GL&SCM Klausur 4|4
Klausur
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Flashcards
Nenne die 2 Möglichkeiten die, impliziert durch das Supply Chain Management, einen Wettbewerbsvorteil generieren ➡ BILD!!!
• Matrix: Y-Achse = Nutzenvorteil, X-Achse = Kostenvorteil; am Nullpunkt niedrig-niedrig; an Achsenpeaks hoch-hoch
---o n-n: Commodity-Markt ➡ Weder Kosten- noch Servicevorteil
---o n-h: Kostenführer ➡ Kostenvorteil durch bspw. Economies of Scale
---o h-n: Serviceführer ➡ Differenzierung durch exzellente Servicekompetenz
---o h-h: Kosten- und Serviceführer ➡ Einzigartiger Kundennutzen zu geringen Kosten
• Logistik- und SCM-Kompetenzen
---o Kosten durch Erfahrungskurve
---o Kundennutzen durch Logistik- und SCM-Kompetenzen
In welche zwei Produktkategorien lassen sich die Nachfragemuster im Fisher-Modell zusammenfassen? Erläutere die Unterschiede
• Funktional (berechenbare Nachfrage): Befriedigen grundlegende Bedürfnisse, welche sich über die Zeit hinweg kaum verändern → stabile, vorhersagbare Nachfrage & lange Lebenszyklen mit meist geringen Gewinnspannen
---o Produktlebenszyklus: mehr als 2 Jahre
---o Deckungsbeitrag: 5%
---o geringe Produktvarianten
---o durchschnittlicher Prognosefehler: 10 %
---o durchschnittlicher Anteil der Fehlbestände 1% bis 2 %
---o Benötigte Durchlaufzeit für „made-to-order“ Produkte: 6 Monate bis 1 Jahr
• Innovativ (unberechenbare Nachfrage): Ermöglichen es Unternehmen, höhere Gewinnspannen zu erreichen, aber haben eine nicht vorhersagbare Nachfrage und kurze Produktlebenszyklen
---o Produktlebenszyklus: 3 Monate bis zu 1 Jahr
---o Deckungsbeitrag: 20% bis 60%
---o Hohe Produktvarianten
---o durchschnittlicher Prognosefehler: 40% bis 100%
---o durchschnittlicher Anteil der Fehlbestände 10 % bis 40 %
---o Benötigte Durchlaufzeit für „made-to-order“ Produkte: 1 Tag bis 2 Wochen
Welche Wahl einer Supply Chain Strategie ergibt sich nach den Bedingungen im Fisher Modell? ➡ BILD!!!
• Für innovative Produkte ist eine reaktionsfähige Supply Chain anzustreben
• Für funktionale Produkte liegt der Fokus auf der Kosteneffizienz
• Unternehmen befinden sich selten in der untern linken Ecke
• Viele Unternehmen finden sich oben rechts wieder → Fehlbestände & überschüssige Lagerbestände sind die Folge
Wie sieht die Lee-Matrix aus? ➡ BILD!!!
• Lee erweitert Fisher (Supply Chain über Produkttyp) um die Dimension Lieferunsicherheit
---o ➡ Versorgungsunsicherheit über Nachfrageunsicherheit
• Y-Achse: Versorgungsunsicherheit:
---o ↙ : Risk-Hedging Supply Chains = funktionale Produkte und zu entwickelnde Prozesse mit geringer Nachfrage- aber großer Versorgungsunsicherheit
---o ↖ : Efficient & Lean Supply Chains = funktionale Produkte und stabile Prozesse mit geringer Nachfrage- und geringer Versorgungsunsicherheit
• X-Achse: Nachfrageunsicherheit:
---o ↗ : Responsive Supply Chains = innovative Produkte und stabile Prozesse mit großer Nachfrage- aber geringer Versorgungsunsicherheit
---o ↘ : Agile Supply Chains = innovative Produkte und zu entwickelnde Prozesse mit großer Nachfrage- und großer Versorgungsunsicherheit
• Lean Supply:
---o Logistikplanung → stabil, feste Zeiträume
---o Fokus der Logistik → Verschwendung eliminieren
---o Fokus des Prozesses → Arbeitsstandardisierung
---o Beziehungen → langfristig, stabil
---o Schlüsselmessungen → Outputmaßnahmen, z.B. Produktivität und Kosten
• Agile Supply:
---o Logistikplanung → sofortige Reaktion
---o Fokus der Logistik → Kunden und Märkte
---o Fokus des Prozesses → Fokus auf Mitarbeiter Self-Management, um die Autonomie zu maximieren
---o Beziehungen → vermischte Cluster
---o Schlüsselmessungen → Kapazitätsmessung und Fokus auf Kundenzufriedenheit
Was sind die Bedingungen für die Wahl der richtigen Supply Chain Strategie? – Matrix - Agile oder Lean ➡ BILD!!!
• Y-Achse = Vielfalt / Variabilität
• X-Achse = Volumen
---o ↖ : AGILE = wird benötigt in weniger vorhersagbaren Umgebungen mit hoher Nachfrage für Vielfalt
---o ==> niedriges Volumen und hohe Vielfalt
---o ↘ : LEAN = funktioniert am besten bei hohen Stückzahlen, geringer Vielfalt und einer vorhersagbaren Umgebung
---o ➡ hohes Volumens und niedrige Vielfalt
Nenne die 4 generischen Supply Chain Strategien und charakterisiere sie ➡ BILD!!!
• KANBAN = vorhersagbare Nachfrage und kurze Durchlaufzeiten ➡ Strategie = kontinuierlicher Nachschub
• AGILE = unvorhersagbare Nachfrage und kurze Durchlaufzeiten ➡ Strategie = schnelle Reaktion
• LEAN = vorhersagbare Nachfrage und lange Durchlaufzeiten ➡ Strategie = Planen und Optimieren
• HYBRID = unvorhersehbare Nachfrage und lange Durchlaufzeiten ➡ Strategie = Entkopplung durch Postponement
• Der De-Coupling Point ist eine Hybride Strategie aus Lean und Agile und sitzt dazwischen. Dieser ist, so spät wie es den Kundenbedürfnissen noch gerecht ist, im Prozess zu setzen
• zu Beginn wird die Lean Strategie verfahren mit Prognosen auf ein allgemein gültiges Niveau ➡ Strategie = Effizienzmaximum
• nach dem De-Coupling Point, folgt die Agile Strategie mit einer Nachfragesteuerung und lokaler Konfiguration ➡ Strategie = Effektivitätsmaximum
Was sind die grundlegenden Charakteristika einer agilen Supply Chain?
• virtuell: Entwicklung einer ‘virtuellen’ Supply Chain anhand des Datenaustauschs zwischen Kunden und Lieferanten, Basiert eher auf Informationen als auf Beständen
• Prozess gerichtet: Zusammenarbeit von Kunden und Lieferanten, Gemeinsame Produktentwicklungen, gemeinsame Systeme
• Netzwerk basierend: Supply Chain Partner sind in einem Netzwerk verbunden; Supply Chains, nicht die jeweiligen Unternehmen konkurrieren
• Markt sensible: Fähigkeit, die reale Nachfrage zu erkennen und darauf zu reagieren, Primär Nachfragegesteuert als Prognosegesteuert
• Prozesssynchronisation durch Informationsaustausch
• Wort smarter, not harder
• Zusammenarbeit mit Lieferanten, um Durchlaufzeiten zu reduzieren
• Streben nach einer Reduktion der Komplexität
• Postponement der finalen Produktkonfiguration/Montage/Distribution
• Management von Prozessen, nicht nur Funktionen und Aufgaben
• Verwenden von angemessenen Kennzahlen zur Leistungsmessung
Erkläre das Pull und Push Prinzip und nenne ein Unternehmensbeispiel
• Pull Bsp. Dell
---o Kunden bestellen Produkte und „ziehen” die Komponenten dadurch in die Montagefabrik
---o Produktkomponenten in den Lägern werden durch den Lieferanten wieder aufgefüllt
• Push Bsp. Aldi
---o Eine große Bestellung für Computer wird getätigt, wenn Computer im nächsten Prognosezeitraum als Angebot im Sortiment sind
---o Die Läger „drücken“ die Computer anschließend in die Märkte
• Insb. für relativ standardisierte Produkte mit geringer Variantenanzahl bei recht konstanter Nachfrage ist Kanban geeignet
Erkläre das Prinzip des Vendor Managed Inventory (VMI)
• VMI ist eine Dienstleistung des Lieferanten gegenüber dem Kunden, bei welcher der Lieferant die Disposition und Bewirtschaftung seiner Güter vor Ort beim Kunden übernimmt.
• Dabei prüft der Lieferant eigenständig die Bestände, löst Bestellungen aus und stellt durch Nachlieferungen die Verfügbarkeit sicher.
• Der Lieferant muss für eine optimierte Planung nicht nur über Informationen zu den aktuellen Beständen, sondern auch über aktuelle Bedarfe und Bedarfsprognosen verfügen.
• ➡ Ziel ist die Verbesserung der Effizienz der Supply Chain und somit die Schaffung einer Win-Win-Situation für beide Seiten
• Kunde bestellt
• Auftragseingang
• Auftragsbearbeitung
• Kommissionierung
• Transport
• Erhalt des Angebots
• cash-to-cash = Forderungen + Bestand – Verbindlichkeiten
• DPP ist der Punkt in der Supply Chain, bei welchem die reale Nachfrage die geplante Nachfrage trifft