Entsorgungslogistik

Logistikfachmann

Logistikfachmann


D. P.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über die Entsorgungslogistik, einschließlich der Bedeutung von Abfallbewirtschaftung, Recycling und Umweltschutz. Sie decken Themen wie die Behandlung und Verwertung von Abfällen, die Rolle von Sekundärrohstoffen und die Kostenarten in der Entsorgungslogistik ab. Besonders nützlich für Fachkräfte in der Berufskunde, die sich mit der effizienten und nachhaltigen Entsorgung von Abfällen auseinandersetzen möchten.
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Créé / Mis à jour
08.12.2024 / 19.11.2025

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Was ist die Definition von Entsorgungslogistik?

Nicht nur die physische Handhabung des Abfalls 

insbesondere die Entwicklung von Gesamtkonzepten zur Abfallvermeidung,Verringerung und Kreislaufführung von Stoffe

Was wird heutzutage vielmehr eines guten Unternehmensimage erwartet?

Das ein Unternehmen einen pro aktiven, nachhaltigen Beitrag zum Umweltschutz leistet

Was  ist in einem sogenannten Verursacherprinzip im USG festgehalten?

Wer durch umweltbelastendes Verhalten Massnahmen gemäss USG verursacht, trägt die Kosten dafür 

Was sind die Einflussfaktoren auf die Entsorgungslogistik?

Gesellschaftliche und staatliche Einflussarten: Umweltschutzgesetz, Abfallgesetze 

Marktwirtschaftliche Einflussarten: Umweltverträgliche Entsorgung, Betroffenheit durch Gesetz

Betriebliche Einflussarten: interne Kosten der Sammellogistik, Abfallart und Abfallmenge 

Wie sieht die Verflechtung der Entsorgunslogistik im Gesamstsystem?

Phase 1 : Beschaffungslogistik

Phase 2 : Produktionslogistik

Phase 3 : Distributionslogistik

Phase 4 : Innerbetriebliche Entsorgungslogistik in der Versorgung 

Rolle der Entsorgungslogistik Strategisch und Operativ 

Strategisch: Konzeotion von Entsorgungslogistik zur Abfallvermeidung und Kreislaufführung

 

Operativ: Die diversen Materialien und Stoffe werden dem Wiederverwendungs oder Verwertungs bzw Entsorgungsprozess zugeführt 

Die Aufgabenberreiche den Entsorgungslogistik 

,

Wie sieht die Stoffflussorientierte Verantwortlichkeitsebenen aus?

Arbeitsplatzebene:

Arbeitsplatzbehälter

 

Bereichsebene:

Sammelstelle, Senke der Betriebsebene

 

Werksebene:

1. Sammelstelle

2.Sammelstelle, Umleerstelle Enstorgungszentrum, Containerplatz, Senke

Zähle die ökonomische und ökologische Ziele der Entsorgungslogistik auf.

Ökonomische Ziele:

• Hohe Flexibilität 

• Hohe Termintreue

• Niedrige Durchlaufzeit

• Niedrige Bestände an Transport, Sammel und Lagersysteme

 

Ökologische Ziele:

•Einhaltung Umweltschutz und Gesetze 

•Ersatz der fossilen Energien durch alternative Energie

•Umweltrisikobegrenzung: potenzielle Gefahren und Störfälle für die Unfälle verhindern

 

Zähle die wichtige Eckpunkte,Ziele und Strategie der Abfallpolitik

Wichtige Eckpunkte 

  • Abfall der Verwertung zuführen wenn dadurch weniger Schadstoffe als bei der Beseitigung entsteht
  • Bereits Anfang 90er Jahre war Abfallvermeidung wichtiges Thema in Kampagne
  • Durch Sackgebühr mehr Verwertung 

Ziele:

•Ressourcenschonung

•Minimierung der Umweltbelastung 

• Abbau von Abfallexporten

Strategie:

•Vermeidung an der Quelle

•Verminderung

•Verwertung

•Umweltverträgliche Behandlung und Ablagerung der verbleibenden Abfälle

 

Was sind die Prioritäten der Entsorgungslogistik?

 

1. Vermeiden

2. Vermidern

3. Verwerten

4. Umweltgerecht beseitigen

Was löste die heutige hohe Bedeutung der Entsorgungslogistik und des betrieblichen Umweltschutzes aus und woran wird diese Bedeutung heute gemessen?

Auslöser war Mitte der 1980er-Jahre die kritische Situation der natürlichen Umwelt (Versie-gen von Rohstoffressourcen, Uberlastung der Natur als Aufnahmemedium).

Die Bedeutung der Entsorgungslogistik und des betrieblichen Umweltschutzes wird heute an ihrem Beitrag zur Verhinderung dieser beiden Zustände gemessen.

Zähle die Einflusfaktoren der Entorgungslogistik

Gesellschaftliche und staatliche Einflussarten

• Umweltschutzgesetz

• Abfallgesetz

Marktwirtschaftliche Einflussarten

•Betroffenheit durch Gesetz

•Umweltverträgliche Entsorgung

Betriebliche Einflussarten

•Abfallart und Abfallmenge 

•Anfallorte

Nennen sie die gesetzlichen Grundlage dafür, dass Unternehmen, die Umweltschäden anrichten, in der Schweiz dafür haftbar gemacht werden können.

Der Verursacherprinzip:

Wer durch umweltbelastendes Vergalten Massnahmen gemäss USG verursacht, trägt die Kosten dafür.

Erklären sie die beiden Rollen der Entsorgungslogistik im Sinne des Gesamtsystems der Entsorgung.

Strategisch-konzeptionelle Rolle: die physische Abfallhandhabung und auch die bereichs-und betriebsübergreifende, umweltschutzorientierte Hauptfunktion der Entwicklung von betrieblichen Entsorgungskonzepten zur Abfallvermeidung und Kreislaufführung von Produkten Operative Rolle: Stoff- und Energierecycling und Abfallentsorgung

Nennen sie die Aufgabenbereiche der Entorgungslogistik und jeweils ein Beispiel für deren Funktion.

Unternehmensleitung

Vorgabe der Entsorgungsstrategie usw.

Sparte, Bereiche

Gestaltung der Entsorgungssysteme usw.

Abteilung

Entsorgungsplanung usw.

Meister, Gruppe

Abfälle sammeln usw.

Nennen Sie die Beispiele der Ökonomischen und ökologischen Ziele der Entsorgungslogistik 

Okonomische Ziele: (beispielhaft) hohe Termintreue, niedrige Durchlaufzeit, hohe Auslas-tung, niedriger Bestand an Lagersystemen etc.

Ökologische Ziele: (beispielhaft) Einhaltung der Umweltschutzleistung der Entsorgung, Etablierung einer Stoffkreislaufwirtschaft, Ersatz von fossilen Energien durch alternative Energien, kein Abfalltourismus etc.

Wie heissen die Prioritäten der Entsorgungslogistik zur Abfallentsorgung der Reihe nach?

•Vermeidung an der Quelle
•Verminderung
•Verwertung
• Umweltverträgliche Behandlung und Ablagerung der verbleibenden Abfälle

Was bedeutet der Begriff Kreislaufwirtschaft? Erläutere den Begriff anhand eines
Beispiels

➢ Ein anzustrebender Zustand, worin sämtliche eigentlich zu entsorgende Objekte zu 100% recycelt
werden und damit im „Kreislauf“ verbleiben und nicht entsorgt werden müssen. Z.B. PET

 Nenne drei Bereiche von Einflussfaktoren auf die Entsorgungslogistik


➢ Gesellschaftlich/Staatlich
➢ Marktwirtschaftlich
➢ Betrieblich
 

Was sind die vier Grundprinzipien des Umweltschutzgesetzes USG

Vorsorgeprinzip

Prinzip Bekämpfung an der Quelle

Verursacherprinzip 

Kooperationsprinzip

Was sind die Umweltschutzziele des Bundes 

Ressourcenschutz: natürliche knappe Ressourcen erhalten und schohnen 

Emissionenschutz: Reduktion der Emissionen und Abfälle

Risikobekrenzung: potenzielle Umweltgefahren vermindern und Störfälle verhindern und begrenzen.

Was sind die Grundsätze des Verursacherprinzip ?

➢ Im engeren Sinn:
• Bezahlung durch Verursacher, Bsp.
Abfallentsorgung


➢ Im mittleren Sinn:
• Staatliche Kosten für vorbeugende
Massnahmen wie Reparaturen


➢ Im weiteren Sinn:
• Folgekosten durch Umweltschäden

Wie lautet die Verordnung über den Verkehr mit Abfällen/Sonderabfällen?

➢ Sicherstellung das Abfälle nur an geeignete Entsorgungsunternehmen übergeben werden
➢ Seit 01. Januar 2006 Harmonisierung mit EU-Recht
➢ Begleitscheinpflicht
➢ Kennzeichnung
➢ Transportvorschriften

Hier eine Übersicht von Verwertung von Abfällen

.

Was sind die Grenzen und Möglichkeiten bei Verwertung von Abfällen?

➢ Möglichkeit Recycling
• Vorrang vor Beseitigung
• Durch Sammlung, Trennung,
Verwertung und Rückführung
• Dadurch Einsparung von Energie und
natürlichen Rohstoffen

 

➢ Grenzen des Recyclings
• Generell: Kostet auch Geld und belastet die
Umwelt – Warum eigentlich?
• Grenzen:
• Abfallmenge
• Infrastruktur
• Refinanzierung
• Technologie und Innovation -> Immer noch
viel manuell

Was bedeutet eine Stofflussanalyse?

➢ Grundlage für Ökobilanz
➢ Analyse von Stoffarten und Stoffflüssen im Hinblick auf mögliche Verbesserungsmassnahmen

Was heisst Ökobilanz?

➢ Erfassung und Gegenüberstellung der Umweltauswirkungen

Erklären Sie, warum und wie natürlich Ressourcuzu schohnen sind 

Warum: Nachhaltigkeitsprinzip in der Bundesverfassung

Wie: Ziele und Massnahmengrundsätze der nachhaltigen Abfall- und Rohstoffpolitik

Nennen Sie Möglichkeiten und Grenzen zur Verwertung von Abfällen.

Möglichkeiten:

Quantitative: Langlebigkeit, Nutzungsintensivierung, Stoffkreislaufführung, Mehrwegkonzepte, Ökodesign, Stoffflussanalyse und Ökobilanz

Qualitative: Stoffverzicht, Stoffsubstitution, Ökodesign, Stoffflussanalyse und Ökobilanz Grenzen: Abfallmenge, Infrastruktur, Refinanzierung, Technologie, Innovation

In welchen Bereichen können Massnahmen zur Vermeidung und Verminderung von Abfällen getroffen werden?

Bereichsübergreifend, Design und Entwicklung, Beschaffung, Logistik, Produktion und Admin

Beschreiben Sie das Gefahrenpotenzial von (Sonder-)Abfällen.

Das Gefahrenpotenzial liegt beim Sammeln und Trennen von Sonderabfall und gefährlichen Stoffen. Es bestehen 9 potenzielle Gefahren:

sehr giftig, giftig, gesundheitsschädlich, krebserzeugend, ätzend, reizend, umweltgefährlich, brandfördernd, explosionsgefährlich

Welche Kommunikationsmittel und -massnahmen müssen angewendet werden, um die Ab-fallverursachenden beim korrekten (gesetzeskonformen) Trennen und Sammeln von Sonder-abfällen zu unterstützen?

• Kennzeichnungspflicht von Stoffen und Zubereitungen laut EU-System (Art. 39-50)

Kennzeichnung mit einem von 10 Gefahrensymbolen und je einer Gefahrenbezeichnung, z.B. «giftig», «explosionsgefährlich» oder «umweltgefährlich»

Ergänzung der Kennzeichnung mit einem von 68 Risiko-Sätzen (R-Sätzen), z.B. «R1 In trockenem Zustand explosionsgefährlich»

Ergänzung der Kennzeichnung mit einem von 64 Sicherheitsratschlägen (S-Sätzen), z.B.

«S1 Unter Verschluss aufbewahren»

Zudem verpflichtet das USG die Unternehmen zur Massnahme

• «Kommunikation und Durchsetzung der Gesetzeskonformität»

Nebst den Kennzeichnungen laut Kennzeichnungspflicht können die Unternehmen dazu verschiedene Kommunikationsmittel einsetzen, beispielsweise mündliche oder schriftliche Instruktionen, Richtlinien, Schulungen, Plakate und vor allem «Vorleben».

Welche Instrumente können zur Qualitätssicherung im Entsorgungsprozess angewendet werden?

  • Jährlicher Audit
  • Unterjähriger Soll-Ist-Vergleich
  • Qualitätsreporting
  • Erfolgskontrolle

• Welche Bedeutung hat gesetzlich in der Schweiz nach dem Umweltschutzgesetz das «Verursacherprinzip»?

> Kosten durch Umweltbelastungen werden direkt dem Verursacher verrechnet.

  • Die verursacher gerechte Weiterverrechnung gilt sowohl bei einmaligen Umweltvergehen wie auch der Finanzierung der Siedlungsabfälle mittels Kehrichtmarken oder Gebührensäcken

Welche drei Aspekte sind bei der Entsorgung von Sonderabfällen zu beachten?

  • Begleitscheinpflicht
  • Kennzeichnung
  • Transportvorschriften

Nenne zwei Bereiche, an denen das Eecycling an seine Grenzen kommen kann.

• Abfallmenge

• Infrastruktur 

• Was sind Beispiele von Sonderabfällen und was ist ihr Gefahrenpotential?

  • Medikamente, Farben, Reinigungsmittel, Batterien, Altöl, uvm.
  • Bei nicht fachgerechter Entsorgung sind Umweltschäden oder Schäden für Menschen möglich

Was sind die Vorkehrungen bei der Entsorgung von Sonderabfällen?

•Vor der fachgerechten Entsorgung an einem sicheren Ort und ausser Reichweite von Kindern aufbewahren (inkl. Kennzeichnung des Abfallbehälters)

•Chemikalien vermeiden und wenn doch dann mit Mass anwenden

Was ist das wichtigste Kommunikationsmittel zur Abfalltrennung? 

Vorleben durch die Vorgesetzten in deren Vorbildfunktion 

Étudier