Rechnungswesen BVG

Rechnungswesen BVG

Rechnungswesen BVG


C. L.
Diese Lernkarten behandeln die Grundlagen der Buchführung und Rechnungslegung im Kontext von Vorsorgeeinrichtungen, insbesondere im Bereich BVG. Sie konzentrieren sich auf Themen wie Bilanz, Jahresrechnung, Kontenrahmen, Deckungskapital und die verschiedenen Arten von Versicherungsverträgen. Die Karteikarten eignen sich besonders für Finanzfachleute und Buchhalter, die sich mit den spezifischen Anforderungen und Grundsätzen der Rechnungslegung für Vorsorgeeinrichtungen vertraut machen möchten.
Cartes-fiches
20
Utilisateurs
9
Langue
Allemand
Catégorie
Finances
Niveau
Autres
Créé / Mis à jour
05.03.2019 / 30.08.2021

Cartes-fiches

Wer untersteht der Pflicht zur Buchführung und Rechnungslegung?

  • Einzelunternehmen und Personengesellschaften mit einem Umsatz von > 500'000 im letzten Geschäftsjahr.
  • Juristische Personen mit Ausnahme von Stiftungen, die nicht im Handelsregister eingetragen sind und Stiftungen die zur Bezeichnung einer Revisionsstelle befreit sind.

Was sind die Grundsätze der Buchführung (gemäss OR) ?

  • Die vollständige, wahrheitsgetreue und systematische Erfassung der Geschäftsvorfälle und Sachverhalt
  • Der Belegnachweis für die einzelnen Buchungsvorfälle
  • Die Klarheit
  • Zweckmässigkeit
  • Nachprüfbarkeit

Was sind die Grundsätze für die Rechnungslegung (gemäss OR) ?

1. Klar und verständlich

2. Vollständig

3. Verlässlich

4. Sie muss das Wesentliche enthalten

5. Sie muss vorsichtig sein

6. Bei der Darstellung und Bewertung stets die gleichen Masstäbe verwenden

7. Aktiven und Passiven sowie Aufwand und Ertrag dürfen nicht miteinander verrechnet werden

Aus was besteht die Jahresrechnung ?

Bilanz, Betriebsrechnung und Anhang.

Nach welchen Vorgaben muss die Rechnungslegung von Vorsorgeeinrichtungen erfolgen?

Swiss GAAP FER 26

Nenne 5 wichtige Punkte aus den Vorgaben von Swiss GAAP FER 26?

  • Die Gliederung wird vorgegeben
  • Die Bezeichnung von Bilanzpositionen wird vorgegeben und ist einheitlich
  • Die Darstellung erfolgt in Staffelform
  • Themenkatalog für den Anhang

Nenne 3 veschiedene Buchhaltungssysteme und erläutere Kurz deren Hauptmerkmale.

Einfache Buchführung

Kameralistische Buchführung

Bei der kameralistischen Buchführung wird erst eine Buchung gemacht wenn auch effektiv ein Geldeingang vorhanden ist oder eine erhaltene Rechnung effektiv bezahlt wird. So ist immer die tatsächliche finanzielle Lage des Unternehmens ersichtlich. Dieses System wird auch Ein-Ausgabenrechnung genannt.

Doppelte Buchhaltung

Bei der doppelten Buchhaltung wird jeder Geldfluss zwei mal verbucht. Einmal wo die Geldbewegung stattfindet (Bank oder Kontokorrent) und eine zweite Buchung, mit der man festhält, wozu das Geld verwendet wurde (z.B. Verwaltungsaufwand, Reiseaufwand o.ä.). 

Was ist der Zweck des Kontenrahmens?

  • Vereinheitlichung des Rechnungswesens
  • Vergleichbarkeit

Nenne möglichst viele Bilanz-Typen und erläutere deren Verwendung.

  • Eröffnungsbilanz (dient als Kontrollinstrument, Eröffnung=Schluss)
  • Schlussbilanz (Für Jahresbericht, Stiftungsrat, Revision)
  • Technische Bilanz (für Experte zum Erstellen des Vers. techn. Gutachten)
  • Zwischenbilanz (Zwischenkontrolle, wird jedoch nicht extern geprüft)
  • Gründungsbilanz (selbsterklärend)
  • Fusionsbilanz (selbsterklärend)
  • Liquidationsbilanz (selbsterklärend)
  • Sanierungsbilanz (selbsterklärend)

Wie ist das Vorsorgekapital einer rückgedeckten Vorsorgeeinrichtung zu bilanzieren? Welche Nachteile/Vorteile hat diese bilanzierung?

Das Deckungskapital wird von der Versicherung berechnet und der PK mitgeteilt. Dieses muss in den Aktiven aus Versicherungsverträgen und in den Passiven aus Versicherungsverträgen. 

Vorteile: SR und Versicherte erhalten vollen Einblick in die finanzielle Lage, bessere Aufteilung der Anlagerichtlinien z.B. Anlagen beim AG.

Nachteile: Damit wird die Bilanz aufgebläht.

Erklären Sie das Realisationsprinzip.

Das Realisationsprinzip besagt, dass Gewinne erst bilanziert werden dürfen, wenn sie realisiert werden.

Wird der Anhang der Jahresrechnung von der Revsionsstelle geprüft?

Ja, es ist ein Bestandteil der Jahresrechnung.

Erklären Sie den Begriff "versicherungstechnisches Deckungskapital".

Das versicherungstechnische Deckungskapital ist das am Stichtag der Bilanz benötigte Kapital, um eingegangene Verpflichtungen gegenüber aktiven und passiven Versicherten resp. Verpflichtungen auf Versicherungsleistungen begleichen zu können.

(exkl. erwartenden Einnahen)

Wie werden die verschiedenen Bilanzpositionen bewertet?

Umschreiben Sie das Bruttoprinzip.

Das Bruttoprinzip besagt, dass es in der Jahresrechnung keine Verrechnung zwischen Aktiven und Passiven resp. Aufwand und Ertrag geben darf.

Was sind die Aufgaben der Buchhaltung?

  • Registratur der wirtschaftlichen Lage 
  • Information für interessierte

Erstellen Sie eine Liste mit 10 möglichen Geschäftsfällen einer VE (Buchungen).

  • Eingang Beiträge
  • Auszahlung Freizügigkeitsleistung
  • Eingang Freizügigkeitsleistung
  • Auszahlung WEF
  • Verkauf Aktie
  • Eingang Coupon einer Obligation
  • Invalidierung eines Versicherten
  • Pensionierung eines Versicherten
  • Auszahlung der Renten
  • Verwaltungsaufwand z.B. Bezahlung Experten

Worin liegt der Zweck eines Kontenrahmens?

Der Zweck eines Kontenrahmens ist die systematische, einheitliche Buchführung sowie die Vergleichbarkeit innerhalb der Kasse von Jahr zu Jahr oder mit anderen PVE's.

Weshalb ist die Abklärung der Risikoträgers (autonom oder rückgedeckt) für die Erstellung des Kontenplans wichtig?

Die Frage WER die Risiken trägt gibt den Hinweis, ob Konten für das Deckungskapital und/oder die Beziehung zum Versicherungsträger (Aktive und Passive aus Versicherungsverträgen) benötigt werden.

Welche Kontenklassen kennt der Schweizer Kontenrahmen für Personalvorsorgeeinrichtungen?

1. Aktive

2. Passiven

 

3. Aufwand (Stiftung und Vers. Einrichtung)

4. Ertrag (Stiftung und Vers. Einrichtung)

 

5. Aufwand (Spareinrichtung)

6. Ertrag (Spareinrichtung)

 

7. Liegenschaftenrechnung

 

8. Abschlusskonten

 

9/0. Frei

Étudier