Wirtschaftsfachwirt - WQ (Prüfungsrelevant)
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Flashcards
VWL - Inwiefern dient das BIP als Maßstab für Wohlstand?
- Es kann nur eingeschränkt als Maßstab dienen da:
- auch der Vergleich des BIP zwischen den Staaten pro Kopf ist sinnvoll (Bsp.: BIP Deutschland > als Schweis, pro Kopf umgekehrt)
- Wechselkurse müssen berücksichtigt werden (Bsp.: Preisniveau Schweiz > als Deutschland)
- nur legale Leistungen können erfasst werden, Schattenwirtschaft wird geschätzt und illegale Leistungen können nicht erfasst werden
- Umweltschäden werden nicht negativ berücksichtigt, das führt zu hochausgewiesenem BIP
VWL - Bruttonationaleinkommen (BNE)
- misst den Wert von Waren und Dienstleistungen von Inländern im In- und Ausland
- abzüglich der Vorleistungen für ein Endprodukt
VWL - Unterschied BIP und BNE
- Unterschied basiert häufig auf Pendlerbewegungen bei Städten und Gemeinden
- In Städten ist häufig das BIP höher
- In Gemeinden ist häufig das BNE höher
- Allgemein in Deutschland ist das BNE größer, wegen der Vermögenseinkünfte, denn Deutsche haben wegen der Zinsen mehr Kapital im Ausland, als Ausländer in Deutschland
VWL - Entstehungsrechnung des BIP
- Hier wird der einzene Anteil der einzelnen Branchen (Sektoren) an der Entstehung des BIP ermittelt
- Bsp. Branchen: Finanzdienstleistung, Industrie ...
VWL - Verwendungsrechnung des BIP
- unterscheidet zwischen Bruttoinvestitionen der Unternehmen, privaten und staatlichen Konsumausgaben, sowie dem Außenbeitrag (Export-Inport)
VWL - Verteilungsrechnung des BIP
- untersucht, wer das BIP erhält
- Ein erheblicher Teil des BIP wird durch Abschreibungen gemindert
- der wesentliche verbleibende Teil ist das Volkseinkommen
VWL - Nominales Wachstum des BIP
- aus dem BIP zweier Jahre wird nominale Wachstumsrate des BIP berechnet
- Diese besteht aus Preissteigerungen und Mehrproduktion von Gütern
VWL - reales Wachstum des BIP
- reales Wachstum erhält man, wenn das nominale Wachstum um die Preisteigerungsrate des BIP (Deflator oder Inflationrate) korrigiert wird
- so erhält man die Mehrproduktion von Gütern
VWL - Lohnquote
- SIe dient als Indikator, ob es eine gerechte Verteilung des Einkommens gibt
- Einkommen selbstständig Erwerbstätiger und Freiberufler finden hier keine Berücksichtigung
- Formel: \(Lohnquote = {{Arbeitnehmerentgelte} \over Volkseinkommen} * 100\)
VWL - Gewinnquote
- der Anteil der Einkommen aus unternehmerischer Tätigkeit und Vermögen am Volkseinkommen
- Sie gibt Aufschluss darüber, ob ein Land stark von Kapital- oder Arbeitseinkommen geprägt ist.
- Formel: \(Gewinnqoute = {{Kapitaleinkommen} \over Volkseinkommen}*100\)
VWL - primäre und sekundäre Einkommensverteilung
- primäre Einkommensverteilung steht für die am Markt erzielten Einkommen durch Gehälter, Löhne, Zinsen, Dividenden, Mieten etc. vor der Umverteiung durch den Staat
- sekundäre Einkommensverteilung ist das Ergebnis durch Entziehung eines Teil des Einkommens, durch den Staat mittels Steuern, Gebühren, SV-Beiträgen und dessen Umverteilung mittels Transferzahlungen (Bürgergeld, Kindergeld etc.)
- Ziel: Verteilungsgerechtigkeit
VWL - Verfügbares Einkommen eines Haushaltes
- ergibts sich aus:
- primäres Einkommen (Löhne, Gehälter, Zinsen etc)
- + Transferzahlungen des Staates (Bürgergeld etc)
- - direkte Steuern (Einkommenssteuer)
- - Sozialversicherungsbeiträge
- ______________________________
- = verfügbares Einkommen
Dies kann für Konsum oder Ersparnis verwendet werden
VWL - Magisches Viereck
- angemessenes und stetiges Wirtschaftswachstum
- Messgröße: reale Wachstumsrate BIP
- angemessene Zielgröße DE = +2-4%
- aktueller Wert 2024= -0,2%
- hoher Beschäftigungsstand
- Messgröße: Arbeitslosenquote
- Ziel: geringe Arbeitslosigkeit (=Vollbeschäftigung) 2-4%
- aktueller Wert: DE 06/2025= 6,2%
- Preisniveaustabilität
- Messgröße: Inflationsrate
- Zielgröße (der EZB): ca. 2% im Jahr
- aktueller Wert: DE 06/2025= 2%
- außenwirtschaftiches Gleichgewicht
- Messgröße: Leistungsbilanzsaldo
- Zielgröße: innerhalb von +/- 2% des BIPs
- aktueller Wert: DE 2024= 5,8% (248 Mrd €)
VWL - Magisches Viereck - Zielkonflikte und Zielharmonien
- Zielharmonien:
- stetiges Wirtschaftswachstum - hoher Beschäftigungsstand (Aufschwung führt mit zeitlicher Verspätung zur Abnahme Arbeitslosenquote)
- Zielkonflikte:
- stetiges Wirtschaftswachstum - Preisniveaustabilität (Wachstum = grds Anstieg Inflationsrate)
- hoher Beschäftigungsstand - Preisniveaustabilität (mehr Beschäftigungen führen zu Preisanstieg)
- Zielneutralitäten:
- außenwirtschaftlichen Gleichgewicht - mit allen drei Zielen
VWL - Konjunkturzyklus
- Aufschwung = Expansion: Umsätze, Löhne, Inflationsrate und Steuereinahmen steigen, Arbeitslosenquote sinkt
- Hochkonkjunktur = Boom: geringe Arbeitslosenquote, Konsum und Umsätze steigen maximal, Inflation beginnt langsam
- Abschwung = Rezession: Arbeitslosenquote steigt, Umsätze, Inflationsrate und Steuereinhamen sinken
- Tahlsohle = Depression: Kosum und Umsätze sind stark gesunken, Arbeitslosquote sehr hoch
EineKonjukturzyklus geht klassischerweise 4-5 Jahre
VWL - Konjunkturindikatoren
- Fruhindikatoren: Investitionen, Auftragseingänge, Ifo-Index (Unternehmensabfrage)
- Gegenwartsindikatoren: Konsum, Auftragsbestände, Auslastung
- Spätindikatoren: Erwerbsquote, Arbeitslosenquote, BIP
VWL - Konjunkturpolitik
- Ziel der antizyklischen Konjunkturpolitik:
- stetige Entwicklung des BIP mit geringen konjunkturellen Schwankungen
- Instrumente: antizyklische Fiskalpolitik und antizyklische Geldpolitik
- Maßnahmen im Abschwung:
- antizyklische Fiskalpolitik: Steuern senken, Staatsausgaben erhöhen (z.B. Bau einer Schule)
- antizyklische Geldpolitik: Leitzins senken (=geringerer Kreditzins = mehr Kredite)
- Ziel: Wirtschaft ankurbeln
- Maßnahmen im Aufschwung:
- antizyklische Fiskalpolitik: Steuern erhöhen, Staatsausgaben senken (Mit höheren Steuern wird Geld aus Abschwung wieder reingeholt)
- antizyklische Geldpolitik:Leitzins erhöhen
- Ziel: Kunjunktur dämpfen
VWL - Kozeptionen der Wirtschaftspolitik
- nachfrageorientierte Wirtschaftspolitik:
- Diagnose: Rezession durch geringe gesamtwirtschaftliche Nachfrage = Geringerer Verkauf von Produkten = Entlassungen = verstärkte Krise
- Lösung: antizyklische Fiskalpolitik, Steuern senken, Staatsausgaben erhöhen = steigerung Konsum der Bevölkerung
- Folge: steigende Staatsschulden
- Fazit: nur kurzfristig bei Konjunkturkrisen sinnvoll
- angebotsorientierte Wirtschaftspolitik:
- Diagnose: unzureichende Rahmenbedingungen für Unternehmen während einer Rezession, weshalb Unternehmensinvestitionen gering sind
- Lösung: Verbesserung der Rahmenbedingungen durch Bürokratieabbau, Korruptionsbekämpfung, Abbau von Staatsschulden, Investitionen in gute Infrastruktur etc.
- Folge: steigende Unternehmensinvestitionen
- Fazit: langfristig sinnvoll und notwendig, aber ungeeignet bei Konjunkturkrisen
VWL - Inflation
- anhaltende Preissteigerung
- Kaufkraft des Geldes sinkt
- Ursachen
- Erhöhung der Geldmenge durch EZB
- steigende Nachfrage durch Konsum, Investitionen, Staatsnachfrage und Exporte
- Lohn-Preis-Spirale (Steigende Löhne = höhere Unternehmenskosten usw)
- Inflationsdruck bei Rohstoffen (Gas/Rohöl)
- Nachteile
- Gläubiger/Sparer erleiden Wertverlust
- BAföG, Renten usw. werden oft nicht angepasst
- Vorteile
- realer Wert von Schulden sinken für Schuldner
- Staat erzielt durch Einkommenssteuer höhere Einnahmen
- Gesamtwirtschaftlich überwiegen die Nachteile einer Inflation
VWL - Deflation
- anhaltendes Sinken des Preisniveau
- Kraufkraft des Geldes steigt
- Nachteile
- sinkende Umsatzerlöse für Unternehmen, dies führt zu Entlassungen
- Konsumenten warten ggfs bei z.B. Auto weiter auf sinkende Preise
- realer Wert von Schulden steigt
VWL - Geldpolitik
- Ziele
- angemessenes Wachstum
- Stabilität
- gerechte Verteilung
- Maßnahmen
- Erhöhung oder Senkung Geldmenge oder Leitzins durch EZB
VWL - Instrumente der Geldpolitik
Zur Verfolgung des Zieles der Preisstabilität hat die EZB folgende Instrumente
- Ständige Fazilitäten - Banken können jederzeit & kurzfristig bei EZB Geld leihen um kurzfristigen Liquiditätsbedarf zu decken und anlegen, um überschüssige Liquidität anzulegen
- Mindestreserve - EZB verpflichtet Banken bestimmten Prozentsatz der Kundeneinlagen bei EZB anzulegen, wofür Banken Zinsen in Höhe des Hauptrefinanzierungsatzes erhalten. EZB kann so Geldschöpfung einschränken
- Offenmarktgeschäfte - EZB steuert hiermit Zinssätze und Liquidität durch Kauf oder Verkauf von Wertpapieren um Geld in den Markt zu geben oder abzuziehen
VWL - Arten der Arbeitslosigkeit und ihre Maßnahmen
- Suchabreitslosigkeit - ergibt sich aus Zeitverzögerung bei der Arbeitssuche
- Maßnahme: Förderung Arbeitsvermittlung
- strukturelle Arbeitslosigkeit - in strukturschwachen oder im Strukturwandel befindliche Regionen
- Maßnahme: Qualifizierung durch z.B. Umschulung
- regionale Arbeitslosigkeit - nach Regionen unterschiedlich. Strukurwandel, Saisonale AL spielen mit ein
- Maßnahme: Investitionsanreize durch Regionalpolitik
- konjunkturelle Arbeitslosigkeit - tritt in Rezessionen oder Depressionen auf
- Maßnahme: antizyklische Fiskalpolitik
- saisonale Arbeitslosigkeit - jahreszeitbedingt, besonders im Winter
- Maßnahme: Kurzarbeitergeld
- technologische Arbeitslosigkeit - Arbeitskräfte werden durch z.B. KI oder Roboter ersetzt
- Maßnahme: Qualifizierungsmaßnahmen
- personelle Arbeitslosigkeit - Situationsabhängig der jeweiligen Person
- Maßnahme: Bildung, Qualifizierungsmaßnahmen
VWL - Ursachen des Fachkräftemangel
- demografischer Wandel - alternde Gesellschaft = weniger Fachkräfte und mehr Fachkräftebedarf (Pfleger etc)
- ausufernde Bürokratie - erfordert mehr Fachkräfte zur Erfüllung dieser
- Reduzierung der Arbeitszeit - senkt die Lebensarbeitszeit und erfordert mehr Fachkräfte
- Elektromobilität, KI, Klimaneutralität - Wandel erfordert mehr Fachkräfte zur Erforschung und Modernisierung
- Unbeliebtheit bei Anspruchvollen Ausbildungen / Studiengängen - Pflege etc
- Unzureichende Zuwanderung von qualifiziertem Personal
- Fazit: Kombination aus steigender Nachfrage und sinkendem Angebot auf Arbeitsmarkt
VWL - staatliche Maßnahmen zum Fachkräftemangel
- Bürokratie begrenzen und nicht unötig ausdehnen
- Bevölkerung auf Erfoderlichkeit der längeren Lebensarbeitszeit hinweisen
- Fachkräfte im Ruhestand durch höhere Zuverdienstgrenzen bei Renten reaktivieren
- Förderung der Zuwanderung von Fachkräften aus dem Ausland
- Automation/Ki durch Staat fördern zum Ausgleichung von Fachkräftemangel
- Staatliche Förderungen bei beruflichen Weiterbildungen
- neue Ausbildungsberufe/Studiengänge schaffen und bestehende stärken
- Digitalisierung im Schulsystem antreiben
VWL - Maßnahmen für Unternehmen bei Fachkräftemangel
kurzfristige Maßnahmen:
- Personalentwicklungsmaßnahmen
- Zeitarbeitsfirmen
- Übernahme von Azubis
- Umwandlung Teilbeschäftigung in Vollzeit
- ältere Mitarbeiter binden
- bessere Personaleinsatzplanung
langfristige Maßnahmen:
- Ausbau Personalentwicklung
- interne Aufstiegschancen schaffen
- Vereinbarkeit von Beruf und Familie stärken
- neue Ausbildungsberufe nutzen
- Digitalisierung Arbeitswelt und Nutzung von KI-Agenten
- kooperative Personalführung
- Fluktuation durch Anreize senken
- Integration von zugewanderten Fachkräften
VWL - Ziele der Umweltpolitik
- langfristiger Erhalt der Lebensgrundlage
- Schutz der Gesundheit der Bevölkerung vor Lärm, Schadstoffe, Folgen Klimawandel - Folgekosten sind meist teurer
- Schutz der natürlichen Grundlagen bspw. durch Artenschutz, Schutz biologischer Vielfalt
- Sinnvoller Umgang mit knappen Ressourcen sichert diese auch in der Zukunft
- Innovative Unternehmen im Umweltschutz sichern Wettbewerbsfähigkeit in der Zukunft
VWL - Instrumente der Umweltpolitik
- Staatliche Vorschriften in Form von Gesetzen, Verordnungen etc. - Braunkohlekraftwerke werden so z.B. zum Einbau von bestimmter Filter verpflichtet
- Ökosteuern - wirken auf Umweltverhalten der Bürger
- Subventionen zur Förderung umweltfreundlicher Investitionen
- handelbare Emissionszertifikate - Unternehmen wird bestimmte Emissionsmenge an Schadstoffen pro Jahr zugewiesen
VWL - Grundbegriffe der Außenwirtschaft
- Freihandel - internationaler Handel mit möglichst wenigen Handelshemnissen
- Protektionismus - versucht heimische Wirtschaft vor ausländischer Konurrenz zu schützen
- Maßnahmen:
- Zölle als Einfuhr und Ausfuhrabgaben
- nicht-tarifäre Handelshemnisse: z.B. Kontingente in Form von mengen- oder wertmäßiger Beschränkungen oder bürokratische Hindernisse
- Maßnahmen:
VWL - Stufen der wirtschaftlichen Zusammenarbeit in der Außenwirtschaft
- Freihandelszone - beteiligte Staaten verhandeln einen zwischenstaatlichen Freihandel, Zöllen zu Drittländern bleiben aber frei in der Wahl
- Zollunion - regelt Zöllen einheitlich gegenüber Drittländer
- gemeinsamer Binnenmarkt - es werden zusätzlich nicht-tarifäre Handelshemnisse abgebaut
- Wirtschafts und Währungsunion - Integration wird durch gemeinsame Wärhung oder Wirtschaftspoliik vertieft (Euro-Union)
- politische Union - beinhaltet eine gemeinsame Wirtschafts-, Sozial-, Bildungs-, Außenpolitik
VWL - Globalisierung/Freihandel in der Außenwirtschaft
- Globalisierung = Prozess der zunehmenden wetweiten wirtschaftlichen Verpflechtung
- Vorraussetzung: technologische Entwicklung
- Freinhandel = offene Handelsgrenzen
- Abbau Grenzkontrollen und Zölle
- Risiken/Nachteile:
- Corona und Ukraine Konflikt zeigen Abbhängigkeit und Lieferkettenprobleme
- jüngste Wirtschaftskrise zeigt anfälligkeit für Weltwirtschaft durch Krisen einzelner Länder
- Ökologische und soziale Aspekte werden vernachlässigt
- Vorteile/Chancen
- größere Auswahl an Produkten/-varianten
- Wettbewerb und Fortschritt werden gefördert
- Wettbewerb führt zu besseren Preisen und Service
- niedrige Löhne und Standards sind eine Methode, damit rückständige Länder aufholen können
VWL - Europäischer Binnenmarkt
- freier Warenverkehr - keine Zölle oder sonstige Handelsbeschränkungen
- freier Dienstleistungsverkehr - gleiches gilt für Dienstleistungen
- freier Kapitalverkehr - Kapital darf innerhalb der EU angelegt und investiert werden
- freier Personenverkehr - Beschäftigungs-, Niederlassungs- und Reisefreiheit innerhalb der EU
VWL - Folgen für Mitgliedsländer des EU-Binnenmarktes
- Unternehmen:
- mehr Wettberwerbsdruck auf Preise, Qualität und Innovationen
- bessere Absatzmglichkeiten
- gemeinsame Außenhandelsregelungen gegenüber Drittländer
- Arbeitskräfte aus dem EU-Raum können genutzt werden
- bessere Finanzierungsmöglichkeiten innerhalb der EU
- Haushalte:
- bessere und günstigere Versorgung mit Konsumgütern
- größere Auswahl
- Möglichkeiten Geld im EU-Ausland lukrativer anzulegen
- bessere berufliche Möglichkeiten im Ausland
VWL - Vor- und Nachteile der Europäische Währungsunion (EWU)
- Konvergenzkriterien (Beitrittsbedingungen):
- Neuverschuldung, gemessen am BIP, darf 3% nicht übersteigen
- Gesamtverschuldung, gemessen am BIP, darf 60% nicht übersteigen
- Zwei Jahre lang im festen Wechselkursverhältnis (+/- 2,25%) zum Euro liegen
- Inflationsrate darf nicht höher als 1,5% vom Durhschnitt der drei Euroländer mit der niedrigste Inflationsrate abweichen
- Zinssatz für langfristige Kredite darf max 2% über dem Durchschnitt der drei Länder mit den niedrigsten Zinsen liegen
- Vorteile:
- Umtauschkosten und Kursrisiken entfallen
- Planungssicherheit durch Wegfall von Wechselkursschwankungen
- größere Markttransparenz für Kosumenten
- neue Absatzmärkte lassen sich für Unternehmen leichter erschließen
- Konsumenten profitieren von Wettbewerb innerhalb der EWU
- Nachteile:
- Wegen Wegfall Wechselkurs können wettbewerbsschwächere Länder in schwierigkeiten geraten
- Starke Länder müssen schwache Länder unterstützen
- Keine sinnvolle Geldpolitik für alle Mitglieder gleichzeitig möglich
- Unternehmen sind größerem Wettbewerb ausgesetzt
- Arbeitnehmer der Länder die nicht genügend Wettbewerbsfähigkeit besitzen, droht Arbeitslosigkeit
VWL - Europäische Zentralbank (EZB)
- Entscheidungsgremien:
- Dierektorium für Tagesgeschäft
- EZB-Rat für für grundlegende Entscheidungen
- Aufgaben
- Festlegung/Ausführung Geldpolitik
- Devisengeschäfte und Statistiken
- offiziele Währungsreserven der Staaten verwalten
- reibungsloses Funktionieren der Zahlungsverkehrssysteme
- Aufsicht gegenüber Banken
- Banknoten rausgeben
ReWe - Differenzierung der Teilbereiche des Rechnungswesen
externes ReWe / Buchführung:
- für externe (Finanzamt, Banken etc)
- Ziele/Aufgaben: Rechenschaftslegung, Dokumentation, Ergebniskontrolle
- gesetzliche Vorgaben: HGB...
- Ergebnis = Erträge - Aufwendungen
internes ReWe / Kostenrechnung:
- für interne zwecke
- Ziele/Aufgaben: Preiskalkulation, Kosten- u. Ergebniskontrolle, Entscheidungsgrundlage
- gesetzliche Vorgaben: keine
- Ergebnis = Leistungen - Kosten
ReWe - Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung
- sytematischer Aufbau der Buchführung
- vollständige und verständliche Aufzeichnung
- kein Buchen ohne Beleg
- Aufbewahrung gem. Fristen
- Grundsatz der Klarheit
- Grundsatz der Wahrheit
ReWe - Buchführungspflicht nach HGB/Steuerrecht
- buchführungspflichtig nach Handelsrecht
- Handelsgesellschaften (OHG, KG, GmbH, AG usw.) als Formkaufleute
- Im Handelsregister eingetragene Kaufleute
- sind nicht Kaufleute, die in 2 Jahren nicht mehr als 800T€ Umsatz oder 80T€ Gewinn erzielen
- nach Steuerecht ist ähnlich zu oben verfahren
ReWe - Grundsätze ordnungsgemäßer Bilanzierung
- Grundsatz der Bilanzidentität - Werte Eröffnungsbilanz müssen mit Schlussbilanz Vorjahr übereinstimmen
- Grundsatz der Unternehmensfortführung - hier ist von der Fortführung des Unternehmens auszugehen
- Stichtagsprinzip und Grundsatz der Einzelbewertung - Vermögensgegenstände und Schulden sind grundsätzlich einzelnd und zum Abschlussstichtag zu bewerten
- Vorsichtsprinzip - Gewinne dürfen nur ausgewiesen werden, wenn realisiert. Drohende Verluste hingegen müssen ausgewiesen werden. (Imparitätsprinzip = Ungleichbehandlung)
- Prinzip der Periodenbezogenheit - Aufwendungen und Erträge müssen im jeweiligen Geschäftsjahr ausgewiesen werden (zeitliche Abgrenzung)
- Prinzip der Bewertungsstetigkeit - Bewertungsmethoden müssen grds. beibehalten werden
ReWe - Aufschlüsselung Vorsichtsprinzip
- Anschaffungswertprinzip - Vermögensgegenstände dürfen nur maximal mit den Anschaffungs- und Herstellkosten (Einkauf, +Einbau, - Rabatte etc) bewerten werden
- strenges Niederstwertprinzip - Für Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens ist für den Bilanzstichtag von verschiedenen Wertansätzen der niedrigste zu wählen
- Höchstwertprinzip - Schulden sind mit dem Höchstwert zu bewerten
- Realisationsprinzip - nicht realisierte Gewinne dürfen nicht ausgewiesen werden, nicht realisierte Schulden müssen ausgewiesen werden