AWBW2

Fragenkatalog

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M. B.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über betriebswirtschaftliche Konzepte auf Universitätsniveau, mit Fokus auf Bilanzanalyse, Cashflow, Kennzahlen und Unternehmensbewertung. Sie decken Themen wie Management Accounting, Due Diligence, stille Reserven und Investitionsrechnung ab. Besonders nützlich für Studierende und Fachleute, die ihr Verständnis von Finanzmanagement und Unternehmensbewertung vertiefen möchten.
Flashcards
55
Students
1
Language
German
Category
Micro-Economics
Level
University
Created / Updated
01.12.2015 / 03.12.2015

Lernkarten

Aufbau einer Bilanz

Rücklagen: Sind Überschüsse aus wirtschaftlicher Tätigkeit, die für einen bestimmten zukünftigen
Zweck reserviert sind


Rechnungsabgrenzungsposten: sind Posten innerhalb der Bilanz, die in einem Geschäftsjahr
anfallen, komplett oder teilweise aber (wirtschaftlich) in ein zukünftiges Geschäftsjahr gehören.
Sie dienen also der periodengerechten Erfolgsermittlung, indem sie Zahlungen in die Perioden
ihrer Erfolgswirksamkeit transferieren.
Bsp für aktive Rap: Miete für Januar wird bereits im Dezember bezahlt
Für passive Rap: U. Miete oder Zinsen vorweg erhält, die dem nächsten
Geschäftsjahr zuzuordnen sind

Welche Kennzahlen berechnen Sie Im Rahmen des Quick Test, welche
Unternehmensbereiche können Sie Damit abtesten?

Schnelltest für die Erstbeurteilung eines Unternehmens.


4 Kennzahlen:

  • Eigenkapitalquote = EK/GK x100%
  • Schuldtilgungsdauer = FK-liqM/JahresCF [a]
  • Gesamtkapitalrentabilität = EGT+FKZinsen/GK x 100%
  • CF-Leistungsrate = CF/Betriebsleistung x 100%

EGT = Finanzerfolg (≠JÜ)


Ergibt Aussagen über Finanzierung, Liquidität, Rentabilität und Aufwands-/Erfolgsstruktur

Nach welchen Prinzipien hat die Bewertung zu erfolgen?

Höchstwertprinzip : Verbindlichkeiten und Verluste höchst bewertet
Unternehmen darf sich nicht reicher machen als es ist


Niederstwertprinzip : Forderungen und mögliche Gewinne niederst bewertet
(EK mindest bewerten)
der Unternehmer soll im Zweifel sein Vermögen eher zu niedrig
als zu hoch ansetzen, um zB die Ausschüttung von
Scheingewinnen zu verhindern. Bei AV und UV ist stets der
niederste Wert anzusetzen

Realistationsprinzip : Gewinne und Verluste erst ausweisen, wenn durch Umsatz
realisiert
Gewinne/Verluste erst ausweisen wenn sie tatsächlich entstehen
(zB bei Abschluss eines Kaufvertrages hat noch keine
Gewinnrealisation stattgefunden)


Imparitätsprinzip : Mögliche Gewinne erst ausweisen, wenn durch Umsatz realisiert,
Verluste dürfen/müssen ausgewiesen werden
Gewinne dürfen erst bei Realisation ausgewiesen werden,
Verluste hingegen müssen bereits ausgewiesen werden, wenn
sie drohen/zu erwarten sind.

Nennen Sie mögliche Buchungstypen und geben Sie jeweils ein Beispiel.

a) Erfolgsneutrale Buchungstypen

  • Aktivtausch
  • Passivtausch
  • Bilanzverlängerung
  • Bilanzverkürzung

 

b) Erfolgswirksame Buchungstypen


-Vermögensmehrender Ertrag: sowohl aktives Bestandskonto als auch ein
Ertragskonto nimmt zu
zB Kundenrechung wird fakturiert → Forderungen an Umsatzerlöse


- Schuldenmindernder Ertrag: passives Bestandskonto nimmt ab, während
Ertragskonto zunimmt
zB Kredittilgung mittels Erlös


- Vermögensmindernder Aufwand: aktives Bestandskonto nimmt ab,
während Aufwandskonto zunimmt
zB Gehälter auszahlen → Gehälter an Bank


- Schuldenerhöhender Aufwand: sowohl passives Fremdkapitalkonto als
auch Aufwandskonto nimmt zu.
zB Bezahlung Gehälter mittels Kredit

Welche Aufgabe hat die Kapitalflußrechnung? Gründe der Durchführung und
Aufbau.

Ist eine alle Zahlungsvorgänge (zahlungswirksame Geschäftsvorfälle) einer Periode umfassende
Mittelflußrechung, welche die Veränderung des Finanzmittelfonds aufzeigen soll. Die KFR gewinnt
an Bedeutung, weil sie ein übersichtliches Instrument zur Darstellung der Finanzlage ist.
(Generalklausel für Jahresabschluss der KG)
Zeigt Ursachen und Wirkung von Liquiditätsverschiebungen → Urteil über Qualität des
Finanzmanagements.


-Ausgangsbasis ist die Bewegungsbilanz
-Erweiterung in der KFR: FONDS (= Zusammenfassung mehrerer Bilanzpositionen)
-2Gliederungssysteme der KFR:

  • nach Finanzierungsarten
  • nach Aktivitäten: SFAS95

Was ist der Unterschied zwischen Inventur und Inventar?

Inventur:
Grundlage für die materielle Überprüfung ist die körperliche Bestandsaufnahme = Inventur
Körperliche Bestandsaufnahme: Bestände zu einem bestimmten Zeitpunkt mengenmäßig dh.
Durch Messen, Wiegen, Zählen u.ä. erfassen. Diese Erfassung wird besonders bei solchen
Vermögensteilen vorgenommen, die häufige Zu- und Abgänge haben bzw. bei denen Diebstahl,
Schwund und Abfall besonders häufig vorkommt
Inventur ist also eine ‚Tätigkeit zur Erfassung aller Vermögens- und Schuldgegenstände’
(Grundsatz der Vollständigkeit).


Stichprobeninventur:
Stichtagsinventur: aufwendig, stört den laufenden Betrieb (Inventur am Bilanzstichtag)
Permanente Inventur: über das ganze Jahr erfolgt die Bestandsaufnahme

 

Inventar:
Ergebnis der Inventur = Liste, Vermögens und Schuldteile werden art-, mengen- und wertmäßig
angeführt.


Ableitung der Bilanz aus dem Inventar:
· Zusammenfassung aller Einzelposten des Inventars zu Gruppen/Positionen
· Entfallen der Mengenangaben
· Vermögen u Schulden kommen von der Staffelform (Inventar) in eine Kontoform
(Bilanz)
· Als Differenz zwischen Vermögen (Gesamtvermögen) und Schulden (Verpflichtungen)
ergibt sich das Eigenkapitalpos. EK = rechte Seite; neg. EK = linke Seite ausweisen

Definieren sie das Maximal und das Minimalprinzip?

Maximalprinzip: mit einem gegeben Aufwand an Produktionsfaktoren soll ein größtmöglicher
Ertrag erwirtschaftet werden. = Ertrag maximieren


Minimalprinzip: ein gegebner Ertrag soll mit minimalem Aufwand an Produktionsfaktoren
erwirtschaftet werden. = Mitteleinsatz minimieren

Welche Anlässe zur Erstellung einer Bilanz kennen Sie?

Bilanz = Gegenüberstellung von Vermögen (Kapitalverwendung) und dessen Finanzierung
(Kapitalherkunft) für einen bestimmten Stichtag
Erstellung aufgrund gesetzlicher Vorschriften, vertraglicher Vereinbarung oder betrieblicher
Zwecke.
Bilanzen werden hinsichtlich besonderer Anlässe und bestimmten Zielsetzungen erstellt. Daraus
folgt, dass es nicht ‚eine Bilanz’ gibt, sondern zahlreiche Arten davon:

Bild

Ordentliche Bilanz: in regelmäßigen Abständen
Außerordentliche Bilanz: Gründung, Fusionierung; Umwandlung oder Liquidation
externe Bilanzen: richten sich an außerhalb des U. stehende Personen
interne Bilanzen: Information für Geschäftsführung
Bem: nur interne Bilanzen sind an keine Bilanzierungsvorschriften gebunden
Jahresbilanzen: zählen zu den wichtigsten Arten der ordentlichen Bilanzen. Abhängig davon an
welchen Personenkreis die Bilanz gerichtet ist, unterscheidet man zwischen Handelsbilanzen
(Gesellschafter, Gläubiger,…)(HGB) und Steuerbilanzen (Finanzverwaltung)(BAO)
Bem: Zeitpunkt → Bilanzstichtag (frei wählbar)

 

Worin besteht der Zusammenhang zwischen Bilanz und Guv?

Bilanz und GuV sind Teile des Jahresabschlusses (weitere: Anhang und Lagebericht)

GuV: Erträge werden Aufwendungen gegenüber gestellt = Erfolgsrechung: ermittelt Erfolg und
dessen Zustandekommen innerhalb einer Abrechungsperiode.
Bei bestimmten Rechtsformen (AG und Genossenschaften) besteht neben der Ausweispflicht des
Gewinnes in der Bilanz zusätzlich die Veröffentlichungspflicht der GuV (→ bessere Analyse
möglich; in Staffelform)
→ Bilanzergebnis kann durch GuV besser analysiert werden


Bilanz: Gegenüberstellung von Vermögens und Kapitalpositionen zu einem bestimmten Stichtag
Vermögen (Aktiva): Gesamtheit der eingesetzten Wirtschaftsgüter und Geldmittel
Kapital (Passiva): Summe der Verpflichtungen des Betriebes gegenüber Gläubigern und
Beteiligten

Welche Verfahren der GuV sind ihnen bekannt? Skizzieren Sie die beiden
Verfahren

Gesamtkostenverfahren und das Umsatzkostenverfahren
GKV:
Umsatzerlöse
+/- Bestandsveränderungen
- Produktionskosten
= Betriebserfolg


Produktionskosten = Material-, Personalaufwand, Abschreibungen, Finanzaufwand/-ertrag,
außerordentlicher Aufwand/Ertrag
Den gesamten bei der Erstellung der Betriebsleistung entstandenen Aufwendungen werden
sämtliche Erträge gegenüber gestellt (= Umsatzerlöse + nicht abgesetzte Leistungen)


UKV:
Umsatzerlöse
- Herstellungskosten zur Erzielung des Umsatzerlöses
- Vertriebs und Verwaltungskosten
= Betriebserfolg


Herstellkosten = HSK, sonstige betriebliche Aufwendungen, außerordentliche Ertr./Aufw.
Umsatzerlös wird Umsatzaufwendungen (unter Berücksichtigung der Bestandsveränderungen)
gegenübergestellt.


Das GKV passt den Ertrag den Produktionsmengen an
Das UKV passt den Aufwand den abgesetzten Mengen an
Nachteil des GKV: Kostenartenweise gegliederte Betriebsergebnisrechung ermöglicht keine
Ergebniszuordnung zu den einzelnen Produkten. Benötigt am Ende jeder Abrechungsperiode
Inventur der (un) fertigen Fabrikate.
Beide Verfahren werden auch zur kurzfristigen Betriebsergebnisrechnung eingesetzt, weil sie
gegenüber der GuV:
- den Erfolg des Betriebes in kürzeren Zeitabständen ermitteln
- den Erfolg differenziert darstellen (ermöglicht Analyse der Bestimmungsfaktoren des Erfolges)

Geben sie einen Überblick über das betriebliche Rechnungswesen.

Unter dem Begriff Betriebliches Rechnungswesen fasst man sämtliche Verfahren zusammen, die
das betriebliche Geschehen (= Geld- und Leistungsströme) mengen- und wertmäßig erfassen und
überwachen (Dokumentations- und Kontrollaufgabe).
Bem: Dabei wird jeder Geschäftsvorfall, der eine Mengen- oder Wertebewegung zum Inhalt hat
(belegmäßig) erfasst, weiterverrechnet und ausgewertet.


Weitere Def:
RW; jenes Instrument, dessen Aufgabe es ist, die gesamten Vorgänge und Tatbestände im
Betrieb sowie die Beziehungen des Betriebes zu seiner Umwelt quantitativ zu erfassen,
darzustellen und auszuwerten.
Insbesondere sollen Geld- und Güterströme abgebildet, sowie Informationen darüber an die sie
benötigten Personen weitergeleitet werden.
Teilbereiche:
1)Finanz- und Geschäftsbuchhaltung sowie Bilanzierung = Finanzbuchhaltung
2)Kostenrechnung
3)Planungsrechnung = Entscheidung bez. Durchführung einer Investition
4)betriebliche Statistik


ad1)FiBu: (externes RW)
Buchhaltung, aller mit der Umwelt getätigten Geschäfte, nach bestimmten Regeln unter ihren
finanziellen Aspekten chronologisch und systematisch geordnet aufgezeichnet. Bilanzierung
besteht aus der Bilanz und GUV → Überblick über den Vermögens und Kapitalbestand bzw.
Struktur zu einem bestimmten Zeitpunkt zu liefern.


ad2)KoRe: (internes RW)
Ziele des Unternehmens: 1) Rentabilität = erzielter Gewinn/ eingesetztes Kapital
                                               2) Wirtschaftlichkeit = wie werden Mittel verwendet, um
                                                                                          Bestimmte Ziele zu erreichen

Nennen sie die Aufgaben der Bilanzanalyse, 1 Bereich und 3 Kennzahlen! (Text)

Die Bilanzanalyse versucht, wie jede Analyse, unter Anwendung bestimmter Methoden und
Auswertung geeigneter Informationsquellen zweckbestimmte Information zu schaffen.
Es wird versucht noch mehr Infos aus vorhandenen Informationsquellen (zB Jahresabschluss) zu
gewinnen.
Unterlage für die Bilanzanalyse ist der Jahresabschluss.
Man unterscheidet zwischen zwei Arten der Bilanzanalyse, der externen Bilanzanalyse welche
Information aus dem Jahresabschluss (und anderen externen Informationsquellen) bezieht und
der internen Bilanzanalyse, welcher interne Informationsquellen wie KORE, KER oder die
Finanzplanung zur Verfügung stehen. Vorsicht ist geboten da alle Informationsquellen eine
gewisse Mangelhaftigkeit und Unvollständigkeit sowie ein mangelnde Zukunftsbezogenheit
aufweisen.
Im Wesentlichen greift man auf ein einfaches Kennzahlensystem zurück. Kennzahlen
verschiedener Zeiträume werden im Rahmen eines Zeitvergleiches gegenübergestellt. Gelingt es
eine Tendenz festzustellen versucht man diese als positiv oder negativ zu bewerten.
Bei der Analyse selbst ist dabei immer das Wirtschaftlichkeitsprinzip anzuwenden.

Nennen sie die Aufgaben der Bilanzanalyse, 1 Bereich und 3 Kennzahlen! (Kennzahlen der Ertragslage)

Umsatzrentabilität = Ergebnis/Gesamtleistung x100%
CF-Leistungsrate = CF/Gesamtleistung x100%
ROI = Ergebnis/Eingesetzte Kapital x100%
EKR = Ergebnis/ Eigenkapital x100%
Personalaufwandquote = Personalaufwand/Gesamtleistung x100%
Materialaufwandquote = Materialaufwand/Gesamtleistung x100%


→ Einblick in die Ertragsherkunft und die wirtschaftliche Ertragssituation des U..
Daten dafür hauptsächlich aus der GuV

Nennen sie die Aufgaben der Bilanzanalyse, 1 Bereich und 3 Kennzahlen! (Kennzahlen der Vermögenslage)

Gesamtkapitalumschlag = Gesamtleistung/Bilanzsumme x100%
Anlagenintensität = Anlagenvermögen/Bilanzsumme x100%
Intensität des Umlaufvermögens = Umlaufvermögen / Bilanzsumme x 100%
Umschlagskennzahlen: Umschlagshäufigkeit, Umschlagsdauer
Wachstum: Wachstumsrate

Nennen sie die Aufgaben der Bilanzanalyse, 1 Bereich und 3 Kennzahlen! (Kennzahlen der Finanz-/Kapitallage)

Eigenkapitalquote = Eigenkapital / Bilanzsumme x 100%
Verschuldungsgrad = Fremdkapital / Bilanzsumme x 100%
Liquidität 1 = Zahlungsmittel/ kurzf. Verbindlichkeiten x100%
DG1 = EK/AV x100%
DG2 = (EK+langfristiges FK)/AV
DG3 = (EK+ langfristiges FK)/(AV+ langfristiges UV)
→ Kennzahlen der Passivseite + Passiv- und Aktivseite

Welche Gründe machen eine Bilanzanalyse notwendig?

Bilanz stellt Unternehmenssituation nur am Stichtag dar (=statisch), keine dynamische
Betrachtung. Man möchte damit den Informationsgewinn aus der Bilanz erhöhen.
Bilanzanalyse: ermöglicht aussagekräftigen Periodenvergleich, kann von internen oder externen
Organen durchgeführt werden (Investor, Wirtschaftsprüfer).
Informationsmängel des Jahresabschlusses:
· Vergangenheitsbezug
· Eingeschränkte Informationen
· Informationsverlust durch Gesetze
· Bilanzpolitik
· Unaktualität der Information

Welche Unternehmensbereiche werden bei der Bilanzanalyse untersucht?

Vermögensstruktur (aus Bilanz), Kapitalstruktur (aus Bilanz), Ertragslage (aus GuV)

Zielsetzung der Bilanzanalyse und deren Aufbau.

Abhängig vom Interesse des jeweiligen Bilanzanalyseadressaten.
zB -Bank: Liquidität, Fremdkapital, Eigenkapital
-Investor: Rentabilität, Cash FLow
Aus öffentlichen Daten (Jahresabschluss) sollen Informationen gewonnen werden, die nicht direkt
zu entnehmen sind.

Was versteht man unter Bewegungsbilanz

Mit der Bewegungsbilanz wird der Versuch unternommen, den Kapitalfluss durch ein
Unternehmen während einer Periode zu veranschaulichen.
Bem: Aktiva – Passiva ‚Verwendung’ wird der ‚Herkunft’ gegenübergestellt. Darum wird die
Bewegungsbilanz auch oft als Kapitalverwendungsrechnung bezeichnet.

...Bild...

Schritte:
1) Ausgang: Aktiva und Passiva zweier aufeinanderfolgender Jahre
2) Veränderung vom 1 Jahr zum 2 Jahr → Zunahme, Abnahme
3) Dargestellte Bewegungsbilanz (Mittelverwendung, Mittelherkunft); Hier werden auch
Positionen teilweise zusammengefasst (zB Abschreibungen, Anlagenzugang)
→ Die Mittelherkunft steht als ganzer Block den gesamten verwendeten Mitteln gegenüber

Bilanzierungsprinzipien

Grundsätzlich gibt es folgende Grundsätze der GoB:


G. der Bilanzvorsicht:
siehe 3) ‚Bewertungsprinzipien’


G. der Bilanzwahrheit:
Bilanz ist dann wahr, wenn sie der GoB und der gesetzlichen Bewertungsvorschriften
entspricht.


G. der Bilanzklarheit:
Ziel ist eine klare und übersichtliche Darstellung der Vermögens- und Kapitalteile im
Jahresabschluss. Damit Gesellschafter und Aktionäre einen sicheren Einblick haben.


G. der Bilanzverknüpfung:
Bilanzidentität: zeitpunktbezogen; Position der Schlussbilanz = Position der Eröffnungsbilanz
des Folgejahres.
Bilanzkontinuität: zeitraumbezogen; formal, materiell

Welche Rücklagen kennen Sie? Charakterisieren sie zwei davon im Einzelnen.

Rücklagen: Werden entweder aus dem Gewinn oder durch den gesonderten Ausweis der
Einzahlungen der Gesellschafter gebildet: Eigenkapital

Kapitalrücklagen :
- Gebunden für zB Maschineninvestition (=bestimmter Zweck)
- nicht gebunden zB irgendeine Investition


Gewinnrücklagen:
- Gesetzliche Rücklagen zB laut AG-Gesetz
- satzungsmäßige Rücklagen aufgrund von satzungsmäßigen Bestimmungen (Statut)
- andere Rücklagen zB „stille Rücklagen“


Unversteuerte Rücklagen: Bewertungsreserve auf Grund von Sonderabschreibungen
oder sonstige

In die gesetzliche Rücklage ist nach dem AG Gesetz solange der zwanzigste Teil =5% des
Jahresüberschuss einzustellen bis die Rücklage den zehnten Teil des Grundkapitals erreicht.
Solange sie diese 10 % nicht aufweist darf sie dazu verwendet werden um einen Bilanzverlust
auszugleichen.
Statuarische Rücklagen werden aufgrund satzungsmäßiger Bestimmungen der Gesellschaft –
Statut – zu Lasten des Gewinnes gebildet.

Stille Rücklagen sind in der Bilanz nicht sichtbar. Sie entstehen durch Überbewertung einzelner
Passivposten bzw. Unterbewertung von Aktivposten.

Unterschied zwischen Rücklagen und Rückstellung.

Sind beides Positionen der Passivseite der Bilanz.
Rückstellungen: Passivposten des Fremdkapitals, sollen zukünftige Aufwendungen/drohende
Verluste und Verbindlichkeiten decken (nach dem Vorsichtsprinzip (Bilanzvorsicht)). Der Zeitpunkt
des Eintretens und/oder Höhe des Betrages sind dabei nicht sicher, können aber mit einiger
Wahrscheinlichkeit angenommen werden.
Unter diesen Posten fallen Abfertigungsrückstellungen, Pensionsrückstellungen,
Steuerrückstellungen(, Prozeßrückstellungen, Rückstellungen für nicht beanspruchten Urlaub).


Rücklagen:
Siehe 1), 18)

Was versteht man unter einem Fond?

Fond: Zusammenfassung mehrerer Bilanzpositionen
zB.: Fond der liquiden Mittel: Kassa, Bank, Post.

Was versteht man unter Aktivtausch bzw. Passivtausch?

Aktivtausch
Ein aktives Bestandskonto nimmt zu, während ein anderes aktives Bestandskonto abnimmt.
zB. Eine Kundenforderung geht bar ein.


Passivtausch
Ein passives Bestandskonto nimmt zu, während ein anderes passives Bestandskonto abnimmt.
zB: Begleichung einer Lieferantenverbindlichkeit zu Lasten des Bankkreditkontos.

Was versteht man unter Bilanzverlängerung und –Verkürzung?

Eine Bilanzverlängerung liegt vor, wenn ein aktives und ein passives Bestandskonto zunehmen.
zB. Wareneinkauf auf Ziel


Eine Bilanzverkürzung liegt vor, wenn ein aktives und ein passives Bestandskonto zunehmen.
zB. Bezahlung von Bankschulden mit Geld.

Welche Zielsetzung hat das externe Rechnungswesen?

· Rechenschaftslegung gegenüber Gläubigern und Gesellschaftern bezüglich
Betriebserfolgs.
· Zahlungsfähigkeit und Bonität.
· Rechenschaftslegung gegenüber Öffentlichkeit und Staat bezüglich Arbeitsplatzsicherheit
und Wirtschaftspolitik.
· Bemessungsgrundlage für Steuern.

Welche Zielsetzung hat das interne Rechnungswesen?

· Dokumentation des betrieblichen Geschehens.
· Kontrolle der Wirtschaftlichkeit.
· Kontrolle der finanziellen Gebarung.
· Grundlage für betriebswirtschaftliche Entscheidungen

Nennen sie die bekannten GoBs!

GoB (Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung)
= Gliederungs- und Bewertungsvorschriften für den Jahresabschluss
→formelle Grundsätze & materielle Grundsätze

formelle Grundsätze:
sollen Vollständigkeit, Richtigkeit und Geordnetheit der Durchführung sicherstellen
· Kodifiziert in HGB und BAO
· Bücher so führen, dass sich ein sachverständiger Dritter Einblick verschaffen kann
· Geschäftsfälle müssen sich in ihrer Entstehung und Abwicklung verfolgen lassen
· Eintragungen müssen vollständig, richtig (dem Gesetz entsprechen), zeitgerecht (am
aktuellen Stand) und geordnet (keine Buchung ohne Beleg) vorgenommen werden

Unterlagen:
o Belege → keine Buchung ohne Beleg!
o Grundbuch = Journal; Geschäftsfälle sind zeitlich geordnet
o Hauptbuch = einzelne Konten (Bestandskonten, Ertrags-/Aufwandskonten)
o Nebenbücher = Kassabuch, Wareneingangsbuch,…
dazu:
- Belege mindestens 7Jahre lang aufbewahren
- Aufzeichnungen in lebender Sprache
- Abkürzungen, Symbole müssen definiert sein
- Jahresabschluss: in Euro und Deutsch

materielle Grundsätze:
· Rahmengrundsätze = u.a. Stichtagsprinzip,
Wirtschaftlichkeitsprinzip(Min/Max-prinzip)
· Gliederungsgrundsätze = Klarheit, Übersichtlichkeit, formelle Stetigkeit
· Bewertungsgrundsätze = Materielle Stetigkeit, Prinzip der Unternehmensführung
(going concern), Einzel- Gruppen- Festbewertung, Grundsatz der Periodenabgrenzung
· Grundsatz der Vorsicht = Höchstwert-, Niederstwert-, Realisations- und
Imparitätsprinzip

Ablauf der doppelten Buchhaltung und welches System steckt dahinter?

Kaufmännische Buchführung:
1) Einnahmen-Ausgaben-Rechnung → nur von Freiberuflern (Ärzten u.ä.) verwendet
2) Einfache Buchführung → nicht mehr zulässig
3) Doppelte Buchführung (Doppik) → wichtigste Form

ad3) die doppelte Buchführung erfolgt mit den bekannten betriebswirtschaftlichen Werkzeugen
(=Organisationsformen): Belege, Grundbuch, Journale, Kontenrahmen, Kontenplan
(Buchungs-)Belege: Grundlage jeder Buchung
Grundbücher: Übernehmen die chronologische Ordnung der Bucheintragungen
(Grundbuchzahl hängt vom Betrieb ab)
Hauptbücher: übernehmen die sachliche und systematische Ordnung der Buchungen auf
den im Kontenplan des Betriebes verzeichneten Sachkonten (Bestands- und
Erfolgskonten). Der Abschluss dieser Konten führt zur Bilanz und GuV.

Charakteristikum der doppelten Buchführung ist das geschlossene Kontensystem und der daraus
entwickelte Kontenformalismus, welcher im Einzelnen beinhaltet:
- Erfassung aller das Betriebsvermögen berührender Geschäftsvorfälle in zeitlicher und in
sachlicher Ordnung,
- Buchung auf Konto und Gegenkonto (dh. jedem Bestandszugang muss einem
Bestandsabgang oder ein Erfolgsvorgang entsprechen)
- Darstellung der Zahlungs- und Lieferungsvorgänge auf Bestands und Erfolgskonten mit
getrennten, aus den Büchern zu entwickelndem Abschluss.

- Zweifache Erfolgsermittlung sowohl aus der Sicht der Vermögens- als auch der (Eigen-)
Kapitalrechnung mit laufender Kontrollmöglichkeit hinsichtlich der Bestandsänderungen und
der Erfolgsquellen

SFAS95

Der Cash Flow gibt den Einzahlungsüberschuss aus den Einzahlungstätigkeiten an.
Es gibt 2 Gliederungssysteme der Kapitalflussrechnung.
· nach Finanzierungsarten
· nach Aktivitäten: SFAS95 (Statement of Finance Accounting Standards):
        1) Cash Flow aus Betriebstätigkeit
        2) Cash Flow aus Investitionstätigkeit
        3) Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit
        4) Summe der Cash Flows

Positionen in Rechung(en):

Ad1) Abschreibungen/Zuschreibungen, Veränderung des Working Capital (=Betriebskapital)
und langfristige Rückstellungen
Working Capital: dasjenige UV, das durch langfristiges Kapital (EK, langfr. FK,
Pensionsrückstellungen) gedeckt ist. Betribeskapital = UV - kurzfristiges FK
Je Höher das WC ist, desto besser/sicherer ist die Liquiditätslage.

Ad2) hauptsächlich alles das, was mit AV zu tun hat

Ad3) Geldfluss von bzw. zu den Kapitalgebern

Kontrollrechnung: EB liquider Mittel
                                -AB liquider Mittel
                                 = Summe der Cash Flows

Also: Man sieht wo der Cash Flow herkommt die Kernkompetenzen des Unternehmens sind
damit ermittelbar.
Bsp.: ist CF der Finanzierungstätigkeit über Jahre hinweg höher als jener aus der
Betriebstätigkeit, sollte man sich überlegen, ob man nicht besser ins Finanzgeschäft wechseln
sollte.
(Verpflichtend für Unternehmer die an der amerikanischen Börse notieren.)

Aus welchen Bestandteilen besteht der Jahresabschluß? Gehen Sie auf einen
Bereich im Detail ein.

a) (Schluß) Bilanz
b) GuV
c) Anhang
d) Lagebericht

Zusammenstellung von Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung, die bei Kapitalgesellschaften
um einen erläuternden Anhang erweitert werden. Weiterhin sind mittelgroße und große
Kapitalgesellschaften (§ 267 HGB) verpflichtet, einen Lagebericht zu veröffentlichen.
Anhang: soll Bilanz, GuV sowie Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden so erläutern, dass ein
möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens
vermittelt wird.
zB: - Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
- Gründe für die Wahl von Abschreibungsmethoden
Lagebericht: Der Geschäftsverlauf und die Lage des Unternehmens sind so darzustellen, dass ein
möglichst getreues Bild der Vermögens-,Finanz- und Ertragslage vermittelt wird.

Der Bericht soll die derzeitige und zukünftige Situation des Unternehmens hinsichtlich der
Chancen und Risiken aufzeigen. Dabei soll auf Chancen und Risiken eingegangen werden
sowie auf Liquidität, Rentabilität, Branchenstatus, Umwelt, Personalstruktur etc.
zB: - Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens
- Informationen zu Forschung und Entwicklung

Bewertungsvorschriften für Handelsbilanz.

Sind im HGB geregelt. HGB unterscheidet zwischen 2 großen Bewertungsgruppen: die des
Anlagenvermögens und des Umlaufvermögens. Die Gegenstände des Analagevermögens sind
danach höchstens mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten vermindert um Abschreibungen
anzusetzen.
Für das UV sind ebenfalls Anschaffungs- und HSK als Bewertungsgrundlage relevant (Außer…).
Man unterscheidet:
- Durchschnittsmethode: durchschnittlicher Preis als arithmetisches Mittel aus allen Einkäufen
einer Waren- oder Rohstoffart errechnet.
- Lifo: Verbrauch wird mit den Anschaffungskosten der letzten Lieferung bewertet, der
Endbestand hingegen mit den Anschaffungskosten des Anfangsbestands und der ersten
Lieferung
- Fifo: genau umgekehrt dem Lifo-Prinzip
- Hifo: Güter mit den höchsten Anschaffungskosten werden zuerst verbraucht. Der Verbrauch
wird auch dementsprechend mit den Anschaffungskosten der teuersten Lieferung bewertet.
- Lifo: genau umgekehrt dem Hifo-Prinzip

Direkte und indirekte Berechung des CF!

!Cash Flow! = der durch den Umsatzprozess erwirtschaftete Einzahlungsüberschuss
- Dieser bildet einen Indikator für die Finanzierung aus eigener Kraft.
- Ist ein Ansatzpunkt für eine entscheidungsorientierte Liquiditätsrechnung.
- Der CF gibt den Bargeldüberschuss an, der in der Rechnungsperiode aus dem Leistungsprozess
resultiert.
- Der CF zeigt an, welche Mittel in einer bestimmten Periode (Vergangenheit oder Zukunft) zur
Innenfinanzierung herangezogen werden können.
- Transformation der Aufwands und Ertragsrechnung in Einnahmen und Ausgaben Rechnung

Indirekte Methode
Jahresergebnis
+ Aufwendungen, die keine Auszahlungen sind zB Abschreibungen
- Erträge, die keine Einzahlungen sind zB Zuschreibungen                 
= Cash Flow

Direkte Methode
Erträge die Einzahlungen sind
- Aufwände, die Auszahlungen sind
= Cash Flow

Cash Flow Kennzahlen: Dynamischer Verschuldungsgrad
                                            Tilgungsdeckung
                                            Selbstfinanzierungsgrad der Investition

Bem: Die Zahlungskraft einer Unternehmung wird aber durch den CF allein jedoch nicht bestimmt
(Verschiedene Vorgänge im Geldbereich werden ja von der GuV gar nicht erfasst).

Kennzahlen

· Absolute Kennzahlen
· Relative Kennzahlen: setzten zwei absolute Kennzahlen in Beziehung
→ Gliederungszahlen, Beziehungszahlen, Veränderungszahlen
· Dienen der genauen Analyse der einzelnen Bereiche einer Unternehmung.

· Kennzahlen aus externen Jahresabschlüssen – Investitionen, Finanzierung, Liquidität,
Rentabilität, Erfolg
· Kennzahlen aus internen Informationen: Auftragseingang, Umsatz, Gewinn, Lager,
Produktion, Produktivität, Personal, Kosten

Bewertungsprinzipien

Höchstwertprinzip: Verbindlichkeiten und Verluste höchst bewertet
Unternehmen darf sich nicht reicher machen als es ist


Niederstwertprinzip: Forderungen und mögliche Gewinne niederst bewertet
(EK mindest bewerten)
der Unternehmer soll im Zweifel sein Vermögen eher zu niedrig
als zu hoch ansetzen, um zB die Ausschüttung von
Scheingewinnen zu verhindern. Bei AV und UV ist stets der
niederste Wert anzusetzen


Realistationsprinzip: Gewinne und Verluste erst ausweisen, wenn durch Umsatz
Realisiert; Gewinne/Verluste erst ausweisen wenn sie
tatsächlich entstehen (zB bei Abschluss eines Kaufvertrages
hat noch keine Gewinnrealisation stattgefunden)


Imparitätsprinzip: Mögliche Gewinne erst ausweisen, wenn durch Umsatz
realisiert; Verluste dürfen/müssen ausgewiesen werden
Gewinne dürfen erst bei Realisation ausgewiesen werden,
Verluste hingegen müssen bereits ausgewiesen werden, wenn
sie drohen/zu erwarten sind.

Was ist SFAS 95, wo kommt zum tragen, wer muss es anwenden?

Es gibt 2 Gliederungssysteme der Kapitalflussrechnung.
· nach Finanzierungsarten
· nach Aktivitäten: SFAS95 (Statement of Finance Accounting
Standards):
1) Cash Flow aus Betriebstätigkeit
2) Cash Flow aus Investitionstätigkeit
3) Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit
4) Summe der Cash Flows

Kontrollrechnung: EB liquider Mittel
                                 -AB liquider Mittel
                                = Summe der Cash Flows

Also: Man sieht wo der Cash Flow herkommt die Kernkompetenzen des
Unternehmens sind damit ermittelbar.
Bsp.: ist CF der Finanzierungstätigkeit über Jahre hinweg höher als jener aus der
Betriebstätigkeit, sollte man sich überlegen, ob man nicht besser ins
Finanzgeschäft wechseln sollte.
(Verpflichtend für Unternehmer die an der Börse notieren.)

Geben Sie einen Überblich über die Teilbereiche des
Rechnungswesens und grenzen sie vor allem FIBU und KORE
gegeneinander ab. Aufgaben der Buchhaltung?

Finanzbuchhaltung: alle Unternehmensbezogene Vorgänge
Durch Buchführung zeitliche und sachliche Erfassung

Kostenrechnung: zur Informationsbereitstellung für die kurzfristige Planung von
Kosten und
Erlösen + Kontrolle von Plan/Soll/Ist-Kosten


Materialabrechnung / Anlagenabrechnung: Materialentnahmescheine –
Istkosten werden entnommen;
Kosten werden nach Kostenart auf Kostenstellen abgerechnet


Kurzfristige Erfolgsrechnung: Kosten und Leistungen eines Unternehmens
werden für einen Gewissen Zeitraum gegenübergestellt
Errechnung des Betriebserfolges, gegliedert in Produktgruppen
Instrument für die laufende Kontrolle und Steuerung von
Unternehmensprozessen


Planungsrechnung: dient dem Lösen konkreter, betrieblicher Entscheidungen
Liefert z.B. Soll-Ist-Vergleich


Betriebsstatistik: Vergleich zu Vorjahreswerten
Ausarbeiten in Form von Tabellen und Grafiken

FIBU 
Keine gesetzliche Grundlage
Internes Rechnungswesen (Adressat innerhalb des Unternehmens)
Freiwillig

 

KORE

Gesetzlich geregelt
Externes Rechnungswesen (adressat
außerhalb des Unternehmens
Finanzamt, Steuer)
Verpflichtend

Wann führt das Gesamtkostenverfahren zu einem unterschiedlichen
Ergebnis wie das Umsatzkostenverfahren?

Wenn eines der beiden Verfahren auf Vollkostenbasis und das andere auf
Teilkostenbasis durchgeführt wird. Grund: bei Lagerbestandsveränderungen werden
in die vollen Herstellkosten auch fixe Bestandteile eingerechnet

Die Abweichungsanalyse stellt eine zentrale Aufgabe in der
Plankostenrechnung dar. Warum wird diese Analyse durchgeführt?
Nennen Sie die Ihnen bekannten Abweichungen.

Der Soll-Ist-Vergleich oder die Abweichungsanalyse hat die Aufgabe alle
Abweichungen vom Plan sichtbar zu machen und ist somit vergangenheitsorientiert.
Eine Analyse der Kostenabweichungen, d.h. der Differenz zwischen Soll- und
Istkosten, dient der Kontrolle der Wirtschaftlichkeit von Kostenstellen oder ganzen
Betriebsbereichen. Erst eine Kontrolle ermöglicht die sinnvolle Analyse des
Kostenverhaltens. Abweichungen weisen gegebenenfalls auf Planungsfehler hin bzw.
fordern eine fundierte Abweichungsanalyse geradezu heraus.
Durch die Abweichungsanalyse soll geklärt werden, in wie weit der
Planungsverantwortliche wirklich Einfluss auf die Abweichung hatte.

 

Kostenseite

Preisabweichung
Verbrauchsabweisung
Beschäftigungsabweichung

 

Erlösseite

Preisabweichung
Mengenabweichung
Strukturabweichung

Prozesskostenrechnung

Die Prozesskostenrechnung ist ein kostenrechnerisches Verfahren, mit dem die
Kosten der Gemeinkostenstellen (Einkauf, Produktionsplanung und -steuerung,
Lagerwirtschaft etc.) nach Inanspruchnahme direkt – also nicht über Zuschläge oder
Umlagen auf die Kostenträger (Produkte) verrechnet werden.
Die Frage nach einer verursachungsgerechten Zuordnung der Gemeinkosten zu den
Produkten bekommt vor dem Hintergrund eines ständigen Anstiegs dieser Kosten
einen immer höheren Stellenwert. Die Prozesskostenrechung liefert hierzu eine
geeignete Lösung. Basierend auf einer prozessorientierten Betrachtung des
Unternehmens versucht die Prozesskostenrechnung Gemeinkosten über
Bezugsgrößen zu verrechnen, die an Prozessmengen anknüpfen. Durch eine
detaillierte Darstellung der Prozesse lässt sich auch die Transparenz im Hinblick auf
die Gemeinkostenbereiche nachhaltig verbessern.

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