HR-Beratung für HR-Fachleute
gemäss Script Ingrid Katharina Geiger, KV Luzern Berufsakademie
gemäss Script Ingrid Katharina Geiger, KV Luzern Berufsakademie
-
- 1 / 29
-
Flashcards
In Abhängigkeit von bestimmten Voraussetzungen wird ein Arbeitsmarkt als Arbeitnehmermarkt oder als Arbeitgebermarkt bezeichnet. Was versteht man unter dem Begriff "Arbeitgebermarkt"?
Die Nachfrage nach Arbeit ist höher als das Arbeitsangebot. Die Arbeitgeber haben die Möglichkeit, Bedingungen festzulegen (z.B. French Benefits oder Sozialleistungen senken...)
Welche besonderen Chancen und Risiken bringt ein "Arbeitnehmermarkt" der HR-Beratung? Nennen Sie je zwei Chancen und zwei Risiken!
Chancen:
- Arbeitnehmende können Wünsche und Erwartungen besser durchsetzen
- Gute Vermittlungschancen (auch für weniger gut qualifizierte Arbeitskräfte)
- Gute Konditionen
Risiken:
- Viel Konkurrenz auf dem Markt
- Evtl. tiefere Vermittlungsgebühren
- Überforderung am Arbeitsplatz (wenn Stellen durch weniger gut qualifiziertes Personal besetzt werden)
- Viele Arbeitnehmende suchen selber nach Stellen
Was versteht man unter dem Begriff "Erwerbspersonen"?
Erwerbstätige und Erwerbslose zwischen 15 und 64 Jahren, welche das Arbeitsangebot schaffen
Was versteht man unter dem Begriff "Nettoerwerbstätigenquote"?
Diese gibt an, welchen Anteil die Erwerbstätigen an der Bevölkerung zwischen 15 und 64 Jahren ausmachen.
Was ist der Unterschied zwischen einer Nichterwerbsperson und einer arbeitslosen Person?
Nichterwerbspersonen sind Personen, die dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung stehen (Pensionierte, Hausfrauen...). Arbeitslose sind Personen, die beim RAV als arbeitslos registriert sind und Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung haben
Was hindert eine Nichterwerbsperson, eine Stelle anzunehmen? Nennen Sie drei mögliche Gründe!
- Absolvierung einer Ausbildung
- Invalidität
- Hausfrau
- Längere Reise
die Nichterwerbspersonen stehen dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung!
Was ist der Unterschied zwischen "registrierten Stellensuchenden" und "registrierten Arbeitslosen"?
Registrierte Stellensuchende sind alle, die beim RAV gemeldet sind, auch solche, die gegenwärtig noch eine Anstellung haben.
Registrierte Arbeitslose sind Personen, die beim RAV als arbeitslos gemeldet sind und Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung haben.
Nennen Sie fünf Arbeitsmarktindikatoren!
- Erwerbstätigenquote
- Erwerbslosenquote
- Erwerbsquote
- Unterbeschäftigtenquote
- Arbeitslosenquote
Nennen Sie drei Indikatoren, die etwas über die Situation der Nachfrageseite auf dem Arbeitsmarkt aussagen!
- Index der offenen Stellen
- Indikator der Beschäftigungsaussichten
- Indikator zu Schwierigkeiten bei der Personalrekrutierung
Im Idealfall herrscht Vollbeschäftigung. Warum ist dieses Ideal kaum erreichbar? Nennen Sie drei Gründe und erläutern Sie diese kurz und verständlich!
Information:
Arbeitsnachfragen erreichen nicht alle potentiellen Anbieter/innen
Entwicklung Arbeitsmarkt:
z.B. technische Entwicklungen brauchen andere Qualifikationen
Arbeitgebermarkt:
Es wird weniger Arbeitsleistung benötigt, als Stellensuchende bieten
Arbeitnehmermarkt:
Es sind zuwenig Arbeitskräfte auf dem Markt
Welche Institution informiert jeden Monat über die aktuellen Daten und Fakten zur "Lage auf dem Arbeitsmarkt"?
Das SECO (www.seco.admin.ch)
Bei näherer Betrachtung sieht man, dass der Arbeitsmarkt aus zahlreichen Teilarbeitsmärkten besteht. Nennen Sie sechs Aspekte dieser Segmentierung!
- Interner / externer Arbeitsmarkt
- 1. und 2. Arbeitsmarkt
- Berufe und Berufsgruppen
- Wirtschaftssektor und Wirtschaftszweige
- Politische Einheiten, Sprach- und Wirtschaftsregionen
- Art der Berufsbildungsabschlüsse
Was ist der wesentliche Unterschied zwischen dem internen und dem externen Arbeitsmarkt?
Der interne Arbeitsmarkt geschieht innerhalb des Unternehmens, d.h. dieser ist nur intern zugänglich.
Der externe Arbeitsmarkt findet ausserhalb des Unternehmens statt und ist für alle zugänglich.
Seit einigen Jahren wird zwischen dem ersten Arbeitsmarkt und dem zweiten Arbeitsmarkt unterschieden. Was ist damit gemeint?
Den ersten Arbeitsmarkt bilden die gut qualifizierte Arbeitskräfte mit eher hohem Einkommen.
Den zweiten Arbeitsmarkt bilden sind schlechter oder nicht ausgebildete Arbeitskräfte, welche bei einer Arbeitslosigkeit auch grössere Mühe haben, wieder eine Stelle zu finden.
Was versteht man unter dem Begriff "Prekariat"?
Die Personen des zweiten Arbeitsmarkts sind viel stärker den wirtschaftlichen Schwankungen und den Kräften des Wettbewerbs ausgesetzt. Oft ist ihre Lage prekär, d.h. schwierig, unsicher, problematisch. Dieser Personenkreis wird deshalb auch als Prekariat bezeichnet.
Beschreiben Sie kurz und verständlich, was unter dem Begriff "postindustrielle Gesellschaft" verstanden wird!
Die postindustrielle Gesellschaft hat vor allem zwei Merkmale. Zum einen ist Wissen die Voraussetzung für Wettbewerbsvorteile (nicht Massenproduktion) und zum anderen trägt die Dienstleistung (nicht ein Produkt oder Werk) massgeblich zur Wertschöpfung bei. Kopfarbeit ist gefragt, während die klassische Arbeitskraft an Bedeutung verliert. Die postindustrielle Gesellschaft ist also eine Mischung aus Wissens- und Dienstleistungsgesellschaft.
Was ist der wesentliche Unterschied zwischen dem "Sekundärsektor" und dem "Tertiärsektor"?
Beim Sekundärsektor (industrieller Sektor) werden die Rohstoffe des Primärsektors (Urproduktion) zu Produkten verarbeitet. Der tertiäre Sektor (Dienstleistungssektor) beinhaltet alle Dienstleistungen.
Mittels Personalmarketing versuchen Unternehmen...
...Talente, Spezialisten oder erfahrene Führungskräfte zu gewinnen und zu binden, um im globalisierten Wettbewerb bestehen zu können.
Mittels Selbstmarketing versuchen Stellensuchende...
...ihre Chancen im Bewerbungsprozess zu erhöhen, um an ihren "Traumjob" zu kommen.
Beim Personalmarketing unterscheiden wir zwischen internem und externem Personalmarketing. Was ist damit gemeint?
Internes Personalmarketing zielt auf die internen Mitarbeitenden und hat das Ziel, die (guten) Mitarbeitenden intern zu halten. Sie sollen motiviert und bereit sein, Leistungen zu erbringen.
Beim externen Personalmarketing besteht das Ziel darin, die für das Unternehmen interessantesten Kandidaten anzuziehen, um eine Stelle erfolgversprechend besetzen zu können. Beim externen Personalmarketing spricht man auch vom Bewerbermarketing.
Beim externen Personalmarketing spricht man von direkten und von indirekten Massnahmen. Was ist damit gemeint?
Zu den direkten Massnahmen gehören treffend formulierte und ansprechend gestaltete Stellenausschreibungen, die in ausgewählten Medien gut platziert werden. Auch mit der Vergabe von Praktika oder Diplomarbeiten können Unternehmen Schüler und Studenten auf sich aufmerksam machen.
Bei den indirekten Massnahmen geht es primär um ein positives Image als Arbeitgeber (z.B. durch Auszeichnungen, Q-Zertifizierungen, gesellschaftliches oder soziales Engagement, Teilnahme an Fachmessen/Fachtagungen etc.).
Was versteht man unter "Employer Branding"?
Damit ist die Arbeitgebermarkenbildung bemeint. Es handelt sich um einen strategischen Prozess, der alle Massnahmen umfasst, die dazu beitragen, dass ein Arbeitgeber als Marke wahrgenommen wird.
Eine Arbeitgebermarke signalisiert eine Besonderheit, die nicht imitiert werden kann, d.h. es ist ein Alleinstellungsmerkmal.
Was ist das "Humankapital"?
Das Vermögen einer Person, die zur Verfügung stehenden Kompetenzen nutzenstiftend und wertschöpfend einzusetzen.
Welches sind die klassischen Marketingtechniken und -strategien?
- SWOT-Analyse
- Engpassstrategie
- Marketingmix
- Personal Branding
- Reputationsmanagement
Was versteht man unter "Personal Branding"?
Bei der "Marke ICH" handelt es sich um ein Alleinstellungsmerkmal, das im Wettbewerb um einen begehrten Arbeitsplatz einen Vorteil bringt. Personen, die sich als Marke präsentieren, praktizieren "Personal Branding".
Was versteht man unter "Reputationsmanagement"?
Zum Selbstmarketing gehört auch ein angemessenes Reputationsmanagement, d.h. die Pflege eines guten Rufs, eines Renommees. Ein guter Leumund ist nachhaltig und kann viele Türen öffnen.
Was bezweckt die "SWOT-Analyse"?
Sie dient der Ermittlung von eigenen Stärken und Schwächen sowie der Chancen und Gefahren auf dem Arbeitsmarkt.
Was ist eine Engpassstrategie?
Diese lenkt den Blick auf den besonderen Nutzen eines Arbeitsangebots bei einer Verknappung der Arbeitskräfte.
Was ist ein Marketingmix?
Der Marketingmix mit seinen vier "P" (Product, Place, Promotion, Price) fördert die Definition von gezielten Massnahmen des Selbstmarketings.