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BWL - Prüfungsteil Wedlich - WS14/15 FHWS Würzburg, - Inhalt: Grundbegriffe, Produktionsfaktoren, Standortwahl, REWE und Rechtsformen.
BWL - Prüfungsteil Wedlich - WS14/15 FHWS Würzburg, - Inhalt: Grundbegriffe, Produktionsfaktoren, Standortwahl, REWE und Rechtsformen.
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Definiere Produktionsfaktoren
Unternehmen erstellen unter Einsatz von Produktionsfaktoren (Inputgüter) marktfähige Produkte.
In welche Teilbereiche der Wirtschaftswissenschaften gibt es?
Betriebswirtschaftslehre
- der einezelne Betrieb bzw. die einzelne Unternehmung
Volkswirtschaftslehre
- ist die gesamte Wirtschaft (alle Unternehmen und Haushalte)
Nenne sechs Teilbereiche der Betriebswirtschaftslehre
- Einkauf, Fertigung und Absatz
- Lagerhaltung
- Finanzierung und Kalkulation
- Buchführung und Rechnungswesen
- Organisation
...
Nenne vier Teilbereiche der Volkswirtschaftslehre
- Leistung der gesamten Wirtschaft (Bruttoinlandsprodukt)
- Ländervergleich (Handelsbilanz)
- Wirtschaftssysteme
- Rolle des Staates in der Wirtschaft (Wirtschaftspolitik)
Wie können Produktionsfaktoren weiter aufgegliedert werden?
Betriebliche Produktionsfaktoren sind materielle und immateriell Güter, die zur Leistungserstellung benötigt und eingesetzt werden.
Produktionsfaktoren = Elementarfaktoren und Dispositive Faktoren
Elementarfaktoren = Menschliche Arbeit (ausführende Arbeit) , Betriebsmittel, Werkstoffe
Dispositive Faktoren = Leistung (dispositive Arbeit) , Planung/Organisation und Überwachung
Was ist Wirtschaft?
Erhalt und Absicherung der physischen Existenz von Individuen und Gruppen – Menschen „wirtschaften“ um zu überleben
Ausgang jeden wirtschaftlichen Handelns ist die Bedürfnisbefriedigung.
Was ist ein Bedürfnis?
Ein menschliches Bedürfnis ist das Empfinden eines Mangels.
(z.B. Lust auf Schokolade, auf ein Glas Bier)
Was sind Betriebsmittel?
- alle zur Produktion eingesetzten Gegenstände, die nicht Bestandteil des Outputs werden (z.B. Maschinen, Anlagen, Werkzeuge, Grundstücke, Verkehrsmittel)
- werden im Gegensatz zu den Werkstoffen nicht verbraucht
Was ist ein Bedarf?
ist ein konkretisiertes, mit Kaufkraft ausgestattetes Bedürfnis.
(z.B. Flüssigkeitsbedarf des menschl. Körpers)
Menschl. Bedürfnisse sind tendenziell unbegrenzt: Ist das angestrebte Niveau erreicht, werden neue Bedürfnisse
entwickelt oder das Anspruchsniveau erhöht.
Was sind Werkstoffe?
Werden ganz oder teilweise Bestandteile des Outputs oder sind zum Betrieb von Betriebsmittel erforderlich.
- Rohstoffe
- Hauptbestandteile
- gehen unittelbar als wesentl. Bestandteil in das Fertigprodukt ein (z.B. Motor, Stahlblech)
- Hilfsstoffe
- Nebenbestandteile
- gehen ebenfalls in das Fertigprodukt ein, verstärken lediglich die Funktion (z.B. Farbe, Lack)
- Betriebsstoffe
- gehen nicht unmittelbar in das Fertigprodukt ein, sondern werden im Fertigungsprozess gebraucht bzw. verbraucht (z.B. Energie, Schmiermittel, Reinigungsmittel, Büromaterial)
Welche Arten von Wirtschaftsgütern gibt es und was sind deren Merkmale?
- Sachleistungen
- Dienstleistungen
- Eignen sich zur Bedürfnisbefriedigung, haben einen Nutzen für den Nachfrager (customer value)
- sind relativ knapp und haben deshalb einen Preis
- werden auf Märkten gehandelt, d.h. Sie werden angeboten und nachgefragt.
Was ist ausführende Arbeit (Elementarfaktor)?
Objektbezogen; befasst sich ausschließlich mit der unittelbaren Durchführung der betrieblichen Vorgänge.
Ordne Wirtschaftswissenschaften (BWL &VWL) in die Wissenschaften ein.
Wissenschaften > Realwissenschaften > Geistes- und Kulturwissenschaften > Wirtschaftswissenschaften
Was ist dispositive Arbeit (leitende Arbeit)?
- Tätigkeit, die sich mit der Leitung und Lenkung betrieblicher Vorgänge beschäftigen und im Vorbereiten und Treffen von Entscheidungen bestehen.
- Originäre Führungsentscheidungen
- Erfordern Weitblick und Fingerspitzengefühl
- Sind nicht delegierbar und nicht im Vorhinein bewertbar
- Derivative Führungsentscheidungen
- leiten sich aus den originären Führungsentscheidungen ab
- können an Spezialisten delegiert werden
Welche Arten von Sachgüter gibt es?
- Produktionsgüter
alle Güter, die zum Produktionsprozess benötigt werden
- Konsumgüter
dienen dem privaten Konsum
Was sind Grundtatbestände des Wirtschaftens?
- Die Bedürfnisse des Menschen sind unbegrenzt
- Güter sind Mittel zur Bedürfnisbefriedigung
- Die Mittel zu Produktion von Gütern sind knapp
Welche zwei Arten von Ziele gibt es?
- Sachziele - was will ich produzieren?
- Lassen sich durch konkrete Ausübung der einzelnen Funktionen verwirklichen (auch Erfolgsziele)
- Bsp. Eröffung einer neuen Produktionsstätte, Höhe des Produktionsvolumens
- Formalziele - Welche Erfolge
- Übergeordnete ökonomische Ziele (auch Erfolgsziele)
- Bsp. Steigerung des Gewinns
Erkläre das Maximalprinzip.
Mit gegebenen Mitteln den Erfolg maximieren
Bsp. Klaus möchte am Samstag für 100 € den größtmöglichen Spaß auf dem Oktoberfest haben.
In welche vier Kategorien lassen sich betriebwirtschaftliche Ziele einordnen?
- Technische Ziele
- Liefertreue
- Ökonomische Ziele
- Gewinnmaximierung
- Ökologische Ziele
- Schonung der Umwelt vor schädlichen Einflüssen
- Sparsamer Umgang mit den natürlichen Ressourcen - Soziale Ziele
- Sicherung der Arbeitsplätze
- Sicherung der Altersvorsorge
Erkläre das Minimalprinzip.
Mit geringsten Mitteln einen bestimmten Erfolg erreichen.
Z.B. Max muss heute die WG putzen. Er versucht das schnellstmöglich zu schaffen.
Wie errechnet sich der Gewinn?
= Ertrag - Aufwand
= Umsatz - Kosten
Wie errechnet sich der Umsatz?
Umsatz = verkaufte Menge * Stückpreis
Nach welchen Wirtschaftsprinzipien handeln Unternehmen?
Erwerbswirtschaftliches Prinzip (priv. Unternhemen)
- Gewinnerzielung
- z.B. Unternehmen schließt einen lukrativen Vertrag ab
Gemeinwirtschaftliches Prinzip (Stadtwerke, Theater, Sparkasse)
- Kostendeckend arbeiten
- z.B. Sparkasse eröffnet Konto für einen Arbeitslosen
- Bestmögliche Versorgung der Bevölkerung
Welche drei Erfolgsgrößen des wirtschaftlichen Handeln gibt es?
- Produktivität = mengenmäßiger Output / mengenmäßiger Input
Misst die mengenmäßige Wirtschaftlichkeit und dient der Beurteilung der Ergiebigkeit des Einsatzes von Produktionsfaktoren. - Wirtschaftlichkeit = wertmäßiger Output / wertmäßiger Input
- Rentabilität = Erfolgsgröße / Basisgröße z.B. Gewinn / EK
Sie zeigt in welcher Höhe sich das eingesetzte Kapital in einer Perode verzinsenst hat.
Warum müssen Menschen im Schlaraffenland nicht wirtschaften, wohl aber in einer Volkswirtschaft wie der Deutschlands?
Menschen müssen "wirtschaften" um knappe Ressourcen auszugleichen und um zu überleben. Im Schlaraffenland werden alle Bedürfnisse von allein befriedigt und es herrscht kein Mangel.
Erklären Sie, warum Gold als nicht lebensnotwendiges Gut einen hohen Preis hat, während Luft lebensnotwendig ist und dennoch in der Regel nichts kostet.
Gold ist sehr knapp und hat deswegen einen hohen Preis. Ganz im Gegesatz zu Luft, die im Überfluss zur Verfügung steht und deswegen nicht die Merkmale einens Wirtschaftsgutes erfüllt.
Was ist das ökonimische Prinzip und was bedeutet es auf Ihr Studium übertragen?
Das ökonomische Prinzip erläutert, wie man bei begrenzten Mitteln und unentlicher Nachfrage entweder den maximalen Erfolg bei minimalem Aufwand oder bei Maximalem Aufwand das bestmöglichste Ergebnis erziehlt. Im Bezug auf das Studim: Maximalprinzip
Welche Ausprägungen des ökonomischen Prinzips lassen sich unterscheiden? Erläutern Sie diese anhand jeweils eines Beispiels.
- Minimalprinzip
z.B. mit möglichst wenig Benzin nach Berlin fahren - Maximalprinzip
z.B. Mit 50l Benzin soweit wie möglich kommen. Dafür benötige ich die idealste Verbindung.
Was ist der Leverage-Effekt?
kleine Variablenänderungen können zu großen Ergebnisänderungen führen.
Im Zusammenhang mit der FK-Finanzierung:
- Unter Annahme des gleichen Gewinns gilt: Je weniger EK im U eingesetzt wird, desto hüher ist die EK-Rentabilität.
Positiver Leverage-Effekt:
- Liegt die GK-Rentabilität über den FK-Zinsen, steigt die EK-Rentabilität bei Erhöhung des FK-Anteils am GK.
Negativer Leverage-Effekt:
- Sind FK-Zinsen größer als die GK-Rentabilität, sinkt die EK-Rentabilität, denn die Zinsen für FK müssen vom EK mitgetragen werden.
Leverage-Effekt = 0
Wenn FK-Zins = GK-Rentabilität (-> EK-Rendite = GK-Rendite)
-> Durch Einsatz von FK kann die EK-Rendite einer Investition gesteigert werden so lange die FK-Zinsen günstiger sind als die GK-Rentabilität. Bei zu hohem FK-Anteil kippt der Effekt ins negative.
Wirtschaften entsteht durch das Spannungsverhältnis zwischen Bedürfnissen und Gütern. Beschrebien Sie anhand von Beispielen welche unterschiedlichen Arten von Gütern sich unterscheiden lassen.
Wirtschaftsgüter = Sachgüter (Buch) und Dienstleistungen (Frisur)
Sachgüter = Produktionsgüter (Unternehmen) und Konsumgüter (Haushalte)
Produktionsgüter = Investitionsgüter (Maschinen) und Vorleistungsgut (Schmieröl)
Konsumgüter = Gebrauchsgüter (Wohnung, Möbel) und Verbrauchsgüter (Lebensmittel)
Ein Manager sagt: „Wir müssen nach dem ökonomischen Prinzip wirtschaften, d.h. mit möglichst wenig Aufwand unsere Ziele erreichen:“ Kommentieren Sie diese Aussage!
Er beschreibt das Minimalprinzip, bezogen auf ein Unternehmen: Möglichst wenig Investition den Ertrag/Gewinn zu halten oder zu erreichen.
Was ist Wirtschaft?
= Erhalt und Absicherung der physichen Existenz von Individuen und Gruppen - Bei knappen Ressourcen muss ein Mensch "wirtschaften" um zu überleben.