C.4.1.2 Ablauf Börsenauftrag SIX Swiss Exchange erklären
Ich erläutere die verschiedenen Auftragsarten der SIX Swiss Exchange. Ich erkläre die Abwicklungsregeln im elektronischen Auftragsbuch (Matching). Anhand einer Börsenabrechnung erkläre ich die Kommissionen und Gebühren.
Ich erläutere die verschiedenen Auftragsarten der SIX Swiss Exchange. Ich erkläre die Abwicklungsregeln im elektronischen Auftragsbuch (Matching). Anhand einer Börsenabrechnung erkläre ich die Kommissionen und Gebühren.
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Lernkarten
Ich erkläre die verschiedenen Auftragsarten der SIX Swiss Exchange
Wie werden die akzeptierten Aufträge sortiert?
- Bestens-Auftrag
- Limitierter Auftrag
Ich erkläre die verschiedenen Auftragsarten der SIX Swiss Exchange
Ich erkläre den Bestens-Auftrag mit Vor- und Nachteile.
- Wenn kein Preis angegeben ist
- Der Auftrag wird dann zum Preis ausgeführt, der im Moment am besten für den Auftraggeber ist gemäss Eingabe im Orderbook
- Vorteil:
- Sofern im Orderbook ein Gegenangebot vorhanden ist, wird der Bestens-Auftrag sofort ausgeführt.
Nachteil:
- Bei wenig gehandelten Titeln kann es vorkommen, dass der Kunde schlechter fährt als bei einem limiterten Auftrag.
Ich erkläre die verschiedenen Auftragsarten der SIX Swiss Exchange
Ich erkläre den Limitierten Auftrag mit Vor- und Nachteile
- Es ist eine Limite angegeben
- Beim Kaufsauftrag ein Höchstpreis
- Beim Verkaufsauftrag ein Tiefstpreis
- Auftrag wird nur ausgeführt, wenn er die gesetzte Limite nicht über-/unterschreitet
- Vorteil:
- Das Risiko eines unerwartet hohen Kauf- bzw. tiefen Verkaufspreises ist ausgeschaltet
- Nachteil
- Wenn die vorhandenen Angebote ausserhalb der eingegebenen Limite liegen, kommt es nicht zum Abschluss.
Ich erkläre die verschiedenen Auftragsarten der SIX Swiss Exchange
Ich erkläre den "normalen Auftrag"
- Ist die Grundform
- wird so schnell wie möglich ausgeführt
- sofern kein gleich grosser Gegenauftrag vorhanden ist, wird er aufgeteilt
- ein Teil wird dem besten Gegenauftrag ausgeführt, der nächste Teil dem zweitbesten usw.
- wichtig ist, dass die Gültigkeitsdauer eingegeben wird
- dieser bleibt im Auftragsbuch, bis er ausgeführt wird oder die Gültigkeitsdauer überschritten worden ist.
- SIX Swiss Exchange kenn drei Möglichkeiten, die Gültigkeitsdauer festzulegen
- Good-for-Day: Der Auftrag ist bis zum Ende des gleichen Handeltages gültig -> börsengültigen Auftrag
- Good-till-Date: Der Auftrag hat quasi ein Verfallsdatum, solange der Auftrag nicht vorher ausgeführt oder widerrufen wird, ist er bis zum angegebenen Datum gültig, danach wird er gelöscht.
- Good-till-Cancel: Dieser Auftrag hat kein Verfallsdatum. Er bleibt so lange gültig, bis der Kunde den Auftrag widerruft -> maximale Gültigkeit ist auf ein Jahr festgelegt.
Ich erkläre die verschiedenen Auftragsarten der SIX Swiss Exchange
Ich zähle und erkläre weitere Auftragsarten der SIX Swiss Exchange auf. (Akzept / Fill-or-Kill)
- Akzeptauftrag
- Anleger sagt: "Ich will, dass mein Auftrag so weit ausgeführt wird, wie es im Moment der Auftragserteilung möglich ist"
- erscheint nicht im Auftragsbuch / Orderbook
- Wenn der ganze Auftrag ausgeführt wird, ist das Geschäft abgeschlossen
- Wenn nur ein Teil des Auftrags ausgeführt wird, dann kommt das Geschäft nur mit diesem Teil zustande, der Rest wird sofort gelöscht.
- kann nur im laufenden Handel eingegeben werden
- Fill-or-Kill-Auftrag
- Anleger sagt: "Ich will das ganze Geschäft sofort ausführen oder gar nicht."
- Der Auftrag wird ausgeführt, wenn das Geschäft sofort vollständig abgeschlossen werden kann
- Der Auftrag wird sofort gelöscht, wenn das Geschäft nicht oder nicht vollständig ausgeführt werden kann
- kann nur im laufenden Handel eingegeben werden.
Ich erkläre die verschiedenen Auftragsarten der SIX Swiss Exchange
Ich zähle und erkläre weitere Auftragsarten der SIX Swiss Exchange auf. (Bedingte Aufträge / Stop Loss - Stop Loss Limit)
Die Banken bieten ihren Kunden weitere Auftragsarten an, diese bleiben aber im bankinternen Handelssystem und erreichen das SIX-Börsensystem erst, wenn die Bedingungen erfüllt sind, die der Kunde setzt. Solche Aufräge heissen Conditional Orders (bedingte Aufträge).
Die gesetzte Bedingung des KUnden ist meistens die Preismarke -> Triggerpreis
- Stop Loss und Stop Loss Limit dienen zur Absicherung von fallenden Kursen
- Anleger setzt Triggerpreis, wenn erreicht oder unterschritten, speist das Handelssyste, der Bank einen Verkaufsauftrag in das SIX-Börsensystem ein
Stop Loss ist ein Bestens-Verkaufsauftrag bei Erreichen oder Unterschreiten des Triggerpreises.
- Kunde sagt: "Ich verkaufe zu "bestens", wenn der Titel eine bestimmte Preismarke erreich oder unterschreitet."
- Wahrscheinlichkeit ist gross, dass der Verkaufsauftrag bei Erreichen des Triggerpreises durchgeführt wird
- Gefahr steht, dass der Abschluss zu einem viel tieferen Preis stattfindet als der Triggerpreis
Stop Loss Limit ist ein limitierter Verkaufsauftrag bei Erreich oder Unterschreiten des Triggerpreises
- Kunde sagt: "Ich verkaufe mit der Limite XY, wenn der Titel eine bestimmte Preismarke erreicht oder unterschreitet"
- Mit der LImite kann die Gefahr des zu tiefen Preises kontrolliert werden
- Gefahr ist, dass nicht alle Titel verkauft werden können
Ich erkläre die Abwicklungsregeln im elektronischen Auftragsbuch (Matching) fachlich korrekt.
- Orderbook im Prinzip
(Wenn im Orderbook die Kaufs- und Verkaufsaufträge eines Titels gesammelt und zusammengeführt wird, sind dabei bestimmte Regeln notwendig -> Matchingregeln)
- Das Orderbook ist im Prinzip eine Tabelle, in der die Kaufaufträge und die Verkaufsaufträge abgestuft nach Preisen eingetragen werden.
Ich erkläre die Abwicklungsregeln im elektronischen Auftragsbuch (Matching) fachlich korrekt.
- Preis-Zeit-Priorität - Matching nach Preisen
Der Grundsatz der Matchingregel basiert sich auf die Zeit-Preis-Priorität.
- Matching nach Preisen (Kauf-Seite)
- Wenn ein neuer Verkaufsauftrag eintrifft, wird er mit dem Kaufauftrag mit dem höchsten Preis ausgeführt
- Bestens-Kaufaufträge werden zuerst ausgeführt
- Matching nach Preisen (Verkaufsseite)
- Wenn ein neuer Kaufauftrag eintrifft, wird er mit dem Verkaufsauftrag mit dem tiefsten Preis ausgeführt
- Bestens-Verkaufsaufträge werden zuerst ausgeführt
- Neu eintreffende Handelsaufträge werden immer mit dem besten Angebot der Gegenseite zusammengeführt
Ich erkläre die Abwicklungsregeln im elektronischen Auftragsbuch (Matching) fachlich korrekt.
- Preis-Zeit-Priorität - Matching nach Zeitpriorität
Wenn mehrere Aufträge die gleiche Preispriorität haben, so werden sie nach der Eingabezeit ausgeführt. Die ältesten Aufträgewerden also innerhalb einer Preispriorität zuerst ausgeführt.
Ich erkläre die Abwicklungsregeln im elektronischen Auftragsbuch (Matching) fachlich korrekt.
- Matching in Auktionen - Das Meistausführungsprinzip
Das Meistausführungsprinzip kommt in allen Handelsphasen zur Anwendung, ausser im laufenden Handel.
- Voreröffnung
- in Pausen und nach Handelsabschluss dient das Meistausführungsprinzip zur Ermittlung eines theoretischen Referenzkurses.
- Eröffnung
- führt das Meistausführungsprinzip zu Abschlüssen
- Schlussauktionen
- führt das Meistausführungsprinzip zu Abschlüssen
Der Kurs wird beim Meistausführungsprinzip so gewählt, dass das grösstmögliche Volumen den Besitzer wechselt.
- 1. Preispriorität: Alle einzelnen Aufträge auf der Geldseite (Kauf) werden von oben nach unten zusammengezählt (kumuliert). Alle einzelnen Aufträge auf der Briefseite werden von unten nach oben kumuliert.
- 2. Meistausführungsprinzip: Danach wird überprüft, bei welchem Kurs am meisten Aktien gehandelt werden können. Alle Abschlüsse betreffend dieser Auktion erfolgen zu diesem Kurs.
Ich erkläre die Abwicklungsregeln im elektronischen Auftragsbuch (Matching) fachlich korrekt.
- Matchingregel für laufenden Handel
Beim laufenden Handel versucht man, jeden neu eintreffenden Auftrag sofort auszuführen.
- Wenn er aber nicht mit Gegenauftrag gematcht werden kann, bleibt er im Orderbook stehen
- Kann der Auftrag nicht komplett ausgeführt werden, bleibt die Restmenge im Orderbook stehen
- Kommt es zu einem Abschluss, wird dessen Preis zum neuen Referenzkurs
Ich erkläre die verschiedenen Auftragsarten der SIX Swiss Exchange
Ich zähle und erkläre weitere Auftragsarten der SIX Swiss Exchange auf. (Bedingte Aufträge / On-Stop - On-Stop-Limit)
- On-Stop-Auftrag ist das Gegenstück zum Stop-Loss-Auftrag
- Beim Erreichen des Triggerpreises wird ein Kaufaufrag ausgelöst
- Der Kunde sagt: "Ich kaufe, wenn ein bestimmter Triggerpreis erreicht ist"
- On Stop
- Bestens-Kaufauftrag bei Erreichen eines gesetzten Triggerpreises
- On Stop Limit
- Limitierter Kaufauftrag bei Erreichen eines gesetzten Triggerpreises