Einführung in die allgemeine Betriebswirtschaftslehre

Unternehmensführung: Grundlagen,, Unternehmensziele, Planung und Entscheidung, Organisation, Controlling

Unternehmensführung: Grundlagen,, Unternehmensziele, Planung und Entscheidung, Organisation, Controlling


K. H.
Diese Lernkarten bieten eine umfassende Einführung in die allgemeine Betriebswirtschaftslehre auf Universitätsniveau. Sie decken Themen wie Planung, Prozessmanagement, Entscheidungsfindung und Unternehmensorganisation ab, wobei Schwerpunkte auf Zielen, Stakeholdern und verschiedenen Organisationsformen liegen. Die Karteikarten sind ideal für Studierende, die ein tiefes Verständnis der betriebswirtschaftlichen Grundlagen erlangen und ihre Fähigkeiten in strategischer Planung und Unternehmensführung verbessern möchten.
Cartes-fiches
76
Utilisateurs
9
Langue
Allemand
Niveau
Université
Créé / Mis à jour
11.11.2015 / 14.11.2024

Cartes-fiches

Normative Entscheidungstheorie

geht von rational handelnden Wirtschaftssubjekten aus - wie soll entscheiden werden, um ein Ziel zu erreichen?

Deskriptive (empirisch-realistische) Entscheidungstheorie

untersucht das Zustandekommen von Entscheidungen unter verhaltenswissenschaftlichen Aspekten unter der Annahme von eingeschränkter Rationalität

 

Entscheidungstheoretische Grundbegriffe

  • Erwartungswert
  • subjektive Risikoneigung
  • Standardabweichung

Risikoneigung

subjektive Bereitschaft eines Entscheidungsträgers, bei der Wauswahl einer Handlungsmöglichkeit unsichere Ergebnismöglichkeiten e in Kauf zu nehmen (risikoscheu/risikofreudig/risikoneutral)

Regeln für Entscheidungen bei unsicheren Erwartungen

  • Laplaceregel
  • Minimax-Regel
  • Maxima-Regel
  • Hurwicz-Regel
  • Savage-Niehaus-Regel

Laplaceregel

Erwartungswert wird berechnet unter Annahme gleicher Eintrittswahrscheinlichkeiten der Umstände

Minimax-Regel

empfiehlt die Wahl der Alternative, deren schlechtester Ergebniswert am höchsten ist

Maximax-Regel

empfiehlt Alternative mit höchstmöglichem Ergebniswert, für risikofreudige

Hurwicz-Regel

Berücksichtigung subjektiver Risikoeinstellung

Savage-Niehaus-Regel

Regel des kleinsten Bedauerns. Die Aktion bei der das maximale Risiko am kleinsten ist

Operations Research

Einsatz mathematischer Modellrechnungen zur Optimierung betrieblicher Entscheidungsprobleme

Gebräuchlichste OR-Verfahren

Lineare Optimierung (LP-Modell) - eine lineare Zielfunktion mit mehreren Nebenbedingungen

Mehrstufiger Prozess der Unternehmensführung

  1. Zielorientierte Planung (=Alternativenbewertung)
  2. Entscheidung für die optimale Alternative
  3. Ausführung (=Realisierung der gewählten Alternative)
  4. Kontrolle ("Abgleich von geplanten und tatsächlichen Ergebnissen)

Mängel im Prozess des Wirtschaftens

Kluft zwischen vollkommener Planung und unzulänglicher Ausführung (Nichtwissen und Nichtwollen)

Organisation

Bemühen der Unternehmensleitung, den komplexen Prozess betrieblicher Leistungserstellung und Leistungsverwertung so zu strukturieren, dass die Effizienzverluste auf der Ausführungsebene minimiert werden

Disposition

Einzelfallentscheidung

Aufgaben von Organisation

Schaffung einer Ordnung arbeitsteiliger Prozesse nach Maßgabe des ökonomischen Prinzips und Entlastung der Unternehmensleitung durch generelle Regeln zur Erledigung häufig wiederholbarer Aufgaben (Routinearbeiten)

Delegation durch die Führungsebene

  1. Abgrenzung von Einzelfall und Routineentscheidungen
  2. Erlass von generellen Regelungen zur Erledigung von Routinearbeiten
  3. Delegation von taktischen und operativen Einzelfallentscheidungen an nachgeordnete Entscheidungsträger

Vorteil von großbetrieblicher Organisation

  • Entlastungsfunktion für die Unternehmensleitung
  • Rationalisierungsfunktion durch Arbeitsteilung
  • Kostenminimierung durch Ermöglichung einer Massenproduktion

Nachteile von großbetrieblicher Organisation

  • Erfolgseinbußen durch bürokratische Routineentscheidungen
  • Motivationseinbußen durcheingeschränkten Entscheidungsspielraum und mangelnde Identifikation der Werktätigen mit dem Werk

Organisationsgleichgewicht

ausgewogenes Verhältnis zwischen generellen Regelungen und fallweiser Prüfung mit Einzelfallentscheidung (Disposition)

Aufgabenanalyse

die komplexe unternehmerische Gesamtaufgabe wird in Teilaufgaben zerlegt

Aufgabensynthese

Die Teilaufgaben werden zu wirtschaftlich sinnvollen Aufgabenkomplexen zusammengefasst

Ablauforganisation

beruht auf der dynamischen Betrachtung der Organisationszusammenhänge. Sie bemüht sich um die optimale Gestaltung von Arbeitsprozessen im Zeitablauf

Stützpfeile des Managementprozess

  1. Unternehmerisches Handeln orientiert sich am Oberziel langfristiger Gewinnmaximierung
  2. Unternehmerisches Handeln ist ein arbeitsteiliger Prozess
  3. Aufgabenverlagerung von der Führungs- auf die Mitarbeiterebene dient der Schonung knapper Managementkapazitäten und soll zur Motivierung der Mitarbeiter zu zielkonformen Handeln führen

Stelle

kleinste organisatorische Einheit eines Unternehmens. Die Stelle ist der Aufgabenbereich einer Person und existiert unabhängig von der Besetzung mit einer Person

Einliniensystem

Eine Stelle ist nur einer einzigen Instanz unterstellt

Mehrliniensystem

Eine Stelle hat von mehreren übergeordneten Stellen Weisungen entgegenzunehmen

Stabstellen

nehmen nur Weisungen von ihrer Instanz entgegen, keine Weisungsrechte

Zentralstellen

  • Nehmen nur Weisungen von der Unternehmensleitung entgegen
  • Haben funktionale Weisungsbefugnis gegenüber Linienstellen
  • disziplinarische Weisungsbefugnis und Führungsverantwortung verbleiben bei den jeweiligen Instanzen

Spartenorganisation

In einer Spartenorganisation wird ein Unternehmen nach Tätigkeitsbereichen (Sparten/Divisionen) gegliedert. Übliche Einteilungsmuster sind Produktgruppen, Absatzgebiete oder Kundengruppen

Matrixorganisation

Bei einer Matrixorganisation entsteht eine Stelle (Abteilung) im Fadenkreuz von einer Spartenleitung und einer Funktionsbereichsleitung

Controlling

Summe aller Maßnahmen, die dazu dienen, die Führungsbereiche Planung, Kontrolle, Organisation, Personalführung und Information so zu koordinieren, dass die Unternehmenziele optimal erreicht werden

Anpassungs- und Innovationsfunktion

  • dient der Koordination der Unternehmensführung mit der Unternehmensumwelt
  • Einsatz von Frühwarnsystemen
  • unternehmenrische Reaktion auf eingetretene Umweltveränderungen

Zielausrichtungsfunktion

  • betont die eigentliche Selbstverständlichkeit, dass die Controllingaktivitäten auf die Unternehmensziele auszurichten sind

Service- oder Unterstützungsfunktion

  • Beratung bei der Instrumentenauswahl
  • Beratung bei der Gestaltung der zugehörigen Informationsversorgung

Étudier