Entscheidungsorientiertes Management - Entscheidungsregeln
Masterskript Kapitel 2
Masterskript Kapitel 2
-
- 1 / 8
-
Flashcards
Entscheidungsregeln - Maximierung des Erwartungswertes
Diejenige Alternative ist optimal, deren gewichtete Ergebniswerte aller Umweltsituationen die größte Summe und damit den maximalen Erwartungswert aufweist.
Bewertung:
- Schätzung der Eintrittswahrscheinlichkeit erfolgt subjektiv
- unwahrscheinliche Werte haben relativ geringen Einfluss
- mittlere Risikifreudigkeit
Entscheidungsregeln - MiniMax-Regel
- auch MaxiMin-Regel oder Wald-Regel
- Diejenige Alternative ist optimal, deren kleinstes Ergebnis aller Umweltsituationen größer ist als das kleinste Ergebnis jeder anderen Alternative (Maximum der Zeilenminima).
Bewertung:
- pessimistische Haltung
- Eintrittswahrscheinlichkeiten werden bei der Entscheidung für eine Alternative nicht berücksichtigt
- das bestmögliche Ereigniss kann nie eintreten
- geringe Risikobereitschaft
Entscheidungsregeln - MaxiMax-Regel
Diejenige Alternative ist optimal, deren größtes Ergebnis aller Umweltsituationen größer ist als das größte Ergebnis jeder anderen Alternative (Maximum der Zeilenmaxima).
Bewertung:
- optimistische Grundhaltung
- Eintrittswahrscheinlichkeiten werden nicht berücksichtig
- bestmögliches Ereignis kann eintreten, aber unter hohem Risiko
- große Risikobereitschaft
Entscheidungsregeln - Pessimismus-Risiko-Regel
- Hurwicz-Kriterium / Pessimismus-Optimismus-Regel
- Berücksichtigung der jeweiligen Minima und Maxima der Alternativen in dem beide mit dem Pessimissmus-Optimismus-Faktor gewichtet werden, der die subjektive Risikoneigung ausdrückt
- die optimale Alternative weist den maximalen Geamtwert auf
- Pessimismus-Optimismus-Faktor α (0< α <1), gewichtet werden. Max. Ergebnis/Alternative wird mit
α gewichtet, das min. Ergebnis mit (1- α ).
Bewertung:
- Kompromiss zwischen Minimax- und Maximax-Regel
- Hurwicz-Kriterium zur Gewichtung subjektiv
Entscheidungsregeln - Savage-Niehans-Regel
- Minimax-Risiko-Regel
- Nicht die absolute Höhe der Ergebnisse entscheidet, sondern die relativen Nachteile: Opportunitätskosten minimal halten
- Die Opportinitätskosten sind minimal, wenn der maximale Nachteil, verglichen mit dem größtmöglichen Nachteil der übrigen Alternativen, am kleinsten ist.
Bewertung:
- Eintrittswahrscheinlichkeiten werden nicht berücksichtigt
- sehr theoretisches Kalkül bei vorsichtigem Pessimismus
Entscheidungsregeln - Laplace-Regel
- Sonderfall des Bayes-Theorems
- der Eintritt jeder Umweltsituation ist gleich wahrscheinlich und es entscheidet die maximale Summe aus den Ergebnissen jeder Alternative über die Umweltsituation ohne Berücksichtigung weiterer subjektiver Eintrittswahrscheinlichkeiten
Bewertung:
- subjektiv überlicherweise zuzuordende Eintrittswahrscheinlichekten werden nicht berücksichtigt
- bei komplexen Entscheidungssituationen durchaus realistisch
Entscheidungsregeln - Krelle Regel
Der Eintritt jeder Umweltsituation ist gleich wahrscheinlich und die Ergebnisse werden jeweils mit eine Unsicherheitspräferenzfaktor (w) bewertet. Es entscheidet die maximale Summe aus den Ergebnissen jeder Alternative über die Umweltsituationen.
Bewertung:
- sehr flexibel insbesondere wenn jedes Ergebnis mit indiviuellem Unsicherheitspräferenzfaktor belegt wird
- aufwändig, theorietisch aufgrund von Informationsdefiziten
Entscheidungsregeln - Leistbarer Verlust
- Sarasvathy
- Nicht die erwarteten und bewerteten Ertragswerte bestimmen die Entscheidung, sondern die maximal zu tragenden Verluste bzw. zu leistenden Einsätze
- Entscheidungsregel, die im Rahmen der Gründungsforschung sowie bei Anlagestrategien am Kapitalmarkt empirisch beobachtbar ist