Personalmanagement

für Selbstständige

für Selbstständige


C. F.
Diese Lernkarten decken die Grundlagen des Personalmanagements auf Universitätsniveau ab. Sie behandeln Themen wie Arbeitsverträge, Kündigungsfristen, Ferienregelungen, Arbeitszeugnisse und die Rechte von Arbeitgebern und Mitarbeitern. Besonders relevant sind die rechtlichen Grundlagen und die verschiedenen Arten von Arbeitszeugnissen. Diese Karteikarten sind ideal für Studierende der Betriebswirtschaftslehre, die sich auf Prüfungen oder die Praxis im Personalmanagement vorbereiten möchten.
Flashcards
40
Students
2
Language
German
Category
Micro-Economics
Level
University
Created / Updated
22.06.2018 / 23.06.2018

Flashcards

 

Definition Führung

Führen stellt eine Managementfunktion dar, die der ziel- und ergebnisorientierten Verhaltensbeeinflussung von Mitarbeitenden in und mit einer strukturierten Arbeitssituation dient => wir beeinflussen einen Mitarbeiter in seinem Verhalten.

Führung ist aber auch strukturell (bsp. Leitbild)

Was sind die Anforderung an die Führungsperson / Mitarbeiter

Führungsperson: Vorbild sein, kommunizieren (auch Feedback zurückgeben), Mitarbeiter anregen / fördern / herausfordern

Mitarbeiter: Loyalität, Teamgeist, Lernbereitschaft (Weiterentwicklung?), Verantwortung übernehmen, Leistungsbereitschaft

Optimum: Mitarbeiter sollte sich mit dem Unternehmen identifizieren können und selber wissen, was er zu tun hat, bringt

Was ist die Idee hinter einem Personalführungsmodell?

Wie weit wird das Potential des Mitarbeiters genutzt oder nicht?

von autoritär (alles bestimmt) zu demokratisch (alles gemeinsam besprochen)?

=> je nach Thema kann dies unterschiedlich sein

Was gehört alles zum Personalmanagement?

Personalmanagement ist nicht eine gesonderte Aufgabe, sondern die Personalplanung (braucht es eine Stelle überhaupt?) / -gewinnung (Anstellungsprozess), Personalbeurteilung, -honorierung, -entwicklung sowie die Personalfreistellung gehören auch dazu.

Was beinhaltet die Personalrekrutierung?

Ist-Situation überprüfen: wie viele Stellenprozente habe ich?

Soll-Situation: Welche Bereiche sollen abgedeckt werden? Besteht Bedarf? Kann es anders gelöst werden?

Personalbedarf => Ertragslage (was bringt dieser neue Mitarbeiter?), Infrastruktur (haben wir Platz?), Betreuung (können wir diesen MA betreuen / ins Team integrieren?)

Personalgewinnungsprozess

Stellenbeschrieb: was muss Person können / was nicht? (Fachlich / Persönlich)

Suche: Print / Internet / Social Media oder über das Netzwerk (kleine Berufsgruppe)

Dossiereingang: Bestätigen, Vorselektion => A (Einladen), B (Abwarten) und C-Kandidaten (Absagen)

Inhalte Stelleninserat

Firmenprofil (MA muss sich identifizieren können)

Funktion (Welchen Titel?)

Aufgaben (Stellenprofil: bsp. Workshops, Vorträge zu betrieblichem Gesundheitswesen)

Anforderungsprofil (Wir erwarten..)

Angebot Arbeitgeber (wir bieten… PC, Auto usw.)

Allerlei (Kontakt, Frist, was und wie einreichen)

Gestaltung nach GIULIO-Formel

Was beinhaltet die GIULIO-Formel?

Unterschied print / online Stellenauschreibung

Print: teuer, kleiner aber spezifische Leserschaft, PR-Statement: wir haben Geld für eine gedruckte Anzeige

Internet: günstiger/gratis, schnelle, einfache Publikation, grosse Leserschaft

Was sind Kriterien bei der Bewerbung?

Formale Kriterien: äussere Form, Fehlerfreiheit, Übersichtlichkeit, Ordentlichkeit

Vollständigkeit: wichtige Informationen im Lebenslauf, beruflicher Werdegang, für die Stelle spezifisch wichtige Informationen, berufliche Erfahrung / Arbeitszeugnisse decken sich, Schlusszeugnisse, Kopien relevanter Weiterbildungen, je nachdem Strafregisterauszug

Welche Fragen darf der Arbeitgeber am Bewerbungsgespräch nicht stellen?

ð  Der Arbeitgeber darf nur Fragen stellen, die mit der beruflichen Tätigkeit in direktem Zusammenhang stehen (also nichts bezüglich Politik, Religion, Vermögensverhältnisse, sexuelle Orientierung, Familienplanung, Gesundheitszustand)

Unterscheidung Erst- / Zweitgespräch?

Erstgespräch: Vorstellen des Unternehmens / Kandidaten => stimmt die Chemie? Könnte ich mir eine Zusammenarbeit vorstellen?

2. Gespräch: Fachthemen aufgreifen, Kündigungsfristen, Lohnvorstellungen klären, längere Ferienabwesenheiten, allenfalls Betrieb zeigen => Wissensstand? Rückmeldung der Mitarbeiter? Haltung gegenüber Qualität/Quantität

Referenzen

Referenzen: nur mit Einwilligung des Bewerbers (ist stillschweigend, wenn Referenzen im Bewerbungsschreiben angegeben sind) => ansonsten Verletzung des Persönlichkeitsrechtes

Welche Anstellungsverhältnisse gibt es?

Einzelarbeitsvertrag: befristet / unbefristet

Mandatsvertrag: über ein bestimmten Zeitraum bsp. Projekt, ist nicht erfolgsabhängig, unterliegt der Sorgfaltspflicht

Werkvertrag: Werkherstellung gegen Bezahlung

Inwiefern spielen Soft Skils eine Rolle in Bezug auf eine Stellenbesetzung?

Muss-Kriteren müssen erfüllt sein, Soll-Kriterien sind nice to have (damit kann man Punkten)

Was sind die Inhalte eines Arbeitsvertrag?

Beginn Arbeitsverhältnis, Probezeit, Kündigungsfrist
Tätigkeit, Einordnung in das Unternehmen
Salär, Gratifikation, Spesen
Sozialleistungen, Lohnfortzahlung bei Unfall/Krankheit
Arbeitszeit und Ferienanspruch

Der Arbeitsvertrag ist eine „übereinstimmende gegenseitige Willensäusserung“. – gemäss OR

Welche Anreize gibt es? Was beinhalten diese?

monetäre Anreiz wie Lohn, Erfolgsbeteiligung, betriebliche Sozialleistungen, betriebliches Vorschlagswesen

nichtmonetäre Anreize; Ausbildungs- und Aufstiegsmöglichkeiten, Teamarbeit, Betriebsklima, Führungsstil, Arbeitszeit- und Pausenregelung, Arbeitsinhalt. Arbeitsplatzgestaltung

Welche Lohnformen gibt es?

Reine Lohnform: Zeitlohn: Vergütung der Arbeitszeit, Akkordlohn: Vergütung der Leistung (Lohnt sich erst nach mehrmaliger Leistung, ansonsten ist Aufwand meist zu gross sind jedoch meist höher angesetzt, da zusätzliche Leistungen nicht bezahlt werden)

Zusammengesetzte Lohnformen: Prämienlohn: Leistungsunabhängiger Grundlohn + Prämie

Wovon sind Lohnverhandlungen abhängig?

Arbeitsleistung (Anzahl Beratungen), relevante Weiterbildungen, Arbeitsmarksituation (können wir überhaupt eine Lohnerhöhung machen?), Stellenanforderungen (bringt die Person alles mit, was erwartet wird?), Qualifikation, Erfahrung, Dienstjahre

Wichtiger Grundsatz (gesetzliche Grundlage) zum Lohn

Verboten sind alle Formen der Diskriminierung aufgrund der Herkunft, der Rasse, des Geschlechts, des Alters, der Sprache, der sozialen Situation, der Lebensweise, der religiösen, weltanschaulichen oder politischen Überzeugung sowie aufgrund körperlicher, mentaler oder psychischer Beeinträchtigung einer Person

Modell zu Mitarbeitergespräche

Täglich: fortlaufende Interaktion bzgl. Aufgaben, Termine usw.

Problem- und Kritikgespräche: weniger häufig

Massnahmengespräche (MA-Gespräch): 1-2x/Jahr

Je formeller, desto mehr Aufwand zur Vorbereitung

Je besser die täglichen Gespräche laufen, desto einfacher sind auch MA-Gespräche

=>  Selbst- bzw. Fremdeinschätzung erfolgt unabhängig voneinander: Chancen zur besseren Abstimmung der Erwartungshaltung: je deckungsgleicher, desto besser

Ziel der Mitarbeiterbeurteilung

Personalentwicklungsfunktion (Fortschritte, Aufgabenerfüllung, Entwicklung, Stärken und Schwächen)

Beurteilung aller Mitarbeitenden bezüglich Leistung und Verhalten nach einem einheitlichen Massstab

Überprüfung einer gerechten, das heisst leistungs- und verhaltenskonformen Entlöhnung

Sicherstellen der systematischen Förderung der Mitarbeitenden, indem Schwächen verbessert und Stärken gefördert werden (bsp. kleine Weiterbildung zur Weiterentwicklung).

Standardisierte Fragebogen verwenden um konkrete Vergleiche ziehen zu können

Was wird bei einem MA-Gespräch beurteilt?

Methodenkompetenz (Planung, Organisation), Fachkompetenz (Fachwissen), Sozialkompetenz (Wie empathisch agiert jemand – intern/extern) und Selbstkompetenz (Verantwortung übernehmen, eigene Fähigkeiten einschätzen, Selbstreflektieren)

Vorbereitung Mitarbeiterbeurteilung

Regelmässige Beobachtungen sollten während des Jahres festgehalten werden

Einen verbindlichen Termin (formelles Gespräch!) für das Gespräch festlegen und genügend Zeit einplanen

Dokumente für die Selbstbeurteilung 2 -3 Wochen vorher versenden, rechtzeitig einen Gesprächstermin abmachen

Gesprächsleitfaden für das Gespräch vorbereiten (Ablauf, Ziele, Massnahmen)

Bei schwierigen Gesprächen lohnen sich auch „Wenn/Dann-Strategien" (wenn dieser Fall eintritt im Gespräch, dann verhalte ich mich so..)

Merksätze für die Gesprächsführung

Das Beurteilungsgespräch läuft unter vier Augen ab

Die Atmosphäre ist nicht autoritär sondern kooperativ

Inhalt, Stil und Ablauf sollten auf das «Niveau» des Beurteilten abgestimmt sein

Die Sache von der Person trennen (Stört mich die Person oder die Arbeit, die sie macht: nicht «du bist…» sondern «deine Arbeit sollte…»)

Kritik = kurz, konkret, konstruktiv (nicht per se schlecht, eher als Potential sehen)

Gemeinsame Förderungsmöglichkeiten suchen (wenn mir die Gesprächsführung nicht passt, dann diese fördern)

Die Selbsteinschätzung des Mitarbeiters abholen

Gemeinsame Zielvereinbarungen treffen (MbO)

Abschluss MA-Gespräch

Alle wesentlichen Gesprächsergebnisse werden auf einem Ergebnisblatt festgehalten.

Zum Schluss wird das Ergebnisblatt von der/dem Vorgesetzten und von der/dem Mitarbeitenden unterschrieben, auch wenn die Mitarbeiterin/der Mitarbeiter mit der Beurteilung nicht einverstanden ist (geht nicht darum, ob einverstanden, sondern gesehen)

Die Mitarbeitenden erhalten das Original des gesamten ausgefüllten MAG-Formulars.

Was sind Stolpersteine beim MA-Gespräch?

Gruppendruck und Gerüchte über eine Person, Idealisierung und Mildetendenz (es geht nicht darum, den MA blosszustellen, sondern ihn zu fördern: daher nicht vermildern / verschlimmern), Beeinflussung durch eigene Wertvorstellung, Vorurteile und erster Eindruck einfrieren, Projektionen eigener Versäumnisse / eigener Misserfolg, «Halo-Effekt»: wenige Eindrücke überstahlen andere Punkte

Kritik ist Feedback, subjektiv und offenbart eine Werthaltung!

Wie werden Zielvereinbarungen gemacht?

MA-Gespräche sind nur dann abgeschlossen, wenn gewisse Ziele und Konsequenzen abgemacht sind.

Unternehmensziel wird heruntergebrochen auf das Mitarbeiterziel (Vorstellungen Vorgesetzter wird mit den Vorstellungen des MA vereint). Daraus wird eine Vereinbarung getroffen und Kontrollen bzw. Anpassungen (im nächsten Gespräch) vorgenommen.

Welche Arten von Arbeitszeugnisse gibt es?

Vollzeugnis: am Ende, gibt detailliert über Leistung und Verhalten Auskunft

Zwischenzeugnis: Inhalt und Aufbau wie bei Vollzeugnis; wird ausgestellt: auf Verlangen AN, Stellensuche durch AN, Funktionswechsel innerhalb der Firma, Vorgesetztenwechsel

Arbeitsbestätigung: gibt Auskunft über Personalien, Funktion & Anstellungsdauer; darf nur ausgestellt werden, sofern der AN dies ausdrücklich verlangt

Was beinhaltet ein Arbeitszeugnis?

1. Benennung als "Arbeitszeugnis" oder "Zeugnis" (Titel)

2. Bezeichnung des Arbeitgebers

3. Bezeichnung des Arbeitnehmers

4. Ort und Datum der Ausstellung

5. Art des Arbeitsverhältnisses (genaue Bezeichnung des Arbeitsbereiches)

6. Dauer des Arbeitsverhältnisses

7. Beurteilung der Leistung

8. Beurteilung des Verhaltens

9. auf Wunsch des Arbeitnehmers: Grund der Beendigung des Arbeitsverhältnisses

10. Unterschrift des Arbeitgebers oder dessen Stellvertreters

Form des Arbeitszeugnisses

Es muss schriftlich (in der Regel in Maschinenschrift) verfasst sein

Es muss auf neutralem Papier von guter Qualität und üblichem Format geschrieben sein

Es muss den Grammatik- und Rechtschreiberegeln entsprechen

Es dürfen keine Korrekturen, Streichungen und dergleichen angebracht sein

Es muss vom Arbeitgeber unterschrieben sein

=> Grundsatz der Wahrheit, des Wohlwollens, der Vollständigkeit und Einheitlichkeit, der Individualität und Klarheit! Codierungen sind nicht erlaubt!

Wie kann negatives in einem Arbeitszeugnis benennt werden?

Verboten: keine einmaligen Vorkommnisse (bzgl. Leistung, Differenzen mit Arbeitgeber, Vorfälle, persönliche Probleme). Erlaub sind Delikte, wiederholte Missachtung der Arbeitgeberweisung (auch Alkohol, Belästigung), unsorgfältige Arbeitsweise, Teamunfähigkeit, Streitsucht

Zu direkte Kritik: Herr X war nicht in der Lage, der Erwartungshaltung unserer Kunden zu entsprechen.

Codierte Formulierung: Mit den Leistungen waren wir zufrieden.

Brückentechnik: (Positiv) Manchmal hätten wir uns gewünscht, dass es Herrn X vermehrt gelungen wäre, der hohen Erwartungshaltung unserer englisch sprechenden Kundschaft noch besser zu entsprechen. (Positiv)

Was beinhaltet das Personalmanagement im Allgemeinen?

Strukturelle Personalarbeit: HR, sehr wichtig. Lohnmanagement (bei Einstellungen Lohn festlegen => faire Löhne weil berufsübergreifend vergleiche gemacht werden können), Anstellungsprozess (Koordination der Ausschreibung, Selektion der Bewerbungen gerade bei grösseren Mengen), Verträge (Ausarbeitung), beraterische Funktion (krankheitshalber Ausfall, Mutterschaft: Unterstützung zur rechtlichen Situation für die Führungskraft/Arbeitnehmer), Arbeitszeugnisse (aufgrund der Grundlage von der Führungskraft)

Interaktionelle Personalarbeit: beim direkten Vorgesetzten, nimmt man als Mitarbeiter stärker war (Standortgespräche, MA-Gespräche, Aufgaben delegieren, Aufgabengebiete festlegen, Situationen besprechen, Schwierigkeiten).

Strukturelle Personalarbeit: HR, sehr wichtig. Lohnmanagement (bei Einstellungen Lohn festlegen => faire Löhne weil berufsübergreifend vergleiche gemacht werden können), Anstellungsprozess (Koordination der Ausschreibung, Selektion der Bewerbungen gerade bei grösseren Mengen), Verträge (Ausarbeitung), beraterische Funktion (krankheitshalber Ausfall, Mutterschaft: Unterstützung zur rechtlichen Situation für die Führungskraft/Arbeitnehmer), Arbeitszeugnisse (aufgrund der Grundlage von der Führungskraft)

Interaktionelle Personalarbeit: beim direkten Vorgesetzten, nimmt man als Mitarbeiter stärker war (Standortgespräche, MA-Gespräche, Aufgaben delegieren, Aufgabengebiete festlegen, Situationen besprechen, Schwierigkeiten).

=> Arbeitsrecht spielt auf beiden Ebenen mit

Was sind private Arbeitgeber; öffentlich, rechtliche Anstalt und Verwaltung?

Privater Arbeitgeber: privatwirtschaftliche Firma, Industriebetrieb (Nestle, Novartis, Abbot), private ERB-Praxis

Öffentlich, rechtliche Anstalt: Verbindung zur Verwaltung, jedoch ein öffentlicher Betrieb: Spitäler (aber nicht alle! Bsp. Hirslanden nicht), ETH Zürich, Post, SUVA, Unispital Zürich

Verwaltung: Bundes-, Kantonal-, Gemeindeverwaltungen (als ERB beim Kanton Bern in der Gesundheitsförderung)

An welche rechtlichen Grundlagen müssen sich die Arbeitgeber halten?

Grundlagen für Arbeitnehmer:

  • Gesamtarbeitsvertrag: Grundlage für alle, die an diesem Ort / in diesem Arbeitsgebiet / Berufsfeld angestellt sind, über dem Einzelarbeitsvertrag angeordnet

Danach wird zwischen Privatwirtschaft und Verwaltung bzw. öffentliche Anstalt unterschieden

  • Privater Arbeitgeber: Einzelarbeitsvertrag (Rahmenbedingungen einer Anstellung wie Lohn, Anstellungsprozente, je nachdem Ferien: verpflichtet den Arbeitnehmer auf bestimmte/unbestimmte Zeit zur Leistung von Arbeit für Lohn entweder Fix oder leistungsabhängig: v.a. Industrie), Normalarbeitsverträge (betrifft uns als ERB nicht, eher für Branchen mit «schwierigen Arbeitsbedingungen» bsp. Reinigungsfachkräfte für privat Haushalte => staatlich vorgegeben um diese Berufsgruppen zu schützen) => ist auch ohne offiziellen Arbeitsvertrag möglich, dann kommt das OR zu tragen (darin sind bsp. 4 Wochen Ferien festgelegt
  • Verwaltung / öffentlich, rechtliche Anstalt: Personalrecht vom Kanton (alle Anstellungen beziehen sich darauf => OR nicht gültig!)

Was wird im Arbeitsvertrag festgehalten?

Parteien, Beginn / Dauer, Umfang, Arbeitsort, Entlöhung, Arbeitszeit / Ferien, Probezeit, Kündigungsfrist (7Tage während Probezeit; Probezeit: 1Mt. kann aber verlängert werden bsp. bei krankheitsbedingtem Ausfall)

Welche Rechtsgrundlagen gelten für Ferien?

·        mind. 4 Woche (5 Wochen bis zum 20 Lj.), mehr geht immer. Ferienkürzung: bei «Blau-machen» (muss aber mind. > 1 Mt. über ein Jahr hinweg sein); bei längeren Krankheitsabwesenheiten (bei mind. > 2 Mt.), für jeden Monat darf 1/12 Ferien weggekürzt werden: bsp. bei drei Mt. dürfen für 2 Mt. Ferien gekürzt werden. Nachgewährung von Ferien nur, wenn man direkt betroffen ist bzw. man einen Angehörigen pflegen wegen Krankheitsfall pflegen muss. Grundsätzlich bestimmt Arbeitgeber die Ferien, soll aber Interesse der MA berücksichtigen

Welche Vorschriften sind betreffend Mutterschaftsurlaub zu beachten?

(beginnt, wenn das Kind geboren ist): um Schwangere/stillende Frau zu schützen; 14 Wochen mind.

Welche Rechtsgrundlage gilt für Kündigungsfristen?

Was wird unter dem Kündigungsschutz verstanden?

für AN und AG müssen gleich lang sein; während der Probezeit jederzeit, 7 Tage; ohne Probezeit/nach Ablauf: im 1. Jahr 1 Mt., ab 2-9 Jahr: 2 Mt. und ab 10. Jahr 3Mt.; Wirksamkeit ab Empfang der Kündigung (persönlich mit Unterschrift am besten: braucht Empfangsbestätigung), unwiderruflich

Kündigungsschutz: wegen persönlichen Eigenschaften (Geschlecht, Religion, Alter, politische Einstellung, Anstellungsbedingungen bsp. Zusatz bei langer Arbeitsbeschäftigung, Lohnfortzahlung bei Krankheit) => Achtung, nicht immer klar, dass aufgrund solcher Dinge gekündigt wurde (Arbeitsgericht!); Kündigung zur Unzeit: Krankschreibungen (1 Dienstjahr 30 Tage, 2-5. Dienstjahr 90 Tage, ab 6. Dienstjahr 180 Tage), Militärdienst (während + 4Wochen vor/nach), Schwangerschaft/Mutterschaftsurlaub

Was ist bei einem befristeten Arbeitsverhältnis bzgl. Kündigung abzuklären?

Was versteht man unter einem unechten befristeten Arbeitsverhältnis?

Bei befristeten Arbeitsverhältnis ist abzuklären, ob eine vorzeitige Kündigung möglich ist. Befristung auf Enddatum, Dauer, Ereignis (bsp. Skisaison) oder Arbeitsergebnis (bsp. Betreuung des Messestandes).

Unechte befristete Arbeitsverhältnisse nicht erlaubt: bsp. bei über 10 Jahren, zur Schutz des Arbeitnehmers

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