Financial Accounting

Rechnungswesen

Rechnungswesen


E. K.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über die Grundlagen der Finanzbuchhaltung auf Universitätsniveau. Sie decken Themen wie Bewertungsmethoden, Buchungsverfahren, Bilanzierung und Erfolgsrechnung ab, einschließlich der Unterscheidung zwischen aktiven und passiven Posten, der Behandlung von Aufwendungen und Erträgen sowie der Periodenabgrenzung. Praktiker und Studierende profitieren von der klaren Strukturierung und den detaillierten Erklärungen zu Kontenführung, Bewertungskonzepten und den verschiedenen Bilanzkategorien, die für eine fundierte Finanzanalyse essenziell sind.
Flashcards
35
Students
5
Language
German
Category
Finance
Level
University
Created / Updated
23.09.2018 / 09.12.2022

Flashcards

Stakeholders

Management, Staat/Öffentlichkeit, Personal, Wirtschaftsprüfer, Lieferanten, Aktionäre, Kunden, Fremdkapitalgeber

Aufgaben vom Rechnungswesen

Rechenschaftsablage, Planungsfunktion, Entscheidungs- und Steuerungsfunktion, Gläubigerschutz, Memorandum, Rechtshilfe, Steuerbasis, Information der Öffentlichkeit

Finanzielles Rechnugswesen

laufende Geschäftsbuchhaltung,

Bilanz als Übersicht zur Vermögens- und Finanzlage,

Erfolgsrechnung als Übersicht zur Ertragslage,

Geldflussrechnung als Übersicht zu den Geldströmen.

Zielsetzungen der Accountingstandards

Harmonisierung der finanziellen Berichterstattung,

Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Bereitstellung entscheidungsrelevanter Informationen für Investoren

Betriebliches Rechnungswesen

Kostenartenrechnung (angefallene Kosten),

Kostenstellenrechnung (Kosten nach Einheiten),

Kostenträgerrechnung (Erlöse und Kosten nach Produkten/ Dienstleistungen)

Darstellung von Konten

Kontenmässige Darstellung,

Buchmässige Darstellung,

Staffelmässige Darstellung

Häufig verwendete Aktivkonten

Kasse, Bankguthaben, Wertschriften, Debitoren, Roh- und Hilfsmaterial, Warenlager, Fahrzeuge, Maschinen, Anlagen, Grundstücke, Immobilien, Beteiligungen, Immaterielle Aktiven

Explizite Verträge

führen zu Veränderungen in den Konten --> Buchungstatsachen (Verträge mit Dritten, z.B Kauf, Verkauf, Entlöhnung, etc.)

 

Implizite Verträge

Entstehen aus der Verpflichtung des Managements gegenüber Aktionären, Verwaltungsrat oder Dritten, die tatsächliche Lage auzuzeigen (keine mit dritten abgeschlossenen Verträge, z.B Abschreibungen, Wertberichtugungen, Patente, etc.)

Buchungsobjekte

spezifisch benannte Konten

Häufig verwendete Passivkonten

Bankschulden, Kreditoren, andere Schulden, Rückstellungen, Anleihensschulden, Hypothekarschulden, Aktienkapital, Reserven, Gewinnvorträge

Transaktionen innerhalb der Bilanz

Aktiventausch: Zusammensetzung der Aktiven ändert sich (Bilanzsumme bleibt gleich)

Passiventausch: Zusammensetzung der Passiven ändert sich (Bilanzsumme bleibt gleich)

Bilanzzunahme: Soll-Eintrag in Aktivkonto, Haben-Eintrag in Passivkonto (Bilanzzunahme; Finanzierung)

Bilanzabnahme: Soll-Eintrag in Passivkonto, Haben-Eintrag in Aktivkonto (Bilanzabnahme; Definanzierung)

Hauptkategorien der Bilanz

Umlaufvermögen, Anlagevermögen, kurzfristiges Fremdkapital, langfristiges Fremdkapital, Eigenkapital

Umlaufvermögen

Flüssige Mittel, Wertschriften, Debitoren, Sonstige Forderungen, Vorräte, Aktive Rechnungsabgrenzungen

Anlagevermögen

Beteiligungen, Darlehen und sonstige Forderungen, Wertschriften (langfristig), Aktiven aus Arbeitgeberbeitragsreserven, Aktive latente Ertragssteuern, Aktive Rechnungsabgrenzungen, Sachanlagen, Immaterielle Anlagen

Kurzfristiges Fremdkapital

Bankschulden, Leasingverbindlichkeiten, Darlehen Dritte, Kreditoren, Sonstige Verbindlichkeiten, Passive Rechnungsabgrenzung, Rückstellungen 

Langfristiges Fremdkapital

Bankschulden, Leasingverbindlichkeiten, Darlehen, Anleihensobligationen, Passive Rechnungsabgrenzung, Rückstellungen

Eigenkapital

Aktienkapital, Kapitalreserven, Gewinnreserven, Minderheitsanteile

Häufig verwendete Ertragskonten

Warenertrag, Dienstleistungsertrag, Mietertrag, Finanzertrag, Lizenzertrag

Häufig verwendete Aufwandskonten

Material- und Warenaufwand, Personalaufwand, Marketing- und Vertriebsaufwand, Verwaltungsaufwand, Abschreibungen, Finanzaufwand, Steueraufwand

Gliederung der Erfolgsrechnung

Betriebsbereich: Kerntätigkeiten des Unternehmens

Finanzbereich: Finanzierungstätigkeiten des Unternehmens

Neutraler Bereich: erfolgsrelevante Buchungstatsachen aus früheren Perioden, ausserordentliche Ereignisse (Schenkung, Brand, etc.), Tätigkeiten, die nichts mit Kerngeschäft zu tun haben

Bewertungsproblematik (Erfolgsrechnung)

Realisationsprinzip: Gewinne dürfen erst ausgewiesen werden, wenn sie effektiv am Markt erzielt wurden

Periodisierung; Der Ertrag muss periodengerecht ausgewiesen werden

Stetigkeit: Buchführungsprinzipien sollten während mehreren Perioden unverändert beibehalten werden

Schritte der Kontenführung

1. AB in Aktiv- und Passivkonten eintragen

2. Journal erstellen: Herleitung der Buchungssätze

3. Konten saldieren: SB bei Aktiv- und Passivkonten, Schlusssaldo bei Aufwand- und Ertragskonten

 

Exakte Methode: Verbuchung Wareneinkauf

Warenlager / Kreditoren

Exakte Methode: Verbuchung Warenverkauf

Debitoren / Warenertrag

Warenaufwand / Warenlager

Praktiker Methode: Verbuchung Wareneinkauf

Warenaufwand/ Kreditoren

Praktiker Methode: Verbuchung Warenverkauf

Debitoren / Warenertrag

Praktiker Methode: Lagerzunahme

Warenlager / Warenaufwand

Praktiker Methode: Lagerabnahme

Warenaufwand / Warenlager

Sachliche Abgrenzung

 

Abstimmung der Aufwendungen die in der Rechnungsperiode realisierten Erträge, z.B Aufwendungen für Forschung und Entwicklung

Zeitliche Abgrenzung

Erträge und Aufwendungen , die zeitraumbezogen anfallen, werden den richtigen Perioden zugewiesen, z.B Mieten oder Zinsen

Transitorische Aktiven

Im alten Jahr vorgenommene Zahlungen, die als Aufwand dem nächsten Jahr zu belasten sind (Aufwandsvortrag) oder Erträge, die dem abgelaufenen Jahr gutzuschreiben sind, aber erst im neuen Jahr eingehen (Ertragsnachtrag)

Transitorische Passiven

Einnahmen des laufenden Jahres, die dem folgenden Jahr als Ertrag zuzurechnen sind (Ertragsvortrag) oder Aufwendungen, die im alten Jahr angefallen sind, aber erst im neuen Jahr bezahlt werden (Aufwandsnachtrag)

Wertkonzepte

-Bewertung mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten (Historical Cost): Wert, mit dem eine Bilanzposition früher in die Bilanz aufgenommen wurde

- Bewertung mit aktuellen Werten (Fair Value): Es wird vom Wiederbeschaffungswert oder vom Netto-Verkaufswert ausgegangen

 

Bewertungsgrundsätze

Bewertung zu Fortführungswerten (Going Concern Principle): Unternehmen wird in Zukunft weiter existieren; die Werte für die einzelnen Positionen aus der Perspektive der Fortführung des Unternehmens sind relevant

Anschaffungs- oder Herstellungskosten (Historical Cost): höchstens gemäss historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten bilanziert (Vorsichtsprinzip)

Niederstwertprinzip: wenn historischer Wert und aktueller Wert bekannt ist, wied der tiefere der beiden gewählt

 

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