Informationsmanagement - Fournier
ERP - Enterprise Resource Planning
ERP - Enterprise Resource Planning
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Flashcards
Definition eines ERP-Systems
ERP-System = Enterprise Resource Planning - System
Enterprise = das UN
Resource = Ressource, sprich Material, Personal, Kapazitäten etc.
Beschreibt eine betriebliche Anwendungssoftware, welche alle zur Dürchführung der Geschäftsprozesse notwendigen Informationen verwaltet, d.h. eine Integration verschiedener Funktionen, Aufgaben und Daten in ein Informationssystem.
--> Bildet Firmenprozesse ab
Drei Arten der Hauptgeschäftsprozesse
1. Management Prozesse (Strategische Planung und Umsetzung; Operatives Management)
2. Kernprozesse (F&E; Produktion; Marketing&Vertrieb)
3. Support-Prozesse (Personalwesen; Finanzen&Recht)
Drei Ebenen des ARIS-Hauses
Oberste Ebene: Geschäftsführung
Mittlere Ebene: Analytiker
Untere Ebene: Sachbearbeiter
Erläutern Sie die zwei Arten der Integration
Vertikale Integration: Bedeutet die Wertschöpfungskette auf allen Ebenen zu optimieren und möglichst vorher ausgelagerte Prozesse in das UN einlagern Bsp: Rohstoffstätten selbst betreiben.
Horizontale Integration: Hingegen beschreibt die Optimierung verschiedener Abteilungen auf den einzelnen gemeinsamen Ebenen, Bsp: Just-In-Time Lieferungen
Aufgaben eines ERP-Systems
1. Administration (Datenhaltung für Geschäftsvorfälle)
2. Disposition (Automatisierung von Routinevorgängen Bsp. Preisfindung bei einem Auftrag)
3. Information (Kennzahlenbildung)
4. Analyse (Auswertung, Zeitreihenmodelle)
Einsatzbereiche eines ERP-Systems im UN
1. Fertigung (Bestandsführung, Produktionsplanung,...)
2. Vertrieb (Auftragseingang, Rechnungsstellung,...)
3. Rechnungswesen (Fo. und Vbl., Buchführung,...)
4. Finanzwesen (Liquiditätsmanag., Finanzplanung)
5. Personalwesen (Lohn- und Gehaltsabrechnungen, Zuschläge und Prämien)
Geschichtliche Entwicklung von ERP als Standard Software
MRP -> MRP II -> ERP
Integrationsgegenstände
1. Datenint. (Datenbestände werden logisch zusammengefasst -> Jeder nur 1x erfasst)
2. Funktionsint. (Aufgaben werden aufeinander abgestimmt)
3. Prozessint. (Mehrere Aufgaben werden zu einem Prozess zusammengefasst)
4. Methodenint. (Unterschiedliche Methoden werden aufeinander abgestimmt)
5. Programmint. (Unterschiedliche Programme werden aufeinander abgestimmt)
Integrationsumfang am Bsp SAP
Wodurch erhöht sich der Integrationsumfang?
Je mehr Funktionsbereiche in einem ERP-System vereinigt sind, umso höher ist der Integrationsumfang.
Nennen Sie Vorteile durch ERP-Systeme
1. Durchlaufzeit (Zeit- und Kosteneinsparnis bei GF-Prozessen)
2. Auftragsbearbeitung (Gemeinsame Daten reduzieren Aufwand)
3. Finanzielle Situation (Verbesserung der operativen Leistungen druch Bestandskontrolle -> Keine Überbestände)
4. Produktivität ( Verbesserung beim Kundenservice)
5. SCM
6. E-Business (Web-Schnittstellen als Front-End der ERP-Systeme)
7. Information (Bereichsübergreifender Zugang zu Daten für Planung und Steuerung)
8. Kommunikation (SCM)
Anforderungen an ERP-Systeme
1. Modularität
2. Verfügbarkeit
3. Unabhängigkeit
4. Interoperabilität
5. Selbstorganisation
6. Selbstähnlichkeit
7. Skalierbarkeit
Nennen Sie die Vor- und Nachteile einer Standardsoftware
Vorteile:
1. Standardisierung der Anwendungssysteme
2. Hoher Integrationsgrad
3. Verringerung von Schnittstellen
4. Innovationsleistung durch den Hersteller
5. Anschaffungs- und Einführungskosten geringer als Neuentwicklungskosten/customizing
Nachteile:
1. Vereinheitlichung: Individualisierung nur schwer erzielbar
2. Hohe Komplexität
3. Abhängigkeit vom Hersteller
4. Höhere Schulungskosten
5. Fixe Lizenzgebühren
Nennen Sie Kriterien für die Auswahl eines ERP-Systems
1. Flexibilität / Anpassbarkeit
2. Support
3. Kosten
4. Referenzen
5. Finanzielle Situatuion des Anbieters
SAP - Deutsches UN mit dem Sitz in Waldorf
Nennen Sie die drei ERP-Systeme die SAP differenziert anbietet
1. SAP Business One (kleine UN)
2. mySAP All-in-One (Mittelst. UN)
3. mySAP Business Suite / my SAP ERP (Konzerne)
Nennen Sie die drei Arten von Ressource-Module in SAP
1. Operative Ressourcen (MM, SD)
2. Strategische Ressourcen (FI/CO, HR)
3. UN-Übergreifende Ressourcen (SCM, CRM)
Oracle Corporation
US UN mit Sitz im silicon Valley. Bietet eine Vielzahl von ERP-Systemen an.
Nennen Sie 1. Ein System im Bereich CRM und 2. im Bereich SCM
1. CRM = Siebel
2. SCM = Agile PLM
Microsoft Cooperation
US UN Sitz in Redmond. Früher mal Navision. Fokus auf Mittelständler.
Nennen Sie das angebotene ERP-System
Microsoft Dynmacis Nav
Nennen Sie 3 Bsp zu Open-Source-Lösungen für ERP
1. OFBiz
2. OpenERP
3. Opentaps
Nennen Sie Merkmale sowie Risiken von Open-Source-Lösungen in ERP
Merkmale:
1. Quelltext verfügbar, dadruch bessere Anpassbarkeit
2. Keine bzw. sehr geringe Lizenzkosten
Risiken:
1. Evtl. kein Support möglich
2. Systemanpassung ist mit höheren Kosten verbunden
3. Geringer Verbreitungsgrad
4. Vielzahl von ERP-Lösungen vorhanden
Beschreiben Sie die Client/Server Architektur eines ERP-Systems und nennen Sie die 3 Schichten dieser
Der Client stellt die Anforderung und der Server führt diese aus und sendet anschließend die Ergebnisse an den Client zurück.
1. Schicht Präsentation
2. Schicht Applikation
3. Schicht Datenbank
Erläutern Sie die Prästenationsschicht
- Auf dem PC läuft ein Programm, das einzig für die Präsentation der Anwendung da ist. Bei SAP wird diese SAP GUI (Graphical User Interface) genannt.
Erläutern Sie die Applikationsschicht
- Verarbeitung von Daten
- Formatierung und Prüfung von Eingabedaten
- Besteht aus einem oder mehreren Applikationsservern
- In SAP ABAP genannt
Erläutern Sie die Datenbankschicht
- Besteht aus einem DBMS (Datenbank-Mng-System), welches mehrere Datenbanken verwaltet
- SAP bzw. ERP arbeitet mit relationalen Datenbanken, d.h. die daten werden in Tabellen gespeichert
Für was sind Organisationsstrukturen in SAP-Systemen nötig?
1. Sie dienen der Flexibilität zur Darstellung komplexer Konzernstrukturen
2. Bieten Möglichkeiten zur Berücksichtigung von Veränderungen in der Konzernstruktur
3. Dienen der Abbildung der internen und der rechtlichen Organisationsstruktur in einer Hirarchie
Interne Struktur: Eigene Struktur aus Sicht jedes UN-Bereiches
Rechtliche Struktur: Struktur aus Sicht der FiBu
Nennen Sie die Organisationseinheiten von SAP
1. Mandant (Bsp ein Konzern)
2. Buchungskreis (Auf dieser Ebene werden Bilanzen und GuV's erstellt)
3. Werk
4. Verkaufsorganisation
5. Sparte
6. Lagerort
Erläutern Sie die Aufgabe der Materialwirtschaft (MM) im UN
Die Aufgabe der MaWi ist die Versorgung des UN mit den benötigten Materialien, in der richtigen Qualität, in richtiger Menge, am richtigen Ort zur richtigen Zeit. (Die 6 R's)
Definieren Sie die Ziele der MaWi
1. Verringerung der Beschaffungskosten
2. Geringere Kapitalbindung durch minderung der Lagerbestände
3. Bessere Kapazitätsauslastungen durch zB. JIT
4. Verbessertes Beschaffungsmarketing durch langfr. Zusammenarbeit (SCM)
Erläutern Sie den Unterschied zwischen Einkaufsorganisationseinheit und Einkäufergruppe
Die Einkaufsorgaeinheit ist dafür zuständig, für einen oder mehrere Werke Verhandlungen mit Lieferanten über Konditionen zu führen. Die Einkäufergruppe hingegen, beschreibt nur einen einzelnen Einkäufer oder eine Gruppe die für eine gewisse Einkaufsaktivität zuständig ist.
Nennen Sie die drei Sätze hinsichtlich der Stammdaten der MaWi
1. Materialstammsatz
2. Lieferantenstammsatz
3. Einkaufsinfosatz
Nennen Sie die Organisationsebenen des Materialstamms
1. Daten die für das ganze UN gelten
2. Daten die nur innerhalb eines Werkes gelten
3. Daten die nur für ein Lagerort gelten
Nennen Sie die Datenarten die ein Lieferantenstammsatz enthält
1. Allgemeine Daten (Anschrift etc)
2. Buchungskreisdaten (Kontoführung, Zahlungsverkehr)
3. Einkaufsorgadaten (Einkaufsdaten)
Beschreiben Sie den Beschaffungszyklus anhand von 8 Schritten
1. Bedarfsermittlung
2. Ermittlung der Bezugsquelle
3. Lieferantenauswahl
4. Bestellabwicklung
5. Bestellüberwachung
6. Wareneingang
7. Rechnungsprüfung
8. Zahlungsabwicklung
Nennen Sie die Inhalte der Modulstruktur der MaWi
- Bestellverwaltung
- Rechnungsprüfung
- Inventur
- Lagerverwaltung
- Bestandsverwaltung
- Lagerinformationssystem
Nennen Sie die Inhalte der Modulstruktur im Vertrieb
- Verwaltung von Angebot und Anfrage
- Auftragsverwaltung
- Transport
- Fakturierung
- Verkaufsunterstützung
- Vertriebsinformationssystem
Nennen Sie die Orgaeinheiten die im Verkauf definiert und eingesetzt werden können
- Verkaufsorga
- Vertriebsweg
- Sparte
- Vertriebsbereich
- Verkaufsbüro
- Verkäufergruppe
Verkaufsorga - Beschreiben Sie wo die GF-Vorfälle abgewickelt werden und nennen Sie ein Bsp
Geschäftsvorfälle werden innerhalb einer Verkaufsorga abgewickelt
Bsp für Verkaufsorga: Frankfurt
Definieren Sie den Vertriebsbereich
Der Vetriebsbereich ist eine Kombination aus Verkaufsorgas, Vertriebswegen und Sparten.
Verkaufs-, Liefer- und Fakturabelege sind eindeutig einem Vertriebsbereich zugeordnet.