prüfungsrelevante Themen


J. H.
Diese Lernkarten decken zentrale Prüfungsthemen für den Wirtschaftsfachwirt ab, darunter rechtliche Grundlagen wie das BGB, Handels- und Steuerrecht sowie betriebswirtschaftliche Zusammenhänge wie Marktmechanismen und Unternehmensformen. Sie vermitteln praxisnahes Wissen zu Verträgen, Insolvenzrecht, Arbeitsverhältnissen und betriebswirtschaftlichen Kennzahlen wie dem BIP. Ideal für Berufseinsteiger und angehende Fachwirte, die sich gezielt auf die Prüfung vorbereiten möchten.
Flashcards
160
Students
7
Language
German
Category
Micro-Economics
Created / Updated
01.10.2025 / 29.08.2026

Flashcards

VWL - Inwiefern dient das BIP als Maßstab für Wohlstand?

  • Es kann nur eingeschränkt als Maßstab dienen da:
    • auch der Vergleich des BIP zwischen den Staaten pro Kopf ist sinnvoll (Bsp.: BIP Deutschland > als Schweis, pro Kopf umgekehrt)
    • Wechselkurse müssen berücksichtigt werden (Bsp.: Preisniveau Schweiz > als Deutschland)
    • nur legale Leistungen können erfasst werden, Schattenwirtschaft wird geschätzt und illegale Leistungen können nicht erfasst werden
    • Umweltschäden werden nicht negativ berücksichtigt, das führt zu hochausgewiesenem BIP

VWL - Bruttonationaleinkommen (BNE)

  • misst den Wert von Waren und Dienstleistungen von Inländern im In- und Ausland
  • abzüglich der Vorleistungen für ein Endprodukt

VWL - Unterschied BIP und BNE

  • Unterschied basiert häufig auf Pendlerbewegungen bei Städten und Gemeinden
  • In Städten ist häufig das BIP höher
  • In Gemeinden ist häufig das BNE höher
  • Allgemein in Deutschland ist das BNE größer, wegen der Vermögenseinkünfte, denn Deutsche haben wegen der Zinsen mehr Kapital im Ausland, als Ausländer in Deutschland

VWL - Entstehungsrechnung des BIP

  • Hier wird der einzene Anteil der einzelnen Branchen (Sektoren) an der Entstehung des BIP ermittelt
  • Bsp. Branchen: Finanzdienstleistung, Industrie ...

VWL - Verwendungsrechnung des BIP

  • unterscheidet zwischen Bruttoinvestitionen der Unternehmen, privaten und staatlichen Konsumausgaben, sowie dem Außenbeitrag (Export-Inport)

VWL - Verteilungsrechnung des BIP

  • untersucht, wer das BIP erhält
  • Ein erheblicher Teil des BIP wird durch Abschreibungen gemindert
  • der wesentliche verbleibende Teil ist das Volkseinkommen

VWL - Nominales Wachstum des BIP

  • aus dem BIP zweier Jahre wird nominale Wachstumsrate des BIP berechnet
  • Diese besteht aus Preissteigerungen und Mehrproduktion von Gütern

VWL - reales Wachstum des BIP

  • reales Wachstum erhält man, wenn das nominale Wachstum um die Preisteigerungsrate des BIP (Deflator oder Inflationrate) korrigiert wird
  • so erhält man die Mehrproduktion von Gütern

VWL - Lohnquote

  • SIe dient als Indikator, ob es eine gerechte Verteilung des Einkommens gibt
  • Einkommen selbstständig Erwerbstätiger und Freiberufler finden hier keine Berücksichtigung
  • Formel: \(Lohnquote = {{Arbeitnehmerentgelte} \over Volkseinkommen} * 100\)

VWL - Gewinnquote

  • der Anteil der Einkommen aus unternehmerischer Tätigkeit und Vermögen am Volkseinkommen
  • Sie gibt Aufschluss darüber, ob ein Land stark von Kapital- oder Arbeitseinkommen geprägt ist. 
  • Formel: \(Gewinnqoute = {{Kapitaleinkommen} \over Volkseinkommen}*100\)

VWL - primäre und sekundäre Einkommensverteilung

  • primäre Einkommensverteilung steht für die am Markt erzielten Einkommen durch Gehälter, Löhne, Zinsen, Dividenden, Mieten etc. vor der Umverteiung durch den Staat
  • sekundäre Einkommensverteilung ist das Ergebnis durch Entziehung eines Teil des Einkommens, durch den Staat mittels Steuern, Gebühren, SV-Beiträgen und dessen Umverteilung mittels Transferzahlungen (Bürgergeld, Kindergeld etc.)
  • Ziel: Verteilungsgerechtigkeit

VWL - Verfügbares Einkommen eines Haushaltes

  • ergibts sich aus: 
    •    primäres Einkommen (Löhne, Gehälter, Zinsen etc)
    • + Transferzahlungen des Staates (Bürgergeld etc)
    • - direkte Steuern (Einkommenssteuer)
    • - Sozialversicherungsbeiträge
    • ______________________________
    • = verfügbares Einkommen

Dies kann für Konsum oder Ersparnis verwendet werden 

VWL - Magisches Viereck

  • angemessenes und stetiges Wirtschaftswachstum
    • Messgröße: reale Wachstumsrate BIP
    • angemessene Zielgröße DE = +2-4%
    • aktueller Wert 2024= -0,2%
  • hoher Beschäftigungsstand
    • Messgröße: Arbeitslosenquote
    • Ziel: geringe Arbeitslosigkeit (=Vollbeschäftigung) 2-4%
    • aktueller Wert: DE 06/2025= 6,2%
  • Preisniveaustabilität
    • Messgröße: Inflationsrate
    • Zielgröße (der EZB): ca. 2% im Jahr
    • aktueller Wert: DE 06/2025= 2%
  • außenwirtschaftiches Gleichgewicht
    • Messgröße: Leistungsbilanzsaldo
    • Zielgröße: innerhalb von +/- 2% des BIPs
    • aktueller Wert: DE 2024= 5,8% (248 Mrd €)

VWL - Magisches Viereck - Zielkonflikte und Zielharmonien

  • Zielharmonien:
    • stetiges Wirtschaftswachstum - hoher Beschäftigungsstand (Aufschwung führt mit zeitlicher Verspätung zur Abnahme Arbeitslosenquote)
  • Zielkonflikte:
    • stetiges Wirtschaftswachstum - Preisniveaustabilität (Wachstum = grds Anstieg Inflationsrate)
    • hoher Beschäftigungsstand - Preisniveaustabilität (mehr Beschäftigungen führen zu Preisanstieg)
  • Zielneutralitäten:
    • außenwirtschaftlichen Gleichgewicht - mit allen drei Zielen

VWL - Konjunkturzyklus

  • Aufschwung = Expansion: Umsätze, Löhne, Inflationsrate und Steuereinahmen steigen, Arbeitslosenquote sinkt
  • Hochkonkjunktur = Boom: geringe Arbeitslosenquote, Konsum und Umsätze steigen maximal, Inflation beginnt langsam
  • Abschwung = Rezession: Arbeitslosenquote steigt, Umsätze, Inflationsrate und Steuereinhamen sinken
  • Tahlsohle = Depression: Kosum und Umsätze sind stark gesunken, Arbeitslosquote sehr hoch

EineKonjukturzyklus geht klassischerweise 4-5 Jahre

VWL - Konjunkturindikatoren

  • Fruhindikatoren: Investitionen, Auftragseingänge, Ifo-Index (Unternehmensabfrage)
  • Gegenwartsindikatoren: Konsum, Auftragsbestände, Auslastung
  • Spätindikatoren: Erwerbsquote, Arbeitslosenquote, BIP

VWL - Konjunkturpolitik

  • Ziel der antizyklischen Konjunkturpolitik:
    • stetige Entwicklung des BIP mit geringen konjunkturellen Schwankungen
    • Instrumente: antizyklische Fiskalpolitik und antizyklische Geldpolitik
  • Maßnahmen im Abschwung:
    • antizyklische Fiskalpolitik: Steuern senken, Staatsausgaben erhöhen (z.B. Bau einer Schule)
    • antizyklische Geldpolitik: Leitzins senken (=geringerer Kreditzins = mehr Kredite)
    • Ziel: Wirtschaft ankurbeln
  • Maßnahmen im Aufschwung:
    • antizyklische Fiskalpolitik: Steuern erhöhen, Staatsausgaben senken (Mit höheren Steuern wird Geld aus Abschwung wieder reingeholt)
    • antizyklische Geldpolitik:Leitzins erhöhen
    • Ziel: Kunjunktur dämpfen

 

VWL - Kozeptionen der Wirtschaftspolitik

  • nachfrageorientierte Wirtschaftspolitik:
    • Diagnose: Rezession durch geringe gesamtwirtschaftliche Nachfrage = Geringerer Verkauf von Produkten = Entlassungen = verstärkte Krise
    • Lösung: antizyklische Fiskalpolitik, Steuern senken, Staatsausgaben erhöhen = steigerung Konsum der Bevölkerung
    • Folge: steigende Staatsschulden
    • Fazit: nur kurzfristig bei Konjunkturkrisen sinnvoll
  • angebotsorientierte Wirtschaftspolitik:
    • Diagnose: unzureichende Rahmenbedingungen für Unternehmen während einer Rezession, weshalb Unternehmensinvestitionen gering sind
    • Lösung: Verbesserung der Rahmenbedingungen durch Bürokratieabbau, Korruptionsbekämpfung, Abbau von Staatsschulden, Investitionen in gute Infrastruktur etc.
    • Folge: steigende Unternehmensinvestitionen
    • Fazit: langfristig sinnvoll und notwendig, aber ungeeignet bei Konjunkturkrisen

VWL - Inflation

  • anhaltende Preissteigerung
  • Kaufkraft des Geldes sinkt
  • Ursachen
    • Erhöhung der Geldmenge durch EZB
    • steigende Nachfrage durch Konsum, Investitionen, Staatsnachfrage und Exporte
    • Lohn-Preis-Spirale (Steigende Löhne = höhere Unternehmenskosten usw)
    • Inflationsdruck bei Rohstoffen (Gas/Rohöl)
  • Nachteile
    • Gläubiger/Sparer erleiden Wertverlust
    • BAföG, Renten usw. werden oft nicht angepasst
  • Vorteile
    • realer Wert von Schulden sinken für Schuldner
    • Staat erzielt durch Einkommenssteuer höhere Einnahmen
  • Gesamtwirtschaftlich überwiegen die Nachteile einer Inflation

VWL - Deflation

  • anhaltendes Sinken des Preisniveau
  • Kraufkraft des Geldes steigt
  • Nachteile
    • sinkende Umsatzerlöse für Unternehmen, dies führt zu Entlassungen
    • Konsumenten warten ggfs bei z.B. Auto weiter auf sinkende Preise
    • realer Wert von Schulden steigt

VWL - Geldpolitik

  • Ziele
    • angemessenes Wachstum
    • Stabilität
    • gerechte Verteilung
  • Maßnahmen
    • Erhöhung oder Senkung Geldmenge oder Leitzins durch EZB

VWL - Instrumente der Geldpolitik

Zur Verfolgung des Zieles der Preisstabilität hat die EZB folgende Instrumente

  • Ständige Fazilitäten - Banken können jederzeit & kurzfristig bei EZB Geld leihen um kurzfristigen Liquiditätsbedarf zu decken und anlegen, um überschüssige Liquidität anzulegen
  • Mindestreserve - EZB verpflichtet Banken bestimmten Prozentsatz der Kundeneinlagen bei EZB anzulegen, wofür Banken Zinsen in Höhe des Hauptrefinanzierungsatzes erhalten. EZB kann so Geldschöpfung einschränken
  • Offenmarktgeschäfte - EZB steuert hiermit Zinssätze und Liquidität durch Kauf oder Verkauf von Wertpapieren um Geld in den Markt zu geben oder abzuziehen

VWL - Arten der Arbeitslosigkeit und ihre Maßnahmen

  • Suchabreitslosigkeit - ergibt sich aus Zeitverzögerung bei der Arbeitssuche
    • Maßnahme: Förderung Arbeitsvermittlung
  • strukturelle Arbeitslosigkeit - in strukturschwachen oder im Strukturwandel befindliche Regionen
    • Maßnahme: Qualifizierung durch z.B. Umschulung
  • regionale Arbeitslosigkeit - nach Regionen unterschiedlich. Strukurwandel, Saisonale AL spielen mit ein
    • Maßnahme: Investitionsanreize durch Regionalpolitik
  • konjunkturelle Arbeitslosigkeit - tritt in Rezessionen oder Depressionen auf
    • Maßnahme: antizyklische Fiskalpolitik
  • saisonale Arbeitslosigkeit - jahreszeitbedingt, besonders im Winter
    • Maßnahme: Kurzarbeitergeld
  • technologische Arbeitslosigkeit - Arbeitskräfte werden durch z.B. KI oder Roboter ersetzt
    • Maßnahme: Qualifizierungsmaßnahmen
  • personelle Arbeitslosigkeit - Situationsabhängig der jeweiligen Person
    • Maßnahme: Bildung, Qualifizierungsmaßnahmen

VWL - Ursachen des Fachkräftemangel

  • demografischer Wandel - alternde Gesellschaft = weniger Fachkräfte und mehr Fachkräftebedarf (Pfleger etc)
  • ausufernde Bürokratie - erfordert mehr Fachkräfte zur Erfüllung dieser
  • Reduzierung der Arbeitszeit - senkt die Lebensarbeitszeit und erfordert mehr Fachkräfte
  • Elektromobilität, KI, Klimaneutralität - Wandel erfordert mehr Fachkräfte zur Erforschung und Modernisierung
  • Unbeliebtheit bei Anspruchvollen Ausbildungen / Studiengängen - Pflege etc
  • Unzureichende Zuwanderung von qualifiziertem Personal
  • Fazit: Kombination aus steigender Nachfrage und sinkendem Angebot auf Arbeitsmarkt

VWL - staatliche Maßnahmen zum Fachkräftemangel

  • Bürokratie begrenzen und nicht unötig ausdehnen
  • Bevölkerung auf Erfoderlichkeit der längeren Lebensarbeitszeit hinweisen
  • Fachkräfte im Ruhestand durch höhere Zuverdienstgrenzen bei Renten reaktivieren
  • Förderung der Zuwanderung von Fachkräften aus dem Ausland
  • Automation/Ki durch Staat fördern zum Ausgleichung von Fachkräftemangel
  • Staatliche Förderungen bei beruflichen Weiterbildungen
  • neue Ausbildungsberufe/Studiengänge schaffen und bestehende stärken
  • Digitalisierung im Schulsystem antreiben

VWL - Maßnahmen für Unternehmen bei Fachkräftemangel

kurzfristige Maßnahmen:

  • Personalentwicklungsmaßnahmen
  • Zeitarbeitsfirmen
  • Übernahme von Azubis
  • Umwandlung Teilbeschäftigung in Vollzeit
  • ältere Mitarbeiter binden
  • bessere Personaleinsatzplanung

langfristige Maßnahmen:

  • Ausbau Personalentwicklung
  • interne Aufstiegschancen schaffen
  • Vereinbarkeit von Beruf und Familie stärken
  • neue Ausbildungsberufe nutzen
  • Digitalisierung Arbeitswelt und Nutzung von KI-Agenten
  • kooperative Personalführung
  • Fluktuation durch Anreize senken
  • Integration von zugewanderten Fachkräften

VWL - Ziele der Umweltpolitik

  • langfristiger Erhalt der Lebensgrundlage
  • Schutz der Gesundheit der Bevölkerung vor Lärm, Schadstoffe, Folgen Klimawandel - Folgekosten sind meist teurer
  • Schutz der natürlichen Grundlagen bspw. durch Artenschutz, Schutz biologischer Vielfalt
  • Sinnvoller Umgang mit knappen Ressourcen sichert diese auch in der Zukunft
  • Innovative Unternehmen im Umweltschutz sichern Wettbewerbsfähigkeit in der Zukunft

VWL - Instrumente der Umweltpolitik

  • Staatliche Vorschriften in Form von Gesetzen, Verordnungen etc. - Braunkohlekraftwerke werden so z.B. zum Einbau von bestimmter Filter verpflichtet
  • Ökosteuern - wirken auf Umweltverhalten der Bürger
  • Subventionen zur Förderung umweltfreundlicher Investitionen
  • handelbare Emissionszertifikate - Unternehmen wird bestimmte Emissionsmenge an Schadstoffen pro Jahr zugewiesen

 

VWL - Grundbegriffe der Außenwirtschaft

  • Freihandel - internationaler Handel mit möglichst wenigen Handelshemnissen
  • Protektionismus - versucht heimische Wirtschaft vor ausländischer Konurrenz zu schützen
    • Maßnahmen:
      • Zölle als Einfuhr und Ausfuhrabgaben
      • nicht-tarifäre Handelshemnisse: z.B. Kontingente in Form von mengen- oder wertmäßiger Beschränkungen oder bürokratische Hindernisse

 

VWL - Stufen der wirtschaftlichen Zusammenarbeit in der Außenwirtschaft

  • Freihandelszone - beteiligte Staaten verhandeln einen zwischenstaatlichen Freihandel, Zöllen zu Drittländern bleiben aber frei in der Wahl
  • Zollunion - regelt Zöllen einheitlich gegenüber Drittländer
  • gemeinsamer Binnenmarkt - es werden zusätzlich nicht-tarifäre Handelshemnisse abgebaut
  • Wirtschafts und Währungsunion - Integration wird durch gemeinsame Wärhung oder Wirtschaftspoliik vertieft (Euro-Union)
  • politische Union - beinhaltet eine gemeinsame Wirtschafts-, Sozial-, Bildungs-, Außenpolitik

VWL - Globalisierung/Freihandel in der Außenwirtschaft

  • Globalisierung = Prozess der zunehmenden wetweiten wirtschaftlichen Verpflechtung 
    • Vorraussetzung: technologische Entwicklung
  • Freinhandel = offene Handelsgrenzen
    • Abbau Grenzkontrollen und Zölle
  • Risiken/Nachteile:
    • Corona und Ukraine Konflikt zeigen Abbhängigkeit und Lieferkettenprobleme
    • jüngste Wirtschaftskrise zeigt anfälligkeit für Weltwirtschaft durch Krisen einzelner Länder
    • Ökologische und soziale Aspekte werden vernachlässigt
  • Vorteile/Chancen
    • größere Auswahl an Produkten/-varianten
    • Wettbewerb und Fortschritt werden gefördert
    • Wettbewerb führt zu besseren Preisen und Service
    • niedrige Löhne und Standards sind eine Methode, damit rückständige Länder aufholen können

VWL - Europäischer Binnenmarkt

  • freier Warenverkehr - keine Zölle oder sonstige Handelsbeschränkungen 
  • freier Dienstleistungsverkehr - gleiches gilt für Dienstleistungen
  • freier Kapitalverkehr - Kapital darf innerhalb der EU angelegt und investiert werden
  • freier Personenverkehr - Beschäftigungs-, Niederlassungs- und Reisefreiheit innerhalb der EU

VWL - Folgen für Mitgliedsländer des EU-Binnenmarktes

  • Unternehmen:
    • mehr Wettberwerbsdruck auf Preise, Qualität und Innovationen
    • bessere Absatzmglichkeiten
    • gemeinsame Außenhandelsregelungen gegenüber Drittländer
    • Arbeitskräfte aus dem EU-Raum können genutzt werden
    • bessere Finanzierungsmöglichkeiten innerhalb der EU
  • Haushalte:
    • bessere und günstigere Versorgung mit Konsumgütern
    • größere Auswahl
    • Möglichkeiten Geld im EU-Ausland lukrativer anzulegen
    • bessere berufliche Möglichkeiten im Ausland

VWL - Vor- und Nachteile der Europäische Währungsunion (EWU)

  • Konvergenzkriterien (Beitrittsbedingungen):
    • Neuverschuldung, gemessen am BIP, darf  3% nicht übersteigen
    • Gesamtverschuldung, gemessen am BIP, darf 60% nicht übersteigen
    • Zwei Jahre lang im festen Wechselkursverhältnis (+/- 2,25%) zum Euro liegen
    • Inflationsrate darf nicht höher als 1,5% vom Durhschnitt der drei Euroländer mit der niedrigste Inflationsrate abweichen
    • Zinssatz für langfristige Kredite darf max 2% über dem Durchschnitt der drei Länder mit den niedrigsten Zinsen liegen
  • Vorteile:
    • Umtauschkosten und Kursrisiken entfallen
    • Planungssicherheit durch Wegfall von Wechselkursschwankungen
    • größere Markttransparenz für Kosumenten
    • neue Absatzmärkte lassen sich für Unternehmen leichter erschließen
    • Konsumenten profitieren von Wettbewerb innerhalb der EWU
  • Nachteile:
    • Wegen Wegfall Wechselkurs können wettbewerbsschwächere Länder in schwierigkeiten geraten
    • Starke Länder müssen schwache Länder unterstützen
    • Keine sinnvolle Geldpolitik für alle Mitglieder gleichzeitig möglich
    • Unternehmen sind größerem Wettbewerb ausgesetzt
    • Arbeitnehmer der Länder die nicht genügend Wettbewerbsfähigkeit besitzen, droht Arbeitslosigkeit

VWL - Europäische Zentralbank (EZB)

  • Entscheidungsgremien:
    • Dierektorium für Tagesgeschäft
    • EZB-Rat für für grundlegende Entscheidungen
  • Aufgaben
    • Festlegung/Ausführung Geldpolitik
    • Devisengeschäfte und Statistiken
    • offiziele Währungsreserven der Staaten verwalten
    • reibungsloses Funktionieren der Zahlungsverkehrssysteme
    • Aufsicht gegenüber Banken
    • Banknoten rausgeben

ReWe - Differenzierung der Teilbereiche des Rechnungswesen

externes ReWe / Buchführung:

  • für externe (Finanzamt, Banken etc)
  • Ziele/Aufgaben: Rechenschaftslegung, Dokumentation, Ergebniskontrolle
  • gesetzliche Vorgaben: HGB...
  • Ergebnis = Erträge - Aufwendungen

internes ReWe / Kostenrechnung:

  • für interne zwecke
  • Ziele/Aufgaben: Preiskalkulation, Kosten- u. Ergebniskontrolle, Entscheidungsgrundlage
  • gesetzliche Vorgaben: keine
  • Ergebnis = Leistungen - Kosten

ReWe - Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung

  • sytematischer Aufbau der Buchführung
  • vollständige und verständliche Aufzeichnung
  • kein Buchen ohne Beleg
  • Aufbewahrung gem. Fristen
  • Grundsatz der Klarheit
  • Grundsatz der Wahrheit

ReWe - Buchführungspflicht nach HGB/Steuerrecht

  • buchführungspflichtig nach Handelsrecht
    • Handelsgesellschaften (OHG, KG, GmbH, AG usw.) als Formkaufleute
    • Im Handelsregister eingetragene Kaufleute
    • sind nicht Kaufleute, die in 2 Jahren nicht mehr als 800T€ Umsatz oder 80T€ Gewinn erzielen
  • nach Steuerecht ist ähnlich zu oben verfahren

ReWe - Grundsätze ordnungsgemäßer Bilanzierung

  • Grundsatz der Bilanzidentität - Werte Eröffnungsbilanz müssen mit Schlussbilanz Vorjahr übereinstimmen
  • Grundsatz der Unternehmensfortführung - hier ist von der Fortführung des Unternehmens auszugehen
  • Stichtagsprinzip und Grundsatz der Einzelbewertung - Vermögensgegenstände und Schulden sind grundsätzlich einzelnd und zum Abschlussstichtag zu bewerten
  • Vorsichtsprinzip - Gewinne dürfen nur ausgewiesen werden, wenn realisiert. Drohende Verluste hingegen müssen ausgewiesen werden. (Imparitätsprinzip = Ungleichbehandlung)
  • Prinzip der Periodenbezogenheit - Aufwendungen und Erträge müssen im jeweiligen Geschäftsjahr ausgewiesen werden (zeitliche Abgrenzung)
  • Prinzip der Bewertungsstetigkeit - Bewertungsmethoden müssen grds. beibehalten werden

ReWe - Aufschlüsselung Vorsichtsprinzip

  • Anschaffungswertprinzip - Vermögensgegenstände dürfen nur maximal mit den Anschaffungs- und Herstellkosten (Einkauf, +Einbau, - Rabatte etc) bewerten werden
  • strenges Niederstwertprinzip - Für Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens ist für den Bilanzstichtag von verschiedenen Wertansätzen der niedrigste zu wählen
  • Höchstwertprinzip - Schulden sind mit dem Höchstwert zu bewerten
  • Realisationsprinzip - nicht realisierte Gewinne dürfen nicht ausgewiesen werden, nicht realisierte Schulden müssen ausgewiesen werden

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