MBA1501


Y. W.
Diese Lernkarten behandeln das Thema Innovationmanagement auf einem fortgeschrittenen Niveau. Sie konzentrieren sich auf die Bedeutung von Ideen, Unternehmenskultur und verschiedenen Akteuren im Innovationsprozess. Die Karteikarten beleuchten individuelle Kreativitätshemmnisse, Merkmale kreativer Personen und die Herausforderungen, denen Unternehmen bei der Förderung von Innovation gegenüberstehen. Sie richten sich an Fachleute und Führungskräfte, die verstehen möchten, wie Unternehmenskulturen Innovation fördern oder behindern können, und wie verschiedene Akteure wie der "Lollipop-Man" oder der "Champ" den Innovationsprozess beeinflussen.
Karten
30
Lernende
7
Sprache
Deutsch
Kategorie
BWL
Stufe
Andere
Erstellt / Aktualisiert
24.11.2016 / 09.11.2024

Lernkarten

Was ist Innovation aus betriebswirtschaftlicher Sicht?

Was umfasst das Innovationsmanagement?

Was ist der Innovationslebenszylus?

Wo kann man innovieren? 

Wie kann man innovieren? 

Welche Rollen gibt es in Innovationsprojekten?

  • Head-on-Backwards
  • Scared-of-Change
  • Can‘t-take-it-Seriously
  • Big cheese
  • Bean-counter
  • The Grumbles
  • Them
  • Champ
  • Whizz Kid
  • Lollipop Man

Was ist ein Blue-Eyes?

»Blauauge« ist der typische Innovator.4 Er ist interessiert an Neuerungen und ist leidenschaftlich gern kreativ. Er kann sich einer Idee bis ins kleinste Detail zuwenden und hier erhebliche Energie mobilisieren – auch wenn andere Tätigkeitsfelder dann vernachlässigt werden. Leider ist Blue Eyes häufig etwas naiv, blauäugig eben, und wundert sich darüber, weshalb sich andere nicht für seine Idee begeistern

Was ist ein Head-on-Backwards?

Head-on-Backwards darf wegen dauerhafter Genickstarre seinen Kopf nicht nach vorne richten. Aber ‚Zukunft‘ ist eh keine gute Kategorie.

Was nicht kaputt ist, muss man nicht reparieren. 

 Er hat aber über die Vergangenheit einen sehr guten Überblick und kann genau sagen, welche Idee wann und von wem schon einmal ausprobiert wurde. Eine seiner häufigen Feststellungen ist, dass es alles ja schon gebe und die Idee von Blauauge überhaupt nicht neu sei. Die Idee sei eben in der Vergangenheit schon zigmal gescheitert, und das macht den Zurückblickenden nicht gerade zu einem Befürworter von Blauauges Plänen. Zudem müsse man auch nicht reparieren, was nicht kaputt ist.  

Was ist ein Scared-Of-Change ?

Scared-Of-Change hat viel Angst vor dem, was sich verändern könnte. 

Alles was sich ändert, ist nicht gut! 

Allein die Möglichkeit, dass sich etwas verändern könnte, löst mulmige Gefühle in ihm aus. Und so verhält er sich auch. Er blockiert neue Ideen zwar nicht, aber distanziert sich deutlich von ihnen. Im Unternehmensalltag kann dies aus verschiedener Motivation heraus geschehen

Was ist ein Can‘t-Take-It-Seriously ?

Er kann nichts ernst nehmen. Alles Neue ist total lächerlich.

Das soll doch wohl ein Witz sein! 

Dieser Akteur macht gemäß seiner Bezeichnung alles Neue tendenziell lächerlich. Eine neue Idee ist für ihn häufig derart absurd, dass er ihr kein Potenzial zuschreibt. Dies kann sich in mehrerlei Form zeigen. Entweder macht er sich öffentlich über eine Idee lustig. Oder er bricht alle Kommunikation über sie ab. Geradezu zu Verärgerung kann es kommen, wenn Blauauge es doch noch einmal wagt, bei ihm wegen Unterstützung für die Idee anzufragen. 

Was ist ein Big-Cheese ?

Big-Cheese hat viel Autorität. Und die will er sich von neuen Dingen nicht streitig machen lassen

Innovationen, die mir nix bringen, überroll‘ ich.

»Autorität« besitzt große Macht und ist weithin bekannt. Und beides lässt er sich von neuen, verrückten Ideen nicht streitig machen. Sein Ruf und seine Herrschaft stehen auf dem Spiel – und beides riskiert Autorität nie. Innovationen, die ihm keinen Vorteil bringen und von denen er auch nicht profitieren kann, die übergeht er einfach.

Was ist ein Bean-Counter?

Als Erbsenzähler interessiert er sich nur für die Details. Wenn die nicht stimmen, dann ist der Spass vorbei. 

Vorerst interessiert er sich nur für die Details, z. B. die Annahmen hinter den Zahlen des Businessplans zu einer neuen Idee. Wenn die Zahlen und Detailfakten nicht stimmen, dann ist für den Erbsenzähler der Spaß allerdings vorbei. Findet er eine Unschlüssigkeit, dann wird weitergesucht, bis das gesamte Konzept unromantisch und schnörkellos auf dem Tisch liegt. Meist ist an der Idee selber dann nicht mehr viel dran, insbesondere die Synergiepotenziale über den einzelnen Geschäftsbereich hinaus werden dann ausgeblendet; denn so weit hat Blauauge ja vorerst gar nicht gedacht. Der Erbsenzähler ist dann hilfreich, wenn es um die kritische Prü- fung einer Idee zugunsten ihrer Weiterentwicklung geht. 

Was sidn the Grumbels?

Mit den Gleichgültigen ist die breite Masse der Stakeholder (Mitarbeiter, Lieferanten, Verbände etc.) gemeint, die an einer neuen Idee vorerst wenig interessiert ist. Für diese Masse muss eine Idee konkreter in Richtung Produkt gehen, sie muss intern vermarktet und bekannt gemacht werden. Die Idee an sich fällt nicht in das Aufmerksamkeitsschema, ist relativ weit weg vom Arbeitsalltag und löst daher keinen Sturm der Begeisterung aus. Die breite Masse will überzeugt werden. 

Wer sind Them?

Aus der Distanz ist die grosse Masse erschreckend GROSS. Auf einen zweiten Blick aber gar nicht so Furcht einflössend.

Eine weitere Akteursgruppe ist »die Masse«, das Synonym für die Käuferschaft. Aus der Distanz wird die große Masse schlichtweg als »der Markt« oder »der Kunde« bezeichnet. Die Abstraktion sorgt dafür, dass »die Masse« erschreckend groß erscheint. Nimmt man aber einen oder wenige Akteure aus ihr heraus, dann ist der Eindruck nicht mehr so Furcht einflößend. Als besonders sinnvoll im Umgang mit der Masse hat sich die fallweise Einbindung des Kunden in spätere Phasen des Entwicklungsprojektes erwiesen. 

Was ist ein Champ?

Der Champ hat schon ein bisschen Erfahrung mit Innovation. Die Leute vertrauen ihm und er unterstützt dich. Auch wenn es ein bisschen schwieriger wird.

»Der Champion« hat bereits Erfahrung mit Innovationsprozessen. Er weiß, wie viel Unsicherheit auf die Organisation zu Soziale Rollen der Innovationsdynamik kommt und welche Hürden zu nehmen sind. Der Champion weiß auch abzuschätzen, wie groß das »Möglichkeitenfenster« ist, in dem die Innovation realisiert werden muss. Die Leute vertrauen ihm, und er unterstützt Blauauge im Rahmen seiner Möglichkeiten aber eben auch, wenn es ein bisschen schwieriger wird. Er lässt sich die Idee zeigen, gibt Feedbacks, öffnet Türen und gewährt eventuell Startkapital oder -kredit.

Was ist ein Whizz-Kid?

Whizz-Kid flitzt kurz vorbei. Er sieht die Gewinnchancen und will einsteigen.

Eine weitere Gruppe sind die Frühnutzer. Sie passen ihr Nutzerverhalten flexibel dem Markt an und realisieren schnell Vor- und Nachteile einer Innovation. Und sie bemerken noch schneller, wenn irgendwo eine neuere oder bessere Lösung verfügbar ist. Die Frühnutzer sind schnell bereit, in eine neue Idee zu investieren und dafür Ressourcen (beispielsweise Arbeitszeit oder auch Kapital) zu bündeln, um später eine gute Rendite zu erwirtschaften. Man muss hervorheben, dass auch diese Akteure in der Regel zu ihrem eigenen Vorteil handeln. 

WAs ist ein Lollipop-Man ?

Wenn einen der Lollipop-Man vorbei lässt, dann sind schon mal ein paar wichtige Kriterien erfüllt. Und es geht einen Schritt weiter.

Sag ich jetzt ‚Stopp‘ oder ‚Go‘?

Er fällt »Stop-or-go«-Entscheide nach seiner Begutachtung der Idee. Förderinstitutionen gehören in der Regel zu diesem Akteurstypus.

Die Formalen und informalen Akspekte der Kultur

Welche 3 Ebenen der Innovationskultur gibt es? 

Was leistet Unternehmenskultur? 

  • Wertebasis für das Miteinander (Mitarbeiter + Unternehmen)
  • Prämissen für Entscheidungen
  • Wahrnehmung nach innen und aussen

Unternehmenskultur = gemeinsam geteilte Wertemuster 

Warum ist Unternehmenskultur wichtig geworden?

  1. Anzahl an Entscheidungsalternativen wachsen stark an
  2. Entscheidungskriterien widersprechen sich: ökonomisch sinnvoll, der Chef will es, der Kunde verlangt es, der Staat schreibt es vor …
  3. Unternehmenskultur (Werte, Normen und Symbole) geben Orientierung und sorgen für Ausgleich

Was ist der “kulturelle Kern” eines Unternehmens?

Was sind die Chancen und Gefahren starker Unternehmenskulturen?

Chancen:

  • Handlungsorientierung durch Komplexitätsreduktion
  • Effizientes Kommunikationsnetz
  • Rasche Informationsverarbeitung und Entscheidungsfindung
  • Beschleunigte Implementation von Plänen und Projekten
  • Geringer Kontrollaufwand
  • Hohe Motivation und Loyalität
  • Stabilität und Zuverlässigkeit

Gefahren:

  • Tendenz zur Abschottung
  • Blockierung neuer Ausrichtungen
  • Implementationsbarrieren
  • Fixierung auf traditionelle Erfolgsmotive
  • Kollektive Vermeidungshaltung
  • „Kulturdenken“
  • Mangel an Flexibilität
  • Tradition statt Innovation
  • Wachsweiche Diskussionen führen zu harten Konsequenzen

Welche Massnahmenvorschläge zur Kulturgestaltung gibt es?

Welche Arten von Freiraum gibt es?

Welche Hirnhelfte macht was?

Lernfähigkeit: Die Herausforderungen von Unternehmen: 

  • Doppelspurigkeiten
  • mangelnde interne Vernetzung
  • interne Intransparenz
  • Entkopplung vom Endnutzer
  • Sprachbarrieren
  • Wissen als Machtfaktor
  • Nicht zielführende Kommunikationsinstrumente
  • Vergessen
  • Verlust von Wissensträgern
  • Routinen und Sachzwänge 

Merkmale kreativer Personen sind?

  • Offene und kritische Haltung gegenüber der Umgebung
  • Loslösung von konventionellen und traditionellen Anschauungen
  • Vorliebe für Neues
  • Fähigkeit, das Wahrnehmungsfeld unter verschiedenen Aspekten zu sehen
  • Fähigkeit, Konflikte aus Wahrnehmungen und Handlungen ertragen zu können
  • Vorliebe für komplexe Situationen und mehrdeutige Stimuli
  • Ausdauer
  • Lösungsfokussiert, «nicht für Ruhm und Ehre»
  • Energisch, initiativ, erfolgsmotiviert
  • mutig und autonom
  • sozial introvertiert, sich selbst genügend
  • emotional stabil
  • dominant, Neigung zur Aggressivität
  • hohes Verantwortungsgefühl
  • ästhetisch
  • weniger ausgeprägte soziale und religiöse Werthaltungen
  • sensibles und differenziertes Reagieren auf die Umwelt
  • humorvoll 

Welche Forschungsmethodiken kennst Du?

Was sidn individuelle Kreativitätshemmnisse? 

  • Neue Informationen werden sofort in bekannte Muster eingeordnet
  • Absender der Information spielt eine grosse Rolle für die Akzeptanz
  • Neue Informationen werden älteren vorgezogen
  • Muster kontrollieren die Wahrnehmung. Man sieht nur Dinge, die man fokussiert. 

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