hk Lernbox Versicherung 1, 2023


S. T.
Diese Lernkarten vermitteln Grundlagen der Versicherungswirtschaft und des Vermittlerrechts, von Risikomanagement über Prämienberechnung bis zu Kundengesprächen. Im Fokus stehen Versicherungsprodukte, Schadenregulierung und rechtliche Rahmenbedingungen, ergänzt durch Kommunikationstechniken wie Beschwerdemanagement und Fragetechniken. Ideal für angehende Versicherungsvermittler und Fachkräfte, die ihr Wissen zu Sicherheitslösungen und Kundenberatung vertiefen möchten.
Flashcards
190
Students
9
Language
German
Category
Finance
Level
Other
Created / Updated
17.09.2024 / 17.08.2026

Lernkarten

In welche drei Grundtypen lassen sich Versicherungsgespräche einteilen?

  1. Beratungsgespräche
  2. Schadengespräche
  3. Beschwerden

Woraus besteht der dreiteilige Ablauf eines guten Kundengesprächs?

  1. Gespräch vorbereiten
  2. Gespräch führen
  3. Gespräch nachbearbeiten

Welche drei Elemente beinhaltet die Vorbereitung auf ein Kundengespräch?

  1. Ist- Situation abklären
  2. Soll- Situation ermitteln
  3. Vorschlag erarbeiten

Ein Kundengespräch soll strukturiert ablaufen.

Nennen Sie die 5 Phasen eines Kundengesprächs.

  1. Gespräch eröffnen: Begrüssung, Blickkontakt
  2. Beratung: Bedarf ermitteln, Angebot unterbreiten und erklären, definitives Angebot unterbreiten
  3. Kaufbereitschaft steigern: Referenzen erwähnen, Schadenbeispiele aufzeigen
  4. Abschluss oder Ablehnung: Alternativtechnik, direkter Abschluss, indirekter Abschluss
  5. Verabschiedung: Gesprächsatmosphäre beachten, danken, Visitenkarte geben

Nennen Sie mindestens zwei Ziele der Gesprächseröffnung bei einem Kundengespräch.

  1. Angenehmes Gesprächsklima
  2. Hörbereitschaft erstellen
  3. Sympathie und Kontakt aufbauen

Nennen Sie mindestens zwei Kriterien, die es bei der Gesprächseröffnung zu beachten gibt.

  • Aussehen/Kleidung
  • Haltung/Einstellung
  • Pünktlichkeit
  • Angenehme Atmosphäre/Raum

Nennen Sie mind. zwei Kriterien einer guten Gesprächseröffnung.

  • Freundliche Begrüssung
  • Blickkontakt
  • Kunden mit Namen begrüssen
  • Sich selber Vorstellen (Name, Firma)

Maslow hatte die Vorstellung, dass wir uns bei der Befriedigung unserer Bedürfnisse an eine bestimmte Reihenfolge halten. Erst wenn tieferrangige Bedürfnisse befriedigt sind, werden höherrangige wach. Demnach handeln wir auch.

Nennen Sie mind. drei der fünf Bedürfnissebenen der Maslow'schen Pyramide.

  1. Existenzielle Grundbedürfnisse
  2. Schutz und Sicherheit
  3. Kontakt- oder soziale Bedürfnisse
  4. Achtung, Anerkennung, Prestige
  5. Selbstverwirklichung

Auf welchen Bedürfnisebenen kann ein Versicherungsunternehmen dem Kunden am meisten Unterstützung anbieten?

  • Existenzielle Grundbedürfnisse
  • Schutz und Sicherheit

Im Kundengespräch gilt es, die Bedürfnisse des Kunden mit geeigneten Argumenten oder Beispielen zu belegen und dadurch zum Versicherungsabschluss zu kommen.

Welche sechs "Bedürfnis- oder Motivtypen" kennen Sie?

Der Kunde

  • sucht Kontakt
  • ist neugierig/wissensdurstig
  • legt Wert auf Status/Prestige
  • legt Wert auf Sicherheit
  • ist Geld-/Gewinnorientiert
  • ist auf Bequemlichkeit aus

Mit der richtigen Frageart holt man aus einem Gespräch viele Informationen. Nennen Sie mind. zwei Fragearten.

  • Informationsfragen: offene/geschlossene Fragen
  • Kontrollfragen: geschlossene Fragen, offene, oder Suggestivfragen
  • Steuerungsfragen: richtungsweisende Fragen und Alternativfragen

Informativ sind die Antworten auf die "offenen Fragen".

Nennen Sie mind. drei Möglichkeiten, wie offene Fragen beginnen.

Offene Fragen beginnen mit Fragewörtern ("W-Fragen):

  • Wie
  • Was
  • Warum
  • Wo
  • Womit
  • Weshalb
  • Wozu

Wozu stellt man im Gespräch Kontrollfragen?

Um zu prüfen, ob man den Kunden richtig verstanden hat, oder ob er Sie richtig verstanden hat.

Wozu stellt man Steuerungsfragen?

Um zu einem anderen/neuen Thema überzuleiten

Welche drei Arten beinhalten die Kontrollfragen?

  • geschlossene Fragen
  • offene Fragen
  • suggestiv Fragen

Wozu stellt man in einem Gespräch Alternativfragen?

Um dem Gesprächspartner die Entscheidung zu erleichtern. Die Auswahl wird eingeschränkt, trotzdem entscheidet der Kunde selbst.

Beispiel: Möchten Sie halbjährlich oder jährlich bezahlen?

 

Als Verkäufer sprechen Sie den Kunden manchmal direkt an (Sie-Formulierung), mit oder ohne Namen.

Geben Sie mind. zwei Beispiele der Wirkung auf den Kunden.

  • Kunde fühlt sich direkt angesprochen
  • Kunde sieht seine Wünsche erfüllt
  • Kunde steht im Mittelpunkt
  • Kunde liebt eine einfache und kundenfreundliche Sprache

Welche Arten von Einwänden gibt es seitens Kunde bei Meinungsverschiedenheiten?

Widerstand gegen/wegen:

  • Veränderung
  • Preis und Kosten
  • Angebot und Lösung
  • Sättigung
  • Vorurteilen
  • schlechten Erfahrungswerten mit dem Unternehmen.

Mit welchen zwei Argumenten erklären Sie dem Kunden den Nutzen des Angebots?

  • Gefühlsbetonte Argumente: sagen, dass der Kunde sich keine Sorgen um die finanziellen Folgen des Gefahreneintritts machen muss und sich deshalb sicher fühlen kann.
  • Sachliche Argumente: versicherte Gefahren, Deckungsumfang, Zusatzleistungen

Wie gehen Sie mit Widerständen im Kundengespräch um?

  • Offene Fragen stellen um die Art des Widerstandes zu eurieren
  • Berechtigte Widerstände stehen lassen
  • Unberechtigte Widerstände zielgerichtet entschärfen oder brechen

Nennen Sie mind. zwei Anzeichen, welche auf die Kaufbereitschaft des Kunden schliessen lassen.

Kunde

  • sagt selbst, dass er abschliessen möchte
  • nickt mit dem Kopf oder greift zum Stift
  • fragt nach Einzelheiten
  • fragt nach Zusatzleistungen
  • spricht, als ob er die Versicherung bereits abgeschlossen hätte

Wie verabschieden Sie dich nach dem Kundengespräch?

  1. Gesprächsatmosphäre aufrecht erhalten
  2. sich bedanken
  3. Evt. dem Kunden zum Entscheid gratulieren und Entschluss bestätigen
  4. Kunden beim Namen nennen
  5. Gespräch zusammenfassen
  6. Visitenkarte überreichen

Es gibt drei Techniken, um den Vertragsabschluss einzuleiten. 

Nennen Sie mind. zwei dieser Möglichkeiten.

  • Alternativtechnik
  • Direkter Abschluss
  • Indirekter Abschluss

Nach jedem Kundengespräch erfolgt die Nachbearbeitung. Welche Prozesse umfasst diese?

  • Erfassen: herausfinden, was der Kunde wirklich will
  • Festhalten: verständlich aufschreiben, was der Kunde will
  • Weiterleiten: zuständige Personen informieren, sodass sie im Interesse des Kunden weiterarbeiten können

Was für Fragen stellen Sie sich im Sinne eines Lernjournals nach einem Kundengespräch?

  • Was ist gut gelaufen und warum?
  • Was nicht und warum?
  • Was könnte ich das nächste Mal besser machen?

Welche vier Punkte beachten Sie, um eine Beschwerde erfolgreich vorzubringen?

  • Sachlich bleiben
  • Sich in die Situation des anderen versetzen
  • Nicht nur das negative betonen
  • Gesichtsverlust des Empfängers vermeiden

Welche vier Teile sollten eine Beschwerde enthalten, damit der Empfänger möglichst konstruktiv darauf reagiert?

  • Schilderung der Ausgangslage (worum gehts?)
  • Schilderung des Vorfalls (was ist passiert?)
  • Begründung der Beschwerde (warum akzeptiere ich etwas nicht?)
  • Erwartung des Beschwerdeführers (wie solle es weitergehen?)

Nach welchem Vorgehensplan nehmen Sie eine Beschwerde entgegen?

  1. schweigen, zuhören, Verständnis zeigen
  2. Problem ermitteln, notieren und sich entschuldigen
  3. Kundenerwartung erfragen und Lösung vorschlagen
  4. verabschieden und bedanken
  5. Vorkehrungen treffen, um Versprechen einzuhalten

Welche Punkte sollten Sie bei einem Beschwerdegespräch beachten, um nicht noch "Öl ins Feuer zu giessen"?

  • Auf Rechtfertigungen verzichten
  • Nie anderen MA die Schuld geben
  • Nie die Schuld beim VN suchen

Welche 5 Punkte erwähnen Sie in der entsprechenden Form in einem Antwortschreiben auf eine Beschwerde?

  • Problem beschreiben
  • Verständnis zeigen und entschuldigen
  • Lösung vorschlagen
  • verabschieden und bedanken

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