BWL

Teil 3, Fr. Böckem

Teil 3, Fr. Böckem


R. H.
Diese Lernkarten decken grundlegende Konzepte der Betriebswirtschaftslehre auf Universitätsniveau ab. Sie konzentrieren sich auf Unternehmensziele, Problemanalyse, Rentabilität, Unternehmensstrategien und Stakeholder. Die Karteikarten behandeln Themen wie die Analyse der Unternehmenssituation, die Bedeutung von Liquidität, Rentabilität und Wachstum sowie verschiedene Strategien zur Zielerreichung. Sie richtet sich an Studierende und Fachleute, die ihr Verständnis der betriebswirtschaftlichen Prinzipien vertiefen möchten, um fundierte Entscheidungen in der Unternehmensführung zu treffen.
Cartes-fiches
32
Utilisateurs
1
Langue
Allemand
Niveau
Université
Créé / Mis à jour
11.11.2015 / 13.11.2015

Cartes-fiches

Unternehmensziele

die der Unternehmenstätigkeit zugrunde liegenden Zielsetzungen

inhaltlich Unterteilung in Sachziele und Formalziele

- Sachziele

- Formalziele

- oder Leistungsziele: Ziele, die sich auf die konkrete Leistungserstellung beziehen (Art, Menge, Qualität etc der Güter)

- oder ökonomische Ziele: Ziele, die den Erfolg des unternehmerischen Handelns widerspiegeln 

Unternehmensziele sind abhängig von

Stakeholdern und deren Machtkonstellation; Umfeldfaktoren

Stakeholder

(Individuen /Organisationen mit einem irgendwie gearteten Interesse am Unternehmen) 

zB Lieferanten, Kunden, Staat, Umweltschutzgruppen, Gewerkschaften, Mitarbeiter, Aktionäre etc.

Unternehmensziele

oberste Priorität

Überleben des Unternehmens sichern

(Liquidität, Rentabilität, Wachstum)

kurzfristige Überlebenssicherung

Liquidität = Fähigkeit fällige Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen

mittelfristige Überlebenssicherung

Rentabilität = Fähigkeit, entstehenden Aufwand durch angemessene Erträge zu decken - Unternehmenserfolg

langfristiges Überleben sichern

Wachstum

Betriebliches Ergebnis (Net Operating Profit) + Erträge aus Finanzanlagen

= Gewinn vor Zinsen und Steuern (Earning before Interest and Taxes; EBIT)

EBIT - Finanzaufwendungen (Fremdkapitalzinsen)

= ordentliches Ergebnis

ordentliches Ergebnis +/- betriebsfremdes/ausserordentliches Ergebnis

= Gewinn/Verlust vor Steuern

Gewinn/Verlust =

Gewinn/Verlust vor Steuern - Steuern

EBIT + Abschreibungen/Wertberichtigungen

= EBITDA

Betriebliches Ergebnis - (fiktive) Steuern

= betr. Ergebnis nach Steuern (NOPAT)

NOPAT - kalkulatorische Gesamtkapitalkosten

= ökonomischer Gewinn

Rentabilität

Erfolgsgrösse in Relation zum Kapitaleinsatz betrachten

Eigenkapitalrentabilität

ROE

Gewinn (vor/nach Steuern) / Eigenkapital

Gesamtkapitalrentabilität

ROA

EBIT/EBITDA/Gewinn geteilt durch Gesamtkapital

Betriebsvermögensrentabilität

RNOA

Betriebliches Ergebnis (vor/nach Steuern) / betriebsnotwendiges Vermögen

Finanzanlagenrentabilität

ROFA

Ertrag der Finanzanlagen / Finanzanlagen

DuPont Aufspaltung

ROE = Gewinn/Umsatz (Umsatzrendite)  x Umsatz/Eigenkapital (Kapitalumschlag)

 

Umsatzrendite

Gewinn/Umsatz; misst Effizienz der Kosten- und Ertragsstruktur

Kapitalumschlag

spiegelt Nutzung des betrieblichen Vermögens wider

Unternehmensstrategie

langfristig geplante Verhaltensweisen im Unternehmen zur Erreichung der Unternehmensziele

idealtypische Strategien

- Alleinstellung: Monopolstellung

- Differenzierung: ähnliches Produkt plus Zusatznutzen

- Kostenführerschaft: identisches Produkt billiger anbieten

Unternehmensführung

direkte (persönliche) und indirekte Verhaltensbeeinflussung zur Realisierung von Zielen

Management vs Führung/Leadership

Management: Umgang mit Komplexität, Strukturierung

Führung: Umgang mit Veränderungen

- zwei unterschiedliche Systeme, die parallel gebraucht werden, je nach Situation mehr oder weniger

Analyse der Unternehmenssituation anhand zweier Faktoren

- Übereinstimmung bei Zielen hoch/tief

- Übereinstimmung bei Wegen zur Zielerreichung hoch/tief

Konsequenzen aus Problemanalyse

-Übereinstimmung Ziel hoch/ Weg gering

Ergebnisorientierung, Gewährung von Spielräumen bei der Zielerreichung 

Konsequenzen aus Problemanalyse

Übereinstimmung Ziel gering/Weg gering

Macht, Durchsetzung von Zielen und Prozessen 

Konsequenzen aus Problemanalyse

Übereinstimmung Ziel hoch/Weg hoch

? Kulturänderung notwendig

Konsequenzen aus Problemanalyse

Übereinstimmung Ziel niedrig/Weg hoch

Prozessorientierung, Kooperation durch Messung und Feedback 

Étudier