Mitarbeiterführung
Mitarbeiterführung für TK
Mitarbeiterführung für TK
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Lernkarten
Was ist Führung?
«Wessen wir am meisten im Leben bedürfen ist jemand, der uns dazu
bringt, das zu tun, wozu wir fähig sind.«
Der Führungsstil zeigt, wie jemand grundsätzlich führt
Was ist Führung und Management?
Der Boss
- treibt Mitarbeiter an
-hängt an autoritäten
-sagt ich
-gibt anderen die schukd
-weiss wie es gemacht wird
-benutzt menschen
-nimmt
Der Leader:
-trainiert mitarbeiter
-ist guten willens
-sagt wir
-behebt pannen
-zeigt wie es geht
-entwickelt menschen
-fragt
Direkte Führung:
Indirekte Führung:
Direkte Führung:
Rahmenbedingungen für die Gestaltung der indirekten Führung:
• Was: Strategie in Form von strategischen Zielen
• Wie: Strukturen der Prozesse und Zuständigkeiten
• Warum: Kultur als sinnstiftender Ausdruck der übergeordneten Werte und Verhaltensgrundsätze
Unmittelbare Auswirkung auf
das Arbeitsklima
Indirekte Führung:
Interaktion zwischen Führungsperson und Mitarbeitenden zur Auf-gabenerfüllung:
• Aufgabenbezogene Lokomotivfunktion: ziel- und ergebnisorien-tiert lenken durch Planen, Entscheiden, Umsetzen und Kontrollieren.
• Mitarbeiterbezogene Kohäsionsfunktion: ein vertrauensvolles, kooperatives Arbeitsklima gestalten und entwickeln durch Moti-vieren, Fördern und Wertvermittlung.
Setzt den Rahmen für die
Arbeitsbedingungen
Indirekte Führung
Strategie
• Was ist zu tun?
• Gibt die Ausrichtung des
Unternehmens vor
• Überleben sichern
Indirekte Führung
Kultur
• Warum tun wir es?
• Werte, Überzeugungen und
Umgangsformen
• Fördert die Identifikation mit dem
Unternehmen
• Sinnstiftend
• Prägt das Arbeitsklima und das Image
Kulturentwicklung ist
Führungsaufgabe!
Direkte Führung
In Literatur auch persönliche, interaktive
oder individuelle Führung genannt
Lokomotivfunktion der Führungskraft
Vorausschauend handeln, Ziele setzen, Probleme frühzeitig erkennen,
Situationen analysieren und nach geeigneten Lösungen suchen
Kohäsionsfunktion der Führungskraft
Grundsätzlich geht es dabei um drei Punkte:
• Motivieren:
Anspruchsvolle Ziele vereinbaren
Verantwortungsvolle Aufgaben delegieren
Leistungen anerkennen
• Fördern:
MA entwickeln
Faire konstruktive Zusammenarbeit im Team unterstützen
• Werte vermitteln:
Verhaltensgrundsätze und Umgangsformen vorleben
Offen kommunizieren
Konfliktpotential erkennen und Konflikte konstruktiv lösen
Führungstechniken
Management by Decicion Rules : Führung durch detailierte Verhaltensweisungen und Regeln
Management by Delegation: durch AUfgabenübertragung
Management by Exception: durch Abweichungskontrolle und eingriffe in ausnahmefällen
Management by Objectives: durch Zielvereinbaung
Managements by Projects: durch fachübergreifende Koordination, planung, steuerung und überwachung von Projekten
Management by Results: durch Ergebnisüberwachung
Management by Systems: durch systemsteuerung
Management by Crisis: durch bewusste Herbeiführung bzw. Provokation von Krisen im unternehmen
Autorität
Autorität ist das Ansehen einer Person im Umfeld.
• Strahlt Überlegenheit aus Einfluss auf andere
• Auch eine Form von Macht
Wird erlangt durch:
• Formelle Autorität: «Ich bin…» Ansehen ist mit Position verbunden
Gleichzusetzen mit Macht
• Fachliche Autorität: «Ich kann…» besondere fachliche Kenntnisse,
Fähigkeiten und Fertigkeiten werden anerkannt
Gleichzusetzen mit Expertenmacht
• Persönliche Autorität: «Ich wirke als Persönlichkeit…» Andere
anerkennen, vertrauen oder bewundern mich als starke Person
Gleichzusetzen mit charismatischer Macht
Rekonstruktionsprozess der Wahrnehmung
1.Wahrnehmung an sich: Was beobachte ich? à Problematischer Mitarbeiter ist nicht an der Arbeit
2.Interpretation der Wahrnehmung: Was fällt mir auf? à Er sieht, dass ich sehe, dass er nicht arbeitet, macht es also bewusst
3.Gefühle: Was löst dies bei mir emotional aus? à Ich fühle mich provoziert, muss ihn zurechtweisen, harmoniestreben zerbricht
4.Beurteilung: Was halte ich davon? à Ich mahle mir schon die Kündigung aus, bis ich feststelle, dass ich die Zeit vergessen hatte und es bereits Mittagspause ist
Theorie X und Y nach McGregor
Theorie X
• Der Mensch hat eine angeborene Abneigung gegen die Arbeit und versucht, sie so weit wie möglich zu vermeiden bzw. sich davor zu drücken.
• Menschen müssen straff geführt und kontrolliert werden, damit sie sich engagieren und motiviert sind, viel zu leisten.
• Der Mensch möchte gern geführt werden; er will sich absichern und über-nimmt nicht gerne Verantwortung für Entscheidungen oder sein Handeln.
Theorie Y
• Wenn der Mensch sich mit den Zielen der Organisation identifiziert, sind externe Kontrollen unnötig; er entwickelt Selbstkontrolle und Eigeninitiative.
• Die Arbeit ist für den Menschen eine wichtige Quelle der Zufriedenheit; er sieht darin ein wichtiges Feld seiner Selbstverwirklichung.
• Die Befriedigung von Ich-Bedürfnissen und das Streben nach Selbst-verwirklichung sind wichtiger als finanzielle Anreize.
• Der Mensch sucht Verantwortung. Zudem möchte er seinen Ideenreichtum und seine Kreativität möglichst aktivieren.
Dynamik der Menschenbilder (nach McGregor)
X: demotiviert Mitarbeiter durch vorschriften und kontrollen
- Dienst nach Vorschrift, Führungsperson fühlt sich bestätigt
- Arbeitsunwillig und verantwortungsscheu
Y: Viel handlungsspielraum, selbstkontrolle
- MA sieht es als herausforderung, ist motiviert
- Vorgesetzter fühlt sich auch bestätigt
- Selbsterfüllende Prophezeiung
Babyboomer (ca. 1950–1965
• Hohe Dienstleistungs- und Kundenorientierung
• Persönliche Gesundheit, Wohlbefinden
• Teamgeist, Beziehungsorientierung
• Optimismus, Motivation, starker Wille
• Persönliche Erfüllung
• Prozessorientierung
• Mühe mit Feedbacks, anderen Ansichten, Konflikten
Generation X (ca. 1965–1980)
• Globales Denken
• Work-Life-Balance (Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben)
• Informelle Beziehungen
• Eigenverantwortlichkeit, Selbstvertrauen
• Individualismus, Unabhängigkeit
• Pragmatismus, Anpassungsfähigkeit
• Kreativität
Generation Y (ca. 1980–1995)
• Sinnhaftigkeit, Lebensqualität
• Soziale Netzwerke
• Selbstbewusstsein, Kommunikationsfreude
• Spass an der Arbeit, Selbstverwirklichung
• Flexibilität, Wahlmöglichkeiten, Sprunghaftigkeit, Multitasking
• Sicherheit, Stabilität
• Aufmerksamkeit, Feedback, Wertschätzung
Generation Z, ab ca. 1995
gilt als die «echten» Digital Natives, die sich von klein auf in der virtuellen Internet- und Social-Media-Welt bewegt haben und permanent online sind. Zum einen sind sie multikulturell, zum anderen stark individualistisch (ich-bezogen) geprägt. Z wird auch als Generation der Selbstdarsteller bezeichnet.
Die vier Grundsätze der Wertevermittlung:
•Fördern
•Anregen
•Inspirieren
•Begeistern
Integrität: getreu seinen Werten handeln
Authentisch = echt
Fördern: gemäss individuellen Bedürfnissen führen und weiterentwicklung unterstützen
Anregen: Denkmuster brechen, Einsichten vermitteln, Kreativität und selbstständiges Denken fördern
Inspirieren: Durch Vision, sinnvole Aufgaben und herausfordernde Ziele motivieren
Begeistern: durch pers. Ausstrahlung überzeugen, Emotionen wecken und Verbundenheit wecken
Autoritärer Führungsstil
•Trifft Entscheidungen alleine
•Setzt sich zu 100% durch
•Kontrolliert und korrigiert
vKommandieren – Kontrollieren – Korrigieren
v
Ursachen:
•Führungsperson ist unsicher, überfordert oder unfähig anders zu führen
•Führungsperson ist autoritär oder machtbewusst
•Anhänger der Theorie X (negatives Menschenbild)
•Unternehmenskultur und Struktur begünstigen Autorität
•Die Aufgabe erfordert es (z.B. Notfallsituation Erste - Hilfeleistung)
Kooperativer Führungsstil
•Mitarbeiter werden in die Entscheidungsfindung eingebunden
•Führungsposition als «Drehscheibe»
•Kümmert sich um den Interessenausgleich im Team
vKommunizieren – Koordinieren – Kooperieren
Voraussetzungen:
•Kultur und Struktur fördern Mitarbeiter bei Entscheidungsprozessen
•Bewusstsein für gemeinsame Zielerreichung
•Führungsperson und Mitarbeiter haben grosse Selbstständigkeit und persönliche Reife
Managerial Grid nach Blake / Mouton
Eines der bekanntesten Führungsstilmodelle, das Managerial Grid (Verhaltensgitter), stammt von den amerikanischen Psychologen Robert R. Blake und Jane S. Mouton, die es 1964 erstmals vorstellten. Als zweidimensionales Modell bezieht es die Mitarbeiter- und die Aufgabenorientierung ein, die auch für die Beziehungs- und die Sachebene in der Führung stehen
Reifegradmodell nach Hersey / Blanchard
Das Grundprinzip dieses Modelles beruht auf der Annahme, dass jeder Mitarbeiter nach seinem Reifegrad geführt werden muss, um seine Potenziale für das Unternehmen freizusetzen.
Nicht die Führungskraft führt in erster Linie mit dem ihr eigenen Stil, sondern sie passt ihren Führungsstil im Idealfall in den Grenzen der eigenen Persönlichkeit weitgehend an den Bedarf des Mitarbeiters an.
> «Situative Führung»
Motivationsmodelle
Unter Motivation versteht man die Antriebskräfte für ein bestimmtes Verhalten
Motivationsmodelle bieten eine Erklärung, was uns motiviert und wie wir
uns motivieren lassen.
Motivationsmodelle:
• Zwei-Faktoren Theorie nach Herzberg
• Arbeitszufriedenheit durch Motivatoren und Hygienefaktoren
• Leistungsmotivation
• Können – Wollen – Dürfen
Hygienefaktoren
Unzufriedenheit hängt mit den Hygienefaktoren zusammen, die im Arbeitsumfeld liegen, z. B. die Entlöhnung, die Sicherheit des Arbeitsplatzes oder der Führungsstil.
Bedingungen des Arbeitsumfeldes
• Müssen vorhanden sein
• Sorgen für reibungslosen Verlauf von Arbeiten und Aufgaben
• Mitarbeiter betrachtet seine Stelle als Neutral keine Abneigung
• Werden als gegeben vorausgesetzt (keine besondere Zufriedenheit)
• Fehlen jedoch führt zu Unzufriedenheit
• Wahrnehmung eher unbewusst
Besipiele
Sicherheit des Jobs
Gehalt !
Gutes Arbeitsumfeld
Arbeitszeit
Extrinsische Faktoren
Motivatoren
Arbeitszufriedenheit entsteht vor allem durch sogenannte Motivatoren, wie z. B. durch die Anerkennung der eigenen Leistung, interessante Arbeitsinhalte oder Entwicklungs-möglichkeiten.
Sie beziehen sich unmittelbar auf den inhalt der arbeit
• Wenn Sie fehlen erzeugt es nicht direkt Unzufriedenheit
• Die Mitarbeiter sind ohne Sie aber auch nicht wirklich zufrieden oder
motiviert
• Als Grundlage müssen die Hygienefaktoren vorhanden sein
Beispiele:
Erfolgsergebnisse
Verantwortung
Anerkennung
Aufstiegsmöglichkeiten
intrinsische faktoren
Welche Motivationsinstrumente gibt es?
-Ziele
-Aufgaben
-ANerkennung
-Entwicklung
Motivationsinstrumente
Ziele
• Mit Zielen einverstanden
• Erreichbar für den MA (nicht Über- und Unterforderung)
• Klare Ziele (SMART)
Motivationsinstrumente
Aufgaben
• Auch interessante und verantwortungsvolle Aufgaben delegieren
• Handlungsspielraum
• Begleiten, Rückmeldung
• Nach Unterstützung anfragen
Motivationsinstrumente
Anerkennung
• Regelmässig Feedback
• Ehrliches Lob
• Belohnung (Bonus, Feierabendbier, Urlaubstag)
Motivationsinstrumente
Entwicklung
• Möglichkeiten zur Weiterbildung
• Arbeitsmarktfähigkeit
• Einarbeitung, Stellvertretung
Aus welchen elementen besteht die Führung nach der St. Galler Managementlehre?
• Managementfunktion (Leitungsfunktion)
• Ziel- und Ergebnisorientierung
• Verhaltensbeeinflussung
• Strukturierte Arbeitssituation
Was ist Macht ?
Macht ist die gezielte Beeinflussung anderer und das Durchsetzungsvermögen von Befugnissen in einer bestimmten Position. Typische Machtformen: Legitimations-, Sank-tions-, Informations-, Experten-, Beziehungs-, Referenz- und charismatische Macht.
Was ist Autorität?
Autorität ist die Einflussmöglichkeit einer Person, die auf ihrem Ansehen beruht. Typische Autoritätsformen sind die formelle, die fachliche und die persönliche Autorität.
SMART-Formel
• Spezifisch: konkreter Gegenstand bzw. Schwerpunkt
• Messbar: ein klarer Massstab oder Leistungsstandard
• Attraktiv und erreichbar: eine realistische und motivierende Herausforderung
• Resultatorientiert: ein definiertes Ergebnis oder Endprodukt
• Terminbezogen: ein eindeutiger Zeitraum oder ein definierter Termin
Der Managementkreislauf setzt sich aus zwei Teilprozessen mit vier Führungsfunktionen zusammen
Willensbildung
Planen
Umsetzen Kontrollieren Aktivitäten • Klare Ziele definieren (z. B. nach der SMART-Formel) • Planungsregeln: realistisch, Miteinbezug der Betroffenen und risikobewusst
Entscheiden
• Entscheidungen vorbereiten – treffen – kommunizieren • Entscheidungsregeln: ausgewogen, gemeinsam, schnell (aber nicht vorschnell) und konsequent
Willensdurchsetzung
Umsetzen
•Ergebnisorientierung und Durchsetzungsvermögen • Regeln der Auftragserteilung: vollständig und klar (z. B. nach den sechs W-Fragen), angemessen (fair, anforderungsgerecht, rechtzeitig) sowie begründet • Coaching als Unterstützung bei Fach- und persönlichen Problemen anbieten
Kontrollieren
• Kontrollregeln befolgen: angemessen, adäquat und ergebnisorientiert