WR- Steuern und Versicherungen

Allgemeines zu Steuern und Versicherungen der Schweiz. Stoff für Handelsschule der SWS

Allgemeines zu Steuern und Versicherungen der Schweiz. Stoff für Handelsschule der SWS


S. P.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über Steuern und Versicherungen, insbesondere im Kontext der Vorsorge. Sie behandeln Themen wie Einkommensteuer, verschiedene Versicherungsarten, Schadensfälle und die drei Säulen des Schweizer Vorsorgesystems. Die Karteikarten sind ideal für Personen, die sich mit den Grundlagen der finanziellen Absicherung und den rechtlichen Rahmenbedingungen vertraut machen möchten, sei es für berufliche Zwecke oder private Planung.
Karten
101
Lernende
11
Sprache
Deutsch
Kategorie
BWL
Stufe
Andere
Erstellt / Aktualisiert
07.04.2019 / 09.11.2019

Lernkarten

Steuerhoheit

Bund, Kantone, Gemeinden

Steuerpflicht

Natürliche Personen, Juristische Personen

Steuerzweck

Fiskalpolitisch, Sozialpolitisch, Wirtschaftspolitisch

Was ist Steuerhoheit

Das ist das Recht , Steuern zu erheben und über den Ertrag daraus zu verfügen.

Wer ist Steuerpflichtig

-wer Einkommen erzielt, -nat.Personen die Wohnsitz oder Aufenthalt in Schweiz haben, -Familie als wirtschaftliche Einheit, -jur. Pers mit Sitz oder Betriebsstätte in CH, -Einkommen Minderjähriger wird Eltern angerechnet

Wer entscheidet über Steuerzwecke

Auf Gemeinde- und Kantonsebene entscheidet das Volk über die Höhe der Steuersätze und über die Verwendung der Steuererträge.

Fiskalpolitischer Zweck

Abdecken Bedarf der Allgemeinheit (Schulen, Verkehr, Umweltschutz, Armee...)

Wirtschaftspolitischer Zweck

Schützen wirtschaftlicher Interessen (Subventionen, Wirtschaftsförderung...)

Sozialpolitischer Zweck

Erfüllen sozialer Verfassungsaufträge (Sozialversicherungen, Spitäler und Verbilligung KK-Prämien)

Direkte Steuern

werden auf Einkommen, Erträge und auf dem Vermögen erhoben und werden auf der Steuererklärung erfasst

Direkte Bundessteuer

Einkommenssteuer, Verrechnungssteuer, Stempelabgaben, Wehrpflichtersatz

Direkte Kantonssteuern

Einkommens- und Vermögenssteuer, Erbschafts- und Schenkungssteuer, Grundstück- und Liegenschaftssteuer

Direkte Gemeindesteuern

Einkommens- und Vermögenssteuer, Kopf-, Personal- oder Haushaltssteuer, Grundstück- und Liegenschaftssteuer

Indirekte Steuern

belasten den Verbrauch (z.B. Benzin), den Besitz (z.B. Auto) oder den Aufwand (z.B. Kehrichtgebühren).

Indirekte Bundessteuern

Mehrwertsteuer, Tabaksteuer, Mineralölsteuer, Biersteuer, Steuer auf Spirituosen

Indirekte Kantonssteuern

Motorfahrzeugsteuer, Stempelsteuer, Vergnügungssteuer (Billettsteuer)

Indirekte Gemeindesteuern

Kehrichtgebühren, Abwassergebühren, Hundesteuer, Vergnügungssteuer

Quellensteuer

wird vor Auszahlung des Lohnes direkt abgezogen. Dieser Steuer sind alle ausländischen Staatsangehörigen unterworfen, die die Niederlassungsbewilligung C nicht besitzen. Arbeitgeber leitet Steuer direkt an Steuerbehörde.

Kopfsteuer

Diese Steuer wird nur von einigen Kantonen zusätzlich zur Einkommens- und Vermögenssteuer erhoben, meistens zu einem fixen Satz.In der Regel zw. CHF 10.- und CHF 50.-

Verrechnungssteuer

Die vom Bund erhobene Steuer auf dem beweglichen Kapitalvermögen (Zinsen und Dividenden) und auf Schweizerischen Lotteriegewinnen.

Wozu dient Verrechnungssteuer

Bekämpfung Steuerhinterziehung

Mehrwertsteuer

ist eine allgemeine Verbrauchs- und Konsumsteuer, die vom Endkonsumenten bezahlt wird. Sie ist eine indirekte Steuer, da sie über ein Produkt oder DL bezahlt wird

Steuersätze

Normaler Satz 7.7%, reduzierter Satz 2.5%, Spezialsatz 3.7%

Vorsteuerabzug MWST

Vorsteuerabzug ist möglich damit kein Produkt bei mehrfachem Wiederverkauf auch mehrfach besteuert wird

Reineinkommen

Total der Einkünfte - Total der Abzüge = Reineinkommen

Steuerbares Einkommen

Reineinkommen - Sozialabzüge und weitere Abzüge = Steuerbares Einkommen

Reinvermögen

Aktiven - Passiven = Reinvermögen

Steuerbares Vermögen

Reinvermögen - Steuerfreie Beträge = Steuerbares Vermögen

Steuerprogression

Die prozentuale Zunahme der Steuerbelastung bei steigendem Einkommen. Mit dem Ziel der Umverteilung der Vermögen einer Bevölkerung

Kalte Progression

Lebenserhaltungskosten steigen, Lohn steigt nur um höhe der Teuerung, Mit höherem Lohn kann man sich nicht mehr leisten, fällt aber trotzdem in höhere Einkommensklasse

Steuersatz

Prozent- oder Promillesatz, zu dem das steuerbare Einkommen und Vermögen besteuert wird

Steuerfuss

Multiplikator des Steuersatzes, der je nach Kanton und Gemeinden variiert

Steuerhinterziehung

Verschweigen von Einkünften und Vermögensteilen. Durch Steuerbehörde geahndet, kein Gerichtsfall. Busse (das einfache der hinterzogenen Steuer) + Nachsteuer(hinterzogene Steuern einschliesslich Zinsen) + Strafsteuer (Je nach Schwere des Vergehens)

Steuerbetrug

Fälschen von Dokumenten und Urkunden die zur Steuerveranlagung dienen. Busse oder Freiheitsstrafe. durch Gericht festgesetzt. Ausland kein Unterschied zw. Hinterziehung und Betrug

Verjährung Steuervergehen

nach 10 Jahren. Steueramnestie: Erlass von Nach- und Strafsteuern durch Steuerverwaltung. Grundsätzlich bei erstmaliger Selbstanzeige. Meistens nur keine Strafsteuern

Rechtsmittel

Einsprache, Rekurs oder Beschwerde, Steuerstundungsgesuch

Einsprache

Begründeter Antrag innert 30 Tagen schriftlich. Mündliche Einspracheverhandlung bei Steuerkommission möglich. ->Neue Verfügung durch Steuerkommission

Rekurs oder Beschwerde

Weiterzug der Einsprache an höhere Instanz

Steuerstundungsgesuch

Antrag, Steuerzahlung später zu erfüllen (oft durch Ratenzahlung)

Versicherungen

Personenversicherungen, Sachversicherungen, Vermögensversicherungen

Lernen