Controlling 2

Controlling and Business Accounting 2

Controlling and Business Accounting 2


K. H.
Diese Lernkarten behandeln fortgeschrittene Themen des Controllings auf Universitätsniveau. Sie konzentrieren sich auf die Ermittlung und Bewertung von Verrechnungspreisen, die Bedeutung von Kennzahlen und KPIs sowie die Wirtschaftlichkeit und Zielkongruenz von Unternehmensleistungen. Die Karteikarten eignen sich besonders für Studierende und Fachkräfte, die sich mit der Optimierung von Unternehmensprozessen und der finanziellen Steuerung auseinandersetzen möchten.
Karten
22
Lernende
3
Sprache
Deutsch
Kategorie
BWL
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
27.05.2016 / 24.04.2019

Lernkarten

Verrechnungspreis (Definition)

Verrechnungspreise sind Wertansätze für Leistungen, die zwischen selbstständigen Bereichen eines Unternehmens ausgetauscht werden

Verrechnungspreisermittlung

  • Zentral gestgeleg (Marktorientierte Verrechnungspreise, Kostenorientierte Verrechnungspreise)
  • Dezentral verhandelt (Verhandlungsbasierte Verrechnungspreise)

Kostenorientierte Verrechnungspreise

  • Vollkosten/Grenzkosten
  • Istkosten/Plankosten
  • Kosten plus Gewinn

Fremdvergleichsgrundsatz

  • "arm's length principle"
  • Für grenzüberschreitende Lieferungen und Leistungen zwischen Konzerngesellschaften ist jener Preis anzusetzen, der zwischen voneinander unabhängigen Partnern vereinbart worden wäre

Standardmethoden zur Ermittlung marktgerechter Verrechnungspreise

  • Preisvergleichsmethode
  • Wiederverkaufs(preis)methode
  • Kostenaufschlagsmethode

Preisvergleichsmethode

  • Gut wird auch extern gehandelt
  • bei ungleichen, aber vergleichbaren Gütern erfolgen Zu- bzw. Abschläge
  • äußerer Preisvergleich (z.B. Branchendurchschnitt)
  • innerer Preisvergleich (Marktpreise zwischen Konzerngesellschaft und Fremden)

Wiederverkaufs(preis)methode

  • retrograde Preisermittlung aus den Marktpreisen einer nachgelagerten Handelsstufe
  • Wiederverkaufspreis abzüglich Kosten der Weiterverarbeitung und marktübliche Gewinnmarge

Kostenaufschlagsmethode

Selbstkosten plus marktüblicher Gewinnaufschlag

Kennzahlensysteme

  • Rechensysteme
  • Ordnungssysteme

Rechensysteme

  • Kennzahlen sind formallogisch (mathematisch) miteinander verknüpft
  • Jede Kennzahl ist rechnerisch in vor- oder nachgeordnete Kennzahlen überführbar
  • z.B. ROI-Schema

Ordnungssystem

  • Kennzahlen stehen in einer sachologischen Beziehung zueinander
  • Die Kennzahlen lassen sich nicht rechnerisch ineindander überführen
  • z.B. Balanced Scorecard

Finanzielle KPI

  • Umsatz
  • EBIT
  • EBITDA
  • ROCE, EVA, CVA
  • Free Cashflow
  • Working Capital
  • Auftragseingang

Nichtfinanzielle KPI

  • Marktanteil
  • Kundenzufriedenheit
  • Mitarbeiterfluktuation
  • Qualität
  • Nachhaltigkeit

Pro-Forma-Kennzahlen

  • Ergebniskennzahlen, die durch Korrektur um bestimmte Posten aus den Abschlussdaten abgeleitet werden
  • Typische Bereinigungen: Restrukturierungsaufwendungen, Wertberichtigungen, Unternehmensspezifische Einmalaufwendungen, Projektkosten

Performance Measurement

  • Aufbau und Einsatz meist mehrerer Kennzahlen verschiedener Dimensionen
  • zur Beurteilung der Effektivität und Effizienz der LEistung und Leistungspotentiale unterschiedlicher Leistungsebenen im Unternehmen

Funktionen von Kennzahlen

  • Anregungsfunktion (Erkennen von Auffälligkeiten und Veränderungen)
  • Operationalisierungsfunktion (Messbarmachen von Zielen)
  • Vorgabefunktion (Definition von Zielwerten für Verantwortungsbereiche)
  • Kontrollfunktion (Messung des Zielerreichungsgrads und Abweichungsanalyse)

Anforderungen an wertorientierte Kennzahlen

  • Zielkongruenz
  • Marktwertorientierung
  • Resistenz gegenüber Manipulationen
  • Verständlichkeit
  • Wirtschaftlichkeit

Lücke-Theorem

  • Zielkongruenz von Wertbeitragskennzahlen ist unter bestimmten Voraussetzungen gegeben:
  • Periodenergebnisse sind um Kapitalkosten auf die Kapitalbindung zum jeweiligen Periodenbeginn zu korrigieren
  • Clean-Surplus der Rechnungslegung (Kongruenzprinzip)

ROCE (Vor- und Nachteile)

  • - Zielkongruenz
  • - Marktwertorientierung
  • - Resistenz gegenüber Manipulationen
  • + Verständlichkeit
  • + Wirtschaftlichkeit

Market Value Added

Barwert künftiger EVA

Beurteilung EVA

  • + Zielkongruenz
  • - Martwertorientierung
  • - Resistenz gegenüber Manipulationen
  • - Verständlichkeit
  • +/- Wirtschaftlichkeit

Ökonomische Abschreibung

Konstanter Betrag, der in jeder Periode verzinslich angelegt werden muss, damit unter Berücksichtigung von Zinseffekten am Ende der Nutzungsdauer des abnutzbaren Anlagevermögens die ursprüngliche Investitionssummer wieder für eine Ersatzinvestition zur Verfügung steht

Étudier