten psychologischen Prozessen gesehen werden. Der wahrgenommene Autonomieverlust verursacht einen Verdrängungseffekt: die Einführung extrinsischer Motivationen in den Handlungsablauf einer intrinsisch motivierten Tätigkeit unterminiert das Gefühl der Selbstbestimmung

Wahrnehmung

IwS der Prozess der Aufnahme und Interpretation von Informationen durch das kognitive System

Wert

Unter Werten versteht man allgemein die bewussten oder unbewussten Orientierungsstandards und Leitvorstellungen, von denen sich Individuen und Gruppen bei ihrer Handlungswahl leiten lassen. Speziell sind Werte generelle, relativ dauerhafte Überzeugungen von dem, was als wünschenswert gilt

Étudier