Lager

Diese Lernkarten vermitteln Grundlagen der Lagerlogistik, von Bestandsmanagement über Kostenkontrolle bis zu Sicherheitsaspekten. Sie erklären Lagerprozesse wie Überwachung von Beständen, effiziente Kommissionierung und Optimierung von Abläufen, inklusive Maßnahmen zur Fehlervermeidung und Wirtschaftlichkeit. Ideal für Mitarbeiter in Lagerverwaltung, Logistik oder Einkauf, die fundiertes Wissen für reibungslose und kostengünstige Lagervorgänge benötigen.
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Créé / Mis à jour
14.03.2026 / 31.05.2026

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Eine Lagerstrategie umfasst Entscheidungen über?

Die vier Bereiche deiner Lagerstrategie eine fundierte Entscheidung zu treffen

 

1. Zentralisierungsgrad (Wo?)

  • Transportkostenanteil: Steigen meist bei Zentralisierung (längere Wege zum Kunden).
  • Lieferzeit (Lead Time): Wie lange braucht die Ware zum Kunden? (Dezentral ist meist schneller).
  • Sicherheitsbestand: Ein Zentrallager benötigt insgesamt weniger Pufferbestand als viele dezentrale Lager (Lagerkostensenkung).

2. Eigen- oder Fremdlager (Wer?)

  • Kritische Lagermenge (Break-Even): Ab welcher Menge sind die Fixkosten des Eigenlagers niedriger als die variablen Gebühren des Dienstleisters?
  • Lagerkostensatz: Gesamtkosten des Lagers ÷ Wert des durchschnittlichen Lagerbestands.
  • Fixkostenanteil: Wie hoch ist die finanzielle Belastung, wenn das Lager leer steht? (Beim Fremdlager oft nahe Null).

3. Automatisierungsgrad (Wie?)

  • ROI (Return on Investment): Wann hat sich die teure Anlage durch gesparte Personalkosten amortisiert?
  • Pick-Leistung (Picks pro Stunde): Wie viele Einheiten schafft ein Roboter vs. ein Mensch?
  • Fehlerquote: Sinkt bei hohem Automatisierungsgrad drastisch.
  • Durchlaufzeit: Zeit vom Auftragseingang bis zur Versandbereitschaft.

4. Rechnersystem (Steuerung)

  • Bestandsgenauigkeit: Stimmt der Systembestand mit dem physischen Bestand überein? (Soll-Ist-Abgleich).
  • Inventurdifferenzen: Wertverlust durch Schwund oder Fehlbuchungen.
  • Systemverfügbarkeit: Prozentsatz der Zeit, in der das IT-System ohne Ausfall läuft.

 

Die Lagerstrategie beeinflusst folgende Teilsysteme im Lager

1: Wareneingangssystem:  Das System für Annahme und Kontrolle der gelieferten Waren.

Typische Tätigkeiten:

  • Waren annehmen

  • Menge und Qualität prüfen

  • Ware registrieren (Barcode / Scanner)

  • Ware einlagern

2: Fördersystem: Systeme, die Material innerhalb des Lagers transportieren.

Beispiele:

  • Förderbänder

  • Rollenbahnen

  • Gabelstapler

Ziel: schneller und effizienter Transport im Lager.

3: Lagerverwaltungssystem (LVS): Ein IT-System zur Steuerung des Lagers.

Aufgaben:

  • Lagerplätze verwalten

  • Bestände kontrollieren

  • Ein- und Auslagerungen steuern

4: Kommissioniersysteme: Systeme zum Zusammenstellen von Kundenbestellungen.

Methoden:

  • manuelle Kommissionierung

  • Pick-by-Light

  • Pick-by-Voice

5: Warenausgangssystem: Der Bereich, in dem Bestellungen für den Versand vorbereitet werden.

Tätigkeiten:

  • Kontrolle der Bestellung

  • Verpackung

  • Etikettierung

6: Lagersystem: Das physische System zur Lagerung der Waren.

Beispiele:

  • Palettenregale

  • Hochregallager

  • automatische Lagersysteme

Vor und Nachteile Lagerhaltung

Vorteile:Lagerbestände ermöglichen

  • Eine reibunglose Produktion, Montage
  • Eine hohe Lieferbereitschaft, Sofortige Lieferung 
  • Eine überbrückung von störungen, Ausschuss.
  • Eine Wirtschaftliche fertigung
  • Eine konstanz hohe auslastung

Nachteile 

  • Störanfallige Prozesse : Die Abläufe im Lager können leicht gestört werden.
  • Unabgestimte kapazitetäten :Die Kapazität von Lager, Personal oder Maschinen passt nicht zur Nachfrage.
  • Mangelnde Flexibilität: Das Lager kann nicht schnell auf Veränderungen reagieren.
  • Unzuverlässige Lieferanten: Lieferanten liefern zu spät, zu wenig oder schlechte Qualität.
  • Ausschuss in der Produktion und Montage:Beschädigte oder unbrauchbare Produkte im Lager.
  • Mangelnde Liefertreue:Bestellungen werden nicht pünktlich oder nicht vollständig geliefert.

Monetäre und nicht Monetäre Lagerziele

Monetäre Ziele Kostenminimierung 

  • Niedrige Systemkosten
  • Niedrige steuerungkosten
  • Niedrige Bestandkosten
  • Niedrige TUL Kosten
  • Niedrige Investitionen
  • Kurze Kapitalrückflussdauer

Durch nicht monetäre Ziele der Leistungsteigerung und Qualitätsicherung

  • Hohe Auftragdurchsatz
  • Hoher Servicegrad(Hohe Lieferbereitschaft, hohe Termintreue, hohe Zuverlässigkeit)
  • und Schadenfreiheit

Leger und Logistische Unternehmen Ziele 

(Ziele Logistikefizziens)

Kostenminimierung (Input)

Qualitätsicherung (Output)

Leistungsteigerung (Output)

 

Referenz Prozesse Produktionslogistik

Lagerziele werden nach Lagerart - Lagerfunktion und Logistiksegment ausgewählt.

* Lagertart (z.B Zwischenlager)

* Lagerfunktion (z.B Ausgleichfunktion)

* Logistiksegment (z.B Produktionslogistik)

Zielbeispiele der Produktionslogistik

  1. Termineinhaltung
  2. Leistung
  3. Durchlaufzeiten
  4. Bestand 
  5. Kosten

In den folgenden Abbildung sind einige ausgewählte logistische Zielbeispiele für die Referensprozesse des Logistiksegment Produktionslogistik 

unter Berücksichtigung der Lagerart (Zwischenlager) und der Lagerfunktion (Auasgleichfunktion) abgebildet.

Lagerfunktionnen

1- Ausgleich-funktionnen :Das Lager gleicht Unterschiede zwischen Angebot und Nachfrage aus

2- Sicherung-funktion :Das Lager sorgt für eine Reserve bei Engpässen oder Lieferproblemen.

3- Spekulations- funktion :Unternehmen lagern Waren, um Preisvorteile zu nutzen.

4- Veredelungs-funktion :Im Lager können Produkte verändert oder verbessert werden.

5- Sortierungs-funktion :Das Lager sortiert und verteilt Waren an verschiedene Kunden oder Filialen.

6- Entsorgungs-funktion :Diese Materialien werden im Lager getrennt gesammelt und später entsorgt oder recycelt.

Lagerkosten

Lagerkapazitätskosten

  • Lagerareal
  • Lagerraum
  • Lagersystem
  • fördermittel

Lagerbestandskosten

  • Kapitalbindung
  • Kapitalzinsen
  • Schwund
  • Diebstahl

Lagervorgangskosten

  • Energien
  • Versicherungen
  • Warenannahme
  • Verpacken

Lagerverwaltungskosten

  • Lagerverwaltung
  • Bestandführung
  • Edv
  • Lagerdisposition

Der wichtigsten Elemente eines Lagerkonzepts

1-Lagerlayout:Die Räumliche Anordnung im Lager. Beispiele: Position der Regale / Wege für Transport

2-Lagerarten:Unterschiedliche Arten von Lagern.Beispiele: Blocklager / Palettenlager

3-Lagertechnik :Technische Einrichtungen im Lager. Beispiele: Regalsysteme/Hochregallager

4-Förder und Kom.Technik: Förder- und KommissioniertechnikTechnik für Transport und Zusammenstellung von Waren.

Beispiele: Förderbänder/ Pick-by-Light

5-Lagerverwaltungsystem :IT-System zur Steuerung des Lagers.Aufgaben:Bestände verwalten / Lagerplätze zuweisen

6-Lagerfunktionnen: Aufgaben des Lagers. Beispiele: Ausgleichsfunktion/Sicherungsfunktion/Veredelungsfunktion

7-Lagereinheit :Die Form, in der Waren gelagert werden.Beispiele: Palette/Karton/Behälter

8-Lagergut: Die Produkte oder Materialien, die gelagert werden.Beispiele: Rohstoffe / Halbfertigprodukte

9-Lagerkosten: Kosten, die durch Lagerhaltung entstehen.Beispiele: Lagerraumkosten/Personalkosten

10-Lagerstandort Verkehrseinbindungen:Wo sich das Lager befindet und wie gut es erreichbar ist.Beispiele: Nähe zu Autobahn / Nähe zu Kunden

11-Aufbauorganisationnen:Struktur der Mitarbeiter und Verantwortlichkeiten im Lager.Beispiele:Lagerleiter/ Kommissionierer

12-Ablauforganisationnen :Beschreibt wie die Prozesse im Lager ablaufen.Beispiele: Wareneingang / Einlagerung

 

 

Zentralisierte Teilsysteme der Lagerlogistik in der Aufbauorganisation

 

 

DeZentralisierte Teilsysteme der Lagerlogistik in der Aufbauorganisation

 

 

Alternative Konzepte von Make or Buy 

Konsignationslager: Ein Konsignationslager ist ein vom Lieferanten bereitgestelltes Warenlager auf dem Gelände oder in der Nähe des Kunden, bei dem die Ware bis zur Entnahme im Eigentum des Lieferanten bleibt

  • Eigentum: Der Lieferant bleibt Eigentümer der eingelagerten Produkte.
  • Bezahlung: Der Kunde bezahlt die Ware erst, wenn er sie tatsächlich aus dem Lager entnimmt oder verbraucht.

Vorteile

  • Für den Kunden: Sofortige Warenverfügbarkeit ohne lange Lieferzeiten, geringere Kapitalbindung und keine vorherige Bezahlung nicht genutzter Bestände.

Nachteile

  • Für den Kunden: Oft langfristige vertragliche Bindungen an den Lieferanten.

Vendor Managed Inventory (VMI) ist ein Logistikkonzept, bei dem der Lieferant die Verantwortung für die Bestände im Lager des Kunden übernimmt. Der Lieferant steuert den gesamten Nachschubprozess eigenständig auf Basis von Verbrauchs- und Bestandsdaten, die der Kunde ihm elektronisch übermittelt.

Vorteile

  • Minimaler administrativer Aufwand (keine Bestellabwicklung)
  • Deutlich geringeres Risiko von Produktionsstillständen 

Nachteile

  • Hohe Abhängigkeit vom Lieferanten
  • Offenlegung sensibler Unternehmens- und Verbrauchsdaten

Konsignationslager: Regelt die Eigentumsverhältnisse (Ware gehört dem Lieferanten bis zur Entnahme).

Vendor Managed Inventory (VMI): Regelt die Dispositionsverantwortung (Lieferant entscheidet, wann wie viel geliefert wird).

Entscheidungsbaum «Make or Buy?» (MoB)

Eingenlagerung : Versteht man die teilweise oder vollständige Lagerhaltung in Eingenreige. Sie betriff auch Fremdlagerung, in erster Linie die Beschaffung und distributionslogistik.

Fremdlager: Versteht man den Zukauf eizelner lagerleisungen als Diensleitung ecterne Firmen wie Lieferanten, Distributoren und Lagerhalter.

MaterialflussTechnik Konzepte

Lagerhaltung - Lagertechnik - Fördertechnik

Konzepte Lagergestaltung - Vorteile und Nachteile

1-Freilager (Offenlager,Aussenlager)

2- Flachlager (Bodenlager)

3- Etagenlager (Stockwerklager)

4- Hochlager (Hochregallagerhaus)

Lagerkonzepte nach Automatisierungsgrad 

 

Der Automatisierungsgrad beschreibt, wie stark ein Lager durch Technik oder Maschinen gesteuert wird.

Manuelles Lager :Arbeit wird hauptsächlich von Menschen erledigt

Vorteile

  • geringe Investitionskosten

  • flexibel

Nachteile

  • langsamer

  • höhere Fehlerquote

Mechanisiertes Lager: Mechanische Geräte unterstützen die Arbeit

Beispiele:

  • Förderanlagen

  • Regalbediengeräte

Vorteile

  • höhere Leistung

  • weniger körperliche Arbeit

Nachteile

  • höhere Kosten

Automatisiertes Lager: Prozesse laufen automatisch und IT-gesteuert

Beispiele:

  • automatische Hochregallager

  • automatische Kommissioniersysteme

Vorteile

  • sehr schnelle Prozesse

  • hohe Genauigkeit

  • geringe Personalkosten

Nachteile

  • sehr hohe Investitionskosten

 Lagerkonzepte nach Zentralisierungsgrad

Der Zentralisierungsgrad beschreibt, wie viele Lagerstandorte ein Unternehmen hat.

Zentrallager (hoher Zentralisierungsgrad): Alle Waren werden in einem Lager gesammelt.

Vorteile

  • bessere Kontrolle

  • geringere Lagerkosten

  • einfache Organisation

Nachteile

  • längere Transportwege

  • längere Lieferzeiten

Dezentrale Lager (tiefer Zentralisierungsgrad)

Es gibt mehrere Lager an verschiedenen Standorten.

Vorteile

  • kurze Lieferzeiten

  • Nähe zum Kunden

Nachteile

  • höhere Lagerkosten

  • kompliziertere Verwaltung 

Lager und Fördersysteme

1- Technische Fördersysteme

2- Technische Lagersysteme

3- EDV System

Teil elemente des Technischen Lagersystems

  • Materialflussprinzip der statischen Lagertechnik / Mensch zur Ware 
  • Materialflussprinzip der Dynamischen Lagertechnik / Ware zu Mensch
  • Statische Lagereinrichtungen (z.B Boden-Blocklager)
  • Dynamische Lagereinrichtungen (z.B Verschieblager)
  • Technische Zusammenwirken von Lagereinrichtund und EDV

Auslagerungsstrategien

FIFO Prinzipien

Ziel orientierte Strategien

LIFO: Zuerst hinein - zuerst hinaus (Zb.bei ansteigende Preisen von Zb. Heizöl oder Holz)

FIFO: Zuerst hinein - zuerst hinaus (Verhinderung von Veraltern und Verderben)

Wertorientierte Strategien

HIFO: Höchstens hinein - zuerst hinaus (in den Buchführung einen hohen Umsatz generieren)

LOFO: Tiefste hinein - zuerst hinaus (

Herstell und beschafungorientierte Strategien

KILO

KIFO

Prozess orientierte Strategien

Wege 

Menge

SWOT-Analyse

 

Die SWOT-Analyse ist ein strategisches Werkzeug, um Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken zu analysieren.

Ziel der SWOT-Analyse:
Strategien entwickeln, um Stärken zu nutzen, Schwächen zu verbessern und Risiken zu vermeiden.

interne Faktoren (im Unternehmen)

Stärken (intern)

  • → moderne Lagertechnik
  • → erfahrene Mitarbeitende
  • → schnelle Kommissionierung

Schwächen (intern)

  • → wenig Lagerplatz
  • → hohe Lagerkosten
  • → lange Transportwege

Chancen (extern)

  • → neue Automatisierungstechnologien
  • → günstigere Lieferanten
  • → Digitalisierung

Risiken (extern)

  • → Lieferengpässe
  • → steigende Energiepreise
  • → Preiserhöhungen bei Lieferanten

Ganz wichtig für die Prüfung

Du musst intern und extern unterscheiden:

Stärken + Schwächen = intern
→ Das Unternehmen kann diese Dinge grundsätzlich selbst beeinflussen.

Chancen + Risiken = extern
→ Sie kommen aus dem Umfeld und sind nicht direkt kontrollierbar.

Einfacher Merksatz:

Innen: Was können wir gut oder schlecht?
Aussen: Was könnte uns helfen oder gefährden?

Wertanalyse

Die Wertanalyse untersucht Produkte oder Prozesse, um sie kostengünstiger und effizienter zu machen, ohne die Funktion zu verlieren.

Ziel der Wertanalyse

  • Kosten senken

  • Prozesse verbessern

  • Qualität erhalten oder verbessern

Beispiel im Lager

Problem:
Kommissionierung dauert zu lange.

Analyse:

  • lange Wege

  • schlechte Lagerplatzzuordnung

Lösung:

  • ABC-Analyse der Artikel

  • bessere Lagerlayoutplanung

➡️ Ergebnis: geringere Kosten und höhere Effizienz

Klassifizierung der Wichtigsten Lagerarten eines Gesamtlagersystem

Lager und Fördersysteme

Einflussfaktoren (oben) und Ziele (unten) der Fördertechnik

Eibflussfaktoren:

1- Transportgut  2- Förderintensität  3- Transportstrecke  4- Normen und Gesetze

Ziele:

1- Nutzung

  • Minimale Leerwege 
  • Funktionele ausstattung 
  • Optimale auslastung
  • Optimale Wege

2- Servicegrad

  • Kurze wartezeiten der Aufträge 
  • Rasche reaktion auf eilige Transporte 
  • Keine Transportschaden

3- Flexibilität 

  • Einnfeiche anpassung betriebliche umstellungen
  • Variable einsatzzeiten

4- Transparenz

  • Schnelle und korekte informationnen
  • Aussagekräftige Kennzahlen
  • Verrursachegerechte Kostenverechnung

LAGER- UND FÖRDERSYSTEME

Teilelemente

  1. Statische und Dynamische Lagertechnik 
  2. Statische und Dynamische Lagereinrichtung 
  3. Stetig- und Pendelförderer
  4. Vertikale und horizontale Förderstecke 
  5. Förderhilfsmittel / Gebinde 
  6. Lagergut / Fördergut

LAGERLAYOUT

Teilelemente des Technische Lagersystems

Materialflussprinzip der statischen Lagertechnik/Mensch zur Ware

Materialflussprinzip der Dynamischen Lagertechnik / Ware zur Mensch 

Statische Lagereinrichtungen (Boden Blocklager)

Dynamische Lagereinrichtunge (Vrschieberegal)

Technische zusammenwirken von Lagereinrichtungen und EDV

Zu Lgaerndes Lagergut (Schrauben da es bei der Ein und Auslagerung befördert wird, spricht man auch von Fördergut)

Lagerstufen in einem Industriebetrieb

Auslagerung 

ABC-Analyse nach Zugriffshäufigkeit 
(für die Lagerplatzzuordnung)

Um Entscheidungen in der Logistik auf Basis von Kennzahlen zu treffen, nutzt man verschiedene analytische Tools und Methoden. Man unterscheidet dabei zwischen strategischen (langfristigen) und operativen (kurzfristigen) Tools.

Mathematische & Analytische Tools

  • Break-Even-Analyse (Kritische Menge): Das wichtigste Tool für die Frage Eigen- oder Fremdlager. Du berechnest den Punkt, an dem die fixen Kosten des Eigenlagers durch die niedrigeren variablen Kosten (im Vergleich zum Dienstleister) ausgeglichen werden.
  • ABC-Analyse: Hilft beim Automatisierungsgrad. A-Güter (Schnelldreher) werden oft automatisiert gelagert, C-Güter (Langsamdreher) eher manuell.
  • XYZ-Analyse: Misst die Vorhersagbarkeit des Verbrauchs. Konstante Verbräuche (X) rechtfertigen eher teure Rechnersysteme und Automatisierung.

2. Strategische Entscheidungstools

  • Nutzwertanalyse (Scoring-Modell): Wenn Kennzahlen nicht ausreichen. Du bewertest qualitative Faktoren (z. B. Know-how des Personals, Flexibilität, Ausfallsicherheit) mit Punkten.
  • Portfolio-Analyse: Hilft beim Zentralisierungsgrad. Du setzt das Marktwachstum ins Verhältnis zu den Logistikkosten pro Region.

3. Software-gestützte Tools

  • Lagersimulations-Software: Bevor du den Automatisierungsgrad erhöhst, lässt du ein Computerprogramm den Materialfluss testen, um Engpässe zu finden.
  • Warehouse Management System (WMS) Dashboards: Das Rechnersystem selbst liefert Echtzeit-Tools wie Heatmaps (wo ist am meisten los im Lager?) oder Durchlaufzeit-Analysen.
  • Netzwerk-Optimierungstools: Spezielle Programme (z. B. AnyLogistix), die berechnen, wo geografisch der beste Standort für ein Zentrallager ist (Schwerpunktverfahren/Center-of-Gravity).

4. Qualitative Methoden

  • Szenario-Technik: "Was passiert, wenn der Absatz um 20 % steigt?" – Hilft bei der Entscheidung für die Skalierbarkeit der Automatisierung.
  • Make-or-Buy-Matrix: Stellt die strategische Bedeutung einer Logistikleistung der eigenen Kompetenz gegenüber.

Sankey Diagram 

 

In Bezug auf deine vier Strategiefelder hilft es bei folgenden Entscheidungen:

1. Einsatz bei der Zentralisierung (Warenstrom-Analyse)

Das Diagramm zeigt dir optisch sofort, ob ein Zentral- oder Dezentrallager Sinn macht:

  • Bündeln sich alle Ströme auf einen dicken Pfeil in der Mitte? → Zentrallager.
  • Verzweigen sich die Ströme gleichmässig in viele kleine Äste? → Dezentrale Lager in Marktnähe sind effizienter.

2. Einsatz beim Automatisierungsgrad (Engpässe finden)

Ein Sankey-Diagramm visualisiert den Materialfluss innerhalb des Lagers (Wareneingang → Kommissionierung → Versand):

  • Wo werden die Pfeile "dünner" (Stau/Engpass)?
  • Dort, wo die dicksten Warenströme fliessen, lohnt sich ein hoher Automatisierungsgrad (z. B. Fördertechnik statt Gabelstapler), da hier die grösste Hebelwirkung liegt.

3. Einsatz beim Rechnersystem (Datenfluss)

Man kann damit auch den Informationsfluss darstellen:

  • Wo gehen Informationen verloren oder müssen manuell erfasst werden?
  • Es hilft zu entscheiden, an welcher Stelle das WMS (Rechnersystem) Schnittstellen zu Scannern oder Robotern benötigt.

4. Eigen- oder Fremdlager (Kostenströme)

Du kannst die Logistikkosten als Sankey-Fluss darstellen:

  • Links: Gesamtes Logistikbudget.
  • Rechts: Aufspaltung in Personalkosten, Miete, IT-Kosten.
  • Ist der Block "Personal" riesig, deutet das auf ein Potenzial für Outsourcing (Fremdlager) oder eben Automatisierung hin.

 

 Transport und Fördersysteme

 

Transportsysteme

  1. Ausserbetriebliche Verkehrsysteme 
    1. Bahn - LKW - Schiff - Flugzeug
  2. Innerbetriebliche Fördersysteme 
    1. Fördermittel
      1. Stetigförderer
        • Förderband 
        • Transportgebläse, Kratzkettenförderer
      2. Umstetigförerer
        1. Unstete Hebezeuge 
          1. Ortfest / Stationär
            • Aufzüge
            • Hebebühnen
          2. Fahr / Verschiebar
            • Krane 
            • Elektrohängebahn
            • Rohrpostenlage
            • Kleinbehälter - transportanlage 
        2. Unstete Flurförderzeuge
          1. Keine oder geringe Automatiesierung 
            • Hunwagen
            • Stapler
            • Kommissionierer
          2. Hohe Automatiesierung
            • Fahrerlose Transportsysteme FTS
            • Automatische Regalbediengeräte RGB
    2. Förderhilfsmittel
      • Paletten
      • Container 
      • Gitterboxpalette
      • Sack, Beutel

WIrtschaftliche Bestmmingskriterien zur Bestimmung der Eignung (Vorteilskriterien)

Eignung Fördersysteme und Förderarten

Die Förderarten: Stetig oder Unstetig 

Das Fördergut : Agrregation (Flüssig, gasförmig, fest) - Geometrie, physikalische und chemische Eigenschaften

Die Förderstrecke: Entfernung vom Start zum Endpunkt. Bodenbeschaffenheit

Die Förderintensität: Menge das gutes Pro Zeiteinheit

Die Gesetliche Vorschriften: Arbeitsicherheit, Gefahrstoffe

Die Investitionskosten und Betriebskosten

Das Zusammenwirken mit den technischen Lagersystemen und der EDV

Vorteile und Nachteile Fördersysteme und Förderarten 

(Klassifizirungssytematik der wirtschaftliche Bestimmungskriterien)

Materiafluss

Bei Unstetig und Stetigförderern setz isch der Materialfluss, das Förderspiel immer aus vier schritten zusammen

  1. Lastaufnahme des Fördergutes am Aufnahmestandort 
  2. Transport des Gutes zum Abgabestandort 
  3. Lastabgabe am Abgabestandort
  4. Stillstandzeit oder Fahr zu einer weiteiren Aufnahme

 

Unstete Flurförderfahrzeuge

Merkmale - Vorteile und Nachteile

Die Stuerung und Bewegung des unsteten Fördermittel Erfolgt:

  1. Manuel direkt duch den Fördermittelfahrer
  2. Mechanisch indriekt durch das Fördermittel - Bedienpersonal
  3. Automatisiert indrekt via Leitstand durch eine Rechnersteurung

Merkmale für Unstetigförderer

  1. Unstetige unterbrechbare Transportablaufe
  2. Frei wahlbare Wege und Richtungen

Vorteile 

  1. Geringe Investitionbedarf
  2. Flexible auslastung möglich
  3. Geringe Betroffenheit bei EDV ausfall

Nachteile

  1. Hohe Personalkosten
  2. Beschränke Förderinrensität

Merkmale Stetig Förderer

− Kontinuierlich anfallende Transporte von Schüttgut und Stückgut
− Vordefinierte, gleichbleibender Förderweg 
− Speicherprogrammierte Steuerung SPS

Stetigförderer - Vorteile und Nachteile 

Vorteile

  1. Hohe Förderintensität 
  2. Hoher Raumnutzungsgrad
  3. Permanente Transportbereitschaft 
  4. Niedriger Personalbedarf
  5. Eher hohe Automatisierbarkeit
  6. Niedrige Betriebskosten

Nachteile

  1. Durch Ortsfeste Installation dadurch eingeschränkte Bewegungsflexibilität
  2. Hoher Investitionsbedarf 
  3. Eher hohes Kostenrisiko ungenügender Auslastung
  4. Eher hohes Störfallrisiko bei EDV Ausfall

Förderhilfsmittel

 

Tragend

  1. Einwegpalette
  2. Mehrwegpalette
  3. Chemiepalette
  4. Werkstückträger

Umschlissend 

  1. Palette+Rahmen
  2. Gitterboxpalette
  3. Vollwandboxpalette
  4. Rolpalette
  5. Rollwagen

Abschliessend 

  1. Paletten+Rahmen+Deckel
  2. Flüssigtank
  3. Kisten
  4. Fässer
  5. Container
  6. Flaschen

 

Funktionnen von Förderhilsmittel

  • Funktionen von Förderhilfsmittel sind:
    − Aufnahme des Fördergutes
    − Schutz des Fördergutes vor Beschädigung und Schwund 
    − Manipulierbarkeit mit Fördermittel
    − Lagerfähigkeit
    − Informationsträger

Beschaffunglogistik

Distributionlogistik

Produktionlogistik

Entsorgunglogistik

Beschaffunglogistik: Verschieden externe oder interne Lager wie beispielweise Büromaterial, Rohstoflager, Reservelager, Konsignationlager, in einem einzigen Beschaffungs, Einganglager Zusammenzulegen.

Produktionslogistik: kann Die Zentralisierung die verschiedenen Zwischenlager und Puffer innerhalb eines Produktionsstandortes oder auch innerhalb und zwischen mehreren Produktionswerken an verschiedenen Standorten betreffen.

Distributionslogistik: geht es um die de oder Zentralisierte stufenweise Lagerhaltung in alternativen Distributonsstrukturen vom Produktionsfertigwarenlager / Werklager bis zum Kunden.

Entsorgungslogistik:  dient die Zentralisierung der weg und Kostenoptimalen Zusammenlegung der Verschiedenen inner und ausserbetrieblichen Entsorgungsinseln und Entsorgungsstellen im Rahmen der Sammellogistik, um Abfallprodukte direkt oder über die Redistribution dem Recycling und der Entsorgung zuzuführen. 

Étudier