Modul


C. T.
Diese Lernkarten befassen sich mit Grundlagen und Modellen der Unternehmensorganisation, insbesondere den Ansätzen von Erich Gutenberg und Erich Kosiol. Sie erläutern Aufgabenanalyse, Prozessgestaltung und Kontrollkonzepte wie die Balanced Scorecard, wobei auch diagrammatische Methoden wie Fluss- oder Ishikawa-Diagramme behandelt werden. Studierende profitieren von diesem Überblick, da er zentrale Organisationsprinzipien systematisch aufbereitet und deren praktische Anwendung verdeutlicht.
Cartes-fiches
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Allemand
Niveau
Université
Créé / Mis à jour
17.03.2026 / 20.04.2026

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Wer ist Erich Gutenberg?

Begründer der modernen BWL, legt Grundlage für eine ganzheitliche Unternehmenstheorie, die das Unternehmen als input-output-System modelliert

Was beschreibt das Input-Output-Modell von Gutenberg?

beschreibt in der BWL das Unternehmen als transformationsprozessorientiertes System

das Inputs (Produktionsfaktoren wie Arbeit, Betriebsmittel, Werkstoffe) in Outputs (Produkte) umwandelt.

Wie sah Erich Kosiol das Unternehmen?

als hierarchische Entscheidungsstruktur mit funktionalen und divisionalen Elementen.

prozessorientiert vs. strukturalistisch

Aspekt Fokus

  • Gutenberg vs. Kosiol

Aspekt Organisation

  • Gutenberg vs. Kosiol

Aspekt Unternehmensmodell

  • Gutenberg vs. Kosiol

 

prozessorientiert vs. strukturalistisch

Aspekt Fokus

  • Gutenberg:Prozessual (Produktion, Absatz, Finanzierung als Input-Output-System)
  • Kosiol: Strukturalistisch (hierarchische Organisation als fester Bauplan)

Aspekt Organisation

  • Gutenberg: Dynamisch, situationsangepasst (generelle und fallweise Regelungen)
  • Kosiol: Statisch, dauerhafte Verknüpfung von Aufgabe, Person, Information, Sachmitteln

Aspekt Unternehmensmodell

  • Gutenberg: Produktives System mit limitationaler Funktion -> betont Optimierung von Produktionsintensität und Marktbeziehungen für Effizienz
  • Kosiol: Fremdbedarfsdeckung, Autonomie, Risikoübernahme -> priorisiert stabile Strukturen und Gewinnverteilung für dezentrale Entscheidungen (Profit-Center, Sparten, Geschäftsbereiche)

Welches sind die fünf generischen Probleme der Organisationsgestaltung?

  1. Strukturierung von Aufgaben
  2. Integration von Individuum und Organisation
  3. Organisation und Umwelt
  4. Emergente Prozesse in Organisationen
  5. Organisatorischer Wandel und Transformation

Was sind emergente Prozesse in Organisationen?

  • selbstorganisierte, nicht vollständig planbare Abläufe, die durch Interaktionen von Personen, Gruppen und Teiler der Organisation entstehen
  • sie entstehen nebenher, also neben den formalen Strukturen, Regeln und offziellen Verfahren
  • Merkmale: nicht vollständig plan- und steuerbar, aber gestaltbar durch Rahmenbedingungen

Zeichne das "Substitutionsprinzip der Organisation von Gutenberg" und erkläre es.

Welche zwei Begriffe werden häufig in der Organisationstheorie als Basisaufgaben der organisatorischen Strukturgestaltung verwendet?

Differenzierung (Arbeitsteilung) und Integration (Arbeitsvereinigung)

Was ist das Ausgangsproblem jeder systematischen organisatorischen Differenzierung?

die Frage nach der günstigsten Teilung und Zuweisung von Aufgabenvollzügen.

Was ist der Unterschied zwischen Aufgabenanalyse und Aufgabensynthese?

Aufgabenanalyse ist die Zerlegung einer komplexen Aufgabe in möglichst kleine Teilaufgaben

Aufgabensynthese ist die Bewertung und Zusammenfassung dieser Teilaufgaben zu tragbaren Aufgabenkomplexen für konkrete Stellen

Was sind Aufgabe und formales Ziel bei Erich Kosiol?

Aufgabe: eine dauerhafte Aufforderung zu bestimmtem Handeln (Bsp. Beschaffung organisieren, Rechnungen ausstellen), eine Soll-Leistung, die aus einem Ziel bzw. Bedarf abgeleitet wird.

Formale Ziel: bezieht sich auf die ökonomischen bzw. finanziellen Erfolgsgrössen des Unternehmens (Bsp. Gewinn, Umsatz, Rentabilität, Liquidität).

 

Nach welchen 5 Kriterien erfolgt bei Kosiol die Aufgabenanalyse?

  1. nach Verrichtungen (Sägen, Schweissen...)
  2. nach Objekten (Aufgaben an Tischen, Stühlen...)
  3. nach Phase (nach Planungs-, Realisierungs- und Kontrollaufgaben)
  4. nach Rang (nach Entscheidungs- und Ausführungsarbeiten)
  5. nach Zweckbeziehung (nach unmittelbar oder mittelbar auf die Erfüllung der Hauptaufgabe gerichteten Teilaufgaben)

Welche Kriterien treten bei neueren Ansätzen der Aufgabenanalyse in den Vordergrund?

  • Aufgabenvariabilität (Unterschiedlichkeit der Bedingungen der Aufgabenerfüllung im Zeitablauf)
  • Neuartigkeit (Zahl der Ausnahmen, mit denen der Aufgabenträger konfrontiert ist)
  • Aufgabeninterdependenz (Ausmass, in dem die Aufgabenerfüllung von der Arbeit vor- und nachgelagerten Stellen abhängig ist)
  • Eindeutigkeit (Analysierbarkeit der Aufgaben und das Ausmass, in dem die Korrektheit einer Aufgabenerfüllung vorausbestimmt werden kann)

Wann spricht man von einer funktionalen Organisation?

...wenn die zweitoberste Hierarchieebene einen Stellengefüges (Unternehmenung, Geschäftsbereich usw.) eine Spezialisierung nach Sachfunktionen (Verrichtungen) vorsieht.

Was sind die Kernsachfunktionen eines Industriebetriebes?

  • Einkauf
  • Forschung und Entwicklung
  • Produktion
  • Marketing

unterstützende Sachfunktionen:

  • Finanzierung
  • Personal

 

Was heisst "prohibitiv

verhindernd, abhaltend

Welches ist das geläufigste Kontrollkonzept?

ROI - Return of Investment

ist eine Rentabilitätskennziffer, die das erwirtschaftete Ergebnis zu dem eingesetzten Kapital in Beziehung setzt.

Das Steuerungskonzept basiert auf Soll/Ist-Vergleich

ROI dient zugleich als Beurteilungsgrundlage der Divisionsleitung und ist Kontroll- und Motivationsinstrument zugleich

Vor- und Nachteile einer divisionalen Organisation:

Was kennzeichnet ein Konditional-/Routineprogramm?

Immer wenn A dann B ^ C

(Immer wenn A eintritt, dann ist die Info an B zu geben und die Handlung C zu ergreifen)

 

Was sind Zweckprogramme?

legen in ihrer einfachsten Form einen Zweck oder ein Ziel fest, d.h. es wird ein bestimmter erwünschter Zustand für verbindlich erklärt. Das Zweckprogramm lässt offen, welche Massnahmen zu ergreifen sind.

Balanced Scorecard (BSC) definieren

ist ein strategisches Managementinstrument, mit dem Unternehmen ihre Leistung anhand finanzieller und nichtfinanzieller Kennzahlen steuern und überwachen.

Definition von Prozessanalysen.

neue Ansätze zur Prozessanalyse ignorieren die Trennung von Aubau- und Ablauforganisation (im Gegensatz zu Kosiol).

  • strukturierter Arbeitsfluss
  • Analyse der Gesamtaufgabe mit Schwerpunkt auf Prozessen (ganzheitliche Arbeitseinheiten oder Tätigkeitsfolgen mit möglichst klaren Anfangs- und Endpunkten)

5 Methoden der Prozessanalyse:

  • SWOT-Analyse
  • Prozess-Portfolio-Diagramm
  • Ishikawa-Diagramm
  • Flussdiagramme
  • 5-Why-Methode

Was ist die SWOT-Analyse?

Analyse der Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken eines Prozesses im Unternehmen

Was ist ein Prozess-Portfolio-Diagramm?

Kategorisierung von Prozessen nach ihrer Bedeutung im Unternehmen.

Was ist das Ishikawa-Diagramm?

Methode zur Ursachen-Wirkungsanalyse

Was ist ein Flussdiagramm?

Visualisierung von Prozessen zur besseren Verständlichkeit

Was ist die 5-Why-Methode?

Technik zur Ursachenanalyse, um die Grundursache eines Problems zu identifizieren

 

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