Unternehmenlogistik SCM

Suply Chain Managament / Logistik

Suply Chain Managament / Logistik

Diese Lernkarten behandeln die Grundlagen der Unternehmenslogistik und des Supply Chain Managements (SCM) auf einem fortgeschrittenen Niveau. Sie decken Themen wie Beschaffungslogistik, Produktionslogistik, Lagerlogistik, Distributionslogistik und Entsorgungslogistik ab, wobei Schwerpunkte auf Prinzipien wie Kanban, Just-in-Time (JIT) und ABC-/XYZ-Analysen liegen. Die Karteikarten sind besonders nützlich für Studierende und Fachkräfte, die sich mit der Optimierung von Logistikprozessen und der effizienten Steuerung von Materialflüssen auseinandersetzen möchten.
Karten
48
Lernende
1
Sprache
Deutsch
Kategorie
Allgemeinbildung
Stufe
Andere
Erstellt / Aktualisiert
19.11.2025 / 20.11.2025

Lernkarten

6 R

  1. Richtige Produkt 
  2. Richtige Ort
  3. Richtige Zeit
  4. Richtige Kosten 
  5. Richtige Menge
  6. Richtige Qualität 

Definition Suply Chain Managament

Planung, Steuerung und Optimierung der gesamten Lieferkette vom Rohstofflieferanten bis zum Endkunden.

Grob - Logistikbereiche

Makro Logistik

Meta Logistik

Mikro Logistik 

 

Makrologistik ( Organisationübergreifend )

Die Makrologistik befasst sich mit organisationsübergreifenden zusammenhängen gesamt wirtschaftlicher Art.

Mikrologistik ( organisationspezifisch )

Die Mikrologistik betrachtet die Organisationsspezifischen Logistiksysteme einzelner organisationen.

Metalogistik

Die Metalogistik bildet die verbindende Stufe und befasst sich mit Kooperation verschidener Organisationen im Güterfluss.

Logistik innerhalb eines einzelnen Unternehmens.

Definition Logistik

 

Planung, Steuerung und Kontrolle des Material- und Informationsflusses vom Lieferanten bis zum Kunden.

Hauptaufgabe der Logistik

1- Beschaffungslogistik

2- Lagerlogistik

3- Produktionslogistik

7- Distributionslogistik

8- Entsorgungslogistik

 

 

Einbindung Unternehmenlogistik als Querschnittfunktion in betriebliche umfeld

1- In der produzierenden industrie ( industrielogistik )

2- im Gross und Deteilhandel ( Handellogistik )

3- bei Logistikdientleistern wie Logistikzentren, Spediteure, Transporteure, Lagerhalter usw.  

 ( Dienstleitunglogistik )

Logistische Objekte

  • Material

  • Personen

  • Informationen

  • Energie

  • Infrastruktur

Gliederungsprinzipin der Logistik

1- Beschaffunlogistik

2- Produktionlogistik

3- Distributionslogistik

4- Entsorgunglogistik

5- Lagerlogistik

TUL - Prozesse

STULB -Prozesse

TUL-Prozesse:

Transport, Umschlag und Lagerung, innerhalb und zwischen allen Unternehmen entlang der Wertschöpfungskette werden als Querschnittfunktion transportiert, umgeschlagen und gelagert. Dieser Transport nennt man Transport-, Umschlag- und Lagerprozesse.

 

STULB-Prozesse:

In der Entsorgungslogistik kommen zu den TUL noch die S- und B-Prozesse dazu. - S -  steht für Sammeln und - B - für Behandeln.

Beim Sammeln werden mittels der Sammellogistik die zu verwertenden und zu beseitigenden Verpackungen, Produkte und andere Wert- und Abfallstoffe zuerst eingesammelt. Dann erfolgt die Behandlung, wie beispielsweise Abfalltrennung, -fraktionierung sowie die Aufbereitungs- (z. B. Recycling) und Beseitigungsverfahren (z. B. Verbrennung).

 

Ziele von Suply Chain Managament

Das Ziel des Supply Chain Managements ist es, die gesamte Lieferkette effizienter, kostengünstiger und zuverlässiger zu gestalten und dadurch die Kundenzufriedenheit sowie die Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens zu erhöhen.

 

2 Strategische Hauptziele Unternehmenlogistik

1 - Minimirung der Logistikkosten (Kostensenkung)

2 - Maximierung des Lieferservice (Leistungsteigerung)

Staregische Optimirung Ziele der Kostenelemente Unternehmenslogistik

1 - Minimirung Administrationskosten

2 - Minimirung Transportkosten

3 - Minimirung Umschlagkosten

4 - Minimirung Lagerkosten

5 - Minimirung Bestandkosten

 

Strategisch Gesamtziel der Unternehmenlogistik

Strategische Hauptziel    

Hoher Lieferservice (Leistungsteigerung)

  • Minimirung Lieferzeit
  • Erhöhung Lieferzuverlässigkeit
  • Sicherung Lieferungbeschaffenheit
  • Erhöhung Lieferflexibilität

 

Niedrige Logistikkosten (Kostensenkung)

  • Minimirung Adminstratitionskosten
  • Minimirung Transportkosten
  • Minimirung Umschlagkosten
  • Minimirung Lagerkosten
  • Minimirung Bestandkosten

Hauptaufgabe der unternehmenlogistik

Dei effiziente verfügbarmachung (erisebilinir hale getirmek) der Waren und Diensleistungen für den internen und externen Kunden, nach diesen bedürfnissen durch die unternehmenslogistik unter einhaltung die vorgegebene effizzienziele (Kosten und Leistung), ist die Hauptaufgabe der Unternehmenslogistik.

Unternehmenprozessmodell

1- Strategische Sicht / Unternehmenprozessebene

2- Taktische Sicht / Logistikhauptprozessebene

3- Dispotive sicht / Logistikteilprozessebene

4- Operative sicht / Arbeitssystemprozessebene

 

Hauptaufgabe der Unternehmenlogistik Zwischen Marktleistung und Kundenbedürfnis

Effizente Logistikleistung (Marktleistung)

1-Qualitative Verfügbeirkeit

2-Quantitative Verfügbarkeit

3-Raumliche Verfügbarkeit

4-Zeitliche Verfügbarkeit

Kundenbedürfnisse aufgrund Verfügbarkeit (Kaufentscheid)

 

6 Teilaufgaben Unternehmenlogistik

  1. Effizient      (Richtige Leistung zu Richtige Kosten)
  2. Raumlich    (am Richtige Ort)
  3. Zeitlich        ( zur Richtige Zeit)
  4. Quantitativ  (in der Richtige Menge)
  5. Qualitativ    (in der Richtige Qualität)

Computerintegrierte Logistik CIL

CIL = Logistik, die vollständig durch Computer und digitale Systeme gesteuert und vernetzt ist.

 

CIL bedeutet:  dass Computer, Software und digitale Systeme alle Schritte der Logistik miteinander verbinden – vom Einkauf über die Produktion bis zur Auslieferung. Dadurch laufen Prozesse schneller, genauer und automatisierter ab.

 

 

SCM Instrumente 

1- Angebot Lieferversorgungssituation

2- Versorgung Lagerstrukturen

3- Elektronische Gesschäftabwicklung

4- Frühinformation über Nachfrageveränderung 

5- Mengen und Bedarfsbündelungen

6- Rechtzeitige Kapazitätsanpassungen

SCM Ziele und Erwartungen

  • Steigerung der Erlöse - mehr Gewinn!

  • Reduzierung der Kosten - weniger Aufwand!

  • Wettbewerbsvorteil gegenüber der Konkurrenz!

  • Durchgängiger, transparenter Informationsfluss

  • Abbau von Schnittstellen

  • Lieferantenreduktion

Make-or-Buy-Entscheidung – einfache Definition:

Eine Make-or-Buy-Entscheidung bedeutet, zu entscheiden, ob ein Unternehmen ein Produkt oder eine Dienstleistung selbst herstellen („make“) oder von einem externen Anbieter einkaufen („buy“) soll.

Make-or-Buy Ziel

Ziel: Die wirtschaftlich beste und strategisch sinnvollste Lösung zu finden.

Typische Kriterien:

  • Kostenvergleich

  • Qualität

  • Flexibilität

  • Know-how im Unternehmen

  • Abhängigkeit von Lieferanten

Hauptziele der Make-or-Buy-Entscheidung?

Hauptziele einer Make-or-Buy-Entscheidung

  1. Kosten minimieren
    → Die wirtschaftlich günstigere Lösung wählen.

  2. Qualität sichern
    → Entscheiden, wo die bessere Qualität gewährleistet ist.

  3. Kernkompetenzen stärken
    → Sich auf das konzentrieren, was das Unternehmen am besten kann.

  4. Flexibilität erhöhen
    → Schneller auf Marktveränderungen reagieren können.

  5. Risiken reduzieren
    → Z. B. Abhängigkeit von Lieferanten vermeiden oder eigene Kapazitätsrisiken senken.

  6. Kapazitäten optimal nutzen
    → Eigene Ressourcen sinnvoll auslasten oder entlasten.

Definition: Strategisches Make-or-Buy & Kompetenz-Portfolio

Das Kompetenz-Portfolio hilft Unternehmen zu entscheiden, ob eine Tätigkeit selbst gemacht (Make) oder eingekauft (Buy) wird – basierend auf

Strategischer Bedeutung und eigener Kompetenz.

Trilogie der Flüsse in der unternehmenlogistik

1- MaterialFluss : Bewegung von Rohstoffen, Halb- und Fertigprodukten

2- InformationFluss: Alle Daten & Steuerungsinformationen

3-GeldFluss: Bewegung von Geldwerten

Warum „Trilogie“?

Diese drei Flüsse sind untrennbar miteinander verbunden:

  • Kein Materialfluss ohne Information

  • Kein Geldfluss ohne Materialbewegung

  • Schlechte Information → Teure Lager → Schlechter Cashflow

Effiziente Logistik = synchronisierte Flüsse

Welche zwei Prinzipien der Materialflusssteuerung gibt es und wie unterscheiden sie sich?

1- die Zentrale Materialflusssteuerung nach dem Pusch-Prinzip (Push = Bringen) 

2- die dezentrale Materialflusssteuerung nach dem Pull-Prinzip (Pull = Holen)

3- die Klassifikation mit ABC (XYZ) Analyse und Portfoliotechnik.

Push-Prinzip (BringPrinzip)

1- Zentrale Vorschau oder bedarfsorientierte Steuerung

2- Die Beschaffungslogistik versorgt ("Pusht") die Produktion über Zentralle Lager (oft auch direkt auf Termin an Produktionspuffer)

Lagermitarbeiter Lagern auf Termin aus und liefern in die Produktion.

3- Die auslöser ist die Bedarfsvorschau bereits bei der Produktionsplanung. (Klassiche Lager- Programmfertigung)

4- Der Materialbedarf stammt aus dem Produktionsplan.

5- Aus dem Bedarfsmengen werden Lager und Transportaufträge erstellt.

Pull-Prinzip (Holprinzip)

1- Eine dezentrale Auftrag oder verbrauchsorientierte Abrufsteuerung.

2- Der Beschaffunglogistik versorgt die Produktionsnahen Pufferlager auf abruf.

3- Der auslöser bei einem verbrauch in der Produktion ist der Kundenauftrag (Auftragfertigung)

4- Die Produktion (versorg sich selbs) aus diesem pufferlagern (Produktionsmitarbeiter entnimmt das Material). bei Entnahme wird die Lagermindensbestand das ausfüllen ausgelöst.

Hauptziele des JIT (Just in Time)

1- Senkung der Gesamtauftragsdurchlaufzeit

2- Zeitlich Nachfragegenaue Bereitstellung

3- Senkung Lagerbestandkosten

 

Anwendungbereich JIT

JIT Beschaffung: Die Beschaffunglogistik wird zwischen Lieferant und abnehmer Zeit und Mengegenau synchronisiert (fertigungssynchrone Beschaffung)

JIT Produktion: Die Produktionslogistik wird innerhalb der Produktion zeit und Mengengenau syschronisiert. 

KANBAN- Konzept (Pullprinzip)

Das KANBAN-Konzept basiert auf dem PULL- Respektive Holprinzip und der Fliess respektive Serienfertigung. Es ist ein Verbrauchsorientiertes, Produktionsnahes, dezentralle steuerungsverfahren.

Hauptziele KANBAN-Konzept (Pullprinzip)

1- Produktionwirtschaftliche Bestandsminimierung (Niedrige Lagerbestande)

2- möglich kurze Durchlaufzeiten in Fertigung und Montage 

3- möglich hohe und garantierte Termintreue

4- hohe Flexibilität durch ein System sich selbst Steuernder Regelkreise

Zwei KANBAN Methoden

KANBAN - Kartenmethode: Steuerung elemente sind sind umlaufbehälter an denen so genannte KANBAN Karten (Japanisch:Kanban=Karte oder Zettel) angebracht sind. ist ein Behälter lerr wird die Karte von der Montage an einer Steuerungstafel zur auslösung der nachproduktion der Teile angebracht.

E-KANBAN (E = Electronic) : ist eine immer häufiger angewandte KANBAN Weiterentwicklung bei welcher die KANBAN-Karte durch Monitore ersetz und Datenübermittlung mittels EDI (Elecktronic Date Interchance) durchgeführ wird.E-KANBAN innerhalb der Produktion als auch zwischen Lieferanten und Produktion mittels EDI eingesetz werden.

 ABC-XYZ  / Portfolio (Kombi aus beidem)

AX-Teile

  • Hoher Wert + stabiler Verbrauch

  • Top-Priorität, Just-in-Time, minimale Bestände

AZ-Teile

  • Hoher Wert + unregelmäßig

  • Sehr kritisch, Einzelfallentscheidungen

CX-Teile

  • Geringer Wert + stabil

  • Automatisieren, Kanban, große Lose

CZ-Teile

  • Geringer Wert + unregelmäßig

  • Einfach halten oder auf Anfrage beschaffen

ABC  / Artikel Material Portfolio

So ergeben sich die Portfolio Felder

1-Engpassartikel ( Verfügbarkeit gewährleisten)

2- Strategische Artikel (Technische zusammenarbeit)

3- Unkritische StandartartikelEffizient abwicklen)

4- Kernartikel (Marktpotenzial ausschöpfen)

A-B-C  / Portfolio

Die ABC-Analyse teilt Materialien/Artikel nach wirtschaftlicher Bedeutung ein (Meist Jahresverbrauchswert = Menge × Preis).

A-Teile

  • ca. 70–80 % des Werts, aber nur 10–20 % der Artikel

  • z. B. teure Schlüsselkomponenten

  •  sehr eng steuern, genaue Planung, niedrige Sicherheitsbestände

B-Teile

  • ca. 15–25 % des Werts

  •  normaler Steuerungsaufwand

C-Teile

  • ca. 5 % des Werts, aber 50–70 % der Artikel

  • z. B. Schrauben, Kleinteile

  •  einfache Prozesse, größere Bestellmengen, wenig Kontrolle

Merksatz: ABC = Wie wichtig ist der Artikel vom Geld her?

X-Y-Z  / Analyse (Bedarfsstabilität)

Die XYZ-Analyse schaut nicht auf den Wert, sondern auf die Vorhersagbarkeit des Verbrauchs.

X-Teile

  • Sehr konstanter Verbrauch
  • Gut planbar

  • Perfekte Kandidaten für automatisierte Disposition

Y-Teile

  • schwankender Verbrauch, oft saisonal

  • Prognosen mit Einschränkungen

Z-Teile

  • Unregelmäßig / sporadisch

  • Schwer planbar

  • Eher auftragsbezogen beschaffen

Merksatz: XYZ = Wie gut kann ich den Bedarf vorhersagen?

Unterschied Zwischen ABC und XYZ Analysen

ABC fragt: Wie wichtig ist der Artikel vom Wert her?
XYZ fragt: Wie gut lässt sich der Bedarf planen?

Die ABC-Analyse ist eine wertorientierte Klassifizierung von Materialien.
Sie teilt Artikel nach ihrem Jahresverbrauchswert in A-, B- und C-Teile ein.

A-Güter: Hoher Wertanteil (ca. 80%), geringe Stückzahl.

B-Güter: Mittlerer Wertanteil (ca. 15%).

C-Güter: Geringer Wertanteil (ca. 5%), hohe Stückzahl. 

Die XYZ-Analyse ist eine bedarfsorientierte Klassifizierung.
Sie bewertet Artikel nach der Vorhersagbarkeit des Verbrauchs.


X-Teile haben einen konstanten Bedarf,
Y-Teile schwanken,
Z-Teile sind unregelmäßig und schwer planbar.
Ziel ist die Optimierung von Planung und Sicherheitsbeständen.

In der Praxis werden beide Analysen kombiniert, um wertvolle und gleichzeitig gut oder schlecht planbare Artikel gezielt zu steuern.

JIT (just in Time)

Bedeutung:

Bei Just-in-Time werden Materialien genau dann geliefert, wenn sie in der Produktion gebraucht werden – nicht früher, nicht später.

Ziele:

  • Lagerkosten senken
  • Kapitalbindung vermeiden
  • Verschwendung reduzieren

Merkmale:

  • Sehr geringe Lagerbestände
  • Enge Abstimmung mit Lieferanten
  • Hohe Termintreue notwendig
  • Störanfällig bei Lieferverzögerungen

Beispiel:

Autositze kommen erst dann ins Werk, wenn sie direkt eingebaut werden.

 

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