Carey


D. K.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über das operative Controlling auf Universitätsniveau. Sie konzentrieren sich auf die Analyse der Ertragslage, Finanzlage und Vermögenslage, wobei Formeln, Kennzahlen und Erläuterungen im Mittelpunkt stehen. Themen wie Liquiditätsanalyse, Rentabilitätskennzahlen und Kapitalstruktur werden detailliert behandelt. Besonders nützlich sind die Formeln und Erklärungen zu verschiedenen Kennzahlen, die für die Bewertung der finanziellen Gesundheit eines Unternehmens entscheidend sind. Diese Karteikarten eignen sich ideal für Studierende und Fachleute, die ihr Verständnis für finanzielle Analysen und Controlling vertiefen möchten.
Flashcards
52
Students
3
Language
German
Category
Micro-Economics
Level
University
Created / Updated
29.08.2018 / 03.02.2024

Flashcards

Definition Controlling

  • funktionsübergreifendes Steuerungsinstrument zur Unterstützung der U-Führung während des Entscheidungsprozesses
  • Führwarnsystem zur rechtzeitigen Einleitung von unternehmerischen Maßnahmen
  • System, das durch Er-&Verarbeitung relvanter Infos rechtzeig die Ursache von Schwachstellen im U. erkennen und verhindern soll
  • ein ständiger Lernprozess für das gesamte U. einschließlich des Controllers selbst durch institutionalisierte, permanente Soll-Ist-Vergleiche, Abweichungsanalysen und entsprechende Rückkopplungsprozesse (kybernetischer Regelkreis)
  • ein auf Dauer angelegtes, fest in der Aufbauorga d. U. angesiedeltes Führungsinstrumente
  • ein System, das über Ziele führt und über Selbstkontrolle die Zielerreichung sichert

Unterscheidung strategisches/ operatives Controlling

  1. Exogen/ Endogen (S4, O5)
  2. Datenort (S1, O1)
  3. Zeit (S1, O1)
  4. Fokus (S1+4, O1+3)

exogen/ endogen

  • Strategisch
    • exogene Daten
    • Markt
    • Konkurrenten/ Nachfrager/ Kunde/ Klient
    • Finanzier
  • Operativ
    • endogene Daten
    • betriebl. Daten
    • FiBu
    • Personalbuchhaltung
    • Anlagen

Datenort

  • Strategisch
    • qualitative Sachverhalte
  • Operativ
    • quantitative Sachverhalte

Zeit

  • Strategisch
    • mittel bis langfristig 3-5Jahre
  • Operativ
    • kurz bis mittel 0-2Jahre

Fokus

  • Strategisch
    • Existenzsicherung > Potenzial
      • Ressourcennutzung
      • Chancen/Möglichkeiten
      • Erfolgsfaktoren
      • Potenzialfaktoren
    • Produkt > Leistung/ betriebl. Erfolg
      • Kostendeckung
      • Liquidität
      • Wirtschaftlichkeit

Unterscheidung strategisches/ operatives Controlling
(1+2,1+1,1+2)

  • Strategisches C. = potenzialorientiert
    • Erkennen und Schaffen neuer Potenziale sowie Erhaltung und Pflege vorhandener zum Zweck der dauerhaften Sicherung der Existenzberechtigung
    • ist dem operativen vorgelagert, setzt Rahmenbedingungen und hat damit normativen Charakter für das operative C.
  • Operatives C. = erfolgsorientiert
    • Effiziente Nutzung der vorhandenen Potenziale zum Zweck der optimalen Gewinnerzielung und der Sicherung des aktuellen Erfolgs
  • Problem:
    • Strategisch > Konkretisierungsgrößen
    • Operativ > Produkt bzw. Leistung

 

Drei Dimensionen des C im DL-Bereich
Nennen (3)

  • Potenzialorientiertes C.
  • Prozessorientiertes C.
  • Ergebnisorientiertes C.

Drei Dimensionen des C im DL-Bereich
Potenzialorientiertes C. (2)

  • Konzentriert sich primär auf die Qualität und Quantität der Bereitstellung von Potenzialfaktoren als Vorkombination für den Leistungsprozess (Herstellung von Leistungspotenzial)
  • quantitative, intensitätsmäßige, räumliche, zeitliche und qualitative Leistungsbereitschaft

Drei Dimensionen des C im DL-Bereich
Prozessorientiertes C. (2)

  • untersucht und bewertet den nachgefragten und abgesetzten Produktionsprozess als solchen
  • Leistungsbereitschaf kombiniert mit dem externen Faktor
    (Prozessdauer, Auslastungsdaten, Schnittstellen, Beschwerden)

Drei Dimensionen des C im DL-Bereich
Ergebnisorientiertes C. (2)

  • fokussiert auf die Quantitäts- und Qualitätsdokumentation der DL als immaterielles Gut
  • DL als immaterielles Gut
    (Wirkung konkretisiert sich an externem Faktor)

Controlling im sozialen DL-Bereich (2,1+2)

  • Informationssystem das die Managementlücke schließt und die Steuerung einer wirtschaft. und gleichzeitig zielorientierten Produktion gewährleistet
  • muss äquvalente Berücksichtigung von Formal- und Zielprüfungen gewährleisten
  • Herausforderung im Management:
    • Managementlücke (Infolücke > entscheide mich nicht)
    • Ressourcenlücke (Umsetzung findet nicht statt weil etwas fehlt)

Regelkreis des operativen C. (4)

Zielsetzung durch Unternehmensleitung

> Planung (Erträge/Absatz, Kosten/Verbrauch)  >> SOLL

> Information (Berichtswesen, Maßnahmen) >> Steuerung (Erfolgssteuerung)

> Analyse (SOLL-IST-Analyse) >> IST

 

Planung
Phasen des Planungsprozesses (3+ jeweilige Inhalte)
 

  • Planungsziel
    • Operationale Ziele (Zielinhalt, Zeit, Kontrollfähigkeit
    • Planungsdaten (endogen, exogen)
    • Leitfunktion
    • Beurteilungsfunktion
  • Planungsbehandlung
    • Ziellücke
    • Prognosealternativen
    • Ertwarungsalernativen
    • Wertung
  • Planungsentscheidung
    • Verfolgung aller, einiger oder keiner Alternativen

Planung

  • TOP Down (3)
  • Bottom Up (3)
  • Pyramide (5)

  • TOP Down
    • geht schneller
    • Ziele werden auf Abteilungen heruntergebrochen, oft nicht realitätsnah
    • GL hat Überblick über U.
  • Bottom Up
    • dauert länger
    • MA haben keinen Blick fürs unternehmerische Ganze
    • realitätsnähere Ziele
  • Pyramide (unten nach oben)
    • Umsetzung der Ziele in Jahresplanung
    • Instrumentalziele
    • Bereichsziele
    • U-Ziele
    • U-Kultur

Planung
Gegenstromverfahren (retrogrades Verfahren) (6)

Analyse der Ausgangssituation

> TOP-Down Vorgaben

> Festlegung Basisplanung

> Planungsgespräch/ Abstimmung

> Überarbeitung Basisplanung (Freigabe durch Leitung)

> Controlling Planerreichung

Planung
Verbessert das Operative C. durch: (2 nennen)

  • Forecast
  • rollierende Planung

Planung
Verbessert das Operative C. durch:
Forecast (1)

= unterjährige Fortschreibung/ Planung über die Jahres-Quartale (auf 12 Monate bezogen)

Planung
Verbessert das Operative C. durch
rollierende Planung (5 + 3Vorteile)

  • Betrachtung von 5 Quartalen
  • Verstetigung der Planung
  • Budgetierung quartalsweise statt nur 1x jährlich
  • Trennung von der einjährigen GJ-Planung
  • rollierende Planung rückt jedes Quartal eines weiter

Vorteil:

  • aktuelle Planungsdaten
  • Integration der Planung ins Tagesgeschäft (Aufwand weniger)
  • Anpassung des Detaillierungsgrades an den Zeithorizont

Bilanzcontrolling
Definition (1+2)

Methodische Untersuchung von Jahresabschluss und Lagebericht mit dem Ziel entscheidungsrelevante Informationen über die gegenwärtige wirtschaftliche Lage und die künftige wirtschaftliche Entwicklung eines Unternehmmens zu gewinnen.

  • Erfolgswirtschaftliches BC: Infogewinnung über Ertragslage (Leistungsoutput)
  • Finanzwirtschaftliches BC: Infogewinnung über Vermögenslage (Akiva) und Finanzlage (Passiva)

Bilanzcontrolling
Konzeption des BC (7)

  1. Festlegung des Analyseziels
  2. Sammlung von allgemeinen Daten über wirtschaftl. und rechtl. Rahmenbedingungen
  3. Erfassung der Daten im Geschäftsbericht
  4. Bildung kreativer Kennzahlen und je einer Hypothese für jede Kennzahl
  5. Kennzahlenauswahl
  6. Kennzahleninterpretation
  7. Bildung eines Gesamturteils

Bilanzcontrolling
Kennzahlenbildung und -interpretation
Arten von Kennzahlen (2+je2)

  • Absolute Kennzahlen (können direkt aus der Bilanz abgelesen werden)
    • Jahresüberschuss
    • Umsatz
    • Bilanzsumme
  • Relative Kennzahlen (werden zu einem anderen Posten in Bezug gesetzt)
    • Gliederungszahlen (zB EK-Quote)
    • Beziehungsdarlehen (zB EK-Rentabilität)
    • Indexzahlen (zB Umsatzwachstum
      • bei relativen KZ wichtig: Wahrung der zeitlichen, sachlichen und wertmäßigen Äquvalenz

Bilanzcontrolling
Kennzahlenbildung und -interpretation
Interpretation von Kennzahlen (3)

  • Zeitvergleich (Wie hat sich ein U. entwickelt? (Index))
  • Betriebsvergleich (Benchmarketing)
  • Soll-Ist-Vergleich (Vergleich von gewünschten und erreichten Zielen)

Analyse der Vermögenslage
Verhältnis vom AV bzw. UV zum GesamtV
Nennen (4)

Intensitätskennzahlen sind immer Vergleichskennzahlen

  • Anlageintensität
  • Sachanlageintensität
  • Umlaufinensität
  • Vorratsintensität

Analyse der Vermögenslage
Verhältnis vom AV bzw. UV zum GesamtV
Anlageintensität (Formel + Interpretation)

\(AI= {Anlagevermögen{} \over Gesamtvermögen} * 100%\)%

> wenn gering (zB 28,46%) bedeutet das: wenig Grundstücke, Maschinen oder festgebundenes Vermögen. Positiv ist, dass schnelle Liquidation möglich ist, negativ, dass es wenig langfristig gebundenes Kapital gitb (schlechte Kreditwürdigkeit)

Analyse der Vermögenslage
Verhältnis vom AV bzw. UV zum GesamtV
Sachanlageintensität (Formel + Interpretation)

\(SI = {Sachanlagevermögen{} \over Gesamtvermögen} * 100\)%

> zB 12,96%: Bindung des Kapitals in Maschinen, Grundstücken... sehr gring > schlechte Kreditwürdigkeit, da Sachanlagen gerne als Sicherheit genommen werden > diese Kennzahl ist deshalb sehr aussagekräftig.

Analyse der Vermögenslage
Verhältnis vom AV bzw. UV zum GesamtV
Umlaufintensität (Formel + Interpretation)

\(UI = {Umlaufvermögen{} \over Gesamtvermögen} / 100\)%

> zB 70.71% > sehr hohes UV! > relativ wenig Vermögen, das langfristig im Unternehmen bleibt. Vorteil: hohe Liquidierbarkeit.

Analyse der Vermögenslage
Verhältnis vom AV bzw. UV zum GesamtV
Vorratsintensität (Formel + Interpretation)

\(VI = {durchschnittl. Vorratsbestand{} \over Gesamtvermögen} * 100\)%

> zeigt, wie groß der Vorratsbestand ist (22,9% wären viele Vorräte)

Analyse der Vermögenslage
Verhältnis vom AV bzw. UV zum GesamtV
Probleme bestandsorientierter Kennzahlen (5)

  • tatsächl. Liquidierbarkeit der Aktiva ist nicht bekannt
  • Fristigkeit der Passiva
  • Existenz zahlreicher nicht ausgewiesener regelmäßiger Verbindlichkeiten
  • Aktualität der analysierten Daten (Perspektive d. aktuellen GJ)
  • BC ist nur bedingt tauglich für Prognose der Liquiditätslage des U., da nicht alles direkt in der Bilanz auftaucht (zB Leasing, Zinsen..)

Analyse der Finanzlage
Kapitalstrukturanalyse
Nennen (3)

  • EK-Quote
  • FK-Quote
  • Verschuldungsgrad

Analyse der Finanzlage
Kapitalstrukturanalyse
EK-Quote (Formel + Erläuterung)

\(EK-Quote = {EK{} \over GK} * 100\)%

> in SoWi sollte EK-Anteil 90% und höher sein, da nicht mit Verschuldung gearbeitet werden kann, da kaum Kredite gewährt werden.

Analyse der Finanzlage
Kapitalstrukturanalyse
FK-Quote (Formel + Erläuterung)

\(FK-Quote = {FK{} \over GK} * 100\)%

> FK = Verbindlichkeiten + Rückstellungen + RAP

Analyse der Finanzlage
Kapitalstrukturanalyse
Verschuldungsgrad (Formel + Erläuterung)

\(Verschuldungsgrad = {{FK} \over EK} * 100\)%

> ist bei 100% ausgeglichen

Analyse der Finanzlage
Kapitalstrukturanalyse - Bestandsorientierte Liquiditätsanalyse
Nennen (5)

  • Goldene Finanzierungsregel
  • Anlagendeckung
  • Liquidität 1. Grades
  • Liquidität 2. Grades
  • Liquidität 3. Grades

Analyse der Finanzlage
Kapitalstrukturanalyse - Bestandsorientierte Liquiditätsanalyse
Goldene Finanzierungsregel (Formel + Erläuterung)

\(Goldene Finanzierungsregel = {{langfristiges Vermögen} \over langfristiges Kapital} <= 1\)

  • langfristiges Vermögen = Rückstellungen, Verbindlichkeiten, pRAP, p latente Steuern
  • langfristiges Kapital = EK, Rückstellungen, langfristige Verbindlichkeiten

> alles bis 1 ist gut

Analyse der Finanzlage
Kapitalstrukturanalyse - Bestandsorientierte Liquiditätsanalyse
Anlagendeckung (Formel + Erläuterung)

\(Anlangedeckung = {{EK} \over AV} * 100\)%

> zeigt, mit wieviel Prozent das EK das AV abdeckt. hoher Wert ist wichtig. Geringer Wert bedeutet mehr FK Bedarf.

Analyse der Finanzlage
Kapitalstrukturanalyse - Bestandsorientierte Liquiditätsanalyse
Liquidität 1. Grades (Formel + Erläuterung)

\(LG 1 = {Liquide Mittel {} \over kurzfristige Verbindlichkeiten} * 100\)%

  • Liquide Mittel = Wertpapiere im UV ja, im AV nein

> 90-100% sind ok

Analyse der Finanzlage
Kapitalstrukturanalyse - Bestandsorientierte Liquiditätsanalyse
Liquidität 2. Grades (Formel + Erläuterung)

\(LG 2 = {Liquide Mittel + kurzfr. Forderungen{} \over kurzfristige Verbindlichkeiten} * 100\)%

  • kurtfristige Forderungen = LuL

> 150% sind ok

Analyse der Finanzlage
Kapitalstrukturanalyse - Bestandsorientierte Liquiditätsanalyse
Liquidität 3. Grades (Formel + Erläuterung)

\(LG 3 = {Liquide Mittel + kurzfr. Forderungen+Vorräte{} \over kurzfristige Verbindlichkeiten} * 100\)%

  • Vorräte = nur die, die liquidiert werden können !!

> 200% sind ok

Analyse der Ertragslage
Rentabilitätskennzahlen
Nennen (4)

  • Umsatzrentabilität
  • EK-Rentabilität
  • GK-Rentabilität
  • Betriebsrentabilität

Analyse der Ertragslage
Rentabilitätskennzahlen
Umsatzrentabilität (Formel+Erläuterung)

\(UI = {{ordentlicher Betriebserfolg} \over Umsatzerlöse} * 100\)%

  • ordentl. Betriebserfolg = rein aus der Produktion

> 10% ist okay

Analyse der Ertragslage
Rentabilitätskennzahlen
EKrentabilität (Formel+Erläuterung)

\(EKR = {{Jahresüberschuss} \over durchschn. EK} * 100\)%

> 30% = sehr gute EKR > hohe Attraktivität für Gesellschafter sich zu beteiligen

Analyse der Ertragslage
Rentabilitätskennzahlen
GKrentabilität (Formel+Erläuterung)

\(GKR = {{Jahresüberschuss + FK-Zinsen} \over durchschn. GK} * 100\)%

> 7,25% ist schlecht, höhere Attraktivität müsste für FK-Geber gegeben sein

Analyse der Ertragslage
Rentabilitätskennzahlen
Betriebsrentabilität (Formel+Erläuterung)

\(BetriebsR = {{ordentlicher Betriebserfolg} \over durchschn. betriebsnotw. Vermögen} * 100\)%

  • durchschnittl. betriebsnotwendiges Vermögen = (Vorräte von 2 Jahren + Sachanlagevermögen von 2Jahren) / 2

> 24% ist okay

Study