Personalführung Akademie

Personalführung SVIT

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R. F.
Diese Lernkarten decken fortgeschrittene Konzepte der Personalführung auf Universitätsniveau ab. Sie behandeln Konflikte, Zielsetzungen, Kommunikationstechniken und Selbstmanagement, wobei auch Modelle wie das Johari-Fenster, das Eisenhower-Prinzip und die ALPEN-Methode erklärt werden. Die Karteikarten sind besonders für Studierende und Führungskräfte hilfreich, die ihre Fähigkeiten in Personalführung und Konfliktlösung verbessern möchten.
Flashcards
74
Students
2
Language
German
Category
Micro-Economics
Level
University
Created / Updated
06.01.2026 / 28.01.2026

Flashcards

Definition Führung

Führung ist die zielgerichtete Beeinflussung des Verhaltens & des Erlebens von Mitarbeitenden und von Gruppen in Organisationen

Das St. Galler Managementmodell

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Definition Managemenf

leiten (to manage)

  • Vorgeben von Handlungen, Prozessen und Vorgehensweisen

Definition Führung

führen (to lead)

  • Prozess, in dem man den Betroffenen versucht klar zu machen, was für Auswirkungen sein Handeln hat, um dann zusammen mit ihm einen Prozess zu definieren.

Hauptaufgaben der Führung 

  • in den Managementprozessen

  1. Planen
  2. Entscheiden
  3. Anordnen
  4. Kontrollieren
unternehmerische Ziele planen, entscheiden welche Ziele weiterverfolgt werden sollen, diese den Mitarbeitenden zuordnen und anschliessend kontrollieren, ob diese erfüllt worden sind

Hauptaufgaben der Führung 

  • in den Kern- und Unterstützungsprozessen

  1. Fordern
  2. Fördern
  3. Stützen
  4. Entwickeln
Mitarbeitende durch geeignete Führungsintrumente in den versch. Kompetenzen zu fordern, fördern, MA bei Zielerreichung unterstützen und bedürfnisgerecht zu entwickeln.

Hauptkompetenzen der Führung

  • Fachkompetenz (Führung, Menschenkenntnisse, Recht kennen, Konflikte erkennen)
  • Sozialkompetenz (Empathie, Hilfsbereitschaft, teamfähig, fair etc.)
  • Selbst-/Ich-Kompetenz (Kritik einstecken, sich selbst reflektieren, verlässlich, loyal)
  • Methodenkompetenz (vernetztes Denken, Lösungsansätze, Termine einhalten, Prioritäten setzen etc.)

Johari Fenster

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Gliederung Stelleninserat

  1. Leitbild / Vision
  2. Funktionendiagramm
  3. Stellenbeschreibung
  4. Anforderungsprofil
  5. Organigramm (Aufstellung Firma / Hierarchie)

Stellenbeschreibung

zeigt die Tätigkeiten auf, die mit einer bestimmten Arbeitsstelle verbunden sind

Anforderungsprofil

ist quasi ein Soll-Profil mit den Anforderungen an den Bewerber

AIDA-Modell

ist von Elmo Lewis

  • A wie kann ich mit dem Inserat Aufmerksamkeit erreichen?
  • I wie kann ich nachher das Interesse auf die Anzeige wecken?
  • D wie kann ich den Drang/Wunsch des Lesers nach mehr Informationen lenken?
  • A wie kann ich den Leser auffordern den nächsten Schritt zu unternehmen?
—> Aufmerksamkeit, Interesse, Desire, Action

Personalentlöhnung

  • unternehmensexterne Einflussfaktoren

  • Branche & Konkurrenzsituation
  • Standort der Unternehmung
  • Wirtschaftslage
  • Gesetze

Personalentlöhnung

  • unternehmensinterne Einflussfaktoren

  • Grundsätze der Lohnpolitik
  • finanzielle Möglichkeiten
  • Zukunftsaussichten
  • aktuelle Personalsituation

Lohngerechtigkeit (5 Kriterien)

  • Anforderungsgerecht
  • Leistungsgerecht
  • Sozialgerecht
  • Marktgerecht
  • Erfolgsgerecht

Personalpolitik

 

  • Verbesserung Wettbewerbsfähigkeit
  • Erhöhung Flexibilität
  • Steigerung Mitarbeitermotivation
  • Sicherung Mitarbeiterpotential

Personalentwicklung

  • im Unternehmen müssen geeignete Qualifikationen zur Verfügung stehen, um die Unternehmensziele zu unterstützen und zu erreichen
  • die Potenziale der Mitarbeiter sind gezielt zu erkennen, zu entwickeln und auszuschöpfen

Konzepte der Personalentwicklung (7 Konzepte)

  • in the job (Mitarbeiter wird auf die Übernahme einer neuen Tätigkeit vorbereitet)
  • on the job (learning by doing = Arbeit & Weiterbildung laufen parallel)
  • near the job (in der Nähe zum Arbeitsplatz, kontinuierliche Verbesserung der Arbeitsmethodik / -leistung)
  • parallel to the job (qualifizierte Beratung des MA zur Aufgabenerfüllung)
  • off the job (ausserhalb des Arbeitsplatzes z.B. externe Seminare)
  • along the job (umfasst alle Massnahmen der Personalentwicklung, durch die ein MA systematisch über einen längeren Zeitraum entwickelt & auf weiterführende Aufgaben vorbereitet wird)
  • out of the job (Vorbereitung auf den Ausstieg aus dem Berufs-/Arbeitsleben)

Das Vier-Phasen Mitarbeiterlebenszyklus-Modell

  1. Einführungsphase
  2. Wachstumsphase
  3. Reifephase
  4. Sättigungs-&Abschwungsphase

Führung als unternehmerische Aufgabe

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Führungstechniken (Definition & Aufzählung)

  • Grundsätze, nach welchen Kriterien im Betrieb geführt wird
  • besitzen für alle Führungskräfte Gültigkeit
  1. Management by Objectives (MbO)
  2. Management by Delegation (MbD)
  3. Management by Exception (MbE)
  4. Management by System (MbS)

Management by Objectives (MbO)

Führung durch Zielvereinbarung

Voraussetzungen- Ziele müssen SMART sein- Kontrolle der Zielvereinbarung- Zielvereinbarungsgespräche führen- MA müssen Eigenverantwortung & Eigeninitiative mitbringen Vorteile
  • Entlastung von Führungskräften
  • Fähigkeiten & Kompetenzen der MA werden voll ausgeschöpft
  • schafft hohe Transparenz im Unternehmen
  • schnellere Prozesse im Unternehmen
Nachteile
  • MA könnten überfordert werden
  • zu hoher Leistungsdruck
  • schwer Verständlichkeit& Transparenz der Ziele zu gewährleisten

Management by Delegation (MbD)

Führung durch Delegation ist gekennzeichnet durch das Delegieren von Aufgaben, Verantwortung und Kompetenzen. 

Voraussetzungen:

  • klar definierte Aufgaben und Kompetenzen 
  • gutes & strukturiertes Aufgabensystem
  • Führungskräfte müssen richtig delegieren können
  • Aufgaben dürfen nicht persönliche Erfüllung als Voraussetzung haben
Vorteile
  • Entlastung Führungskräfte
  • Fähigkeiten & Kompetenzen der MA werden voll ausgeschöpft
  • schafft hohe Transparenz im Unternehmen
  • schnellere Prozesse im Unternehmen
Nachteile
  • Fehler werden später oder gar nicht entdeckt
  • Nachkontrolle ist notwendig
  • führt zu höherem bürokratischen Aufwand

Management by Exception (MbE)

Führung in Ausnahmesituationen ist gekennzeichnet durch Führung vor allem dann, wenn Fehler verursacht wurden. Manchmal auch bei Krankheiten, Unfällen, Krisen etc.

Voraussetzungen:

  • eignet sich vor allem für Routinearbeiten
  • Kontrollmechanismen müssen vorhanden sein
  • MA benötigen die Kompetenz & Erfahrung
  • detaillierte Vorgabem von Zielen & Richtlinien
Vorteile:
  • stellt hohe Selbstständigkeit der MA sicher
  • hohe Motivation der MA
  • Entlastung Führungskräfte
Nachteile:
  • Methode nur beschränkt einsetzbar
  • Gefahr der Demotivation durch klare Definition des Handlungsspielraums
  • fordert von MA weniger Eigenverantwortung
 

Management by System (MbS)

Führung mit System ist gekennzeichnet durch prozessorientiertes Vorgehen der Führung.

Voraussetzungen:

  • offene Kommunikation
  • Die eingesetzten Systeme müssen die richtigen Entscheidungen treffen
Vorteile:
  • Vermeidung/Minimierung Fehler
  • Verbesserung Qualität Arbeit
  • Einsparung Kosten & Zeit
  • einfache Zusammenarbeit durch einheitlicher Ablauf

Führungsstile nach (Robert Tannenbaum & Warren H. Schmidt);

  • autoritär
  • patriarchalisch
  • beratend
  • kooperativ
  • partizipativ
  • demokratisch

Vorgesetzer entscheidet und ordnet an

Führungsstile nach (Robert Tannenbaum & Warren H. Schmidt);

  • autoritär
  • patriarchalisch
  • beratend
  • kooperativ
  • partizipativ
  • demokratisch

Vorgesetzter entscheidet: er ist aber bestrebt, die Untergebenen von seinen Entscheidungen zu überzeugen bevor er anordnet.

Führungsstile nach (Robert Tannenbaum & Warren H. Schmidt);

  • autoritär
  • patriarchalisch
  • beratend
  • kooperativ
  • partizipativ
  • demokratisch

Vorgesetzter entscheidet; er gestattet Fragen zu seinen Entscheidungen, um durch deren Beantwortung die Akzeptanz zu erreichen.

Führungsstile nach (Robert Tannenbaum & Warren H. Schmidt);

  • autoritär
  • patriarchalisch
  • beratend
  • kooperativ
  • partizipativ
  • demokratisch

Vorgesetzter informiert über Entscheidung, welche beabsichtigt wird & MA haben Möglichkeit Meinung zu äussern bevor die endgültige Entscheidung getroffen wird.

Führungsstile nach (Robert Tannenbaum & Warren H. );

  • autoritär
  • patriarchalisch
  • beratend
  • kooperativ
  • partizipativ
  • demokratisch

Gruppe entwickelt Vorschläge. Aus den möglichen Problemlösungen entscheidet sich der Vorgesetzte für seine favorisierte. 

Führungsstile nach (Robert Tannenbaum & Warren H. );

  • autoritär
  • patriarchalisch
  • beratend
  • kooperativ
  • partizipativ
  • demokratisch

Gruppe entscheidet: nachdem Vorgesetzter Problem aufgezeigt & Grenzen des Entscheidungsspielraums gestgelegt hat

***

Gruppe entscheidet: der Vorgesetzte fungiert als Koordinator nach innen & nach aussen

Führungsmodell zweidimensional 

nach Robert R. Blake & Jane S. Mouton

4-Stufen-Methode der Arbeitsunterweisung

  • Vor- & Nachteile

Vorteile:

  • verkürzte An- & Umlernzeit
  • Vermeidung Nacharbeit
  • schnelle, einfache Handhabung
  • geringer organisatorischer Aufwand
Nachteile:
  • Ausbildung & Eignung der unterwiesenen Person
  • Einsatz nur für wiederkehrende Tätigkeiten
  • Gefahr zu schematischer Unterweisung
  • Erkennen des richtigen Qualifizierungsbedarfs
Es sollte auf folgendes geachtet werden- Lernabschnitte (WAS)- Arbeitsablauf & Hinweise (WIE)- Begründungen (WARUM SO)- Hilfsmittel  

4-Stufen-Methode der Arbeitsunterweisung

  • 4 Stufen

  1. Vorbereitung
  2. Vorführung
  3. Ausführung
  4. Üben

Bedeutung Motivation

Motivation bedeutet, die Beweggründe (Motive), nach denen der Mensch sich aufgrund seiner Besürfnisse ausrichtet, durch geeignete Massnahmen zu unterstützen und zu begleiten.

Drei Elemente der Motivation

  • das eigentliche Motiv (Bedürfnis)
  • das angestrebte Ziel (Anreiz)
  • das daraus resultierende Verhalten (Output)

Bedürfnispyramide nach Maslow

  • Selbstverwirklichung
  • Anerkennung
  • Gruppenzugehörigkeit / soziale Bedürfnisse
  • Schutz & Sicherheit
  • Grundbedürfnisse

Zweifaktorentheorie nach Herzberg

Motivatoren = Zufrieden / nicht zufrieden

Hygienefaktoren = Unzufrieden / nicht unzufrieden

 

Unterscheidung Gruppe und Team

Gruppe

  • zwei & mehr Menschen
  • Beziehung während gewisser Zeit
  • Gegenseitige Beeinflussung
  • kein gemeinsames Ziel (jeder für sich)
  • keine Rollendifferenzierung
  • unverbindlich
  • Ich-Gefühl / Wir-Gefühl
Teams
  • Gruppe von zwei o. mehr Menschen
  • gemeinsames Ziel & gemeinsame Verantwortung
  • klare Rollenverteilung
  • optimale Arbeitsteilung
  • bessere Leistungen
  • Zugehörigkeit zum Team ist essenziell
  • Wir-Gefühl

Gruppendynamischer Prozess nach Tuckman

  1. Forming
  2. Storming
  3. Norming
  4. Performing
  5. Adjouring

Forming

  • wer sind die anderen?
  • Führungsaufgabe: Vertrauensaufbau, Sicherheit & Stabilität gewähren, leichte & machbare Aufträge erteilen

Storming

  • Realität und Machtansprüche treten ein: Versuch, sich und eigene Rolle durchzusetzen
  • Führungsaufgabe: Regelverstösse ahnden, ermuntern zum Durchhalten, konstruktive Konfliktlösung

Norming

  • Einigung auf die Rollen der einzelnen Mitglieder: gegenseitige Akzeptanz
  • Führungsaufgaben: Wir-Gefühl unterstützen, mehr Verantwortung abgeben, das Team Konflikten offen begegnen lassen

Performing

  • gelebte Zusammengehörigkeit: Arbeit / Aufgabe auf gemeinsames Ziel / Ergebnis
  • Führungsaufgaben: Sparringpartner sein, darauf achten, dass Leistung nicht nachlässt

Adjouring

  • Auflösung eines Teams: Abschiedsphase
  • Führungsaufgabe: frühzeitig thematisieren, Motivation aufrecht erhalten, Stolz und Anerkennung zeigen

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