1.4 GRUNDLAGEN FINANZGESCHÄFT (814-FIN)
CYP BFE Kurs
CYP BFE Kurs
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Cartes-fiches
Goldanlagen
- Alternative Anlagen (entwickeln sich nicht wie die konventionellen Märkte)
- Direkte Anlagen
- Physisch (Barren / Plättchen, Münzen, Medaillen)
- Metallkonto
- Indirekte Anlagen
- Wertschriften (Zertifikate, Optionen)
- Aktien einer Goldmine
- Keine Mehrwertsteuer
Edelmetall Anlagemöglichkeiten
- Gold, Silber, Platin, Palladium
- Echtheit durch schriftliches Zertifikat von international anerkannter Prägeanstalt
- Neuproduktion über Primärmärkte von Förderminen nach London, Zürich, New York
- Auf Sekundärmärkten wird das erworbene Gold verteilt.
Zinsusanzen
- Es gibt 3 mögliche Arten von Zinsrechnen (Zinsusanz)
- Deutsche Zinsusanz: Jeder Monat hat 30 Tage, das Jahr 360 Tage. Man spricht von 360/360
- Internationale Zinsusanz: Tage werden nach Kalender gerechnet. Januar 31, Februar 28 usw. Das ganze Jahr aber nur mit 365/360
- Englische Zinsusanz 365/365. Monate nach Kalender und Jahr mit 365
- Am Euromarkt wird alles mit internationaler Usanz gerechnet
Definition Diskontpapier
Diskontpapiere (Geldmarktbruchforderungen, Treasury Bills, Banker’s Acceptances, Commercial Papers)
Banker Bill comes with Geld in the Disco (Bank / Bills / Commercial / Geldmarkt > Discont)
- Vorteil: Da unter pari ausgegeben wird weniger Kapital benötigt
- Geldmarktbuchforderungen
- Laufzeit 3 oder 6 Monate
- Verzinsung durch Diskontabschlag bei Ausgabe
- Rückzahlung 100% des Nominalbetrags
Zinspapiere
- Callgeld: Kurzfristige Laufzeit, Kündigungsfrist wird vereinbart, oft 48h. Interessant da verzinst aber trotzdem kurzfristig verfügbar. Banken legen kurzfristige Liquiditätsüberschüsse bei anderen Banken als Callgeld an
- Tagesgeld: Fester Zinssatz und feste Laufzeit 1-29 Tage.
- Festgeld: 1-12 Monate mit festem Zins, Rückzahlung am Ende. Mindestens 100’000
- Treuhandgelder: Anleger erteilt Auftrag das Geld bei einer ausländischen Bank anzulegen: Kunde bleibt anonym. Kunde bezahlt Kommission. 1-12 Monate. Zinserträge sind Verrechnungssteuerfrei da sie aus dem Ausland kommen
- Internationale Zinspapiere – Certificates of Deposit (CD’s)
- Laufzeit < 6 Monate. Fester Zins. Mindestens >50k$. Können auf Sekundärmärkten gehandelt werden. Kann vor Fälligkeit flüssig gemacht werden
Definition Zinspapier
Zinspapiere (Callgeld, Tagesgeld, Festgeld, Treuhandanlagen, Ceritficates of Deposit):
- Fixer Zinnsatz, Nennwert am Ende zurückbezahlt, Ertrag = Zins
Definition Kapitalmarkt
- Kapitalmarkt: Anlagen mit Laufzeit > 1 Jahr
- Primärmarkt: Aktien, Obligationen, Anlagefonds
- Sekundärmarkt: Aktien, Obligationen, Anlagefonds
Definition Geldmarkt
- Geldmarkt: Kurzfristige Anlageinstrumente, 1 < Jahr
- Primär: Callgelder, Tagesgelder, Festgelder, Treuhandanlagen, Banker’s Acceptances, Treasury Bills, Commercial Papers, Geldmarktbuchforderungen, Certificates of Deposits
- Sekundär:
- Banker’s Acceptances, Treasury Bills, Commercial Papers, Geldmarktbuchforderungen, Certificates of Deposit
Definitions Passiv verwaltet (Fonds)
- Passiv verwaltet
- Bekannten Index nachbilden, keine Änderungen
- Keine Käufe/Verkäufe während Laufzeit
- Gleiche Entwicklung wie Index erwartet
- Tiefe Gebühr
- ETF: Indexfonds
Definition Aktivverwaltung (Fonds)
- Aktiv verwaltet
- Verschiedene Strategien
- Professioneller Fondsmanager, laufende Anpassungen
- Ziel: Benchmark übertreffen
- Hohe Gebühr
- Strategiefonds, Obligationenfonds, Geldmarktfonds, Aktienfonds, Immobilienfonds
Definition Revisionsstelle (Fonds)
- Revisionsstelle
- Kontrolliert regelmässig die Fondsleitung sowie die Depotbank
Definition Depotbank (Fonds)
- Depotbank
- KAG (Kollektivanlagengesetz) sieht vor, dass Fondsvermögen bei der Depotbank gehalten wird
- Überwacht Einhaltung des Fondsreglements und steht unabhängig zur Fondsleitung
- Anleger bezieht/verkauft Anteilsscheine bei der Depotbank
Definition Fondsleitung
- Fondsleitung
- Zuständig für Verwaltung des Fondvermögen
- Je nach Markt kauf von Rohstoffe/Wertschriften/Immobilien/spekulative Termingeschäfte
- Einmal pro Tag wird Nettoinventarwert ausgegeben für Kauf/Verkauf von Anteilsscheinen
Definition Anleger (Fonds)
- Anleger
- Kauf von Anteilsscheinen
- Diversifiziert: Einzige Plficht: Spesen zahlen
- Recht auf jährliche Vermögenserträge
Arten von Fonds
- Fondsarten
- Geldmarktfonds: Geldmarkt <12 Mt. Laufzeit
- Aktienfonds: Beteiligungspapiere
- Obligationenfonds: Gläubigerpapiere
- Immobilienfonds: Immobilien in- und Ausland
- Anlagestrategiefonds: Je nach Risikoprofil
- Rohstofffonds: Gold, Silber, Öl
- Hedge Funds: Optionen/Futures, speculative Anlagen
Definition Anlagefonds
- Anlagefonds
- Vermögen aus Vielzahl unabhängiger Anleger in Kapitalanlage
- Wird von Fondsleitung verwaltet
Definition Bonität
- Bonität: Finanzkraft, Kapitalstruktur, Marktstellung, Qualität des Managements und Zukunftsaussichten
Definition Rating
- Rating-Agenturen beurteilen Bonität grosser Schuldner und veröffentlichen ihre Einschätzung als Rating
- Anleihen mit hoher oder bester Qualität und tiefem Risiko Rating von BBB oder Baa (Investment Grade)
- Ab einem Rating von BB oder Ba gilt eine Anleihe als (hoch) spekulativ und wird in Speculative Grade eingeteilt
- Mit gutem Rating kann Unternehmen Kapital zu günstigeren Zinsen aufnehmen
- Rating: AAA, AA, A, BBB, BB, B, CCC, CC, C, D
Definition Wandelprämie
- Wandelprämie: Erwerb des Beteiligungspapiers via Wandelobligation verglichen mit Direktkauf an der Börse. Wandelprämie in Prozent.
Definition Wandelparität
- Wandelparität: Kosten vom Erwerb eines Beteiligungspapiers durch Kauf einer Wandelobligation zum aktuellen Kurs und Ausübung des Wandelrechts
Definition Wandelpreis
- Wandelpreis: Preis für das Beteiligungspapier bei Ausübung des Wandelrechts
Definition Agio / Disagio
- Agio / Disagio (Aufgeld / Rückvergütung): Optionaler Betrag der bei Wandlung bezahlt/erhalten wird
Definition Wandelverhältnis
- Wandelverhältnis: Anzahl Basiswerte (Aktien) die der Anleger bei Wandlung pro Obligation erhält
Definition Wandelfrist
- Wandelfrist: Zeitraum während dem der Anleger wandeln kann (meistens ganze Laufzeit der Obligation)
Definition Wandelbedingungen
- Wandelbedingungen durch Emittent bestimmt (Wandelbedingungen)
- Convertible Bond: Wandelanleihe die in Aktien des gleichen Schuldners gewandelt werden kann
- Exchangeable Bond: Wandelanleihe die nicht in Basiswerte des Schuldners gewandelt werden kann (Edelmetalle, Rohstoffe etc.)
Definition Wandelanleihe
- Anleger erwirbt mit der Obligation ein Wahlrecht
- Feste Laufzeit und Zins
- Umtauschrecht: Obligation in Beteiligungspapiere (z.B. Aktien umwandeln)
- Optionsrecht: Optionsrecht, Aktien zu erwerben
- Tieferer Zins als normale Anleihen
Definition Fonds
Fondsanteile: Mischform von Forderungs- und Beteiligungspapieren. Anlagefonds ist ein Sammelbecken von Anlegegeldern. Anleger erhält Forderungsrecht auf einen Anteil am Anlagevermögen und erzielten Anlageerfolg.
Definition Bedingtes Termingeschäft
- Bedingtes Termingeschäft (Optionen, Warrants):
- Der eine Vertragspartner (Optionsverkäufer) räumt dem anderen das Wahlrecht ein:
- Warte X zum Zeitpunkt > zum bereits festgesetzten Preis Z
- Kaufen/Verkaufen
- Der andere Vertragspartner (Optionskäufer) zahlt für das eingeräumte Wahlrecht sofort bei Vertragsabschluss eine Optionsprämie
- Optionskäufer darf entscheiden, ob er die Warte kaufen will oder nicht
- Optionsverkäufer muss den Vertrag aber erfüllen, wenn der Optionskäufer sich dafür entscheidet. Daher erhält er in jedem Fall die Optionsprämie
- Der eine Vertragspartner (Optionsverkäufer) räumt dem anderen das Wahlrecht ein:
Definition Unbedingtes Termingeschäft
- Unbedingtes Termingeschäft (Future): Beide Seiten verpflichtet, das Geschäft auf jeden Fall auszuführen. Hat der Käufer die Wahl ob Geschäft ausgeführt wird: bedingtes Termingeschäft
Basiswert
- Basiswerte: sind z.B. Forderungspapiere / Beteiligungspapiere / Rohstoffe usw. Basiswert = «Underlying»
Definition Termingeschäft
- Termingeschäft: Abschluss und Erfüllung zeitlich auseinander. Vertragspartner definieren:
- Kauf / Verkauf
- Festgelegte Menge eines bestimmten Gegenstands (Basiswert)
- Bestimmter Zeitpunkt / Zeitspanne in der Zukunft
- Bei Vertragsabschluss festgelegter Preis
Definition Genossenschaftsanteil
- Bestätigen Beteiligungsrechte an einer Genossenschaft
- Auf Namen des Genossenschaftsmitglied ausgestellt
- Keine Wertpapiere, nicht gehandelt
- Jedes Mitglied hat nur eine Stimme, egal wie viele Scheine
Definition Simmtrechtsaktien
- Vorzüge in Statuten bezgl. Mitgliedschaftsrechte
- Geringerer Nennwert aber gleiches Stimmrecht als andere Aktien
- Stimmrechtsaktien dürfen nur als Namenaktien ausgegeben werden
Definition Vorzugsaktien
- Vermögensrechtliche Vorrechte, sind in den Statuten geregelt
- Z.B. Anrecht auf höhere Dividende, grösseres Bezugsrecht bei Kapitalerhöhungen, oder Recht auf einen höheren Liquiditätserlös
- Belohnung für besondere Aktionäre
Definition Stammaktien
- Normale Aktien, weder erhöhtes Stimmrecht noch vermögensrechtliche Vorteile
Definition Vinkulierte Namenaktien
- Statuten der AG grenzen Übertragung von Namenaktien ein
- Rahmenbedingungen werden festgelegt. Erfüllt der Aktionär diese nicht wird nichts ins Aktienregister eingetragen
- Bei börsenkotierten Unternehmen nur enge Schranken zulässig, Bsp: maximal 5% des gesamten Aktienkapitals pro Aktionär
- Schutz vor ungewollter Übernahme
- Mitgliedschaftsrechte erst nach Zustimmung VR (börsenkotiert) oder der AG
Definition Inhaberaktien (Inhaberpapiere)
- Inhaberaktien (Inhaberpapiere)
- Bei Inhaberaktien ist Name des Inhabers (Aktionärs) nicht auf der Urkunde
- Nur noch bei börsenkotierten Unternehmen und bei Ausnahmen
- Wer Namen- oder Inhaberaktien erwirbt und >25% des Aktienkapitals erreicht, muss die wirtschaftlich berechtigte Person melden
Definition GEE Generelle Eintragungsermächtigung bei Depots
- GEE Generelle Eintragungsermächtigung bei Depots
- Bei Kauf einer Aktie teilt Bank dem Aktienregister den Namen des Käufers automatisch für Eintragung mit. Sonst muss der Käufer sich aktiv eintragen lassen
Definition Namenaktien (Orderpapiere)
- Namenaktien (Orderpapiere)
- AG führt Aktienbuch/Aktienregister
- Namenaktionäre sind darin mit Adresse erfasst
- AG kennt ihre Aktionäre und deren Anteile
- AG kann Aktionäre direkt ansprechen
- Einfacher Geldwäscherei zu bekämpfen
Herausgabe Aktien (Markt)
- Geldzufluss an das Unternehmen findet nur einmal über Primärmarkt statt wenn Aktie herausgegeben wird. Der Handel danach findet auf den Sekundärmärkten statt, hier fliessen keine neuen Mittel an das Unternehmen
- Bei Namensaktien ist es möglich, diese nicht gleich voll einzubezahlen. Die Gesellschaft kann den Aktionär auffordern, den noch nicht einbezahlten (liberierten) Teil einzubezahlen. Erst dann ist seine Pflicht vollständig erfüllt