BA103

alles mögliche aus dem Modul BA103

alles mögliche aus dem Modul BA103


Vera Van Spyk
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über die pädagogische Theorie von Bronfenbrenner, insbesondere seine ökologische Modellierung der menschlichen Entwicklung. Sie behandeln zentrale Konzepte wie Mikro-, Meso-, Exo- und Chronosysteme, die die Interaktionen und Beziehungen eines Kindes mit seiner Umwelt beschreiben. Die Karteikarten eignen sich besonders für Studierende der Pädagogik, die ein vertieftes Verständnis der Entwicklung von Kindern und der Rolle der Umwelt in diesem Prozess erlangen möchten.
Cartes-fiches
198
Utilisateurs
26
Langue
Allemand
Catégorie
Pédagogie
Niveau
Université
Créé / Mis à jour
27.12.2013 / 12.10.2025

Cartes-fiches

Selbstwertgefühl im Zusammenhang mit schulischen Leistungen:

Schulische Erfolge und Misserfolge werden über permanente Selbstbeobachtung in ein Bild von sich selbst überführt (funktioniert allerdings nicht immer einwandfrei).

Wie können schulische Leistungen die Selbstwirksamkeit beeinflussen?

-         Durch schulische Leistungserfahrungen bildet sich (im positiven Fall) ein Zutrauen über die eigenen Fähigkeiten (differenziert).

-         Der Glaube an die eigenen Fähigkeiten beeinflusst den Werdegang und hilft eigene Ziele zu erreichen.

Erkläre die behavioristische Lerntheorie

- das Verhalten eines Menschen ist durch Impulse der Umwelt fast beliebig beeinflussbar

- genetische Faktoren un Triebe werden nicht miteinbezogen

- Verhalten des Menschen baut sich mit Hilfe von Erfahrungen auf

- Lernen ist also die Folge des Reagierens auf bestimmte Reize, Vorgaben, Begrenzungen, Anregungen, die Anpassung an gegebene soziale Strukturen und die Nachahmung von Verhaltensweisen von anderen Menschen

- Lernen kann intentional (mit Absicht & Motivation) oder inzident (ohne besondere Motivation/Aufforderung) sein.

Klassisches Konditionieren:

Ursprünglich neutraler Reiz übernimmt eine Signalfunktion.

Grundvoraussetzungen für Signallernen:

- Reflexe

- Gesetze der Kontiguität (enge zeitliche Bez. der beiden Stimuli)

- Kontingenz (CS muss zuverlässig vorhersagen, dass UCS erfolgt).

Unbedingter Stimulus (UCS):

ist ein Reiz, der ohne vorangegangenes Lernen eine Reaktion auslöst (z.B. Reflexe)

Unbedingte Reaktion (UCR):

ist eine angeborene Reaktion, die durch UCS ausgelöst wird.

Neutraler Stimulus (NS):

führt zu keiner bestimmten Reaktion

Bedingter Stimulus (CS): 

ursprünglich NS, der aufgrund mehrmaliger Kopplung mit UCS eine gelernte/bedingte Reaktion auslöst.

Bedingte Reaktion (CR):

erlernte Reaktion die durch CS ausgelöst wird.

Was ist eine Extinktion und wie funktioniert diese?

- Extinktion = Löschung 

- Wenn CS nicht länger UCS ankündigt. (Auf Ton folgt kein Futter mehr)

CR wird mit der Zeit immer schwächer und tritt schliesslich gar nicht mehr auf.

Löschung= CR tritt in Anwesenheit des CS und in Abwesenheit des UCS nicht mehr auf. 

Reizgeneralisierung:

„Ähnliche Reize können die bedingte Reaktion auslösen“. Je mehr Reiz dem ursprünglichen Reiz (CS) gleicht, desto eher und stärker die gleiche Reaktion.

Reizdiskrimination:

Wenn Organismus ähnliche Reize wie CS zu unterscheiden lernt.

Konditionierung 2. Ordnung:

Wenn Konditionierung auf bereits erlernten Reiz-Reaktions-Verbindung aufbaut.

Bsp. Kind mag Spritze nicht wegen Schmerz. Spritze wird zu (CS) und löst Angst aus. Weil Spritze immer in Behandlungszimmer, kann Behandlungszimmer zum CS werden.

Operantes Konditionieren (Stimulus-Reaktion-Konsequenz):

Lernen aufgrund der Konsequenz eines Verhaltens. Lernen durch willkürliches (erlerntes) Verhalten. Ansatz von Thorndike: Reaktion wird verstärkt, wenn Belohnung folgt, sie wird geschwächt, wenn Belohnung wegfällt. 

Nenne die drei Gesetze des operanten Konditionierens

1. Gesetz der Bereitschaft: Bereitschaft zum Lernen muss vorhanden sein. Lernen nur möglich, wenn Individuum angenehmer Zustand herstellen oder einen unangenehmen Zustand vermeiden will.

2. Gesetz der Auswirkung: Lernen tritt als Resultat einer Verhaltenskonsequenz auf.

3. Gesetz der Übung: Verhaltensweise muss wiederholt werden um dauerhaft erlernt zu werden.

Nenne die 4 Bestrafungs/Belohnungs- Verstärkungen, welche von Skinner entwicklet wurden

- C plus: positive Verstärkung

- C minus: negative Verstärkung (Bestrafung 1. Art)

- C minus, durchgestrichen: Auf Verhalten folgt das Ausbleiben eines unangenehmen Ereignisses, d.h. eine positive Konsequenz

- C plus, durchgestrichen: Bestrafung 2. Art, positive Verstärkung fällt weg

Nenne die vier verschiedenen Methoden zur Verstärkung

Kontinuirliche Verstärkung: Verhalten wird jedes Mal bestärkt, sobald es gezeigt wird (Aufbau des Verhaltens)

- Intermittierende Verstärkung: Verhalten wird nur ab und zu verstärkt (höhere Löschungsresistenz).

- Differentielle Verstärkung: Unerwünschtes Verhalten wird ignoriert, erwünschtes positiv verstärkt.

- Shaping: Komplexes Verhalten wird in Teilschritte zerlegt und jeder Schritt positiv verstärkt.

Was ist die Idee von "Lernen am Modell"?

- Wechselseitige Beeinflussung von Person und Umwelt wird miteinbezogen

- Durch blosses Beobachten des Verhaltens einer Person, das verstärkt oder bestraft wurde, verhält sich der Beobachter in ähnlicher Art und Weise, oder er nimmt von diesem Verhalten Abstand. Somit kann ohne langwieriger Versuch-Irrtum-Prozess gelernt werden.

Was sind die Voraussetzungen für "Lernen am Modell"? (nach Bandura)

1. Das Modell ist für den Beobachter attraktiv

2.  Verhaltensweisen werden wahrgenommen

3. kodiert (gespeichert)

4. und aktiv nachgeahmt

5. Selbstwirksamkeit

Informationsquellen für die Bewertung der Selbstwirksamkeit:

·        Zielerreichung durch eigenes Verhalten

·        Beobachtungen über Leistungen anderer (wen er kann, kann ich das auch)

·        Selbstüberzeugung und Fremdüberzeugung

·        Überwachung emotionalen Erregungen (Angst eher geringen Erfolg, positive Gestimmtheit eher Erfolg)

Unterscheidung von klassischer und sozialer Lerntheorie:

Klassisch: black box, Mensch als unbeschriebenes Blatt, lässt sich beliebig durch Umwelteinflüsse programmieren.

Soziale: Kritisiert eben genannte Punkte der klassischen Lerntheorie und bezieht darum innerpsychische Vorgänge in Theorie des Lernprozess mit ein

Soziales Lernen bedeutet/ist...

...Aneignung und Verarbeitung von Normen, Erwartungen und Regeln der sozialen und kulturellen Umwelt.

...ein lebenslanger Prozess

Nenne die vier Faktoren, welche die Bindungssicherheit beeinflussen.

1. Gelegenheit eine enge Beziehung einzugehen

2. Qualität der Fürsorge

3. Persönlichkeit des Babys

4. familärer Kontext

Definition: Sozial- emotionale Bindung

Bindung ist ein biologisch verankertes Motivsystem mit dem  Zweck, ein Gefühl der Sicherheit aufzubauen oder zu erhalten

Was besagt die ethnologische Bindungstheorie?

Die Mutter-Kind-Bindung ist für das Kind überlebenswichtig. Daher existieren angeborene Signale, welche die Mutter an die Seite des Kindes locken (zBsp: Kindchen-Schema)

Nenne die vier Bindungsphasen und ihre jehweiligen Merkmale.

1. Die Vorbindungsphase: Baby ist noch nicht an die Mutter gebunden (0-6 Monate9

2. Die Phase des Bindungsbeginns: Baby reagiert anders auf die Bezugsperson als auf andere Menschen (bis zu 8tem Monat)

3.  gut erkennbare Bindung: Die Mutter wird zur sicheren Basis und bevorzugt, das Baby hat Trennungsangst ( bis zu 18tem Monat)

4. Differenzierungs-Integrierungsphase: Baby versteht nun das weggehen von Bezugsperonen und kann mit diesen verhandeln (bis 2 Jahre)

Was sind kennzeichnende Eigenschaften von Müttern mit sicher gebundenen Kindern?

- Feinfühligkeit

- Konsistenz des Betreuungsverhaltens

- Freiraum für Exploration

- Gegenseitiges Entzücken bei Interaktion

Was sind die kennzeichnenden Eigenschaften für Müttern mit unsicher-vermeidend-gebundenen Babys?

- Aversion gegen zu engen Körperkontakt

- Tendenz zu grober Behandlung

- Eingefrorenes Ausdrucksverhalten

- Betreuungsmuster ist rigid-zwanghaft (kann nicht verändert werden)

- zuverlässige Betreuung

Wie verhält sich ein unsicher-vermeidend-gebundenes Kind zu seiner Mutter?

- Kind ist ärgerlich weil es zu wenig Wohlwollen erfährt, es wendet sich daher von der Mutter ab, weil es nicht zeigen möchte, wie wütend es ist

- Unterdrückung der Angst vor der Mutter

- Unterdrückung des Bedürfnisses nach Geborgenheit

Was sind die kennzeichnenden Eigenschaften einer Mutter mit einem unsicher-ambivalten-gebundenen Kind?

- Wohlwollendes Verhalten gegenüber dem Kind

- Bedürfnisse des Kindes werden teilweise ignoriert

- Interventionen der Mutter erfolgen teilweise in ungünstigen Momenten

Wie verhält sich ein unsicher-ambivalent-gebundenes Kind?

- Das Kind pendelt zwisen ängstlichem und aggressivem Verhlaten Bewältigungsverhalten. (fehlende Sicherheit und Frustration)

- Durch unpassendes Eingreifen der Mutter wird die Kompetenz-Erfahrung des Kindes verringert -unsicher im Explorieren.

 

Was ist Deprivation?

Wenn ein Kind in einer Institution keine Möglichkeiten zur Interaktion mit Betreuungspersonen hat.

Ursachen für eine Deprivaton sind:

-Mangelnde Reizvermittlung   - Wenig angesprochen werden durch Bezugspersonen   - Reizarme, stereotype Umgebung, die dem Kind wenig Impulse für  motorische und geistige Auseinandersetzung ermöglich

Was Sind Konsequenzen einer sicheren Bindung im Sozialisationsprozess?

- gesunde Entwicklung – denkfähig

- explorieren 

- Fähigkeit zur Anpassung, auch in Beziehungen

- Bessere selbst Regulation...

- Schutzfaktor bei Belastung

Was Sind Konsequenzen einer unsicheren Bindung im Sozialisationsprozess?

 

- können Entwicklungsstörungen auftreten

- Probleme bei späteren Beziehungen

- agressives Verhalten 

- Kind traut sich nicht zu explorieren

- Probleme bei Selbstregulation

- Hospitalismus ( psychosomatisch )

- Deprivation

Was ist das "innere Arbeitsmodell"?

- Set von Erwartungen über die Art und weise Wie Bindungspersonen verfügbar sind!

- Kinder bilden dies Modell nach Beziehung zwischen ihren relevanten BP`S!

- Ist ein Leitbild für weitere Beziehungen und die persönliche Entwicklung 

- Je länger Bindungsstil gleich, desto ausgeprägter im Modell!

- Modelle dienen zur Regulation des kindlichen Verhalten in Interaktionen..

z.B.: Kind macht Erfahrung Papa nimmt mich in den Arm

Daraus schliesst es: Wenn ich traurig bin, wird Papa mich beruhigen, Daraus ziehe ich : Papa ist für mich da... 

Zu was steht Bindung im Ballanceverhältnis?

Exploration

Welchen Zweck haben emotionale Bindungen für das Kind?

Explorationsverhalten

Schutz vor Gefahren

Bewältigung von Anforderungen

Sicherheit

Was sind Schlüsselreize?

Reizgegebenheiten, welche Zuwendungsverhalten auslössen:

-Kindchenschema

-Weinen, Lächeln etc.

Étudier