Mitarbeiterführung

Mitarbeiterführung für TK

Mitarbeiterführung für TK


S. G.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Einblick in die Grundlagen der Mitarbeiterführung und eignen sich für angehende Führungskräfte. Sie decken Themen wie Zielsetzung, Delegation, Motivation und Feedback ab, wobei Methoden wie die ABC-Analyse, die ALPEN-Methode und das Johari-Fenster im Mittelpunkt stehen. Die Karteikarten vermitteln praktische Techniken zur effektiven Führung, einschließlich der Nutzung von Autorität und der Anwendung des Managementkreislaufs. Führungspersonen können von diesen Lernkarten profitieren, um ihre Fähigkeiten zu verbessern und ihre Mitarbeiter besser zu unterstützen.
Karten
58
Lernende
3
Sprache
Deutsch
Kategorie
BWL
Stufe
Andere
Erstellt / Aktualisiert
14.11.2021 / 27.10.2024

Lernkarten

Was ist Führung?
 

«Wessen wir am meisten im Leben bedürfen ist jemand, der uns dazu
bringt, das zu tun, wozu wir fähig sind.«

 

Der Führungsstil zeigt, wie jemand grundsätzlich führt

 

Was ist Führung und Management?

 

Der Boss 

- treibt Mitarbeiter an

-hängt an autoritäten

-sagt ich

-gibt anderen die schukd

-weiss wie es gemacht wird

-benutzt menschen

-nimmt

 

Der Leader:

-trainiert mitarbeiter

-ist guten willens

-sagt wir

-behebt pannen

-zeigt wie es geht

-entwickelt menschen

-fragt

 

Direkte Führung:

Indirekte Führung:

Direkte Führung:

Rahmenbedingungen für die Gestaltung der indirekten Führung:

• Was: Strategie in Form von strategischen Zielen

• Wie: Strukturen der Prozesse und Zuständigkeiten

• Warum: Kultur als sinnstiftender Ausdruck der übergeordneten Werte und Verhaltensgrundsätze

 

Unmittelbare Auswirkung auf
das Arbeitsklima

 

Indirekte Führung:

Interaktion zwischen Führungsperson und Mitarbeitenden zur Auf-gabenerfüllung:

• Aufgabenbezogene Lokomotivfunktion: ziel- und ergebnisorien-tiert lenken durch Planen, Entscheiden, Umsetzen und Kontrollieren.

• Mitarbeiterbezogene Kohäsionsfunktion: ein vertrauensvolles, kooperatives Arbeitsklima gestalten und entwickeln durch Moti-vieren, Fördern und Wertvermittlung. 

Setzt den Rahmen für die
Arbeitsbedingungen

Indirekte Führung

Strategie

 

• Was ist zu tun?
• Gibt die Ausrichtung des
Unternehmens vor
• Überleben sichern

Indirekte Führung

Struktur

• Wie tun wir es?
• Prozesse und Zuständigkeiten regeln
• Strategische Ziele effektiv und effizient
erreichen

Indirekte Führung

Kultur

• Warum tun wir es?
• Werte, Überzeugungen und
Umgangsformen
• Fördert die Identifikation mit dem
Unternehmen
• Sinnstiftend
• Prägt das Arbeitsklima und das Image
Kulturentwicklung ist
Führungsaufgabe!

Direkte Führung
 

In Literatur auch persönliche, interaktive
oder individuelle Führung genannt

Lokomotivfunktion der Führungskraft

Vorausschauend handeln, Ziele setzen, Probleme frühzeitig erkennen,
Situationen analysieren und nach geeigneten Lösungen suchen
 

Kohäsionsfunktion der Führungskraft

Grundsätzlich geht es dabei um drei Punkte:
• Motivieren:
Anspruchsvolle Ziele vereinbaren
Verantwortungsvolle Aufgaben delegieren
Leistungen anerkennen
• Fördern:
MA entwickeln
Faire konstruktive Zusammenarbeit im Team unterstützen
• Werte vermitteln:
Verhaltensgrundsätze und Umgangsformen vorleben
Offen kommunizieren
Konfliktpotential erkennen und Konflikte konstruktiv lösen
 

Führungstechniken

Management by Decicion Rules :  Führung durch detailierte Verhaltensweisungen und Regeln

Management by  Delegation: durch AUfgabenübertragung 

Management by Exception: durch Abweichungskontrolle und eingriffe in ausnahmefällen

Management by Objectives: durch Zielvereinbaung

Managements by Projects: durch fachübergreifende Koordination, planung, steuerung und überwachung von Projekten

Management by Results: durch Ergebnisüberwachung

Management by Systems: durch systemsteuerung

Management by Crisis: durch bewusste Herbeiführung bzw. Provokation von Krisen im unternehmen

Autorität

Autorität ist das Ansehen einer Person im Umfeld.
• Strahlt Überlegenheit aus Einfluss auf andere
• Auch eine Form von Macht
Wird erlangt durch:
• Formelle Autorität: «Ich bin…» Ansehen ist mit Position verbunden
Gleichzusetzen mit Macht
• Fachliche Autorität: «Ich kann…» besondere fachliche Kenntnisse,
Fähigkeiten und Fertigkeiten werden anerkannt
Gleichzusetzen mit Expertenmacht
• Persönliche Autorität: «Ich wirke als Persönlichkeit…» Andere
anerkennen, vertrauen oder bewundern mich als starke Person
Gleichzusetzen mit charismatischer Macht
 

Rekonstruktionsprozess der Wahrnehmung

1.Wahrnehmung an sich: Was beobachte ich?   à Problematischer Mitarbeiter ist nicht an der Arbeit

2.Interpretation der Wahrnehmung: Was fällt mir auf?   à Er sieht, dass ich sehe, dass er nicht arbeitet, macht es also bewusst

3.Gefühle: Was löst dies bei mir emotional aus?   à Ich fühle mich provoziert, muss ihn zurechtweisen, harmoniestreben zerbricht

4.Beurteilung: Was halte ich davon?  à Ich mahle mir schon die Kündigung aus, bis ich feststelle, dass ich die Zeit vergessen hatte und es bereits Mittagspause ist

Theorie X und Y nach McGregor

Theorie X 

• Der Mensch hat eine angeborene Abneigung gegen die Arbeit und versucht, sie so weit wie möglich zu vermeiden bzw. sich davor zu drücken.

• Menschen müssen straff geführt und kontrolliert werden, damit sie sich engagieren und motiviert sind, viel zu leisten.

• Der Mensch möchte gern geführt werden; er will sich absichern und über-nimmt nicht gerne Verantwortung für Entscheidungen oder sein Handeln.

Theorie Y 

 

• Wenn der Mensch sich mit den Zielen der Organisation identifiziert, sind externe Kontrollen unnötig; er entwickelt Selbstkontrolle und Eigeninitiative.

• Die Arbeit ist für den Menschen eine wichtige Quelle der Zufriedenheit; er sieht darin ein wichtiges Feld seiner Selbstverwirklichung.

• Die Befriedigung von Ich-Bedürfnissen und das Streben nach Selbst-verwirklichung sind wichtiger als finanzielle Anreize.

• Der Mensch sucht Verantwortung. Zudem möchte er seinen Ideenreichtum und seine Kreativität möglichst aktivieren. 

Dynamik der Menschenbilder (nach McGregor)

X: demotiviert Mitarbeiter durch vorschriften und kontrollen

- Dienst nach Vorschrift,      Führungsperson fühlt sich bestätigt

- Arbeitsunwillig und verantwortungsscheu

 

 

Y: Viel handlungsspielraum, selbstkontrolle 

- MA sieht es als herausforderung, ist motiviert 

- Vorgesetzter fühlt sich auch bestätigt

- Selbsterfüllende Prophezeiung

Babyboomer (ca. 1950–1965

• Hohe Dienstleistungs- und Kundenorientierung

• Persönliche Gesundheit, Wohlbefinden

• Teamgeist, Beziehungsorientierung

• Optimismus, Motivation, starker Wille

• Persönliche Erfüllung

• Prozessorientierung

• Mühe mit Feedbacks, anderen Ansichten, Konflikten 

Generation X (ca. 1965–1980) 

• Globales Denken

• Work-Life-Balance (Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben)

• Informelle Beziehungen

• Eigenverantwortlichkeit, Selbstvertrauen

• Individualismus, Unabhängigkeit

• Pragmatismus, Anpassungsfähigkeit

• Kreativität

Generation Y (ca. 1980–1995) 

• Sinnhaftigkeit, Lebensqualität

• Soziale Netzwerke

• Selbstbewusstsein, Kommunikationsfreude

• Spass an der Arbeit, Selbstverwirklichung

• Flexibilität, Wahlmöglichkeiten, Sprunghaftigkeit, Multitasking

• Sicherheit, Stabilität

• Aufmerksamkeit, Feedback, Wertschätzung

 Generation Z, ab ca. 1995

 gilt als die «echten» Digital Natives, die sich von klein auf in der virtuellen Internet- und Social-Media-Welt bewegt haben und permanent online sind. Zum einen sind sie multikulturell, zum anderen stark individualistisch (ich-bezogen) geprägt. Z wird auch als Generation der Selbstdarsteller bezeichnet. 

Die vier Grundsätze der Wertevermittlung:

 

•Fördern

•Anregen

•Inspirieren

•Begeistern

 

Integrität: getreu seinen Werten handeln

Authentisch = echt

 

Fördern: gemäss individuellen Bedürfnissen führen und weiterentwicklung unterstützen

Anregen: Denkmuster brechen, Einsichten vermitteln, Kreativität und selbstständiges Denken fördern

Inspirieren: Durch Vision, sinnvole Aufgaben und herausfordernde Ziele motivieren

Begeistern: durch pers. Ausstrahlung überzeugen, Emotionen wecken und Verbundenheit wecken

Autoritärer Führungsstil

•Trifft Entscheidungen alleine

•Setzt sich zu 100% durch

•Kontrolliert und korrigiert

vKommandieren – Kontrollieren – Korrigieren

v

Ursachen:

•Führungsperson ist unsicher, überfordert oder unfähig anders zu führen

•Führungsperson ist autoritär oder machtbewusst

•Anhänger der Theorie X (negatives Menschenbild)

•Unternehmenskultur und Struktur begünstigen Autorität

•Die Aufgabe erfordert es (z.B. Notfallsituation Erste - Hilfeleistung)

Kooperativer Führungsstil

•Mitarbeiter werden in die Entscheidungsfindung eingebunden

•Führungsposition als «Drehscheibe»

•Kümmert sich um den Interessenausgleich im Team

vKommunizieren – Koordinieren – Kooperieren

 

Voraussetzungen:

•Kultur und Struktur fördern Mitarbeiter bei Entscheidungsprozessen

•Bewusstsein für gemeinsame Zielerreichung

•Führungsperson und Mitarbeiter haben grosse Selbstständigkeit und persönliche Reife

Verschiedene Führungsstile

Despotisch = herrisch, keinen Widerspruch duldend, rücksichtslos

Managerial Grid nach Blake / Mouton 

Eines der bekanntesten Führungsstilmodelle, das Managerial Grid (Verhaltensgitter), stammt von den amerikanischen Psychologen Robert R. Blake und Jane S. Mouton, die es 1964 erstmals vorstellten. Als zweidimensionales Modell bezieht es die Mitarbeiter- und die Aufgabenorientierung ein, die auch für die Beziehungs- und die Sachebene in der Führung stehen

Reifegradmodell nach Hersey / Blanchard

Das Grundprinzip dieses Modelles beruht auf der Annahme, dass jeder Mitarbeiter nach seinem Reifegrad geführt werden muss, um seine Potenziale für das Unternehmen freizusetzen.

 

Nicht die Führungskraft führt in erster Linie mit dem ihr eigenen Stil, sondern sie passt ihren Führungsstil im Idealfall in den Grenzen der eigenen Persönlichkeit weitgehend an den Bedarf des Mitarbeiters an.

 

> «Situative Führung»

Motivationsmodelle

Unter Motivation versteht man die Antriebskräfte für ein bestimmtes Verhalten

Motivationsmodelle bieten eine Erklärung, was uns motiviert und wie wir
uns motivieren lassen.
Motivationsmodelle:
• Zwei-Faktoren Theorie nach Herzberg
• Arbeitszufriedenheit durch Motivatoren und Hygienefaktoren
• Leistungsmotivation
• Können – Wollen – Dürfen

 

Hygienefaktoren

Unzufriedenheit hängt mit den Hygienefaktoren zusammen, die im Arbeitsumfeld liegen, z. B. die Entlöhnung, die Sicherheit des Arbeitsplatzes oder der Führungsstil. 

Bedingungen des Arbeitsumfeldes

• Müssen vorhanden sein
• Sorgen für reibungslosen Verlauf von Arbeiten und Aufgaben
• Mitarbeiter betrachtet seine Stelle als Neutral keine Abneigung
• Werden als gegeben vorausgesetzt (keine besondere Zufriedenheit)
• Fehlen jedoch führt zu Unzufriedenheit
• Wahrnehmung eher unbewusst

Besipiele

Sicherheit des Jobs
Gehalt !
Gutes Arbeitsumfeld
Arbeitszeit

Extrinsische Faktoren

Motivatoren

Arbeitszufriedenheit entsteht vor allem durch sogenannte Motivatoren, wie z. B. durch die Anerkennung der eigenen Leistung, interessante Arbeitsinhalte oder Entwicklungs-möglichkeiten. 

Sie beziehen sich unmittelbar auf den inhalt der arbeit

• Wenn Sie fehlen erzeugt es nicht direkt Unzufriedenheit
• Die Mitarbeiter sind ohne Sie aber auch nicht wirklich zufrieden oder
motiviert
• Als Grundlage müssen die Hygienefaktoren vorhanden sein

Beispiele:
Erfolgsergebnisse
Verantwortung
Anerkennung
Aufstiegsmöglichkeiten

intrinsische faktoren

Wie kann Mitarbeiter zu leistung motiviert werden?

 

Wollen, können, dürfen

Motivationsdynamik - Positiv

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Motivationsdynamik - Negativ

C:\Users\sg\Documents\TK\Mitarbeiterführung\Bilder\Motivationsdynamik - Negativ.png

Welche Motivationsinstrumente gibt es?

-Ziele

-Aufgaben

-ANerkennung

-Entwicklung

Motivationsinstrumente

Ziele

• Mit Zielen einverstanden
• Erreichbar für den MA (nicht Über- und Unterforderung)
• Klare Ziele (SMART)

Motivationsinstrumente

 

Aufgaben

• Auch interessante und verantwortungsvolle Aufgaben delegieren
• Handlungsspielraum
• Begleiten, Rückmeldung
• Nach Unterstützung anfragen

Motivationsinstrumente

Anerkennung

• Regelmässig Feedback
• Ehrliches Lob
• Belohnung (Bonus, Feierabendbier, Urlaubstag)

Motivationsinstrumente

Entwicklung

• Möglichkeiten zur Weiterbildung
• Arbeitsmarktfähigkeit
• Einarbeitung, Stellvertretung

Aus welchen elementen besteht die Führung nach der St. Galler Managementlehre?

 

• Managementfunktion (Leitungsfunktion)

• Ziel- und Ergebnisorientierung

• Verhaltensbeeinflussung

• Strukturierte Arbeitssituation 

 Was ist  Macht ?

Macht ist die gezielte Beeinflussung anderer und das Durchsetzungsvermögen von Befugnissen in einer bestimmten Position. Typische Machtformen: Legitimations-, Sank-tions-, Informations-, Experten-, Beziehungs-, Referenz- und charismatische Macht. 

Was ist Autorität?

Autorität ist die Einflussmöglichkeit einer Person, die auf ihrem Ansehen beruht. Typische Autoritätsformen sind die formelle, die fachliche und die persönliche Autorität. 

SMART-Formel

• Spezifisch: konkreter Gegenstand bzw. Schwerpunkt

• Messbar: ein klarer Massstab oder Leistungsstandard

• Attraktiv und erreichbar: eine realistische und motivierende Herausforderung

• Resultatorientiert: ein definiertes Ergebnis oder Endprodukt

• Terminbezogen: ein eindeutiger Zeitraum oder ein definierter Termin

Der Managementkreislauf setzt sich aus zwei Teilprozessen mit vier Führungsfunktionen zusammen

Willensbildung 

Planen

Umsetzen Kontrollieren Aktivitäten • Klare Ziele definieren (z. B. nach der SMART-Formel) • Planungsregeln: realistisch, Miteinbezug der Betroffenen und risikobewusst 

Entscheiden

• Entscheidungen vorbereiten – treffen – kommunizieren • Entscheidungsregeln: ausgewogen, gemeinsam, schnell (aber nicht vorschnell) und konsequent 

 

Willensdurchsetzung 

Umsetzen 

 

•Ergebnisorientierung und Durchsetzungsvermögen • Regeln der Auftragserteilung: vollständig und klar (z. B. nach den sechs W-Fragen), angemessen (fair, anforderungsgerecht, rechtzeitig) sowie begründet • Coaching als Unterstützung bei Fach- und persönlichen Problemen anbieten 

 

Kontrollieren 

• Kontrollregeln befolgen: angemessen, adäquat und ergebnisorientiert 

Lernen