Prozessmanagement


D. H.
Diese Karteikarten bieten einen umfassenden Einblick in das Geschäftsprozess-Management auf einem fortgeschrittenen Niveau. Sie konzentrieren sich auf die Optimierung von Prozessen, die Bedeutung von Qualität, Kosten und Zeit sowie die Rolle von Kunden, Lieferanten und Mitarbeitern. Besonders nützlich sind sie für Fachkräfte in der Betriebswirtschaftslehre, die Geschäftsprozesse effizienter gestalten und die Wertschöpfung steigern möchten.
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Créé / Mis à jour
22.08.2020 / 23.09.2025

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Nenne die zwei Merkmale der Geschäftsprozesse

  • Eine Vielzahl von Aufgaben: Menschen und / oder Maschinen verarbeiten bestimmte Inputs in einer vorgegebenen Abfolge zu Outputs. 
  • Kundenwert als Prozessergebnis: Die Wertschlöpfung ergibt sich aus der Summe der Teilleistungen, die in einem solchen Prozess erbracht werden. 

Erkläre die Prozesselemente und deren Reihenfolge. 

  1. Kunde mit einem Bedürfnis 
  2. Input
  3. Prozess (Teilprozesse und Schnittstellen) 
  4. Output
  5. Zufriedener Kunde

Erkläre den Begriff Input

Der Input ist eine Leistung oder ein Produkt. Er wird zur Durchführung eines Prozesses benötigt und von einem Lieferanten zur Verfügung gestellt. 

Erkläre den Begriff Output

Der Output ist eine Leistung oder ein Produkt. Er wird als Ergebnis eines Prozesses erbracht oder hergestellt und einem Kunden zur Verfügung gestellt. 

Erkläre den Unterschied zwischen dem Kunden und den Lieferanten. 

  • Als Kunden werden interne oder externe Personen, Organisationseinheiter oder Unternehmen bezeichnet, die Leistungen als Output aus einem Prozess empfangen.
  • Als Lieferanten gelten interne oder externe Personen, Organisationseinheiten oder Unternehmen, die Leistungen als Inpu für den betreffenden Prozess liefern. 

Nenne die zwei Komponenten der Aufgabenfolge / Aufgabenkette

  1. Verrichtung (Die Verrichtung definiert, was getan werden muss)
  2. Objekt (Das Objekt, woran etwas getan werden muss) 

Geschäftsprozesse werden anhang ihrer Leistung gemessen. Leistung oder Prozessleistung kann zwei Bedeutungen haben:

  1. Output: mengen- oder wertmässiges Ergebnis oder Nutzen eines Prozesses. Der Output beurteilt die Effektivität eines Prozesses. 
  2. Performance: das Ziel-Aufwand-Verhätnis eines Prozesses. Die Performance miss die Effizienz eines Prozesses.

Geschäftsprozesse orientieren sich an den Kundenanforderungen. Nenne die Reihenfolge.

  1. Kunde
  2. Anforderung (z.B. Kunden Bedürfnis)
  3. Prozess (z.B. Innovation)
  4. Ergebnis (z.B. Produktidee) 
  5. Kunde

Wie wird die Wertschöpfung gemessen? 

Als Wertschöpfung bezeichnet man den Produktionswert abzüglich der Vorleistungen.

Was ist der Transformationsprozess bei der Wertschöpfung?  

Wertschöpfung als Transofrmationsprozess bedeutet: Ein Input wird mithilfe von Produktionsfaktoren in einen Output verarbeitet. Dieser Output wid von dem Kunden höher bewertet als der Input. 

Wie setzt sich das Magische Dreieck zusammen? 

Zeit und Qualität (Magisches Dreieck) 

Häufig besteht zwischen Zeit und Qualität ein Zielkonflikt. Qualität sicherzustellen, kostet Zeit, wiel Qualitätsprüfungen durchgeführt werden müssen. Die Herausforderung besteht darin, die Qualität durch bestmögliche Beherrschung der Prozesse und ohne zusätzliche und zeitverzögernde Prüfungsaktivitäten sicherzustellen. 

Kosten und Zeit (Magisches Dreieck) 

Die Forderung nach Zeiteffizienz kann zu höheren Kosten führen, wenn es z.B. zusätzliche Ressourcen brauchts, um Produktions- oder Dienstleistungsprozesse zu beschleunigen. Andererseits kann Zeitoptimierung auch Kosten senken, indem die Ressourcen weniger lange beansprucht und somit effizienter genutzt werden.

Qualität und Kosten (Magisches Dreieck) 

Eine bessere Produkt- oder Dienstleistungsqualität kann höhere Kosten verursachen. Demgegenüber verringert die Qualitätssteigerung aber auch die Kosten in der Produktion, wenn weniger Nacharbeiten und Ausschuss anfallen. 

Geschäftsprozess-Management: Prozessentwicklung und -führung

Die Prozessentwicklung und -führung besteht aus einem Kreis der sich immer wiederholt. 

  • Erhebung und Analyse (Prozessentwicklung)
  • Prozessmodellierung (Prozessentwicklung)
  • Umsetzung
  • Prozessteuerung (Prozessführung)
  • Prozesscontrolling (Prozessführung)
  • Feedback

Erkläre kurz die Prozessentwicklung.

Bei der Prozessentwicklung handelt es sich um die konzeptionelle Ebene (Modellebene). Sie dient der Gestaltung und Optimierung der Prozesse. Als Ergebnis stehen Prozessmodelle bereit, die im Betrieb eingeführt und umgesetzt werden. 

Die Prozessmodellierung beinhaltet die Gestaltung der künftigen Prozesse (Soll-Prozesse). Sie liefert die folgenden Ergebnisse: 

  • Grafische Darstellung der Prozesse (Prozessmodelle) 
  • Ergänzende und vertiefende Prozessbescheibungen (Prozessdokumentation) 
  • Definierte Prozesskennzahlen
  • Verantwortlichkeiten: definierte Prozessrollen und Prozessbeteiligte

Erkläre kurz die Prozessführung. 

Die Prozessführung betrifft die operative Ebene der Steuerung und Kontrolle der Prozesse im tagtäglichen Betrieb. Überdies fliessen die Feedbacks aus der Prozessführung in die nächste Runde der Prozessentwicklung ein. 

Nenne die typischen Merkmale des Geschäftsprozess-Managements. 

  1. Kundenorientierung 
  2. Wertschöpfungsorientierung 
  3. Strategieorientierung 
  4. Prozessführung 
  5. Leistungsorientierung
  6. Prozessverantwortung
  7. Prozessorganisation
  8. Mitarbeiterorientierung 
  9. Kompetenzorientierung

Erkläre kurz die Kundenorientierung. 

Ausrichtung aller Prozesse auf die Kunden.

Erkläre kurz die Wertschöpfungsorientierung.

Konzentration auf wertschöpfende Aktivitäten, Steigerung der Nutzleistung. 

Erkläre kurz die Strategieorientierung. 

Ausrichtung aller Prozessziele auf die Unternehmensstrategie.

Erkläre kurz die Prozessführung. 

Steuerung der Prozesse anhand von Prozesszielen und durch Kontrolle der Zielerreichung. 

Erkläre kurz die Leistungsorientierung.

Kontinuierliche Steigerung der Effektivität und Effizient der Geschäftsprozesse und damit des Unternehmens. 

Erkläre kurz die Prozessverantwortung. 

Persönliche Verantwortung für die Erreichung der Prozessziele. 

Erkläre kurz die Prozessorganisation.

Verankerung der Prozessverantwortung in der Organisation. 

Erkläre kurz die Mitarbeiterorientierung. 

Miteinbezug der Mitarbeitenden in die weitgehend eigenständige Prozessührung und -optimierung, Mitarbeiterzufriedenheit als wesentliches Prozessziel.

Erkläre kurz die Kompetenzorientierung. 

Ausrichtung der Geschäftsprozesse auf bestehende und künftige Kernkompetenzen, um nachhaltige Wettbewerbsvorteile zu erlangen.

Erkläre die Anforderung der Kapitalgeber. 

  • Tiefere Gesamtkosten 
  • Höhere Effizienz der Arbeitsabläufe
  • Höhere Transparenz der Arbeitsabläufe

Erkläre die Anforderungen der Kunden. 

  • Erhöhung der Produktqualität 
  • Verkürzung der Lieferzeiten 
  • Verbesserung der Kundenbetreuung
  • Tiefere Preise
  • Mehr Einfluss auf die Produkteigenschaften 

Erkläre die Anforderungen der Lieferanten. 

  • Eindeutige Beschaffungskriterien 
  • Klar definierte Pflichtenhefte und Abnahmeverfahren 
  • Schnellere Abwicklung
  • Kürzere Zahlungsfristen

Erkläre die Anforderung der Mitarbeitenden. 

  • Stärkerer Einfluss auf die Arbeitsabläufe und die Produktqualität
  • Mehr Selbständigkeit und Flexibilität 
  • Eindeutig definierte Schnittstellen
  • Klar geregelte Aufgaben, Verantwortung und Kompetenzen

Was unterscheidet die Performance vom Output? 

Die Performance beruteilt das Ziel-Aufwand-Verhältnis eines Prozesses (=Effizienz oder etwas richtig tun), der Output desses Ergebnis bzw. Nutzen (=Effektivität oder das Richtige tun).

Welche der folgenden Ziele beziehen sich auf die Prozesseffizienz? 

Worin besteht die Wertschöpfung eines Geschäftsprozesses? 

Die Wertschöpfung eines Geschäftsprozesses besteht darin, dass Inputs durch Arbeitsleistungen zu Outputs mit höherem Wert transformiert (umgeformt) und an interne oder externe Empfänger (Prozesskunden) ausgeliefert werden. 

Welche Aspekte des magischen Dreiecks werden in den folgenden beiden Beispielen Angesprochen?

A: Die Abwicklung von Kundenreklamationen können wir um schätzungsweise sechs Stunden beschleunigen, müssten dafür aber die personellen Ressourcen im Kundendienst aufstocken. 

B: Für eine Bio-Zertifizierung unseres Hotels müssen wir strengere Auflagen auch bei der Reinigung erfüllen. Biologische Reinigungsmittel sind teurer als herkömmliche Reinigungsmittel. 

A: Zeit und Kosten

B: Qualität und Kosten

Jeder Prozess ist Kunde des vorhergehenden und zugleich Lieferant des nachfolgenden Prozesses. 

Erklären Sie in maximal drei Sätzen, was das heisst. 

Der nachfolgende Prozess benötigt die erbrachte Leistung in einer bestimmten Qualität, damit er seine Leistung wiederum in einer bestimmten Qualität erbringen kann. Insofern ist jeder nachfolgende Prozess der (interne) Kunde des vorherigen und jeder vorausgehende Prozess der (interne) Lieferant des nachfolgenden. 

Étudier