HR

FOM HH SS15

FOM HH SS15


C. R.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über die Grundlagen der Personalorganisation und -führung auf universitärem Niveau. Sie behandeln zentrale Aspekte wie die Gestaltung von Arbeitsplätzen, die Motivation von Mitarbeitern, die Rolle von Führungskräften und die verschiedenen Ebenen des Personaleinsatzes. Die Karteikarten sind besonders nützlich für Studierende der Betriebswirtschaftslehre, die sich mit Personalmanagement und Organisationsentwicklung auseinandersetzen möchten, da sie sowohl theoretische Konzepte als auch praktische Anwendungen abdecken.
Cartes-fiches
51
Utilisateurs
6
Langue
Allemand
Niveau
Université
Créé / Mis à jour
23.07.2015 / 03.06.2023

Cartes-fiches

Frustration: Ursachen und Folgen

Eine Frustration ist eine Wunschversagung.

Ursachen:

Frustration entsteht durch tatsächliche oder vermeintliche Benachteiligungen.
• Konstellation in der äußeren Welt
• Versagung von Wünschen z. B. durch das Über-Ich

 

Folgen / Verarbeitung von Frustrationen:
• Aggressionen
• Rationalisierung
• Sublimierung (Umlenkung der „Triebenergie“ in „nützliche“ Errungenschaften)
• Regression (Rückzug, Flucht in Krankheit, Fresssucht, Trotzverhalten)
• Burnout
• Depressionen

 

Das Eigenschaftswort „frustran“ wird in ärztlichen Befunden eingesetzt, um die Vergeblichkeit einer Therapie darzustellen.

Das Burnout-Syndrom

Zustand extremer emotionaler Erschöpfung mit verminderter Leistungsfähigkeit.

Folgen für Betroffene:
• Apathie
• Psychosomatischer Erkrankungen
• Depressionen
• Aggressivität
• Suchtgefährdung


Nach ICD-10 keine Krankheit, sondern Problem der Lebensbewältigung.

Das Boreout-Syndrom

Boreout ist eine Unterforderung am Arbeitsplatz, im Prinzip das Gegenteil von Burnout.  Nicht selten werden beide Syndrome verwechselt.


Die Unterforderung entsteht durch
• die geringe Menge der Arbeit
• eine Qualifikation, die über den Anforderungen liegt

 

Folgen für die Betroffenen:
• fehlende Anerkennung bzw. Zufriedenheit
• Müdigkeit, Lustlosigkeit, Gereiztheit
• Psychosomatische Beschwerden
• Depressionen / Gefühl der Nutzlosigkeit

Motivation und Volition

Motivation:

Bereitschaft, zielgerichtet und mit hoher Intensität (Anstrengung) zu handeln

 

Volition:

Bezeichnet in der Psychologie den Prozess der Bildung, Aufrechterhaltung und Realisierung von Absichten.

Flow als optimale Arbeitsmotivation

Das Flowerleben zeichnet sich durch folgende Merkmale aus:


• umfassendes Gefühl, in eine Aufgabe involviert zu sein
• eine Verschmelzung von Handlung und Aufmerksamkeit
• eine Aufmerksamkeitsfokussierung auf aufgaben- und tätigkeitsbezogene Reize
• das Gefühl, vollständige Kontrolle über Handlungen und die Handlungswelt zu haben

Welche Fühungsgrundsätze gibt es?

1 Fodern

2 Ziele und Leistungen vereinbarung und kontrollieren

3 Dialogisch führen

4 Konsens Managemet

5 Demotivation vermeinden

6 Zutrauen

Zentrale Mitwirkungsrechte des Betriebsrates

- Informationsrecht  (Abeitsschutz, Gestaltung von Arbeitsplatz, Geplante Betriebsänderungen)

- Vorschlagsrecht (Einführung einer Personalplanung und ihrer Durchführung)

- Antragsrecht (grundsätzlich Maßnahmen beantragen, die UN und Belegschaft dienen)

- Beratungsrecht (bei Ablauf- und Verfahrensplanung, sowie Personalplanung)

- Anhörungsrecht (Betriebsrat ist bei Kündigungen anzuhören)

Zentrale Mitbestimmungsrechte des Betriebsrates

- Sozial Angelgenheiten (Betriebsordnung, Arbeitszeiten, Arbeitspausen)

- Arbeitsplatz bezogene Angelegenheiten (nachteilige Änderungen der Arbeitsplätze)

- Personelle Angelegenheiten (Zustimmungs-oder Verbotsrecht bei Stellenausschreibungen, Kündigungen)

- Wirtschaeliche Angelegenheiten (Informationsrecht über wirtschaeliche Angelegenheiten des UN)

Prognose und Bewährung in der Eignungsdiagnostik

1. Eignungsdiagnostische Befunde sind Prognosen.

2. Eine Prognose muss rational begründet sein = eine Schlussfolgerung aus Prämissen darstellen.

3. Es gibt bei Prognosen zwei grundsätzliche Fehlerquellen:
   - Die Prämissen sind falsch
   - Die Schlussfolgerungen sind falsch

4. Es gibt zwei Arten von Prognosen:

   kausal:Man überträgt Erfahrungen auf analoge Situationen/ Menschen

   statistisch: Man nimmt Eigenschaften als Prediktoren.

5. Persönlichkeitsmerkmale korrelieren in erheblichem Maße mit der beruflichen Eignung.

6. Persönlichkeit ist kein statisches Gebilde, sondern ein dynamisches System, ein Prozess.

7. Hundertprozentige treffsichere Entscheidungen wären nur möglich, wenn es gelänge, alle inneren und äußeren Bedingungen, die zu einem künftigen Zeitpunkt das Verhalten determinieren werden, bereits zu Zeitpunkt der  Prognose vorherzusehen.

8. Die Bestätigung einer Prognose beweist nicht die Richtigkeit einer Schlussfolgerung.

 

 

 

Equity-Theorie / Gerechtigkeitstheorie

– Menschen gehen nur dann Beziehungen ein bzw. erhalten diese, wenn Verteilungsgerechtigkeit besteht
– Menschen führen am Arbeitsplatz Vergleiche in Hinblicke auf die vorhandene Gerechtigkeit durch (Input-Outcome-Verhältnis)
– Menschen versuchen ein gegebenes Ungleichgewicht zu beseitigen (höheren Ertrag (Outcome) fordern, Einsatz (Input) reduzieren, Organisation verlassen)

Extrafunktionale Qualifikationen

„Traditionelle“ Personalentwicklung zielt auf die Qualifikation für einen bestimmten Arbeitsplatz.

 

Zunehmende Bedeutung erlangen extrafunktionale Qualifikationen (übergreifende Qualifikationen).

 

Diese Qualifikationen sollen

• die vielseitige Einsetzbarkeit des Arbeitnehmers fördern,

• kurzfristige innerbetriebliche Mobilität ermöglichen und

• die Fähigkeit zum eigenständigen Erwerb und zur Definition funktionaler Qualifikationen erhöhen (z. B. Soft Skills)

 

Damit verschwimmen die Grenzen zwischen Fort- und Weiterbildung.

Étudier