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EBWL 02
EBWL 02
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Flashcards
Sphäre 3 Technologie wichtig
• Bio- und Gentechnologie
• Verfahrenstechnologien
• Materialtechnologien
• Energiegewinnungstechnologien
• Verkehrstechnologien
• Informations- und Kommunikationstechnologien
Technologiewahrnehmung und Risikoeinschätzung sind auch
abhängigvon vorgelagerten Ebenen, d. h. von gesellschaftlichen
Diskursen sowie der Wahrnehmung und Haltung gegenüber der
Sphäre Natur.
Sphäre 4 Wirtschaft wichtig
• Volkswirtschaftliche Rahmenbedingungen
• Zugang zu Beschaffungs- und Absatzmärkten
• Effizienz von Arbeits- und Finanzmärkten
• Verfügbarkeit von Kapital
• Anbieter- und Abnehmerkonzentrationen
• Verkehrsinfrastruktur
• Telekommunikationsinfrastruktur
Die Entwicklung der Wirtschaft ist sehr eng mit komplexen
gesellschaftlichen und politischen Prozessen verbunden.
Stakeholder/ Anspruchsgruppen
4 hauptkategorien unterscheidung von intern und extern
1. UnternehmensinterneAnspruchsgruppen
2. WirtschaftlicheAnspruchsgruppen
3. GesellschaftlicheAnspruchsgruppen
4. Anwaltsgruppen des Ökosystems
• Entwicklung des Shareholder Value Ansatz durch Rappaportin den
1980er Jahren
Shareholder = Anteilseigner am Unternehmen (Aktionäre)
• Ziel des Shareholder Value (SHV)
- Steigerung des Wertes des Investments des/der Anleger durch
gezielte Massnahmender Unternehmenspolitik
- Rendite = Dividende (Gewinnausschüttung) + Kursgewinn von Aktien
• Hintergrund
- Konkurrenzkampfvon Unternehmen um das Kapital der
Finanzmärkte:
Kapital wird in Unternehmen mit dem höchsten SHV investiert
- Ziel: höchste Rendite für die Anleger
- Problem: Principal-Agency-Problem (Neue Institutionenökonomik)
Prinzipal = Auftraggeber; Agent = Auftragnehmer
ó Asymmetrische Informationsverteilung
ó Unterschiedliche (individuelle) Nutzenmaximierung bzw.
Opportunismus uvm.. .
.
Möglichkeiten zur Maximierung des Shareholder Values
• Konzentration auf eigene Stärken
• Restrukturierungen
• Beteiligung der Führungskräfte am Unternehmen
• Kommunikation („Tue Gutes und rede darüber, wecke aber
keine überrissenen Erwartungen, die Du nicht erfüllen kannst“)
Voten für den Shareholder Value:
• Verfolgung des Konzepts bringt mehr Transparenzin die
Entscheidungsgremien.
• Nachhaltig erzielte Rendite gilt als Massstabfür die Qualität der
Leistungsfähigkeit einer Unternehmens.
• Hohe Kapitalrenditen sind ein Zeichen hoher
Wettbewerbsfähigkeit.
• Die Kapitalrendite ist eine objektiv messbare Grösse und gibt
genau Auskunft über die Zweckmässigkeitdes Einsatzes der
verfügbaren Ressourcen .
• Das Konzept wird vor allem von Finanzanalysten geschätzt, die
sich auf Unternehmen konzentrieren, die an der Börse gehandelt
werden.
• Durch das Konzept verpflichtet sich das Management
ausschliesslichdem Kapital.
• Durch die Fokussierung auf die Rendite werden die Bedürfnisse
der Menschen und der Gesellschaft zweitrangig.
• Das alleinige Ziel, die Kapitalrendite zu erhöhen, führt zur
Schliessungvon Unternehmenszweigen und damit zum Abbau
von Arbeitsplätzen.
• Die Forderung nach immer höheren Renditen fördert Exzesse,
Machtkämpfe und Missmanagement.
• Austauschbeziehungenzwischen einer Unternehmung und
ihren Anspruchsgruppen.
• Themenfelder (im Sinne von „issues“) dieser Austauschbeziehungenkönnen ideelleroder im sinne von handelbaren
Gütern und Rechten eher verfügbarer Natur sein.
• Unter Interaktionsthemenwird also all das verstanden, was
über die Anspruchsgruppen an die Unternehmung
herangetragen, dieser zur Verfügung gestellt oder streitig
gemacht wird.
• Interaktionsthemen= worum sich ein Unternehmen aktiv
kümmern muss.
Unternehmensethik
Instrumentalistische Unternehmensethik
• Ethisches Verhalten als Instrument für die Gewinnerzielung
• Ethisches Verhalten soll Imageschäden, Umsatzeinbrüche oder
staatliche Eingriffe verhindern
• Sicherung der längerfristigen Gewinnerzielung durch Verzicht auf
kurzfristige, ethisch zweifelhafte Gewinne
Karitative Unternehmensethik
• Primär: Unternehmerisches Handeln ohne Berücksichtigung
spezieller ethischer Grundsätze.
• Oberstes Ziel ist die unmittelbare Gewinnmaximierung.
• Teile des erzielten Gewinns werden jedoch im Nachhinein für
karitative Zwecke gespendet.
Integrative Unternehmensethik
• Ethische Überlegungen werden von Anfang an und bedingungsfrei
in das unternehmerische Handeln mit einbezogen.
• Konsequente Meidung von fragwürdigen Geschäftsfeldern,
menschlich unwürdigen Arbeitsbedingungen, oder negativen
ökologischen und/oder sozialen Folgen der Produktion.
• Branchen- und ordnungspolitische Mitverantwortung, z. B. durch
die Schaffung von überstaatlichen Sozial- und/oder
Umweltstandards.
Ordnungsmomente
Drei entscheidende Grundsätzefür die ökonomische
Lebensfähigkeit:
1. Erarbeitung von neuem strategischen Orientierungswissen
• Strategieist eine Ausrichtungsfunktion
• Was: „die richtigen Dinge tun“
2. Steigerung der unternehmerischen Wertschöpfung durch
Kohärenz und Feinabstimmung in Form von Koordination
• Koordination auf der Grundlage der Strategie durch
Strukturen
• Wie: „die Dinge richtig tun“.
3. Gemeinsamer Sinneshorizont
• Kultur
• Warum und Wozu: „deshalb die Dinge tun“.
Ressourcen
• handelbare, materielle und immaterielle Mittel (Güter und
Rechte), die benötigt werden, um wertschöpfende Aufgaben
effektiv und effizient zu vollziehen zu können.
• Materielle Ressourcen: Gebäude, Maschinen, Informationstechnologieetc..
• Immaterielle Ressourcen: Know-how, Patente, Lizenzen,
Markenrechte, Wissen von Mitarbeitenden etc..
• Zur optimalen Nutzung von Ressourcen braucht es
entsprechende Kompetenzen.
Exkurs: Balanced Scorecard(BSC)
• Die Balanced Scorecard(BSC) dient als Führungsinstrument zur
Ausrichtung der Organisation an strategischen Zielen in den
unterschiedlichen Perspektiven (Finanzen, Kunden, Prozesse,
Mitarbeiter).
• Im Gegensatz zu Unternehmensleitbildern und anderen
„unscharfen“ Formulierungen versucht die BSC die Erreichung von
strategischen Zielen messbar und über die Ableitung von
Maßnahmen umsetzbarzu machen.
• Im Gegensatz zu klassischen Kennzahlensystemen lenkt die BSC
den Blick über die unterstellten Ursache-Wirkungs-Zusammenhänge, aber auch auf nicht-finanzielle Indikatoren.
1. Finanzielle Perspektive:
• Zeigt, ob die Implementierung der Strategie zur Ergebnisverbesserungbeiträgt.
• Kennzahlen sind z. B. die erzielte Eigenkapitalrendite,
Kosten pro Stück, Umsatz pro Vertriebsbeauftragtem
• Die finanziellen Kennzahlen nehmen eine Doppelrolle ein:
• Zum einen definieren sie die finanzielle Leistung, die von einer
Strategie erwartet wird.
• Zum anderen fungieren sie als Endziele für die anderen
Perspektiven der Balanced Scorecard.
2. Kundenperspektive:
• Reflektiert die strategischen Ziele des Unternehmens in Bezug auf die
Kunden- und Marktsegmente, auf denen es konkurrieren möchte.
• Für die identifizierten Kunden- und Marktsegmente sollen Kennzahlen,
Zielvorgaben und Maßnahmen entwickelt werden.
• Kennzahlen sind z. B. Kundenzufriedenheit oder Zeit zwischen
Kundenanfrage und Antwort.
3. Prozessperspektive:
• Aufgabe der internen Prozessperspektive ist es, diejenigen Prozesse
abzubilden, die vornehmlich von Bedeutung sind, um die Ziele der
finanziellen Perspektive und der Kundenperspektive zu erreichen.
• Hierbei ist eine Darstellung der kompletten Wertschöpfungskette
hilfreich.
• Kennzahlen sind z. B. Prozessqualität oder Prozessdurchlaufzeit.
4. Lern- und Entwicklungsperspektive:
• Die Kennzahlen beschreiben die Infrastruktur, die notwendig ist,
um die Ziele der ersten drei Perspektiven zu erreichen, z. B.
Fluktuation von Leistungsträgern oder Umsatzverhältnis neuer
Produkte zu alten Produkten.
• Die Notwendigkeit von Investitionen in die Zukunft wird von
Kaplan und Norton besonders betont.
• Drei Hauptkategorien werden hierbei unterschieden: Qualifizierung
von Mitarbeitern, Leistungsfähigkeit des Informationssystems sowie
Motivation und Zielausrichtung von Mitarbeitern.
Chancen der BSC
• Die BSC ermöglicht, die Strategie zu operationalisieren,
darzustellen und zu kommunizieren.
• Die Wirkungszusammenhänge zwischen den einzelnen
Unternehmenszielen werden deutlich.
• Die einfache Struktur ermöglicht eine Komplexitätsreduktion in der
Steuerung.
• Die BSC bezieht neben monetären Zielen auch nichtmonetäre
Ziele mit ein, was sie zu einem „ganzheitlichen“
Managementsystem macht.
Gefahren der BSC
• Eine BSC birgt die Gefahr, falsche bzw. unrealistische Ziele
umzusetzen. Auch „schlechte“ Strategien werden professionell
umgesetzt.
• Es besteht die Gefahr, die BSC mit zu vielen und zu komplexen
Zielen zu überfrachten.
• Durch die Fixierung auf Kennzahlen kann es zur bewussten
Manipulation oder zu einer einseitigen Optimierung der
Kennzahlen kommen −insbesondere, wenn die Vergütung der
Mitarbeiter an die Erfüllung von Kennzahlen gebunden ist.
Ordnungsmomente
Struktur
• Strukturenschaffen Ordnungund sind meist das Ergebnis
autorisierter Entscheidungen
• Strukturelle Festlegungen sind z. B.:
- Organigramm
- Beschreibungen von Aufgaben und Abläufen
- Zuweisung von Aufgaben, Zuständigkeiten und
Verantwortlichkeiten
- Stellenbeschreibungen
- Reglemente
- Handbücher (Organisationshandbuch, Qualitätshandbuch)
- örtliche Festlegung (Bestimmung von Standorten)
- Informations- und Kommunikationstechnologien
Zentrale Elemente einer Unternehmenskultur sind z. B.:
• Normen und Werte
• Einstellungen und Haltungen
• Geschichten und Mythen zu wichtigen Veränderungen,
Verzweigungen oder gar Bruchstellen in der
Unternehmenshistorie
• Denk-, Argumentations- und Interpretationsmuster
• Sprachregelungen
• kollektive Erwartungen und Hintergrundüberzeugungen
• Unter einem Prozessverstehet man eine Menge (oder ein
System) von Aufgaben, die in einer mehr oder weniger
standardmässig vorgegebenen Abfolge zu erledigen sind
(Aufgabenkette) und deren Bewältigung durch den Einsatz von
Informationssystemenmassgeblich unterstützt werden
kann.
• Alle Wertschöpfungsaktivitäteneiner Unternehmung und die
dazu notwendige Führungsarbeitwerden in Prozessen
erbracht, die sich durch eine bestimmte sachliche und
zeitliche Logik beim Vollzug spezifischer Aufgabenfelder
charakterisieren lassen.
Definition
• Zwischen den Ordnungsmomentenund den Prozessenim
Unternehmen bestehen Wechselwirkungen.
• Ordnungsmomente geben dem Alltagsgeschehen eine
kohärente Form.
• Prozesse werden durch Ordnungsmomente geformt,
strukturiert und ausgerichtet.
Geschäftsprozesse:
Verkörpern den praktischen Vollzug der marktbezogenen Kernaktivitäten
einer Unternehmung, die unmittelbar auf die Stiftung von Kundennutzen
ausgerichtet sind.
Unterstützungsprozesse:
Dienen der Bereitstellung der Infrastruktur und der Erbringung interner
Dienstleistungen, die notwendig sind, damit Geschäftsprozesse effektiv
und effizient vollzogen werden können.
Managementprozesse:
Umfassen alle grundlegenden Managementaufgaben, die mit der
Gestaltung, Lenkung (Steuerung) und Entwicklung einer zweckorientierten
soziotechnischen Organisation zu tun haben.
Operativ: bezieht sich auf Aufgaben der unmittelbaren Bewältigung des
Alltagsgeschäfts, insbesondereauf die Effizienz im Umgang mit
knappen Ressourcen.
Strategisch: bezieht sich auf die wettbewerbsbezogene, langfristige
Zukunftssicherung einer Unternehmung.
Normativ: bezieht sich auf ethische Legitimation der unternehmerischen
Tätigkeit.
• Prozess sachlogisch zusammenhängender Aktivitäten zur
zielorientierten Gestaltung und Lenkung des Unternehmens.
• Elemente des Prozesses sind die Managementfunktionen,
die vom Management auf allen Führungsebenen mit
unterschiedlichem Detaillierungs- und Konkretisierungsgrad
auszuführen sind.
• Abgrenzung und Benennung der Managementfunktionen
erfolgt in der Literatur nicht einheitlich.
Traditionelles Management by Objectives(MbO)
• „Erfinder“: Peter Drucker(1954)
• Ziel: Präzise Messung des Beitrags einzelner Elemente zur
Verwirklichung übergeordneter Ziele des Systems ermöglichen.
• Mittel: Gesamtziele und Teilziele festlegen, klar und deutlich
formulieren und die Ergebnisse am Massstabder vorgegebenen
Ziele kontrollieren.
• Führung durch Zielfestlegung, eher autoritär.
• Top down-Approachmit klaren, messbaren Zielen.
• Beinhaltet ausschliesslichden Prozess der Zielfestsetzung.
Managementtechniken
Management by Exception(MbE)
• Führung durch Abweichungskontrolleund Eingriff in
Ausnahmefällen
• Erfordert:
Festlegung von Zielen und Sollwerten bzw. Bestimmung von
Massstäbenzur Bewertung und Auswahl von Erfolgskriterien.
Entwicklung von Richtlinien für Normal- und Ausnahmefälle.
Bestimmung des Umfanges der Kontrollinformationen.
Vergleich von Soll und Ist und Durchführung einer Abweichungsanalys
• Führung durch Aufgabendelegation
• Erfordert:
Vorhandensein von Stellenbeschreibungen
Bestimmung der Ausnahmefälle
(delegierbare und nicht delegierbare Aufgaben)
Transparenz des Zielsystems; ausreichende Information der
Mitarbeiter.
Vorhandensein eines Berichts- und Kontrollsystems.
Abbau von Hierarchien und Hinwendung zur partizipativen Führung.
Management bySystem (MbS)
Die betrieblichen Prozesse sollen durch ein System von
Netzwerken und Regelkreisen selbstregulierendorganisiert
werden.
Ziele:
- Unterstützung/Entlastung der Unternehmensführung
- Verbesserung der Effizienz aller Prozesse
- Qualität, Leistung und Flexibilität des Managements erhöhen
Formen und Ansätze der Optimierung
Triebkräftefür Innovationen
• verschärfter internationaler Wettbewerb
• Notlagen, die Fortbestand des Unternehmens gefährden
• gestiegene Kundenbedürfnisse
• Erkenntnisse aus Evaluationen (z. B. Kundenbefragungen)
• schneller technologischer Wandel
• Erkenntnisse aus Forschungskooperationen (z. B. mit
Hochschulen), Erkenntnisse aus Grundlagenforschung
• zufällige Entdeckungen
.Innovationen (Triebkräfte, Innovationsprozess)
Erneuerungwird auch als Innovationbezeichnet.
UnterInnovationen versteht man neue Ideen und Erfindungen,
welche wirtschaftlich umgesetzt werden.
Innovativsind demnach Ideen, welche einen bestimmten Grad an
Neuigkeit aufweisen und zugleich markttauglich sind