Immobilienwirtschaft
Arbeitsorganisation, Personal
Arbeitsorganisation, Personal
-
- 1 / 7
-
Lernkarten
Sie erhalten den Auftrag, eine Personalentwicklungsdatei zu erstellen. Bisher sind Ihnen folgende
Daten bekannt: Name, Adresse, Geburtsdatum.
Nennen Sie acht weitere Informationen, die eine Personalentwicklungsdatei enthalten sollte.
Die Informationen sollten aus den folgenden Datengruppen kommen, z. B.:
- Schulbildung und Studium
- Berufsausbildung
- berufliche Entwicklung
- Entwicklung nach Eintritt ins Unternehmen
- bisherige Teilnahme an Weiterbildungsmaßnahmen
- Leistungs und Potenzialbeurteilung
- Entwicklungswünsche und Entwicklungsziel
- vorgesehene Fördermaßnahmen
- vorgesehene Bildungsmaßnahmen
„Sie sollen also hier ausgebildet werden. Schön, dass ich das jetzt auch erfahre. Das passt mir eigentlich gar nicht, dass Sie jetzt hier sind. Ich weiß nicht, was ich im Moment mit Ihnen anfangen soll. Damit Sie erst mal etwas machen können, tun Sie diese 100 Anschreiben an Mieter in Umschläge."
a) Erläutern Sie ein Planungsinstrument der Ausbildung, durch dessen Einsatz die oben geschilderte Situation hätte vermieden werden können.
b) Erläutern Sie zwei Auswirkungen, die ein solcher Empfang auf die Lernmotivation der Auszubildenden haben könnte.
c) Gesetzt den Fall, der zuständige Sachbearbeiter wurde rechtzeitig informiert, dass ein Auszubildender in die Abteilung kommt.
Nennen Sie fünf Maßnahmen, sich auf diese Situation vorzubereiten .
a) Z. B.:
Durch den Einsatz eines individuellen Ausbildungsplanes: Dadurch wird geregelt, zu welchem Termin, mit welcher Dauer, in welcher Abteilung ein Auszubildender ausgebildet wird. Dieser Plan muss allen an der Ausbildung Beteiligten rechtzeitig ausgehändigt werden , damit sich insbesondere die an der Ausbildung beteiligten Sachbearbeiter auf die Auszubildenden vorbereiten können.
b) Z. B.:
- Die Auszubildende empfindet sich als Störfaktor und wird sich deshalb möglicherweise mit Fragen zurückhal ten.
- Bei ihr könnte der Eindruck entstehen, dass der Sachbearbeiter kein Interesse an ihrer Ausbildu ng hat, was sich negativ auf die Lernmotivation auswirken könnte.
- Das Interesse und damit die Motivation für die Arbeit in der Abteilung wird durch die erste Aufgabe, die sie bekommt, nicht geweckt.
c) Z. B.:
- Information über den Auszubildenden einholen
- Arbeitsplatz vorbereiten
- Arbeitsmittel (Schreibutensilien)
- Einführung in den Arbeitsbereich organisieren
- die Bedeutung der Abteilung im Gesamtunternehmen erläutern
- gegebenenfalls auf Unfallverhütungsvorschriften hinweisen
- gegebenenfalls Arbeitskollegen informieren
- Arbe itsaufgabe n für den ersten Tag nach didaktischen Grundsätzen vorbereiten
Als Ausbildungsleiter wird Ihnen mitgeteilt, dass in Zukunft die Auszubildenden nach der Ausbil dung nicht mehr übernommen werden .
Zur nächsten Abschlussprüfung in vier Monaten sind fünf Auszubildende angemeldet. Diese haben einen Ausbildungsvertrag, der am 31. August endet. Dabei ist ein Auszubildender, der als Jugend- und Auszubildendenvertreter (JAV-Vertreter) gewählt ist.
Am 22. Juni haben die Abschlussprüfungen stattgefunden. Vier Auszubildende - auch der JAV Vertreter - haben die Prüfung bestanden, ein Auszubildender dagegen nicht.
Beschreiben Sie, wie sich die rechtliche Situation für die betroffenen Auszubildenden darstellt, und nennen Sie sowohl genaue Zeiten als auch die rechtlichen Grundlagen.
Die Ausbildung endet mit dem Ablauf der Ausbildungszeit. Besteht der Auszubildende vor Ablauf der Ausbildungszeit seine Abschlussprüfung, so endet das Berufsausbildungsverhältnis mit dem Bestehen der Abschlussprüfung (geregelt im Berufsbildungsgesetz (BBiG)).
Fazit: Für drei Auszubildende endet das Ausbildungsverhältnis am 22. Juni.
Besteht ein Auszubildender die Abschlussprüfung nicht, so verlängert sich das Berufsausbil dungsverhältnis auf sein Verlangen bis zur nächsten Wiederholungsprüfung, höchstens um ein Jahr (geregel t im Berufsbildungsgesetz (BBiG)).
Fazit : Der Auszubildende, der die Abschlussprüfung nicht bestanden hat, muss eine Verlängerung beantragen, wenn er sein Ausbildungsverhältnis fortsetzen will. Er bleibt dann Auszubildender bis zur Wiederholungsprüfung.
Dem Jugend- und Auszubildendenvertreter muss drei Monate vor Beendigung des Ausbildungs verhältnisses (hier bis 31. Mai) schriftlich mitgeteilt werden, dass er nicht übernommen wird. Wenn der Jugend- und Auszubildendenvertreter eine Weiterbeschäftigung verlangt, muss dem entsprochen werden (geregelt im Betriebsverfassungsgesetz (BetrVG)).
Fazit: Es wird ab 23. Juni ein unbefristetes Arbeitsverhältnis begründet, wenn eine Weiterbe schäftigung verlangt wurde.
Sie sind Assistent der Geschäftsleitung der Wohnungsverwaltungsgesellschaft mbH, die Miet und Eigentumswohnungen für Dritte verwaltet.
Vor einigen Monaten hat Ihr Unternehmen einen Mitbewerber sowie dessen Personal übernommen.
Der Geschäftsleitung der Wohnungsverwaltungsgesellschaft mbH ist daran gelegen, dass das neu hinzugekommene Personal des ehemaligen Mitbewerbers das Unternehmensleitbild der Wohnungsverwaltungsgesellschaft mbH kennt und lebt.
a) Beschreiben Sie die Grundzüge eines Unternehmensleitbildes.
b) Beschreiben Sie vier Maßnahmen, die geeignet sind, den neuen Mitarbeitern das Unterneh mensleitbild zu vermitteln.
a) Z. B.:
Ein Unternehmensleitbild ist grundlegend, konkret, realistisch und zukunftsorientiert. Es be inhaltet Aussagen zur Unternehmenskultur (Normen und Werte) und beschreibt die zentralen Ziele und Aufgaben des Unternehmens.
b) z. B.:
Übernahme von „Patenschaften" für die neu hinzugekommenen Mitarbeiter durch lang jährige Mitarbeiter
Durchführung von Workshops, in denen über das Unternehmensleitbild informiert und diskutiert wird
- Vorleben des Unternehmensleitbildes und der Unternehmenskultur durch die Führungskräfte
- Darstellung des Leitbildes in Präsentationsmappen, Unternehmensbroschüren usw.
- regelmäßiger Erfahrungsaustausch der Mitarbeiter untereinander
- Formulierung von Leitsätzen, die die Leitidee und deren Umsetzung konkretisieren
- Kreation eines Mottos/Slogans, um das Leitbild adressatengerecht zu transportieren
Selbstmanagement
Der Begriff Selbstmanagement bezeichnet die Kompetenz, die eigene persönliche und berufliche Entwicklung weitgehend unabhängig von äußeren Einflüssen zu gestalten. Dazu gehören Teilkompetenzen wie zum Beispiel selbstständige Motivation, Zielsetzung, Planung, Organisation, Lernfähigkeit und Erfolgskontrolle durch Feedback.
Fazit: Nach heutigem Verständnis ist Selbstmanagement eine Kompetenz, die aus verschiedenen, durch den Willen (Volition) gesteuerte Teilkompetenzen besteht. Dazu gehören unter anderem folgende Fähigkeiten:
- selbstständig sinnvolle und authentische Ziele zu setzen,
- einen Plan und eine Strategie für die effiziente Umsetzung der Ziele zu erarbeiten,
- diesen Plan konsequent umzusetzen und
- regelmäßige Fortschritts- und Ergebniskontrollen durchzuführen und
- daraus Maßnahmen zur Effizienzsteigerung abzuleiten (lernen)
Corporate Design
Der Begriff Corporate Design bzw. Unternehmens-Erscheinungsbild bezeichnet einen Teilbereich der Unternehmens-Identität (corporate identity) und beinhaltet das gesamte, einheitliche Erscheinungsbild eines Unternehmens oder einer Organisation. Mit Corporate Design ist für ein Unternehmen ein geeignetes Zeichensystem festgelegt, das eingesetzt werden kann, um ein einheitliches und positives Bild des Unternehmens in der Öffentlichkeit sowie einen hohen Bekanntheitsgrad desselben zu erreichen (Wiedererkennungswert, Markenbekanntheit).
z.B. Firmenlogo, Briefbögen, Gestaltung Website und Anzeigen
Corporate Identity
Corporate Identity lässt sich mit einer Strategie konsistenten Handelns, Kommunizierens und visuellen Auftretens vermitteln. Ergeben diese komplementären Teile ein einheitliches Ganzes, entsteht eine stabile Wahrnehmung dieses Akteurs mit einem spezifischen Charakter, die Corporate Identity.
Corporate Identity kennzeichnet nach Helmut Schmitt-Siegel die Persönlichkeit eines Unternehmens mit einem von innen nach außen heraustretenden Selbstverständnis, basierend auf einem Handlungskonzept für ein sichtbar gelebtes Wertesystem oder den Aufbau einer ausgeprägten Unternehmenskultur