QM HF 2 Jahr

B2 aus Buch Qualität v. Nexus

B2 aus Buch Qualität v. Nexus


S. I.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über Qualitätsmanagement (QM) und Auditprozesse, geeignet für Fortgeschrittene. Sie decken Themen wie Ursachenanalysen, Diagramminterpretationen, Prozessoptimierungen und Kundenorientierung ab. Besonders nützlich für Fachkräfte in der Betriebswirtschaftslehre (BWL), die ihre Kenntnisse in Qualitätskontrolle, Risikoanalyse und kontinuierlicher Verbesserung vertiefen möchten.
Flashcards
58
Students
0
Language
German
Category
Micro-Economics
Level
Other
Created / Updated
12.03.2022 / 12.03.2022

Flashcards

B2 Wie ermittelt man die Kundenzufriedenheit?

  • Auswertung vorhandener Daten
  • Erfassung neuer Daten

B2 Welche vorhandenen Daten kann man auswerten? (Kundenzufriedenheit)

  • Wiederverkaufsrate
  • Zahlungsfristen
  • Soziale Medien
  • Umfragen

B2 Was wertet man mit Wiederverkaufsrate & Zahlungsfristen aus?

  • Wiederverkaufsrate: Ziel ist die Kundenbindung, weil zufriedene Kunden wieder bestellen so werden aus Erst- oder Lauf-Kunden ein Stammkunden gewonnen.
    Mögliche Kennzahlen: Anz. Stammkunden/Anz. Total aller Kunden 
    Umsatz Stammkunden/Gesamtumsatz // Bestellte Menge/Anzahl Bestellungen
  • Zahlungsfristen Zufriedene Kunden zahlen rechtzeitig insbes. bei KMU weniger bei Grossen U. da standardisierten Zahlungsprozess.
    Mögliche Kennzahl 360 / Kredit-Umsatz Mtl. od. dursch. Deb. Bestand Mtl

B2 Was wertet man mit Umfragen & in den Soziale Medien aus?

  • Soziale Medien Auswertungen der Kundenreaktionen
    Inbounds (Anrufe oder Mails von Kunden)
    Rezensionen in sozialen Netzwerken, etc.
  • Umfragen Verschiedenes

B2 Was für Umfragen gibt es & wie geht man grob vor?

Umfragen via SMS - Einfach & weitverbreitet, verbunden mit Dankeschön für Einkauf/Bestellung

Umfragen mit Fragebogen - zuverlässiger jedoch aufwendiger

  1. Ziel der Befragung festlegen
  2. Zielgruppe, Bewertungsskala & Fragen bestimmen

Qualitative Angaben müssen in quantitative Bewertung übersetzt werden

ggf. Gewichtung etc.

  1. Nutzen & Aufwand abschätzen
  2. Auswertung

B2 Was sind die 7 Qualitätswerkzeuge?

einfache Mittel (leicht verständlich mit einfachen Hilfsmittel) zur Fehlererfassung & Analyse in Produktions- & DL Unternehmen

B2 Welches sind die 7 Qualitätswerkzeuge?

Fehlererfassung

  1. Fehlersammelliste
  2. Histogramm
  3. Qualitätsregelkarte

Fehleranalyse

  1. Pareto-Diagramm
  2. Streu-Diagramm
  3. Brainstorming
  4. Ursache-Wirkungs-Diagramm

B2 Was ist die Fehlersammelliste?

In einer Liste werden Fehler nach Art & Anzahl erfasst

Fehler     Anzahl

Kratzer    III

Beule      II

B2 Was ist bei der Fehlersammelliste zu beachten?

  • exakte Formulierung der Fragen
  • unvoreingenommene Erhebung
  • leichter Zugang zu den benötigten Fakten
  • unkomplizierte Erhebungsunterlagen
  • schulen des Erhebungspersonals
  • sichern der Datensammlung

B2 Was ist ein Histogramm?

sog. Säulen-Diagramm 

Darstellung von Häufigkeiten

Daten werden zu Klassen (Einzelnen Säulen) zusammengefasst:

  • Höhe der Säule = Anzahl Daten (Häufigkeit)
  • Horizontale Linie = Messwerte

Erfahrung: Starke Abweichungen erfordern systembedingte Korrekturen

B2 Was ist die Qualitätsregelkarte (Control Chart)?

laufende Prozesse werden mittels Stichprobenprüfung grafisch dargestellt & überwacht

schleichende od. signifikante Änderungen sind so sichtbar

eine Art Warnsystem zur Vermeidung von Fehler & Ausschüsse

B2 Was sind die Vorteile der Qualitätsregelkarte (Control Chart)?

  • Reduktion von Ausschuss durch rechtzeitiges Erkennen von Abweichungen
  • Darstellung der zeitlichen Veränderungen der Prozessergebnisse

B2 Wie funktioniert die Qualitätsregelkarte?

Voraussetzung sind beherrschte Prozesse.
Festlegung der Warngrenzen & Grenzwerten

B2 Wie kann die Regelkarte analysiert & interpretiert werden?  

  • Folge von 7 Werten unter- bzw. oberhalb des Mittelwertes unterliegen systematischen Einfluss, ebenso wie Messwerte ausserhalb der Eingriffsgrenzen
  • bei Häufung von Werten nahe dem Mittelwert muss man davon ausgehen, dass die Eingriffsgrenzen falsch berechnet wurden.
  • Ergebnisse ausserhalb der Warngrenze à Prozess mit erhöhter Aufmerksamkeit beobachten.
  • 1 Wert ausserhalb der Eingriffsgrenze à sofort eingreifen (Prozess ist nicht mehr beherrscht)

B2 Was ist das Pareto-Diagramm?

20% der Kunden 80% des Umsatzes bringen

bzw. im QM:

vital few: 20% Fehlerarten sind für 80% der Auswirkungen (& Fehlerkosten) verantwortlich
Useful many: 80% Fehlerarten sind für 20% der Auswirkungen verantwortlich

Wirkungsvolle Entscheidungshilfe, in welcher Reihenfolge Probleme behandelt werden sollen

B2 Auf was basiert die ABC-Analyse?

Pareto-Diagramm

B2 Was ist das Streu-Diagramm?

auch sog. Korrelations-Diagramm

  • grafische Darstellung der Beziehungen zw. 2 veränderbaren Faktoren.
  • Untersucht wird, wie die Grösse, die beeinflusst werden soll (z.B. Kundenzufriedenheit) von der Grösse abhängt, die beeinflusst werden kann (z.B. Produktqualität oder Lieferservice).
  • veranschaulicht die Intensität (Stärke) & die Richtung (Vorzeichen) eines möglichen Zusammenhanges.
  • Keine Ableitung von direkten kausalen Zusammenhänge möglich!

B2 Was ist das Streu-Diagramm?

Basis eines Streu-Diagramms ist eine grössere Anzahl von Merkmalpaaren, zw. denen eine Abhängigkeit vermutet wird.

Eintragung der Daten in ein xy-Koordinatensystem.

positive Korrelation = je mehr vom Merkmal x beobachtet wird, auch mehr vom Merkmal y beobachtet werden kann (und vice versa).
vollständige Korrelation = enge gegenseitige Abhängigkeit.

B2 Was ist Brainstorming?

teamorientierte Problemlösungsmethode

eignet sich bei relativ einfachen Problemen

B2 Wie läuft Brainstorming ab?

  1. Phase: Ideen, Vorschlage etc. zu einer Problemstellung notieren. Qualität unbedeutend
    • Exakte Formulierung der Fragen/Aufgabenstellung
    • Absolutes Kritikverbot während dieser kreativen Phase (keine Killerphrasen!)
    • Vorschläge sind als Anregungen zu betrachten & weiterzuentwickeln
    • Vorschläge sind schriftlich festzuhalten (z.B. Flipchart)
    • Moderator soll zur weiteren Ideensammlung motivieren
    • Keinerlei Zeitdruck während dieser kreativen Phase
  2. Phase
    • Vorschläge näher erläutert, strukturiert & bewertet.

B2 Was ist das Ursache-Wirkungs-Diagramm? Kaizen

sog. Ishikawa-Diagramm (Q-Zirkel / Teamsitzungen) od. Fischgeräte-Diagramm

Möglichst viele pos/neg Ursachen bzw. Einflussfaktoren für ein Problem werden gesammelt & strukturiert dargestellt 
Durch die Gewichtung der Ursachen wird deutlich, wo eine rasche und erfolgversprechende Massnahme möglich ist.

B2 Wie funktioniert das Ursachen-Wirkungs-Diagramm?

  • Hauptproblem festlegen
  • Hauptursachen festlegen (Die 7-M-Faktoren) sowie Nebenursachen

B2 Was sind die Vor- & Nachteile des Ursachen-Wirkungs-Diagramms? 

B2 Was für wichtige Mgmt-Informationen liegen nicht in Zahlen vor? + Methode

  • Analyse von Informationen Methoden: Affinitäts-Diagramm, Relationen-Diagramm.
  • Lösungs- & Entscheidungsfindungen Methoden: Baum-Diagramm, Matrix-Diagramm & das Portfolio (Matrix-Datenanalyse).
  • Umsetzung & Durchführung Methoden Netzplan.

B2 Was ist der Netzplan?

Übersichtliche Darstellung des zeitlichen Ablaufs eines Projektes

Einzelnen Projektschritte sind miteinander logisch verknüpft. à Kritischen Zus.hänge sind so sichtbar (critical path) & können überwacht werden.

Kritische Weg/Pfad ist jene Ablauffolge, bei der eine Verzögerung eines Ereignisses zu einer Verzögerung des ganzen Projektes führt!

B2 Was heisst FMEA ?
 

60er Jahre von Nasa entwickelt

Failure Mode and Effects Analysis

Fehlermöglichkeiten- & Einflussanalyse (FMEA)

B2 Was ist das Ziel der FMEA?

Oberstes Ziel ist die präventive Fehlervermeidung im Planungsstadium (Leistungserstellungsprozess)

Grundregel: Alle möglichen Fehlerursachen finden, bewerten & weitgehend eliminieren (Nullfehler-Programm).

Faustregel: ein möglicher Fehler - zwei Fehlerfolgen - vier Fehlerursachen

B2 Was sind die Ziele & Aufgaben einer FMEA?

  • Identifizieren kritischer Komponenten & Schwachstellen
  • Frühzeitiges Erkennen & Lokalisieren möglicher Fehler
  • Abschätzen & Quantifizieren von Risiken
  • Anwenden & Weitergeben von Wissen & Erfahrungen
  • Erfassen & Priorisieren von Entwicklungskriterien
  • Verkürzen der Entwicklungszeit & damit Senken von Kosten
  • Beitragen zur Erfüllung der Qualitätszielsetzungen
  • Führungsinstrument für Entscheidungen

B2 Was sind die Ziele & Aufgaben einer FMEA? 2

  • Änderungs- & Korrekturmassnahmen verringern
  • Blind und Fehlleistungen reduzieren
  • Doppelarbeiten
  • Entwicklungszeiten verkürzen
  • Kosten der Leistungserstellung senden
  • Qualitätsziele erreichen
  • Risiken anhand von Kennzahlen beurteilen

B2 Wie führt man eine FMEA durch?

  1. geeignete MiA zu FMEA-Moderatoren schulen
  2. 1 Durchführung: Anwendung auf bestehendes Problem / laufender Prozess erst
  3. Erfahrung: Anwendung bei Neuprojekten
  4. Hilfreich ist die Verwendung eines Formblatts

Folgendes wird untersucht:

  • mögliche Prozess- bzw. Produktfehler
  • mögliche Folgen für unsere Kunden?
  • möglichen Ursachen?
  • Welche Massnahmen eignen sich zur Aufdeckung der Fehler?

B2 Wie geht man bei der FMEA vor?

B2 Erkläre das Formblatt FMEA?

  • Einteilung in 4 Blö >Auflistung möglicher Fehler nach Art & Ort, mögliche Folgen sowie mögliche Ursachen (Analyse nach 7M siehe Ursache-Wirkungs-Diagramm

B2 Was ist Risiko im Sinne der FMEA?

  • Wahrscheinlichkeit des Auftretens einer Fehlerursache: A
  • Bedeutung einer Fehlerfolge für Kunden: B
  • die Wahrscheinlichkeit der Entdeckung einer Fehlerursache vor der Auslieferung: C

Jede dieser Grössen wird mit 1 (kein Risiko) bis 10 (hohes Risiko) gewertet.

Risikoprioritätenzahl
Gesamtrisiko ergibt sich durch Multiplizieren der drei Grössen (= RPZ): AxBxC = RPZ.
Entscheidungshilfe für die Beurteilung von Optimierungen & Abhilfemassnahmen.

B2 Was sind die Vor- & Nachteile der FMEA?

B2 Welche Methoden gehören zur Risikoanalyse?

FMEA

FTA

B2 Was bedeutet FTA?

Faul Tree Analysis

Fehlerbaumanalyse'

Mittel zur Risiko-Analyse wie FMEA

B2 Wie funktioniert die FTA?

möglichen Ursachen eines bestimmten Fehlers werden logisch miteinander verknüpft:
Teile, Komponenten od. System werden mit AND-/OR Symbolen in einer Grafik verknüpft

Analyse endet, bei den elementaren Ereignissen (keine weitere Ursache mehr) oder wenn diese nicht weiter betrachten möchte

B2 Wo wird FTA angewendet?

  • Softwareentwicklung (Programfehler analysieren)
  • Flugsicherheit (Sicherheitsniveau checken
  • Operationen in Spitälern
  • Planung von Industrieanlagen (störungsfreie Prozesse)
  • Brandschutz
  • Produktentwicklung (v.a. in der Automobilindustrie)

B2 Was bedeutet HACCP?

Hazard Analysis & Critical Control Points

B2 Was ist HACCP?

Konzept zur Qualitätssicherung in der Lebensmittelbranche

entwickelt von der NASA

Study