GPM - Prüfungsvorbereitung 2015
Fragen und Antworten zur GPM-Prüfung
Fragen und Antworten zur GPM-Prüfung
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Lernkarten
2.1.20
4. Welchen Inhalt sollte ein Projektabschlussbericht haben?
4. Projektabschlussbericht ist systematisch aufgebaut: Ausgangssituation, Zielstellung und wichtige Änderungen, zeitlicher Verlauf, Kostenentwicklung, Risiken, offene (Rest)arbeiten, abschließende Empfehlungen
2.1.20
5. Welche Empfehlungen für das Projektlernen sollten implementiert werden?
5. Abschlussworkshop mit Lessons learned durchführen, Erfahrungsdatenbank, Erfahrungen lebend halten durch regelmäßigen Erfahrungsaustausch
2.1.20
6. Welche Methoden zur Projektanalyse unterstützen das Projektlernen?
6. Suche nach Best Practices
2.1.20
7. Projektabschluss: Wann würden Sie eine Kundenbefragung durchführen? Welchen Zweck verfolgen Sie damit?
7. Man sollte drei Fragen stellen: Zukunftsbezug: Würden Sie mich wieder mit einem derartigen Projekt beauftragen? Vergangenheit: Haben Sie sich zu jeder Zeit umfänglich informiert und ausreichend eingebunden gefühlt? Gegenwart: Sind Sie mit dem Ergebnis des Projekts vollständig und in seinen Details zufrieden? Die Befragung nach der Abnahme durchführen.
2.2.1
1. Welche Führungseigenschaften sollte ein Projektleiter aufweisen?
1. Führungseigenschaften: Gewissenhaftigkeit, Durchsetzungskraft, Einfühlungsvermögen, Stressresistenz Ergebnisorientierung
2.2.1
2. Welche Führungskonzepte werden angewendet?
2. Management by Exception, Management by Delegation, Management by Objectives
2.2.1
3. Was ist der Unterschied zwischen Führung und Management?
3. Führung = Lenkung von Mitarbeiterverhalten auf ein Ziel; Management = Gesamtheit aller Ansätze, Methoden und Prinzipien zur Planung und Steuerung von (menschlichen) Systemen.
2.2.1
4. Welche Führungsstile kennen Sie?
4. Autoritärer, partizipativer, kollegialer, demokratischer, Führungsstil; situativer Führungsstil; Führung durch die Gruppe selbst = laissez faire
2.2.1
5. Was versteht man unter dem situativen Führungsstil?
5. Führungsstil des Vorgesetzten, bei dem der Reifegrad des Mitarbeiters (psychologische Reife: Selbstsicherheit und fachliche Kompetenz) bei der Entscheidung wieder Vorgesetzte führt, berücksichtigt wird.
2.2.1
6. Beschreiben Sie einige Kennzeichen des partizipativen Führungsstils.
6. Die Entscheidung erfolgt durch die Führungskraft, nachdem sich diese intensiv mit den Mitarbeitern besprochen und abgestimmt hat.
2.2.1
7. Wann „passt” der autoritäre Führungsstil?
7. Zu Beginn der Zusammenarbeit (Einarbeitung), in Notsituationen
2.2.1
8. Was ist der „beste“ Führungsstil?
8. Situativer Führungsstil
2.2.1
9. Mit welchen Führungsproblemen müssen sich Projektleiter auseinandersetzen?
9. Führungsprobleme wie Probleme der Priorisierung der Ziele, Abgrenzung der Ziele, Abstimmungsprobleme zwischen verschiedenen Stakeholdern, zwischenmenschliche Konflikte.
2.2.2
1. Erklären Sie die Motivationspyramide nach Maslow in seinen Grundzügen und stellen Sie den Bezug zur Projektpraxis dar. Welche Maßnahmen zur Motivation anhand der Maslowschen Pyramide kann ein PL vornehmen? Nennen Sie Maßnahmen, um Mitarbeiter nicht zu demotivieren, in Anlehnung an die Maslowsche Bedürfnispyramide.
1. Die Motivationspyramide nach Maslow geht von verschiedenen Stufen der Motivation aus. Motivation entsteht durch einen erlebten Mangel auf einer der Stufen, dessen Streben nach Beseitigung des Mangels die Motivation ist. Wenn der Mangel beseitigt ist, werden weitere Motivationsbereiche als Defizit erkannt und führen zur Motivation.
1. Motiv = physiologische Bedürfnisse (Mangel an Essen, Trinken, Schlafen) im Projekt erfolgt die Mangelbeseitigung durch z.B. angemessene Bezahlung, Reduzieren von Stress;
2. Motiv: Mangel an Sicherheit. Im Projekt: Verlässlichkeit von Zusagen, Aufträge/Weiterbeschäftigung im nächsten Projekt.
3. Motiv = Soziale Bedürfnisse -> Kollegialität im Projektteam;
4. Motiv = Ego = Loben, persönliche Wertschätzung.
5. Motiv = Selbstverwirklichung = herausfordernde Aufgabenstellungen geben.
2.2.2
2. Was versteht man unter Hygienefaktor und Motivator in der Motivationslehre? Wie verhalten sich die beiden Aspekte zueinander?
2. Hygienefaktoren sind notwendige Faktoren der Motivation, diejedoch maximal eine Unzufriedenheit beseitigen. Motivatoren sind eine 2. Kategorie von Motivationsfaktoren, die zu echter Motivation führen. Erst muss die Unzufriedenheit beseitigt sein, bevor die Motivation gelingt.
2.2.2
3. Was versteht man unter extrinsischer und intrinsischer Motivation? Geben Sie je ein Beispiel. Wie verhalten sich die beiden Motivationsbereiche zueinander?
3. extrinsischer Motivation = von außen kommend: Loben, Bestrafen, Bestechen, verführen; intrinsisch = von der Person her kommend. Extrinsische Motivationsversuche können die intrinsische Motivation zerstören.
2.2.2
4. Nennen Sie vier Möglichkeiten, Mitarbeiter zu motivieren!
4. siehe Maslow, Frage 1
2.2.2
5. Welche Möglichkeiten der Motivation am Arbeitsplatz kennen Sie?
5. job rotation, job enrichment, job enlargement
2.2.3
1. Wozu kann eine persönliche Stärken-/Schwächenanalyse eingesetzt werden?
1. Persönliche Entwicklungsfelder definieren (Persönlichkeitsentwicklung), Aufgaben, bei denen man eine persönliche Schwäche hat, abgeben/delegieren bzw. sich mit jemanden zusammentun, der die eigenen Schwächen ausgleicht. Stärken bewusst einsetzen
2.2.3
2. Welche Ressourcen des Projektleiters sollten bei der Selbstorganisation berücksichtigt werden?
2. Zeitmanagementtechniken und Arbeitstechniken einsetzen, für Ausgleich sorgen (Life-Work Balancing), Gefühle wahrnehmen
2.2.3
3. Was beschreibt die 60-20-20 Regel?
3. 60 % der Arbeitszeit verplanen; 20 % für Kollegenrückfragen reservieren 20 % Puffer einplanen
2.2.5
1. Welche Entspannungstechniken kann man als Projektleiter einsetzen?
1. tief Durchatmen (3 Mal), Tagträumen, Pause machen.
2.2.6
1. Wie kann der Projektleiter eine Atmosphäre der Offenheit schaffen?
1. neue Ideen begrüßen, andere Werte/Normen akzeptieren, Bereitschaft zeigen für alternative Lösungswege (z.B. Durchführen von Brainstormings), Herzlichkeit, Geselligkeit, Freundlichkeit gegenüber anderen zeigen
2.2.6
2. Was verhindert Offenheit im Projektteam?
2. einseitige Betonung von Regeln und Traditionen (bisherige Lösungswege, Übergewichten von Absicherung (Sicherheitsbedürfnis), sich persönlich barsch und unterkühlt zeigen
2.2.6
3. Wofür ist Offenheit wichtig im Projekt?
3. Offenheit braucht man im Projekt für neue Lösungswege bei Problemen, zur Konfliktlösung und zum Aufbau eines Teamgefühls.
2.2.7
1. Welche Kreativitätstechniken kann man in Projekten einsetzen?
1. Brainstorming, Brainwriting (6-3-5), Kopfstandmethode, Reizwortanalyse, Disney-Methode, Morphologischer Kasten.
2.2.7
2. Beschreiben Sie den Kreativitätskreislauf im (Projekt)Management.
2. Das Management muss auf der Basis von Interesse entsprechend Motivation wecken, damit diese in Fähigkeiten umgesetzt werden. Das Management fördert die Umsetzung dieser Fähigkeiten in Handlungen und fordert auch eine nachweisliche Wirkung ein. Dafür sollte es Anerkennung aussprechen, damit auch zukünftig Interesse zu Neuem besteht.
2.2.7
3. Nennen Sie die Grundregeln des Brainstormings.
3. Zeitliche Begrenzung; alle Äußerungen sind in Ordnung; keine Kritik oder Diskussion; Anknüpfen an Ideen anderer ist erlaubt; Visualisiere, um später die Nacharbeit machen zu können.
2.2.7
4. Was sind Eigenschaften kreativer Teammitglieder?
4. Eigenschaften kreativer Teammitglieder: z.B. Neugierde und Offenheit, Risikobereitschaft, zu Perspektivenwechsel in der Lage sein, unbeeindruckt von der Kritik anderer
2.2.8
1. Was versteht man unter Ergebnisorientierung?
1. Ergebnisorientierung meint die Fähigkeit, die Aufmerksamkeit auf Schlüsselaspekte (Ziele, Erfolgsfaktoren etc.) zu lenken.
2.2.8
2. Was trägt zur Ergebnisorientierung im Projekt bei?
2. Im Projekt zeigt sich die Ergebnisorientierung in der Fokussierung auf die richtigen Kundenerwartungen (Stakeholder-Erwartungen), die richtigen Produkte (Ziele, Nichtziele), die richtigen Methoden und Prozesse (Meilensteine, angemessene Planungstiefe), der richtige Mitarbeitereinsatz (passende Mitarbeiterauswahl).
2.2.8
3. Was verhindert Ergebnisorientierung im Projekt?
3. unklare Ziele, schwankende Stakeholder-Erwartungen, fehlende Tools und Methoden.
2.2.11
1. Welche Schritte gehören zur Vorbereitung einer Verhandlung?
1.
A) Was ist das eigene lnteresse/Was ist mir wichtig? Welchen Spielraum habe ich oder nehme ich mir?
B) Wie lauten die lnteressen meines Verhandlungspartners?
C) Welche Optionen gibt es für eine Einigung?
D) Wie kann ich dem Verhandlungspartner zeigen, dass es mir wichtig ist? E) Welche Zeichen erwarte ich von der anderen Seite?
2.2.11
2. Welche Punkte helfen, Pannen bei einer Verhandlung zu vermeiden?
2. Gute inhaltliche Vorbereitung, Minimal-Maximal-Positionen festlegen, Rolleneinteilung, wenn von einer Seite aus mehrere Personen in die Verhandlung gehen.
2.2.12
1. Welche Konflikte gibt es in einem Projekt?
1. Sachkonflikte (z.B. durch Zielkonflikte, Ressourcenkonflikte, Terminkonflikte) und zwischenmenschliche Konflikte (persönliche Konflikte, Intragruppenkonflikte, intergruppenkonflikte); Konflikte entstehen durch widerstrebende Interessen oder Haltungen von mindestens zwei Parteien.
2.2.12
2. An welchen Symptomen erkennt der Projektleiter einen Konflikt im Team?
2. Personen werten sich verbal (fallen sich ins Wort, greifen sich an) oder nonverbal (abfällige Gesten) ab; Personen reden nicht (mehr) miteinander, sondern nur noch übereinander.
2.2.12
3. Was versteht man unter der Konfliktspirale?
3. Eine Konfliktspirale bezeichnet die Tatsache, dass ungelöste Konflikte i.d.R. zu einer weiteren Verschärfung des Konfliktes führen.
2.2.12
4. Welche Maßnahmen eignen sich, um Konflikten vorzubeugen?
4. gegenseitiges Kennenlernen (Team-Building); Abklären von Erwartungen; Aufstellen von Verhaltensregeln; Vorbereiten auf Stressphasen im Projekt; Erklären von persönlichem Verhalten, um Missverständnissen vorzubeugen.
2.2.12
5. Welche Möglichkeiten zum Umgang mit Konflikten im Projektteam bestehen?
5. akzeptieren, seine Position durchsetzen, Nachgeben, Kompromiss, Win-Win (Konsens)
2.2.12
6. Was ist der Unterschied zwischen einem Moderator und einem Mediator?
6. Moderator : Gesprächslenker;
Mediator = macht Lösungsvorschlag, den die Konfliktparteien annehmen können