C7_Organisationsformen (S. 154-181)

Beschreibung zu Schlüsselbegriffen im Lehrbuch Capaul, R.; Steingruber, D: «Betriebswirtschaft verstehen». Berlin. Cornelsen. 2013. Lernkarten formuliert von Marco Sidler, 4n-SF-WR 2018, Kantonsschule Schaffhausen.

Beschreibung zu Schlüsselbegriffen im Lehrbuch Capaul, R.; Steingruber, D: «Betriebswirtschaft verstehen». Berlin. Cornelsen. 2013. Lernkarten formuliert von Marco Sidler, 4n-SF-WR 2018, Kantonsschule Schaffhausen.


U. S.
Diese Lernkarten bieten einen Überblick über verschiedene Organisationsformen und ihre Strukturen, geeignet für den Mittelschulunterricht. Sie behandeln zentrale Begriffe wie Unternehmen, Organisation, Stellen, Centers, Sparten und Kompetenzen, sowie spezifische Modelle wie Einlinienorganisation, Stab-Linien-Organisation und divisionale Organisation. Die Karteikarten erklären auch die Unterschiede zwischen Cost Centers, Profit Centers und Investment Centers und gehen auf Themen wie Leitungsspanne, Leitungstiefe und Organigramm ein. Ideal für Schüler, die die Grundlagen der Unternehmensorganisation verstehen und anwenden möchten.
Karten
30
Lernende
6
Sprache
Deutsch
Kategorie
BWL
Stufe
Mittelschule
Erstellt / Aktualisiert
17.04.2018 / 05.08.2024

Lernkarten

Organisation

Im Sinne eines Führungsinstruments erfüllt herbei die Organisation den Zweck, das Zusammenwirken von Menschen und Maschinen in einem Unternehmen zu koordinieren. Dazu müssen Regeln fesgelegt werden, nach denen bestimmte Aufgaben erfüllt werden müssen: Dabei müssen Abläufe fesgelegt und hierarchische Verhältnisse sowie Dienstwege definiert werden.

Aufbauorganisation

Definition von Aufgabenbereichen und Bildung von Stellen

-Zusammenfassung der Stellen zu grösseren Einheiten (z.B Sparten)

-Darstellung der Organisationsstruktur in einem Organigramm

Ablauforganisation

Festlegung von Abläufen-Festlegung des zeitlichen Aspekts einer Tätigkeit (wann)-Festlegungder Reihenfolge verschiedener Tätigkeiten-Abstimmung und Koordination von Teilaufgaben

Stelle

Eine Stelle ist eine Zusammenfassung von Aufgaben, welche von einer qualifizierten Person unter normalen Umständen bewältigt werden können.

Kompetenz

Die Rechte und Befugnisse, welche ein Stelleninhaber besitzt, nennt man auch Kompetenzen.

Organigramm

Grafische Darstellung der Aufbaustruktur einer Organisation

Dienstweg

Reihenfolge bei der Klärung von dienstlichen Angelegenheiten (z.B bei einer Reklamation)

Stellenbeschreibung

Internes Dokument, welches Aufgaben, Kompetenzen und Verantwortung einer Stelle detailiert umschreibet.

Stellenausschreibung

Dokument, welches zur Kommunikation auf dem Arbeitsmarkt gedacht ist; weniger detailiert als Stellenbeschreibung.

Abteilung

Stellen werden insbesondere bei grösseren Unternehmen zu Abteilungen zusammengefasst.

Hauptabteilung

Bei Bedarf können aus den Abteilungen Hauptabteilungen gebildet werden.

Leitungsspanne

Die Leitungsspanne misst die Anzahl der Stellen, welche einer Leitungsstelle (Instanz) unterstellt sind. Sind einer Instanz viele Stellen untergeordnet, wird von einer grossen Leitungsspanne oder von einer flachen Hierarchie gesprochen.

Leitungstiefe

Die Leitungstiefe ist ein Mass für die Anzahl Hierarchieebenen, die in einem Unternehmen existieren.

Einlinienorganisation

Eine Einlinienorganisation zeichnet sich dadurch aus, dass einer Stelle nur eine einzige Instanz übergeortnet ist.

Stab-Linien-Organisation

Werden bei der Einlinienorganisation den Instanzen noch beratende Stellen, sogenannte Stäbe, zur Seite gestellt, sprechen wir von einer Stab-Linien-Organisation.

Stab

Unterstützt/berät Leitungsstelle bzw. Linie jedoch verfügt sie über keinerlei Entscheidungs- bzw. Weisungsbefugnisse

Mehrlinienorganisation

Bei einer Mehrlinienorganisation sind einer Stelle mehrere Instanzen übergeortnet. Eine beliebige Stelle empfängt also von mehreren vorgesetzten Stellen Weisungen.

funktionäre Organisation

Bei der funktionalen Organisation erfolgt die Bildung der Abteilungen nach Funktionen. In einer funktionalen Organisation werden sämtliche in einem Unternehmen existierende Stellen jeweils einer von mehreren Funktionen zugeortner.

divisionale Organisation (Spartenorganisation)

Bei den divisionalen Organisationsstrukturen ist ein Unternehmen nicht nach Funktionen, sonder nach Divisionen (Sparten) gegliedert. Es steht jedoch nur eine einzelne Gliederungsdimension im Zentrum.Während die Abteilungen bei der funktionalen Organisation stark voneinander abhängig sind, führt eine divisionale Organisationsstrukturbzw. eine Spartenorganisation zur Ausbildung von weitgehend unabhängigen "Unternehmen im Unternehmen".

Cost Center

Je nach Autonomie bzw. Abhängigkeit von der Unternehmensleitung werden die einzelnen Divisionen bzw. Sparten häufig als Cost Centers, Profit Centers oder Investment Centers bezeichnet. Der Unterschied liegt in ihren Kompetenzen. Cost Center verfolgt lediglich das Ziel der Kostenoptimierung.

Profit Center

Je nach Autonomie bzw. Abhängigkeit von der Unternehmensleitung werden die einzelnen Divisionen bzw. Sparten häufig as Cost Centers, Profit Centers oder Investment Centers bezeichnet. Der Unterschied liegt in ihren Kompetenzen. Profit Center hat das Ziel der Kostenoptimierung und hat eine Erlösverantwortung.

Investment Center

Je nach Autonomie bzw. Abhängigkeit von der Unternehmensleitung werden die einzelnen Divisionen bzw. Sparten häufig as Cost Centers, Profit Centers oder Investment Centers bezeichnet. Der Unterschied liegt in ihren Kompetenzen. Investment Center hat das Ziel der Kostenoptimierung, hat eine Erlösverantwortung und zeichnet sich ausserdem für Investitionen oder Desinvestitionen in Produktionsfaktoren verantwortlich.

Management-Holding (Holdinggesellschaft)

Die Management-Holding stellt eine Weiterentwicklung der divisionalen Organisation dar. Die einzelnen Organisationseinheiten (Divisionen, Sparten) werden zu eigenständigen Gesellschaften, meist AG's ausgebaut. So können die Unternehmensteile problemlos abgespalten und verkauft werden.

Allianzorganisation

Viele Unternehmen konzentieren sich vermehrt auf ihre Kernkompetenzen und schmieden Allianzen mit anderen spezialisierten Unternehmen. Die Zusammenarbeit von Unternehmen in einer Allianz kann sich auf einzelne Gebiete wie Forschung & Entwicklung oder Produkiton beschränken.

virtuelle Organisation

Die viruelle Organisation kann als weitreichende Form der Allianzorganisation betrachtet werden. Hier ist jedoch die Zusammenarbeit nur auf einen kurzen Zeitraum oder gar nur auf ein Projekt ausgelegt. Ein virtelles Unternehmen basiert auf einem Netzwerk von Unternehmen, die sich je nach den Bedürfnissen des Marktes rasch zusammenschliessen, um ein Produkt oder eine DL anzubieten.

Produktorganisation

Bei der Pdoduktionsorganisation kann die bestehende (funktionale Gliederung eines Unternehmen mit der Dimension "Produkt" ergänzt werden. Durch können funktionale Brüche im Prozess der Leistungsherstellung überwunden werden. Zudem ist sie auch massgeblich zur Förderung des unternehmerischen Denkens.

Matrixorganisation

Die Matrixorganisation ist eine weiterentwicklung der Produktorganisation. Hier verfügen beide Dimensionen bezüglich Kompetenzen und Befugnisse über die gleichen Rechte und Pfichten.

Prozessorganisation

Die Prozessorganisation verfolgt einen ähnlichen Zweck wie die Produktorganisation- nur stehen hier unternehmerischen Prozesse "vom Kunden zum Kunden" im Vordergrund.

Projektorganisation

Als Neben- bzw. Sekundärstruktur ist sie nicht von dauerhaften Bestand, sondern wird je nach Bedarf nur zur Erfüllung eines bestimmten Zwecks ins Leben gerufen.

Projekt

Ein Projekt ist eine neuartige, einmalige, komplexe sowie zeitlich begrenzte Aufgabe in einem Unternehmen, an deren Planung und Durchführung meist mehrere Unternehmensbereiche beteiligt sind und welche bezüglich Ressourcen in Konkurrenz zu anderen Aufgaben im Unternehmen steht.

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