Development and Environment

(1) Einführung (2) Theorien des Wirtschaftswachstums und ihre Rolle bzgl. Entwicklungsökonomik (3) Ökonomie der Armut (4) Theoretische Grundlagen der Rolle von Landwirtschaft für Entwicklung:

(1) Einführung (2) Theorien des Wirtschaftswachstums und ihre Rolle bzgl. Entwicklungsökonomik (3) Ökonomie der Armut (4) Theoretische Grundlagen der Rolle von Landwirtschaft für Entwicklung:


P. L.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über die wirtschaftlichen und sozialen Aspekte von Armut und Entwicklung auf Universitätsniveau. Sie behandeln Modelle wie Lewis und Fei & Ranis, die den Transformationsprozess von Entwicklungsländern analysieren, sowie Konzepte wie Vulnerabilität und Armutsindikatoren. Besonders nützlich für Studierende der Wirtschaftswissenschaften, die sich mit den Herausforderungen und Strategien der globalen Entwicklung auseinandersetzen möchten.
Flashcards
86
Students
2
Language
German
Category
Micro-Economics
Level
University
Created / Updated
27.01.2015 / 28.03.2017

Flashcards

 

Klassisches Modell des Wirtschaftswachstums

- Grundlegende Annahmen

- Produktionsfunktion

- Malthus und Ricardo

Grundlegende Annahmen

  • G = K              (G = Growth / K = Kapitalakkumulation
  • K = f(P)           (P = Profit)
  • P = f(w)          (w = Löhne)
  • W = f(Pf)        (Pf = Food Prices)
  • Pf = f(N)         (N = natürliche Ressourcen) 

Produktionsfunktion

\(Y=f(N,L,K,T)\)

Die Wachstumsrate der Wirtschaft hängt von der Kapitalakkumulation (K) ab, ist aber beschränkt durch die natürlichen Ressourcen (N) und damit auch von den Lebensmittelpreisen (Pf)

Malthus und Ricardo

Malthus = Theorie der Bevölkerung und des Wirtschaftswachstums

Ricardo = Theorie der abnehmenden Erträge und der komparativen Vorteile

 

Klassiches Wachstumsmodell: Malthus

Die Bevölkerung wächst geometrisch & die Nahrungsmittelproduktion / landwirt. Output wächst arithmetisch

Der Boden hat stets die selbe Qualität & ist in seiner Fläche begrenzt

Letztendlich steigende Nahrungsmittelpreise, Hunger und Armut

Maßnahmen zur Reduzierung der Armut sind kontraproduktiv

 

Konsequenzen des Malthus-Modells für die heutige Welt

Bevölkerungswachstum = die Wirkung / Auswirkungen bleiben

Nahrungsmittelherstellung = kann landwirtschaftliche Produktivität weiterhin wachsen?

 

Das Ende der billigen Lebensmittel

Zwischen 1974 und 2005 sind die Lebensmittelpreise um 2/3 gefallen

Seit 2005 sind Preise real um 75% gestiegen

Heute sehen wir uns mit “Agflation” konfrontiert (Inflation im Agrarsektor)

zB: In China ist der Fleischkonsum pro Kopf von 20Kg. 1985 auf 50KG. in 2007 gestiegen

 

 

Herausforderungen für Politik zur Nahrungsmittelsicherung

Steigende Energiepreise

Landfläche, die mit Nutzpflanzen zur Biospritherstellung bedeckt ist, steigt

Preise landwirtschaftlicher Handelsware steigen

Globaler Klimawandel und steigende ökologische Risiken

Steigende regionale Unterschiede bei unsicherer Nahrungsmittelbereitstellung

 

Klassisches Wachstumsmodell: Ricardo

Unterschiedliche Qualität der Böden

Erst wird der gute Boden kultiviert, dann der schlechtere

Gesetz der abnehmenden Erträge

Konzept der wirtschaftlichen Pacht / Rente

Nahrungsmittelpreise sind ausschlaggebed für das wirtschaftliche Wachstum

Freier Handel: Gesetz des komparativen Vorteils

 

Ricardo: Wirtschaftswachstum 

⇒ Problem

⇒ Ausweg

Problem:

Bevölkerung wächst, Nahrungsmittel werden gebraucht

Nahrungsmittelpreise steigen - Großgrundbesitzer erhalten Pacht, die sie nicht in die Industrie/Landwirtschaft reinvestieren

Ausweg:

Erhöhung der Arbeitsproduktivität im landwirtschaftlichen Sektor (lange Sicht) oder freier Handel

Nahrungsmittelpreise senken = niedrigere Löhne möglich = höhere Profite = höhere Investitionen = Wirtschaftswachstum

 

Konsequenzen des Ricardo-Modells für die heutige Welt

Globalisierungsdebatte = keine Spezialisierung schlichtweg, aber die Wahl sich zu spezialisieren

Nachhaltige Entwicklung = das Management der natürlichen Ressourcen bzw der Umweltschutz sind essentielle Bestandteile der Entwicklung

 

(2) Das Harrod-Domar-Modell

Postkeynesianische Theorie

Versäumnis das Problem des Wachstums zu behandeln

Technologischer Fortschritt als wesentliche Triebfelder des Wirtschaftswachstums

Nach dem WWII stellte sich die Frage nach Wirtschaftswachstum wieder

Entdeckung der 3. Welt

Keynesianische Theorie als Grundlage

 

Harrod-Domar:

Grundlegende Gleichungen

\(dy = {s\over COR}\)

  • dy = Wachstum des BNE (GNP)
  • s = Sparrate
  • COR = Capital Output Ratio

\(COR={K\over Y }\)

  • K = Kapitalstock
  • dK = I (Investitionen)

\({dy\over P} ={ s\over COR-dP}\)

  • P = Bevölkerung
  • dP = Anstieg der Bevölkerung

 

Annahmen des Harrod-Domar-Modells

  • Verhältnis von Kapital zu Arbeit ist konstant
  • Faktorpreise sind konstant
  • kein technischer Wandel
  • COR ist konstant

 

Schlussfolgerungen des HD-Modells bzgl des Wirtschaftswachstums

  • Wachstum hängt von der Spartendenz und COR ab
  • Wachstum schreitet logarithmisch voran
  • Stützt die These der "größer werdenden Kluft"
  • Umverteilung des Einkommens an Gruppen mit hoher Sparrate

 

Einschränkungen des HD-Modells bzgl Wirtschaftswachstum

COR ist technisch bestimmt, Preiseffekte werden ignoriert

COR betrachtet nur reales Kapital

COR ist keine erklärende Variable, sondern schlicht eine statistische Maßzahl

Nettoinvestment und Abschreibungen sind schwer zu messen und variieren von Sektor zu Sektor

Technologischer Wandel ist ausgeschlossen

 

Auswirkungen der Wirtschaftswachstumstheorie auf Entwicklungsökonomik

Entwicklungspolitik der 50 - und 60er Jahre basierte auf der “Widening-Gap-Hypothese” (Kluft zwischen Entwicklungsländern und Industrienationen wird größer, außer es wird zusätzliches Kapital in die Entwicklungsländer gepumpt) - Entwicklung wurde also mit Wirtschaftswachstum gleichgesetzt

Umverteilung des Einkommens wird nicht als Lösung der Armut gesehen - je ärmer ein Land ist, desto wichtiger ist Wirtschaftswachstum

Kapital wurde als der knappste Faktor angesehen

Theorie des Teufelskreises ⇒ niedriges pro Kopf Einkommen ⇒ niedrige Sparrate  ⇒ niedrige Investments  ⇒ niedriges Wachstum

 

Nachteile des HD-Modells

Arbeit kann nur in einem konstanten Verhältnis von Kapital zu Arbeit eingesetzt werden - reales Kapital ist der einzig knappe Faktor

Technischer Wandel wird ignoriert

Konstante Kapitalerträge - unrealistisch und widersprüchlich zu empirischen Befunden

(3) Neoklassisches Wachstumsmodell : Solow

- Verbesserungen

- Neoklassische Produktionsfunktion

Verbesserungen:

Der Faktor Arbeit (L) ist ein eigenständiger Produktionsfaktor und nicht fix

Abnehmender Nutzen / Ertrag des Kapitals (K)

Technologischer Wandel wurde als weiterer Produktionsfaktor hinzugefügt

Neoklassische Produktionsfunktion

\(Y= AK^\alpha L^\beta\) (Cobb-Douglas)

\(ln(Y)=ln(A)+\alpha ln(K)+\beta ln(L)\) (logarithmische Form)

- [α+β=1]-> konstante Skalenerträge

- α und β geben die marginale Wirkung von Kapital und Arbeit an

- Wenn man L und K um x% erhöht, so erhöht sich Y um x%

 

Solow: Erweiterung um technischen Wandel

\(Y = F(K,L,R,t)\)

\(\Delta Y = V*\Delta K+W*\Delta L+\Delta Y'\)

- V und W haben marginale Wirkung (Gleichhaltung)

- \(\Delta Y'\) = Verbesserung des Einkommens im Zuge des technologischen Wandels

⇒ Produktionsfunktion wird nach oben verschoben - neue totale Output steigt

 

Antworten des neoklassischen Modells auf Schlüsselfragen

Warum sind wir so reich und die Anderen so arm?

Wir investieren mehr und haben ein geringeres Bevölkerungswachstum - diese beiden Faktoren ermöglichen es uns, mehr Kapital pro Arbeiter zu akkumulieren und damit erhöhen wir unsere Arbeitsproduktivität

Wie erzielen Volkswirtschaften anhaltendes Wachstum trotz abnehmender Kapitalerträge?

Technologischer Fortschritt kann die Tendenz eines fallenden marginalen Kapitalproduktes ausgleichen

Wie verrechnet das Solow-Modell Unterschiede in den Wachstumsraten verschiedener Länder bei sonst gleichen Konditionen?

Eine Antwort könnten Unterschiede im technologischen Fortschritt sein

(4) Rolle des Humankapitals in der Entwicklung: Romer

- Modell von Paul Romer (1986)

- Notationen des Romer-Modells (Bild)

Das Modell:

- Es gibt nicht nur Investitionen in Kapital sondern auch in Humankapital (Wissen)

- Y = f (Kapital, Arbeit, Wissen, Ideen)

- Wissen wird durch Schuljahre gemessen; Ideen durch die Anzahl der Patente

\(Y_t= AK^\alpha _t L^\beta _t H^\gamma _t\)

Auswärtsdynamik durch Investitionen in Wissen - Investment fördert Wissen und Wissen fördert weiteres Investment

 

- Kosequenzen des Romer-Modells

- Probleme des Romer-Modells

Konsequenzen:

- Die Unterschiede im Pro-Kopf-Einkommen von Ländern mit gleichen Rahmenbedingungen (Sparrate, Technologielevel) können mit Unterschieden im technologischen Fortschritt erklärt werden

- Technologischer Wandel als Haupttreiber für Wirtschaftswachstum wird durch das Modell erklärt (endogege Wachstumstheorie)

- Modell erklärt, warum die Kapitalrendite (ROI) in armen Ländern niedriger ist: Unterschiede beim Verhältnis vom gelernten zu ungelernten Arbeitern

⇒ Wachstum wird vom Anteil der gelernten Arbeiter bezogen auf das reale Kapital beeinflusst

- Firmen können Preissetzer werden, wen durch technologischen Wandel erhöhte Erträge realisiert werden (verstößt gegen die Annahme eines perfekten Marktes)

- Firmen müssen Ergebnisse ihrer Investiion in Humankapital durch die Anmeldung von Patenten schützen und ausreichend Anreize haben weiterhin zu investieren

- Wachstum in armen Ländern wird von der Quote der Technologieübernahme bzw Kopie beeinflusst

Probleme:

Es ist schwierig Humankapital zu messen - Schuljahre und Patentanzahl können irreführende Näherungsvariablen sein

(III) Die Ökonomie der Armut

(1) Gründe für Armut

Wachstumsmodelle haben keine Komponente, die auf Armutsreduktion abzielen

Wirtschaftswachstum führt nicht automatisch zur Armutsreduktion

Wirtschaftwachstum kann zu Ungleichmäßigkeit führen

Einkommen aus Kapitalanlagen wächst schneller als Einkommen aus Arbeit

Billige Arbeitskraft ist ein grundlegender Baustein für Wirtschaftswachstum

Was ist armutsorientiertes Wirtschaftswachstum ? (Wachstum, dass auch den
Armen zugute kommt)

Was ist inklusives Wachstum ? (Wachstum, dass alle Schichten der Bevölkerung
erreicht)

 

Warum Armutsökonomie?

Theodore W. Schultz:

Die meisten Menschen auf der Welt sind arm - wenn wir also die Ökonomie des “Armseins” kennen, würden wir viel über die Ökonomie wissen, die wirklich von Bedeutung ist

Die meisten armen Menschen leben von den Erträgen der Landwirtschaft - wenn wir also die Ökonomie der Landwirtschaft kennen, würden wir viel über die Ökonomie des “Armsein” wissen

Reiche Menschen können das Verhalten der armen Menschen kaum nachvollziehen, Ökonomen sind dabei keine Ausnahme - auch für sie ist es schwer, die Präferenzen und Mangelbeschränkungen zu verstehen, die die
Wahlmöglichkeiten der armen Leute bestimmen

 (2) Dimensionen der Armut

- Armutsmaßzahlen der Weltbank: Definition Armut

Armut ist ein ausgeprägter Mangel an "Wohlsein"

Die herkömmliche Sichtweise verknüpft “Wohlsein” hauptsächlich der Verfügung über Güter und Rohstoffe - die Armen sind also diejenigen, die ein zu geringes Einkommen haben

Armutsmaßzahlen der Weltbank:

- Head Count Ratio

- Ungleichheit (Gini-Index)

Head Count Ratio (die gebräuchlichste Maßzahl für Armut):

Der Prozentsatz der Bevölkerung, der sich unter der Armutsgrenze befindet

Der am häufigsten benutzte Indikator für Armut

Jedoch teilt er uns nicht mit, wie weit die Menschen unter der Armutsgrenze liegen

Ungleichheit:

Ungleichmäßigkeit ist ein breiteres Konzept als Armut, da es sich auf die gesamte Bevölkerung bezieht und nicht nur auf die Armen fokussiert ist

Die einfachste Maßzahl der Ungleichheit sortiert die Bevölkerung von arm zu reich

 

Armutsmaßzahlen

Wohlfahrtsorientierter Ansatz:

- monetär, metrisches, quantitatives Kriterium

Grundbedürfnis - funktionen- & ressourcenbezogener Ansatz

- multidimensionales, qualitatives Kriterium

- Gruppierung und Vergleichbarkeit der Individuen ist schwierig

(3) Messung von Einkommens / Konsumarmut

Absolute Armutsgrenze

- Familien oder Individuen, die unter der absoluten Armutsgrenze liegen, fehlen die Ressourcen und Mittel um ihre Grundbedürfnisse zu befriedigen

- Nationale Armutsgrenzen sind landesspezifisch ausgelegt (Armut in D ist Reichtum in Schwarzafrika)

- internationaler Vergleich: Weltbank hat 1,25$ pro Tag als Indikator für extreme Armut festgelegt

- Bei Armutsvergleichen zwischen Ländern wird in Purchasing Power Parity (PPP) gerechnet - der Armutsgrad würde sich sonst mit den nominalen Wechselkursen ändern

 

Relative Armutsgrenze

- Wenn man erheblich weniger Einkommen und Wohlstand hat als andere Mitglieder der Gesellschaft

- Relative Armutsgrenze wird häufig als ein beliebiges Verhältnis festgelegt (häufig 50%) oder der Median bzw das Mittel des Lebensstandards

- Seit 2001 wird in den EU-Mitgliedsstaaten derjenige als arm bezeichnet, der weniger als 60% des Medians des Nettoäquivalenzeinkommens nach der neuen OECD-Skala hat

 

Armutsindikatoren nach Foster-Greer-Thorbecke (FGT) (I)

- misst Armut zu einem bestimmten Zeitpunkt

- statistisches Maß

- ex post, nachdem der Schleier des Unwissens gelüftet wurde

0 - Headcount Ratio : Anzahl der Personen unterhalb der Armutsgrenze

1 - Poverty Gap Index (Armutslücke): misst, wie weit unterhalb der Armutsgrenze sie liegen

2 - Poverty Severity Index: schließt Distributionsaspekte (w

 

Armutsindikatoren nach Foster-Greer-Thorbecke (FGT) (II)

\(P_\alpha (z) ={1\over N} \sum_{i=1}^{N} ({z-y^*_i\over z})^\alpha\)

  • N -size of the population
  • z - poverty line
  • \(y^*_i\)- income of those below poverty line

\(\alpha\)=0 : poverty incidence ⇒ Headcount ratio

\(\alpha\)=1 : poverty depth ⇒ Poverty Gap Index

\(\alpha\)>2 : poverty severity ⇒ Weighted sum of poverty gaps (e.g. Squared Poverty Gap Index)

 

Dynamische Dimension der Armut

Chronic poor people experience depriviation over many years, often their entire life. They also might pass poverty to their children. Hard to reverse.

Transitory poor people experience poverty over short period of time due to disasters. At some point they might come out of poverty.

 

Vulnerabilität / Anfälligkeit

- Vulnerabilität bezieht sich auf die Beziehung zwischen Armut, Unsicherheit und sozialer Risikovorsorge

- Ex-ante, dynamisches Maß der Armut, bevor der Schleier des Unwissens gelüftet wurde

- Vulnerabilität ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein Haushalt zu einem festgelegten Zeitpunkt unter ein festgelegtes Armutsstufe fällt

-Vulnerabilität = Risiko - Fähigkeit diese (Vulnerabilität) zu bewältigen

 

Warum Vulnerabilität?

Die Reduzierung der Vulnerabilität hat einen inneren Wert / Nutzen:
Damit es einem gut geht, braucht man nicht nur genug um heute ein komfortables Leben zu führen - man muss auch gute Perspektiven haben, um morgen noch genug zu haben.

Die Reduzierung der Vulnerabilität hat einen instrumentellen Wert / Nutzen:
Wenn Ex-post auseichende Mittel zur Bekämpfung von Einkommensschocks fehlen, engagieren sich Menschen häufig in risikomildernden Strategien Ex-ante.

Derartige Strategien werfen häufig niedrige durchschnittliche Erträge ab, sodass die Menschen in fortwährender / dauernder Armut gefangen sind

 

Was ist Vulnerabilität?

Theortetische Annäherung - Überblick (Bild)

Vulnerabilität ist die heutige Wahrscheinlichkeit in der Zukunft nicht genug an wertvollen Gütern zu besitzen

Also die heutige Wahrscheinlichkeit ein Defizit in der Zukunft zu haben

Der Konsum in Periode T1 eines gegebenen Haushaltes ist eine Funktion der Eigenschaften des Haushaltes in Periode T0

 

Vulnerabilität als erwartete Armut

Vulnerabilität als erwartete Armut definiert, ist schlicht die Wahrscheinlichkeit, dass ein Haushalt in einer zukünftigen Periode arm sein wird bzw. in Armut fällt

  • Zeithorizont, über den zukünftigen Defizite bewertet werden = vorangegangene Perioden
  • Indikatoren des Wohlbefindens = Konsum, Einkommen etc
  • Grenzbereich für den Konsum = Armutsgrenze
  • Grenzbereich für Vulnerabilität benötigt
  • Vulnerabel / anfällig = wessen Defizitwahrscheinlichkeit des Grenzbereich überschreitet

 

Idiosyncratic shocks and covariate shocks

Idiosyncratic shocks:
Shocks that occur only to one household, i.e. illness (household level shocks)

Covariate shocks:
Shocks that have consequences to more than one household, i.e. drought (Community level shocks)

 

Vulnerabilität als erwartete Armut: Anwendung

Ein Problem dieser Maßzahl ist, dass sie verdrehte Handlungskonsequenzen erzeugt - nämlich, dass man das Risiko für die Haushalte erhöhen sollte, um die Vulnerabilität zu senken

 

Vermögensbasierte Vulnerabilität

Kurzfristige Effekte von Schocks - Die Fähigkeit der Haushalte den Konsum zu glätten hängt von den Risikobewältigungsmechanismen ab

\(C_{ht}=Y_{ht}+A_{ht}-N_{ht}\)

 

Vermögens- und Einkommensfunktion

Asset-based poverty approach establishes a functional relationship between assets and welfare indicators such as income.

Asset poverty line: level of assets that predicts a level of income equal to income poverty line

Poverty transitions:

  • Structural transition: Move in and out of poverty due to change in asset level
  • Stochastic transition: Move in and out of poverty due to positive and negative stochastic events (shocks)

 

Vermögensbasierte Vulnerabilität

Structural poverty:

  • Asset stock < Asset Poverty Line
  • Realised income < or > Income Poverty Line

Stochastic poverty:

  • Asset stock > Asset Poverty Line
  • Realised income < Income Poverty Line

 

Schlussfolgerungen

Vergleich: FGT und Vulnerabilität

Armut ist dynamisch

Untersuchung und Vermessung von Armut sollte die zeitliche Dimension beachten

Eingriffe gegen Armut anzukämpfen sollten bei Vulnerabilität ansetzen

Durch Risikominimierung und Sicherungssysteme kann man Menschen davor bewahren in Armut abzustürzen

Study