IT in der Beschaffung

IT in der Beschaffung

IT in der Beschaffung


K. M.
Diese Lernkarten befassen sich mit der Integration von IT in die Beschaffungsprozesse und richtet sich an Fachleute, die elektronische Lösungen für die Beschaffung optimieren möchten. Sie behandelt Themen wie E-Procurement, elektronische Marktplätze, Online-Auktionen und Datenaustauschstandards. Die Lernkarten erklären, wie IT die Beschaffung effizienter, transparenter und kostengünstiger gestaltet, indem sie Prozesse wie Bestellungen, Rechnungen und Vertragsmanagement digitalisiert.
Karten
55
Lernende
4
Sprache
Deutsch
Kategorie
Finanzen
Stufe
Andere
Erstellt / Aktualisiert
24.03.2019 / 07.09.2020

Flashcards

Wie heissen die vier Perspektiven von IT-Lösungskonzepten?

Geschäftssicht

Prozesssicht

Anwendungssicht

Technische Sicht

Beschreibe die Geschäftssicht (Business Szenario)

 

Zeigt Beteiligte und ihre Rollen, Geschäftskonzept, Verträge, strategische und operative Ziele

 

 

Beschreibe die Prozesssicht

 

Zeigt die detaillierten Prozesse.

Ein Prozess wird durch ein Ereignis ausgelöst.
 

BSP: durch das Ereignis „Mindest-Lagerbestand unterschritten“ wird der Prozess der Bestellung ausgelöst.

Beschreibe die Anwendungssicht

 

 

 

 

 

Beschreibe die technische Sicht

Zeigt beteiligte Systemkomponenten, Netzwerke oder Datenübertragungen
 


Verteilung von Softwareanwendungen auf Hardwaresysteme

Definition E-Procurement?

Elektronisches Einkaufen

E-Procurement unterstützt die Beziehungen und Prozesse eines Unternehmens zu seinen Lieferanten durch elektronische Medien.

 

Gegenteil von E-Procurement?

E-Commerce (elektronisches Verkaufen)

In welchem Kontext steht das ERP (Electronic Ressource Planing)
im E-Procurement?

ERP-Systeme sind modular aufgebaut. Im ERP-System sind  Materialstammdaten hinterlegt. Aufgrund der Aufwändigkeit jedoch meist nur direkte Güter. Die integrierten Daten können bereichsübergreifend genutzt werden.

 

BSP: ein Wareneingang wird steht auch gleich im Finanzwesen für die Rechnungskontrolle zur Verfügung.

Unterschied von direkten und indirekten Gütern?

Direkte Güter:
Sind Handelswaren oder Vorleistungen, die direkt in die Eigenleistung einfliessen.
BSP: Papier für eine Druckerei

Indirekte Güter:
Sind Produkte und Leistungen, die ein Unternehmen für den Betrieb braucht.

BSP: Verbrauchsmaterial, Unterhalt, etc.

Warum soll IT in der Beschaffung zum Einsatz kommen?

  • Prozesskosten minimieren
  • Durchlaufzeiten verringern
  • Personalkosten minimieren
  • Prozesseffizienz steigern
  • Prozesssicherheit steigern
  • Bedarfsbündelung
  • Einsparungen erzielen
  • Erhöhung der Transparenz

Einfacheres Controlling

Im „analogen“ Prozess zwischen Besteller und Lieferant treten oft Medienbrüche auf. Was sind Medienbrüche und wo können sie vorkommen?

Medienbruch = Daten werden in Papierform ausgetauscht. BSP: Lieferant sendet Rechnung in Papierform und Besteller muss diese in sein ERP einpflegen (digitalisieren).

 

 

Wie könnte eine Kosten- / Nutzengegenüberstellung vor einer Einführung von E-Procurement-Lösungen aussehen?

Was gehört zu den strategischen Beschaffungsprozessen?

E-Sourcing und Vertragsmanagement

Definition E-Sourcing?

 

 

E-Sourcing unterstützt die Identifikation von Lieferantenquellen mittels elektronischer Medien. Insbesondere die Prozesse der Suche und Selektion von Lieferanten sowie der Verhandlung mit ihnen.

 

- Passives Sourcing/Purchasing Page

- Verzeichnisdienste und B2B E-Marktplätze

- Online-Ausschreibungen

- Online-Einkaufsauktionen

 

Was ist passives Sourcing?

 

Es bezeichnet die Kontaktmöglichkeiten für potenzielle oder interessierte Lieferanten. Dies geschieht primär mit einer Einkaufs-Webseite.

Potenzielle Lieferanten können sich auf dieser Webseite über die Firma informieren und sich allenfalls mittels Selbstdeklaration bewerben.

 

=> Vorteil: wir müssen nicht suchen, wir werden gefunden!

Was sind Inhalte, Nutzen und Herausforderung beim passiven Sourcing?

Wie und wo finde ich potenzielle Lieferanten (Identifikation)?

Was sind Online-Ausschreibungen und was beinhalten Sie?

Ausgewählte Lieferanten werden aufgefordert, auf einer Bestellplattform Informationen bzw. ein Angebot zu einer Anfrage zu platzieren.

 

Bestandteile:
RFI = Request for Information (Elektronische Informationsanfrage)
RFQ = Request for Quotation (Elektronische Preisanfrage)
RFP = Request for Proposal (Elektronische Ausschreibung)

Details zu

RFI = Request for Information (Elektronische Informationsanfrage)

Dient dazu, Basisinformationen über Produkte und Leistungen von Anbietern einzuholen.

Details zu

RFQ = Request for Quotation (Elektronische Preisanfrage)

Dient dazu, detaillierte Informationen über Preise und Konditionen zu erhalten. Gibt einen Überblick über das Preisgefüge und wird meist gefolgt von RFP oder einer Online-Auktion.

Details zu

RFP = Request for Proposal (Elektronische Ausschreibung)

 

Dient dazu, Angebote zu einem Produkt oder zu einer Leistung mit Attributen wie Preis, verfügbare Menge oder Lieferzeit einzuholen.
Dient meist bei komplexeren Produkten / Leistungen.
Die Lieferantenauswahl erfolgt meist aufgrund von Beurteilungskriterien.

 

BSP: WTO-Ausschreibung via simap.ch

Wie kann der RFx-Prozess aussehen?

Was sind Online-Auktionen?

 

Es sollen ausgewählte Lieferanten innerhalb einer Auktionsfrist Angebote zu einem klar spezifizierten Produkt via eine webbasierte Applikation abgeben.

Welche Arten von Online-Auktionen gibt es?

Vorteile Online-Einkaufsaktion?

 

  • Kosteneinsparung Einkaufspreise
    (Nutzung der Wettbewerbsdynamik)
  • effizienterer Verhandlungsprozess
  • mehr Transparenz zur Marktsituation
  • Verhandlungsdauer wird beschleunigt
  • Nachvollziehbarkeit des Prozesses
  • Standardisierung

gleiche Bedingungen für Lieferanten

Wo sind die Grenzen für die Anwendung von Online-Auktionen?

Was für Spezialitäten gibt es bei Online-Auktionen?

Spezielle Verfahren:

  • Open Reverse Auction: Keine Regeln zur Platzierung der Gebote
  • Sealed Reverse Auction: Gebote sind für die Bieter gar nicht sichtbar
  • Dynamic Sealed reverse Acution: Führendes Gebot ist sichtbar muss aber nciht unterboten werden

Technise Spezialitäten

  • Proxy-Bidding, SEtllvertretergebote
  • Multi Variable Bidding : Weiter gewichtete Attribute entscheidungsrelevant

Richtige Wahl der Instrumente?

Definition und Einsatzbereich Vertragsmanagement?

Im E-Procurement wird vor allem mit Rahmenverträgen gearbeitet. Dort verankert sind die wichtigsten Rahmenbedingen wie bsp. Preise, Mengen, Lieferzeiten, Anforderungen an elektronische Prozessunterstützungen etc.

 

 

Wie stellen sich die operativen Purchase-to-Pay-Prozesse dar?

von der Bestellung bis zur Zahlung

Was heisst E-Purchasing und worin liegen die Nutzen und Herausforderungen?

 

Wie heissen die Grundkonzepte der katalogisierbaren Beschaffungslösungen?

Wie ist die Verteilung der Funktionen bei einer Sell-Side-Lösung?

Vor- und Nachteile eine  Sell-Side-Lösung?

 

Wie ist die Verteilung der Funktionen bei einer Buy-Side-Lösung?

Vor und Nachteile einer Buy-Side Lösung

Bei einer Buy-Side-Lösung werden die Kataloge mehrerer Lieferanten eingebunden. Von was ist die Rede?

 

Implementierung und Unterhalt von Buy-Side-Lösungen bringen grosse Aufwände und Kosten mit sich. Welche Möglichkeit gibt es, trotzdem eine E-Purchasing-Lösung umzusetzen?

 

Man kann einen Service Provider damit beauftragen, dies ist eine sogenannte Software-as-a-Service-Lösung
oder eben eine Buy-Side as-a-Service-Lösung.

 

Welche Ziele verfolgt die Punch-Out-Lösung?

 

  • Nutzung der Funktionalität / Spezialität des Online-

Kataloges des Lieferanten

  • Steuerung und Festhalten des Bestellvorgangs im

eigenen Beschaffungssystem

Wie funktioniert die Punch-Out-Lösung?

  1. Besteller gelangt via Link im MLK in den Lieferanten-Katalog
  2. Dort findet er spezifisch auf seine Unternehmung gelistete Produkte, welche er bestellen kann
  3. Ist die Bestellung abgeschlossen, gelangt er mittels „speziellem“ Knopf zurück in die eigene E-Purchasing-Applikation. Der Warenkorb wird dabei kopiert.
  4. Danach übermittelt das eigene E-Purchasing-System die Bestellung an den Lieferanten.

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